Russland das EU-Stimmrecht entziehen

»Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen«, formulierte dereinst George Santayana (1863-1952). Aber das scheint für die Gesichter im Europa-Rat nicht zuzutreffen: da darf anläßlich der Ukraine-Frage beliebig Aggression gegen Rußland ausgeübt werden, freilich mit schullehrerhaften Belehrungen der bigottesten Art garniert, daß Aggression kein Mittel der Politik sei. Und um auch ja einen Kriegsanlaß konstruieren zu können (nicht heute, aber vielleicht morgen schon), wird der Dialog, auch politische Dialog mit Rußland abgeschnitten (Quelle: euronews), indem der Europa-Rat den russischen Vertretern das Stimmrecht entzieht?! Sind diese Narren denn vom wilden Affen gebissen?!

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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17 Antworten zu Russland das EU-Stimmrecht entziehen

  1. YDU schreibt:

    Tja, diese Biester sollte man wirklich alle in einen Zoo stecken, damit man sie besser kontrollieren kann! Mmm, oder sind sie bereits in einem solchen und haben nur zu viele Kompetenzen … 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Du meinst die „wilden Affen” oder doch die EU-Politiker???
      Aber vergiß nicht, die Kombination Zoo-Kontrolle-Kompetenzen ist außerordentlich heikel… 😉

      • YDU schreibt:

        Ääääh, gibt es da echte Unterschiede? 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Ääääh, gibt’s denn keine? Ich glaube, ich werd‘ mir jetzt mal Brehms Tierleben unter den Arm klemmen und einen Zoo-Tag einlegen – vielleicht im Bundestag… ? 😉

          • YDU schreibt:

            Gute Idee, das muss man dir lassen,
            wirst hoffentlich dann einen Bundestags-Brehm
            – einen neuen verfassen,
            der klar und deutlich legt offen,
            wer von dem Leiden und wie betroffen!
            Vergiss das Wahlvieh bitte nicht,
            denn auch das hat politisch Gewicht!
            So, nun mach dich ran, an das Werk für’s Leben,
            vielleicht stellt sich heraus, dass wir im Zoo leben,
            dass alle die drinnen, nur zum Schutze dort sind,
            da ihre Meinung man achtet gering,
            aber diese will unterdrücken gar fein,
            in dem man sie sperrt in Käfige ein …

  2. Yeti schreibt:

    Ich würde das so formulieren: Der Krieg läßt sich ohnehin nicht vermeiden. Lieber gleich jetzt, wo er noch so weit im Osten stattfindet.

    • ausgesucht schreibt:

      Eine schräge „Logik“, wenn man mal mutig Logik unterstellt. Etwa so logisch wie eine Pinkelecke im Schwimmbecken…

      • Yeti schreibt:

        Wie willst Du Putin sonst aufhalten? Etwa mit Gebeten? Gerade Du?

        • ausgesucht schreibt:

          Woher kommt die Anmaßung zu glauben, ihn aufhalten zu müssen? Genau das frage gerade ich…

          • Yeti schreibt:

            Also, in einem Punkt gebe ich Dir recht. In Fragen des Völkerrechts zu entscheiden, wer hier der Aggressor ist, und wer der Angegriffene, ist normalerweise eine diffizile Angelegenheit. Sehr viel komplizierter als die Frage, ob ein Teilchen einen Detektor getroffen hat oder nicht.

            Aber nach allem was ich glaube zu wissen, scheint mir die Antwort im gegenständlichen Fall einfacher zu sein, als zum Beispiel beim Irak Krieg.

      • Kardinal Novize Igor schreibt:

        Pinkelecke vs. Chlorwasser:
        Ist Urin (Harnsäure! Amine! Proteine! Ursprung des Lebens!) nicht viel wertvoller als das schnöde Logik halogenierter Sterilität??

        Gerechtigkeit hat einen Preis, auch wenns stinkt! Und an Stinkekäse (Gorgonzola, Cabrales) gewöhnt man sich ohnehin.
        LG KNI

        • ausgesucht schreibt:

          Nein, es geht weder um Urin, noch um Chlor. Eher schon um die (Un)Logik begrenzter Katastrophen – zum Nachlesen empfehle ich „Malevil“ von R. Merle.

          • Kardinal Novize Igor schreibt:

            Danke für den Buchtipp!
            Inwiefern meinst Du, dass Katastrophen einer Un-Logik folgen?
            Man betrachte zb. einen Lawinen-Abgang: da lässt sich die physikalische Konsekution geradezu greifen – natürlich ist das Auslösen der Lawine im Vorhinein Zufall — aber im Nachhinein zwingend.
            Ich würde es eher so sagen: Katastrophen folgen einer Logik, der freie Wille einer Über-Logik (aber das ist freilich ein mysterium stricte fidei)

            LG KNI

  3. Yeti schreibt:

    und letzten Endes ist es ohnehin nur eine Frage von Interessen und Einflußgebieten, die Frage nach der Gerechtigkeit stellt sich wahrscheinlich gar nicht, zumindest wenn man die Gerechtigkeit nicht metaphysisch begründen kann 😉

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