Honi soit qui mal y pense

Sieh mal an, wieder eine Schwierigkeit mit dem BER. Ich formulier’s mal jenseits aller Verschwörungstheorien so: Beschämt sei, wer nichts Böses dabei denkt. ^^

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Depression

Die Kunst ist doch nicht, Depressionen zu haben. Diese entwickelt der Organismus unter gegebenen Umständen, vor allem ethisch-sozialen Mißständen, als Schutzmechanismus ganz von allein.
Die Kunst dürfte sein, in dem krank machenden Umfeld mit der durch dieses Umfeld ausgelösten Depression weiterhin so zu funktionieren, wie es dort mit aller Menschen­verachtung erwartet wird.

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human

Vermutlich hat schon jeder (♀♂) solche Tage erlebt, die einen höchst intensiven Zweifel daran nähren, ob das Humane der sich selbst so apostrophierenden Spezies tatsächlich eine Höherentwicklung gegenüber jeder anderen „Frucht” des Evolutionsbaumes darstellt.

Vorgeschichte

Ende November des vorigen Jahres drängte mich ein Recruiter einer Zeitarbeitsfirma geradezu, mich im Risiko-Controlling eines Finanzdienstleisters unterbringen zu dürfen, weil dieser händeringend eine Person mit außerordentlichen Fähigkeiten und Erfah­rungen im Dunstkreis von Data-Warehouse und SQL im allgemeinen herbeisehnte. Nun gut, außerordentliche Fähigkeiten sind nun wirklich kein besonderes Merkmal. Welche Fachabteilung würde wohl freiwillig eine Stellenausschreibung lancieren, in der ein grenzdebiler Innumerat für die Risikobewertung angefordert wird?

Aktuelles

Fünf bis sechs Wochen lang hatte ich zwar einen computerisierten Arbeitsplatz, aber keinerlei Zugriffsrechte auf produktive Laufwerke oder risikorelevante Datenbanken. Das war die Zeit, in der das Bewertungsprozedere an mich übergeben werden sollte. Die Person, die mit dieser Übergabe betraut war, hatte von der fachlichen Seite so wenig Verständnis, daß sie sich in einen Nimbus höchsten Spezialwissens geflüchtet hatte, das eh an niemanden vermittelbar ist. So war die gesamte fachliche und prozessuale Übergabe eine Sammlung von Anekdötchen, hier oder dort eine Query zu starten (vgl. hier). Freilich ist seit dem letzten Quartalsbericht die Datenbankstruktur empfindlich verändert worden; somit griffen praktisch alle vorgeführten Abfragen ins Leere, vollmundig und zugleich halbherzig kommentiert durch: »Mit Ihren Kenntnissen ist es ein Leichtes, die paar Veränderungen vorzunehmen«. Gesprochen von jemandem, der es mit seinen Spezialkenntnissen offenbar nicht zustandegebracht hat. Aber sein „Burgherrenwissen” war immerhin ausreichend, um die Karre bis zur Deichsel in Modder und Morast zu manövrieren.
Trotz solch denkbar ungünstiger Verhältnisse hat vor wenigen Tagen die auf meinem Mist gewachsene Risikoplanung praktisch ohne Änderungswünsche die Vorstandsklausur passiert. Metaphorisch gesprochen habe ich mit gefesselten Händen und Füßen den Ärmelkanal durchschwommen und ganz nebenbei der Chefin – wie sage ich es mit der gebührenden Zurückhaltung – den Arsch gerettet.

Und weiter?

In den letzten paar Arbeitsbesprechungen hat die Chefin mit einem tiefenentspannten Gesichtsausdruck, wie er bei kleinen Kindern gar zu niedlich wirkt, wenn sie zum ersten Mal eine Geburtstagskerze auspusten dürfen, mit zwei Neuzugängen geprotzt, die sie an Land ziehen konnte. Echte Spezialisten! Heute erbat der eine Hilfe von mir beim Schreiben einer SQL-Abfrage, für die eine Gruppierung vorgenommen werden mußte. Ja, das muß ein wahrer Spezialist sein, der die Niederungen des elementaren(!) Datenbank­handwerks bei seinen geistigen Höhenflügen völlig aus den Augen verloren hat…
Tja, solche Spezialisten haben gefälligst zu bleiben, während mein (siehe oben) Gestümpere in Daten­banken allenfalls für baldige Trennung ausreichend ist (vgl. hier).

