freier Wille

Nachdem ich meinen Willen bekundet habe, weniger zu bloggen, können ein paar erläuternde Worte nicht viel schaden. Zuerst: ‚weniger‘ heißt nicht ’nicht mehr‘ (ist es nicht immer wieder faszinierend, wie unscharf und mehrdeutig die (dt.) Sprache ist ;-)). TagebuchAllerdings führe ich mein Tagebuch nach guter alter Dinosaurier-Manier in Papierform (siehe rechts; wer genau hinschaut, wird sogar einen Blog-Artikel wiedererkennen können). D.h. Tagebuch ist durchaus falsch formuliert – eher Wochen- oder Quartalsbuch. Insofern ist das Bemühen eines Web-Logs, also eines webbasierten Buches, das das tägliche Vorankommen dokumentiert, allerdings auch schon eine leichte Übertreibung…
Zum anderen ist das mit dem Willen keine weniger heikle Geschichte: der Mensch und sein Wille, womöglich noch freier Wille. Wo sitzt die Drüse, die, wenn man sie geschickt reizt, Willen absondert? Der internationale Wollatilitätsmarkt (Anm.: nicht mit Volatilität verwechseln) soll ja mächtig angezogen haben und horrende Summen pro Milligramm Willens zahlen. Wie jetzt!? Wille ist kein Drüsensekret, er habe was mit Verstand zu tun? Da bin ja froh, daß jener Löwe dieses Lamm dort gar nicht fressen will. Also: wir wissen (so ganz genau) weder wer Willen entwickeln kann, noch was das eigentlich ist, wollen aber gemessen haben, daß dieser Wille vorbestimmt und folglich nicht frei ist…
Da will ich doch gleich einen Blog-Artikel daraus machen; was hiermit erfolgt ist 😉

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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6 Antworten zu freier Wille

  1. yuppidu schreibt:

    Wille und Verstand … solche Betrachtungen führen zu schlaflosen Nächten! Will ich schlafen, dann zähle ich Schäfchen, will ich wach sein, was tagsüber vorteilhaft erscheint, sind Zahnstocher die Wahl der Stunde. Will ich die nun? Oder drängen sich sie sich auf? Was macht mein Verstand eigentlich, wenn ich schlafen will? Kann es sein, dass wir einige Bausteine unseres Chemiebaukastens noch nicht ganz verstanden haben und unser Gehirn auf „Bilderbuch-Level“ betrachten? … 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Warum sollte die Auseinandersetzung mit einer (zugegeben schwierigen) Materie bzw. ihr Verstehenwollen schlaflose Nächte bereiten? Eher das Gegenteil: wenn eine Facette mehr im „großen Puzzle“ klar geworden ist (was in der Tendenz den Durchblick ermöglichen wird), kann ich schlafen wie ein Baby 😉

      Ach übrigens, habe ich das richtig verstanden: zum Einschlafen zählt man Schäfchen und zum Wachbleiben Zahnstocher? 😆

  2. yuppidu schreibt:

    Die Schlafqualität des „gemeinen“ Babys wird von Außenstehenden maßlos überschätzt, da sie es meist nur schlafend sehen … Beim Zählen der Zahnstocher bin rasch mal durch und wenn ich sie richtig eingesetzt habe, stehend zwischen dem oberen und unterem Lid, dann habe ich sie auch immer schön im Blickfeld. Sollte ich sie nicht mehr sehen, dann ist das gar nicht gut: Schlafautomatik wurde intern aktiviert, mit einem Störmanöver von außen ist in Kürze zu rechnen! 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Mit dem „schlafenden Baby“ meinte ich nicht das Bild des „ruhig Durchschlummerns“, das nämlich als Allerletztes. Interessant – und als Metapher maßgebend – ist, daß es, wenn das Baby denn schläft, den entspannten Schlaf der Unschuld schläft. 🙂

      Und die Zahnstocher hätte ich also zählend eindeutig falsch verwendet?! Hmmmm, könnte man sich zum wach bleiben anstelle der Zahnhölzer nicht auch Schäfchen zwischen die Lider klemmen? 😉

  3. yuppidu schreibt:

    Um diesen, diesen von dir angepriesenen Idealschlaf zu erhaschen, schicke ich Wille und Verstand am besten in die nächste Wüste und widme mich emotionalen Betrachtungen, aber mit Unschuld hat das dann wieder nicht soooo viel zu tun – entspannend, ja, das in jedem Fall!
    Zahnstocherersatz: Fahr mal mit zwei Schafen vor den Augen vor Sonnenaufgang zur Arbeit, dann wird dir vieles klarer! Bäääähh, … die Zahnstocher ziehen vor, weil das Geplärre nervt! ( entschuldigt liebe Schafe, aber das musste mal gesagt werden!) 😉

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