Ceterum censeo Carthaginem esse delendam

Sieh an, die blonde Sturmfrisur hat „keine Wahl, als Nordkorea total zu zerstören” (vgl. hier). Das hat beim IS doch auch ganz trefflich funktioniert: Wer nicht gerade ambitionierter Anhänger des IS war, hat doch gleichermaßen verständnisvoll wie auch andächtig genickt, als die Vernichtung verkündet (und de facto vollzogen) wurde.
Ist es jemandem aufgefallen, daß in beiden Fällen alte NVA-Doktrin bedient wurde? Damals klang das per se Böse(!) etwa so: „Der Gegner wird auf seinem eigenen Territorium vernichtet” (vgl. hier, Absatz ‘Wehrdienst – Leben mit dem Ernstfall’).
Ist es ferner jemandem aufgefallen, daß militärische Eingriffe (selbst mit der modernsten Technik) nicht so präzise sind bzw. sein können, daß ausschließlich „Schuldige” (was immer das sein soll) und nicht etwa „aus Versehen” Unschuldige betroffen sind?

Advertisements
Veröffentlicht unter Erkennen, Realität, Zweifel | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 2 Kommentare

Metamorphose

Die Ernte ist eingebracht, zumindest ein Teil davon. Eine Metamorphose von „draußen in der Natur” (9.04.2017) nach „drunten im Keller” (17.09.2017):Und nicht nur die Kellergeister fanden es schon heraus: Ein Most der leckersten Art!

Veröffentlicht unter Photo | Foto, Tagesflimmern | Verschlagwortet mit , , | Kommentar hinterlassen

Oberguru

Da habe ich mich also irgendwie daran gewöhnt, daß eine Person für clever gilt, die zwar die richtigen Begriffe, diese aber konsequent im falschen Zusammenhang in Debatten einwirft.
Nun hat es mich – O, beste aller Welten! – in ein Biotop verschlagen, in dem Personen als Obergurus gelten, die in konsequenter Weise falsche Begriffe im falschen Zusammenhang aufs Tapet wuchten. Sie halten sich selbst offenbar für so clever (→ 1. Satz), ein doppeltes Nein als schmetterndes Ja verkaufen zu können.

Veröffentlicht unter konkret, Kritik, Realität | Verschlagwortet mit , , , , , , | 6 Kommentare

Machtgelüste

Ist das nicht seltsam? Da liest man von politischen Aussagen (etwa hier) und wird auf mysteriöse Weise an die alte Volksweisheit von Wein und Wahrheit erinnert.
Dabei meint »in vino veritas« vielleicht doch etwas anderes als trunken sein von Machtgelüsten. Es ist beileibe nicht alles vom Geist der Wahrheit beseelt, was gelallt wird unter der Fahne des Weingeists.
Apropos beseelt: Warum springt St. Martin dem J.-C. so ostentativ zur Seite, wo jener diesen im EU-Machtgerangel düpiert hatte? Was ist die Absicht hinter der Absicht? Stellt sich diese Frage aber nicht auch bei Mose, als er vom Berge Sinai… Ach was, falscher Film: als St. Martin vom Berg Merkel herabstieg und sah, daß das Gipfeltreffen im TV die Gloriole zu wenig zum Leuchten gebracht hätte, als daß ein Tanz wäre um den goldenen Schein. Und jetzt träumt er von einem zweiten Anlauf…?

Nachtrag um 06:03 Uhr
Wie läßt Wagner den Loge so hübsch sagen (siehe hier, fast ganz unten):

Ihrem Ende eilen sie zu,
die so stark in Bestehen sich wähnen.
Fast schäm‘ ich mich,
mit ihnen zu schaffen;
[…]
spür‘ ich lockende Lust:
sie aufzuzehren,
die einst mich gezähmt,
statt mit den Blinden
blöd zu vergehn,
und wären es göttlichste Götter!
Nicht dumm dünkte mich das!
Bedenken will ich’s:
wer weiss, was ich tu‘!

Veröffentlicht unter Tagesflimmern, Zweifel | Verschlagwortet mit , , , , , | Kommentar hinterlassen

Angst, sonst nichts

Ist denn der Mensch nicht eine gar seltsame Spezies? Er ist in der Lage, Moral und Moralkonzepte zu denken. Aber es fehlen an ihm die Stellschrauben, um das, was er selbst als moralisch erdacht hat, an sich verbindlich und unverrückbar einzustellen.
Genaugenommen müßte es wohl heißen: es gibt keine Stellschraube, bis auf eine, nämlich die Angst.

Veröffentlicht unter Erkennen, konkret, kurz & gut, Realität | Verschlagwortet mit , , , , , | 14 Kommentare

analoges Überleben

Warum sollte ich mich analog zu perfektionieren suchen (Sport und wie die hingebungsvoll betriebenen Selbstkasteiungen sonst noch heißen mögen), wenn meine nahkünftige Existenz von perfekter Mimikry an den dann alles beherrschenden Digitalismus abhängen wird?

Veröffentlicht unter abstrakt, Erkennen, Kritik, kurz & gut, Zweifel | Verschlagwortet mit , , , , , , , | 10 Kommentare

schon die Griechen wussten…

Gestern durfte ich eine vorzügliche TV-Sendung auf ARD-Alpha sehen, eine Wiederholung von Sendungen, die der BR bereits vor rund 6 Jahren über den Äther flimmern ließ. Michael Köhlmeier bringt dem Publikum in einem 15 min-Format griechische Mythen nahe, indem er sie auf unnachahmliche Weise nacherzählt.
Gestern nun sah ich die Folge 75: „Die Danaiden”. Ach was, ich genoß sie. Die komplette Viertelstunde ist sehens- und hörenswert (hier entlang zur Mediathek). Doch dann gibt es soetwas wie eine Offenbarung ab 1om 52s: Die schlimmste, die allerschlimmste Strafe ist die Sinnlosigkeit (das fanden schon die alten Griechen heraus). Ja, ja, dreimal ja!

Veröffentlicht unter Erkennen, konkret, Realität, zeitlos | Verschlagwortet mit , , , , , | 4 Kommentare