18 ± 9

Das hat mich nun doch interessiert, welcher Anteil der Besucher wegen meines Geschreibsels auf diesen Seiten landet. Die WordPress-Statistik liefert ja permanent neue Horrorzahlen, aber wieviele Besucher liefen durch die Zählerschranke mit der Absicht, den Raum dahinter zu erkunden, und wieviele, weil sie sich schlicht dahin verirrt hatten? Wobei auch letztere zwar eine Absicht hatten, nur eben nicht die, in diesen Raum, sondern in einen (anderen, neuen) Raum zu gelangen.
Die WordPress-Statistik liefert ja permanent neue Besucherzahlen, ein Gemisch aus Freiwilligen und aus Besuchern, die entweder durch Zufall oder durch Gängelei durch die Statistik erfaßt werden. Wobei „Gängelei“ längst nicht so negativ gemeint ist, wie es beim ersten Lesen klingen mag. Gemeint sind die Besucher, die zu einem Gegenbesuch antreten, nachdem man bei ihnen, in ihrem Blog gestöbert hatte.
Mit einem (durchaus schmerzhaften) Experiment, habe ich die Gruppe der Gegenbesucher (nur temporär!, für Testzwecke) ausschließen wollen: eine ganze Woche lang nur Scheuklappenblick auf meine eigenen Beiträge, keine sonstigen Aktionen, kein Stöbern bei anderen, erst recht kein Voten, „Liken“ oder gar Kommentieren. Pro Tag kamen 18 ± 9 Besucher, also Zufallsbesucher und mehr oder weniger regelmäßige Leser. Wobei die Zufallsbesucher (gefühlt) höchstens 7% (0 bis 2 Besucher) der Gesamtzahl pro Tag ausmachen. Gönne ich mir Stöbern bei anderen WordPress-Autoren, komme ich leicht, freilich abhängig von der eigenen Aufdringlichkeit, auf 40 bis 50 Besucher (also 25±x Gegenbesuche). Den Schneid, zu testen wieviele denn wirklich lediglich per Zufall hier „aufschlagen“, habe ich nicht: man müßte die Stammleser (Abonnenten) vergrätzen und dann tagelang vollkommen passiv sein, bis Gras über die Erinnerung an „SinnSucht“ gewachsen ist. Aber dann wäre da immer noch die Spur, die bisher schon im www hinterlassen (gegraben?) ist – ehrlicherweise ist ein seriöses Separieren des Zufalls gar nicht möglich. Ha, das klingt ja nach „Quantenunschärfe in ’social networks'“. Ich sehe das mal als „Hausaufgabe“ für einen WP-Aufsatz an.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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11 Antworten zu 18 ± 9

  1. labaera schreibt:

    Ich gucke fast jeden Tag bei Dir vorbei, außer ich bin im Urlaub ;-).

    • sinnsucht schreibt:

      … und dafür danke ich auch ganz herzlich, ehrlich!
      Irgendwer hat schließlich die Tagesbesucherzahl 18 bewirkt; und Du warst/bist eine dieser treuen Seelen 😛

  2. einestachelbeere schreibt:

    Aber ist das nicht auch ein Gedanke des Netzes? Sich zu vernetzen?
    Ich freue mich immer, neue Blogs kennen zu lernen. Wer dann erster war, ist doch im Endeffekt egal oder?

  3. yuppidu schreibt:

    Also ich war nicht dabei, was mir irgendwie ein wenig leid tut – schade! Du müsstest die Stammleser schon dezitiert bitten, mal eine Woche auf ihre Sinnsucht zu verzichten,denn wo man sich wohl fühlt, schlendert man halt mal ab und zu vorbei. Wenn schon nichts Neues da ist, dann stöbert man eventuell in vergangenen Beiträgen rum. Ich bin der Ansicht, dass die Verweildauer der Besucher der entscheidende Faktor ist, um Klarheit zu bekommen. Dann noch viel Spaß beim Stöbern! Sind dir die Zugriffe wirklich so wichtig? 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Wie wichtig sind einem die Blog-Zugriffe? Schwierige Frage. Ich versuch’s mal mit einer Gegenfrage: Was würdest Du über einen Menschen sagen, der täglich längere Zeit, ohne von einem Seelenträger gehört zu werden, ausgearbeitete Prosa gegen eine schallschluckende Wand spricht? 😉

  4. yuppidu schreibt:

    Ich würde sagen: Heb dein Hinterteil und such dir einen Ort, wo man dich hören kann! So weit ich das beurteilen kann , hast du es wirklich drauf und solltest dich der „Realität“ stellen. Blogzugriffe sind eine tolle Sache und ich freue mich, wenn sie sich vermehren, aber es es ist eben „nur“ eine virtuelle Realität. Keine lachenden Augen – nur ein müdes Zwinkern! Auch hier baut sich Spannung auf, aber das ist nur ein müder Hauch gegen ein feines Publikum, dass du sehen, hören, riechen und spüren kannst. Wände sind da, um uns zu schützen … Prosa braucht leuchtende Augen und pochende Herzen und … 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Heb‘ endlich deinen Arsch vom Sofa…! Alles, was ich jetzt entgegnen könnte, wird nach ausweichender Rechtfertigung klingen – weil es ausweichende Rechtfertigung ist. Muß ich mich halt doch darauf verlassen, daß mein Hintern in irgendeinem Paralleluniversum weniger Sofahaftung besitzt, und in diesem Universum noch a bisserl schwadronieren… 😉

  5. yuppidu schreibt:

    war ich direkt
    emphatiedefekt
    trat ich zu nah
    da ich es so sah
    ach deinen hintern
    nennst du doch a…sch
    für mich klingt das
    irgendwie harsch!
    😉

    • ausgesucht schreibt:

      Aber nein, das hat doch nichts mit „zu nahe treten“ oder verletzter Eitelkeit zu tun. Es ist schon interessant, daß das Nachsprechen einer schnöden Wahrheit in schnöden Worten Pikiertheit hervorruft… 😉

  6. yuppidu schreibt:

    Du rezitierst meine schnöden Worte vor deiner schallschluckenden Wand – allerhand! 😉

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