hilflose Helfer

In den Radionachrichten des BR war heute sinngemäß zu hören: „M. Schulz warnt davor, daß die aktuelle Einstellung Griechenlands zu Schulden und Sparpolitik einen griechischen Staatsbankrott heraufbeschwören könnte“.
Na sowas! Welchen Unterschied macht es eigentlich für die Armen und die Ärmsten der Armen, wenn entweder der griechische Staat bankrott ist oder wenn die Gelder, die wohl schon in Billionenhöhe nach Hellas geschoben wurden, entweder durch die oder trotz der Troika¹ nicht bei ihnen ankommen?
Für die europäischen Gutmenschen gibt es hingegen große Unterschiede: Tsipras braucht doch gar nicht mehr um Schuldenschnitte und um deren konkrete Höhe zu feilschen; ein Staatsbankrott würde einem 100%-igen Schuldenschnitt gleichkommen…

—————
¹ Das Wort wird korrekterweise noch immer wie ‚Treuka‘ ausgesprochen. Aber dagegen sträubt sich ja irgendwie alle Welt, wohl weil es gar zu sehr an ‚Treue‘ erinnern würde (lieber spricht man von ‚Tró-ika‘, weil das onomatopoetisch näher an ‚drohen‘ ist).

Advertisements

Über ausgesucht

…desillusioniert
Dieser Beitrag wurde unter Erkennen, konkret, Realität abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

4 Antworten zu hilflose Helfer

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Die große Heuchelei ist ja auch, daß so gut wie alle europäischen Staaten völlig überschuldet sind. Aber alle zeigen jetzt auf Griechenland, statt vor der eigenen Haustüre zu kehren.

  2. YDU schreibt:

    Du sprichst mir aus der Seele! 😉

ein Kommentar ist hier möglich:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s