ungute Ziele

Smartphone & Co dürften in der Tendenz dazu führen, daß der Mensch (zumindest der mittelständische, technikinteressierte und sozial unbegabte) sich zum Autisten entwickelt.
Und sage niemand, daß das intensive Interesse an „unbegrenzten” Musiklisten, Video-Streams, Chats und/oder Zwitscherportalen ja wohl das blanke Gegenteil von Autismus wäre. Zugegeben, der Autismus-Begriff dürfte weiter als bisher gefaßt werden müssen, da er die Körpergrenze bzw. die Grenze der auswendigen Kommunikation überschreitet, aber er bezöge sich noch immer auf einen Kokon, der ein Individuum umhüllt, nach bzw. von außen praktisch undurchlässig ist und Interaktion mit realen Menschen (elektronische Abbilder ihrer Aktivitäten sind keine Menschen) weitgehend verhindert…

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so fabulous

valentinstagDas hätte ich mir beim besten Willen nicht träumen lassen, daß dieses Woche doch noch eine gute würde. Aber diese Schaufensterauslage stimmt letztlich doch versöhnlich…
Seit Monaten, ehrlicherweise seit Jahren hatte ich ein Wochenende für mich allein. Ganz für mich allein. Zur freien Verfügung, ohne Rücksicht nehmen zu müssen auf Wünsche anderer. Und so war ich am Freitag zu Besuch bei R. Und stolperte prompt in meine Paraderolle: Müllhalde zu sein für die Sorgen und Nöte anderer.
R. klagt, klagt viel, klagt ohne Zuhörer, die auf Auswege hinweisen könnten. Und ich bin die gute Fee, die sich das anhört, die keine Ratschläge gibt (und das wohlüberlegt und aus gutem Grund) und die ihre hehre Mission einzig darin sieht, das Korsett der wohlfeilen Selbstrechtfertigungen darauf abzuklopfen, ob nicht die eine oder andere Einschnürung doch ein wenig gelockert werden könnte…
R. fühlte sich sichtlich besser – und mir stellt sich die Frage, ob Wohlbehagen etwas ist, das die Physiker als Erhaltungsgröße kennen (hier: was ich einem anderen zukommen lasse, geht mir verloren), oder ob es sich wie eine Berührungsreliqiue wie magisch vermehrt.

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Jubel & Tränen

Sieh an: standing ovations für den (scheidenden) Bundesgauckler, der sichtlich gerührt mit seinen Tränen rang.
Ich muß es ganz ehrlich eingestehen, daß auch ich gejubelt hätte – aus Erleichterung, daß diese schrecklich unschöne politische Episode im Strudel der Geschichte hoffentlich bald dem Vergessen anheimfallen wird; irgendwie fühle ich mich in meinen Zweifeln (so hier geäußert und hier oder hier wiederholt) bestätigt.
Merke: Während nur der alte Brückenbauer in Rom (sprich: Pontifex bzw. Papst) heiligsprechen kann, kann offenbar jedermann sich selbst scheinheilig sprechen.

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Hörbrille

Eine Brille mit im Brillenbügel integriertem Hörgerät (aka Hörbrille) hat den entscheidenden Nachteil, daß man sie zum Batterietausch absetzen muß, was die für die Fummelei notwendige Sicht erfolgshemmend mindert.
Oder sollte man sich bei der Anschaffung eines solchen Kombigerätes gleich auch eine Batterieaustausch-Zusatzbrille zulegen?

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ein Wetter, das zu Tränen rührt

winter20170207Offensichtlich treibt dieses „Winter”-Wetter selbst Bäumen die
Tränen in die Augen an die Zweige… 🙂

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Wegen des Winters trauern?

trauerweide20170202Warum läßt diese Trauerweide den Kopf hängen?
Aus meteorologischer Sicht ist doch an diesem
Winter nichts auszusetzen, oder?

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auf den Punkt

Mit vielen Worten wenig oder gar nichts zu sagen scheint hundertmal einfacher als mit wenigen Worten auf den Punkt zu kommen. Warum?

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