Verhandlungsposition

Es sind Angebot und Nachfrage, die, wer wollte das bestreiten, den Preis bestimmen – ein Handel kommt zustande, wenn beide(!) Seiten im Rahmen ihrer jeweiligen Toleranzen im ausgekungelten Preis einen Vorteil finden.
Derartige Platitüden braucht man nicht zu schreiben, sollte man tunlichst vermeiden, will man nicht „Eulen nach Athen“ tragen. Es sei denn, die Anspielung auf die nachtaktiven Raubvögel verweist auf das gerade zu behandelnde Thema. Das Sprichwort ist nämlich längst schon dringend zu modernisieren: »Euros nach Athen tragen«; und nicht zu knapp. Und warum das ganze? Weil die griechische Volkswirtschaft mit genau einem Wort beschrieben werden müßte – bankrott. Das ist der Grund, zumindest wird es den willigen Staats-Heloten (sprich: Steuerzahlern) genau so eingeredet, weshalb Milliarden über Milliarden in Diogenes‘ Tonne, einem Faß ohne Boden, verschwinden. Weil nämlich Europa bzw. genauer die Euro-Clique den griechischen Staat nicht pleitegehen lassen kann, wird den Spendern so viel Blut für die, ach, so lebenswichtigen Transfusionen abgezapft, daß am Ende eben nicht nur der griechische Patient tot sein wird …
Gleichzeitig wird in Griechenland munter gestreikt!? Nicht etwa, um die Politiker-Darsteller daran zu erinnern, daß man gefälligst den Gürtel enger schnallen und sparen muß, nicht etwa, um sie anzuregen, so viel und so rigoros wie möglich zu sparen, sondern um die längst überfälligen Sparmaßnahmen zu torpedieren. Die moralische Rechtfertigung ist schnell zusammengezimmert: Die anderen (Kommunen, Staat, Regierung, Banken, wer auch immer, die anderen eben) haben uns in die gegenwärtige Lage gebracht, warum sollen wir sparen und Einschnitte hinnehmen, um deren Lage zu bessern? Zumal die anderen (Europa bzw. die Euro-Clique) offenbar alles unternehmen, um unser Land nicht untergehen zu lassen …
Ist es nicht an der Zeit, soviel verständnisvolle Rücksichtnahme dadurch zu belohnen, daß noch weiter milliardenfach Zucker in griechische Ärsche geblasen wird?

Advertisements

Über ausgesucht

…desillusioniert
Dieser Beitrag wurde unter Erkennen, konkret, Kritik, Tagesflimmern, Zweifel abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

ein Kommentar ist hier möglich:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s