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undiplomatisch

Die Diskrepanz zwischen dem, was ich in Schule und zur Erlangung einer – mit Verlaub! – halbwegs verläßlichen Allgemeinbildung über die in Ameristan praktizierte Regierungs­form aufgeschnappt habe, und dem, was dieser gräßlich unvorteilhaft geschminkte Herr (weiße Augenringe‽) mit seiner beängstigenden gelben Sturmfrisur derzeit twitternd vorführt, hat mich dazu bewogen, Tante Wiki um Rat zu fragen (siehe hier).
Beruhigend scheint mir zu sein, daß »die Befugnis, Kriege zu erklären oder zu beenden, […] jedoch beim Kongress« liegt, nicht beim amerikanischen Präsidenten. Sind also seine Tweets (zu Syrien und Rußland) kaum mehr als das gedankenlose, wenngleich Angst einflößende Geplapper einer Person, in deren Kopf kaum anderes zu finden sein dürfte als Ich-Ich-Ich, derzeit allerdings mit Empathie-Mimikry übertüncht als ‘America first!’? Oder stimmt gar der bei Wikipedia hinterlegte Satz: »Darüber hinaus ist der Präsident der oberste Diplomat seines Landes«? Er!? Dieser Egomane? Schreck, laß nach! Nein, er hat (den Buchstaben nach) zweifelsohne den Posten des obersten Diplomaten inne, aber Diplomatie ist sein Ding so absolut und vollkommen gar nicht…

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Dummheit

Dummheit ist eine gar seltsame „Krankheit”. Wer davon befallen ist, spürt keine Schmerzen, die anderen hingegen leiden.

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Wieso ich gerade jetzt auf diesen Satz da oben komme? Ganz simpel; ich habe soeben Nachrichten gehört…
:mrgreen:

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Betrug am Kunden

Hier mal ein Bild für Genießer. Nein, nicht Genießer des Honigs sind gemeint, sondern Genießer der Unverschämtheit, mit der Kunden betrogen werden.
Schon gesehen? Das Photo belegt, daß ½ kg Honig zu einem Preis von 3,99 € verscherbelt wird, die Hälfte davon aber gerade einmal zu einem 17,5 % geringeren Preis. Häh!?!
Nun mag es ja sein, daß es einen erheblichen Aufwand bedeutet, jeder dritten Biene, die das kleine Glas anfliegt, um das klebrige Zeug in selbiges zu kotzen, das später als goldklarer Honig verkauft werden soll, zu sagen, daß sie sich gefälligst in das doppelt so große Glas zu übergeben habe. Aber ein genauerer Blick auf die Zahlen offenbart, daß pro Kubikzentimeter Verpackungsmaterial (im wesentlichen Glas) 0,22 € als Kosten aufgerufen werden, pro Kilogramm Honig hingegen -11,15 €. Achtung, genau geschaut! Da steht ein Minus vor dem Honigpreis. Man bezahlt beim Erwerb eines Honigglases nicht für den Inhalt, man erhält(!) stattdessen eine Geldsumme, die aber für den Verpackungspreis mehr als aufgefressen wird.
Kurz: Beim oben gezeigten Honigpreis bezahlt man die Verpackung, nicht den Inhalt!

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Nieder mit den „F. V.”s dieser Welt!

Wem gebührt der Lorbeer, dem Schüler, der seinen Lehrer überflügelt, oder dem Lehrer, der das elevische Potential förderte? Ganz genau! In aller Bescheidenheit – mir.
Der Mohr hat seine Arbeit getan, der Mohr kann gehen! (Friedrich von Schiller, Die Verschwörung des Fiesco zu Genua [1782], 3. Akt, 4. Auftritt).

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