undifferenziertes Glück

Wir denken in Gegensatzpaaren: gut/böse, Freund/Feind etc. Geschieht das aus Bequemlichkeit, Boshaftigkeit oder hat „Mutter Natur” das genau so haben wollen?
Als Kind sind wir mit diesem Wertungsschema nicht nur lebensfähig, sondern sogar glücklich. Mit dem Erwachen des Ichs lernen wir, immer weiter zu differenzieren. D. h. manche lernen es; sie machen sich die tiefgründigsten Gedanken über Gott und die Welt. Die anderen aber sind glücklich. Später dann, nach dem Bergfest des Lebens, rächt sich die eigene Hybris, mehr als schwarz und weiß sehen zu wollen: wir stolpern über die Steine, die wir uns selbst auf den Weg geworfen haben.
Sind wir erst dem Altersstarrsinn verfallen, ist der anfängliche Zustand, das kategorisch-glückselige Entweder-oder, wieder erreicht.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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Eine Antwort zu undifferenziertes Glück

  1. wolkenbeobachterin schreibt:

    Es geschieht u.a. durch die Sprache, die so angelegt ist, – in Gegensatzpaaren.

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