Buch 11 – Traumland

ISBN 978-3-455-40282-7

Dagbladet notiert: „Der Bestseller aus Norwegen. ›Eine Klasse für sich‹„.

Lance Hansen, Polizist und Ranger rund um den Lake Superior, kann sich nicht erinnern, dass es in der Gegend jemals einen Mordfall gab. Arglos geht er einem Hinweis auf Wildcamper nach und stößt auf einen jungen Mann: Splitterfasernackt und offenbar verwirrt, stammelt er in einer fremden Sprache vor sich hin. Nicht weit davon liegt ein zweiter Mann – übel zugerichtet und für immer mundtot.

Mit dem Roman Traumland  ist V. Sundstøl ein durchaus bemerkenswertes Buch gelungen: Auf ca. 350 Seiten werden Landschaften, Geschichte und Geschichten, Folklore und Familienerinnerungen in feinfühligen Worten vor dem Leser ausgebreitet. Das Brutale des Mordes, um den es in diesem Roman geht, ist wohldosiert eingesetzt, es schmälert die Leselust nicht. Dieser Roman wäre mit ruhigem Gewissen empfehlenswert, wenn nur der letzte Satz (der hier freilich nicht verraten wird!) nicht wäre. Bleibt die Frage, ob Blut wirklich dicker als Wasser ist. Oder vielleicht auch die Frage, ob es eine Art Erbschuld gibt. Da der Autor keine Brücken baut, um für die Beantwortung dieser Fragen Anregungen oder Richtungshinweise für den Königsweg zu geben, wird man wohl auf die Fortsetzung warten müssen (diese ist wohl nicht beabsichtigt, könnte aber nach ‚Traumland‘ durchaus ‚Böses Erwachen‘ heißen)…

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