natürliche Schönheit

Baum20150129Als mir dieser Baum leichtfüßig vor die Linse „hüpfte”, war meine erste Assoziation: das ist Schönheit pur, natürliche Schönheit, Schönheit ohne menschliche Zutaten wie Schminke oder Botox o.ä.
Als ich mir dieses Prachtstück dann aber zu Hause in aller Ruhe ansah, mußte ich erkennen, daß doch Hand an ihn gelegt worden ist (man achte z.B. auf die ArmAststümpfe).
Und nun paßt das Bild zwar noch immer zu den oben genannten Schlagworten, nur jetzt eben mit dem entgegengesetzten Vorzeichen: natürliche Schönheit ist durch das menschliche Eingreifen dahin; durch menschliches Zutun wird aus natürlicher eine scheinbare Schönheit.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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27 Antworten zu natürliche Schönheit

  1. YDU schreibt:

    Die kleinen Schrammen des Lebens, sei doch nicht so streng … 😉

  2. saenph schreibt:

    Ein schöner Baum mit sinnvoll gesetztem Astschnitt kann noch immer natürlich wirken. Ist wie Rasur oder Haarschnitt. Gebotoxte Bäume wären meines Erachtens vielleicht Spalierbäume oder Formgehölze.
    Der Freund des Baumes ist auch mein Freund.

  3. lunochod schreibt:

    Gutes Bild/Guter Baum…
    Meiner Meinung nach ist die Unterscheidung zwischen künstlich/menschlich und natürlich selbst künstlich. Alles was passiert ist natürlich. Dass sich der Mensch hier schon lange ausgenommen hat, wir in einer bösen Überraschung enden. Wenn man so denkt, dann darf man „natürlich“ natürlich nicht als etwas Positives ansehen. Neid, Hass, Gier, Wut, Gewalt, das Leiden, der Tod…das alles ist natürlich und deshalb für den Einzelnen trotzdem nicht automatisch ein Fest.
    Unter Bonsaizüchtern ist das übrigens eine wichtige Diskussion. Soll man Bonsais so gestalten, dass man menschlichen Einfluss erkennt oder nicht? (da geht es dann genau um sichtbar abgeschnittene Äste) Und eines muss gesagt sein: Gartenbaukunst so zu betreiben, dass man sie nicht erkennen kann, ist eine königliche Disziplin…

    Was für ein wirrer Kommentar! 🙂 Tut mir leid aber jetzt hab ich ihn geschrieben…da send ich ihn auch ab…

    • ausgesucht schreibt:

      Ach was, gar nicht wirr! Natürlich ist er, der Kommentar! ^_^
      Du hast viele unterschiedliche Dinge angesprochen; bei einigen stimme ich zu: Gartenbau-Kunst ist wahrlich eine Königsdisziplin, auch Bonsaiing. Und doch möchte ich hier noch einmal auf den letzten Satz im obigen Beitrag verweisen: alle diese Bemühungen erzeugen ’scheinbare Schönheit‘ – und je näher das Resultat dieser Unternehmungen an der Natur ist, desto höher wird diese Kunst (zurecht!) bewertet.

      Da fällt mir gerade ein, daß wir vielleicht wahnsinniges Glück haben, weil Dein Satz: „Alles was passiert ist natürlich” eine inspirierende Diskussion auslösen könnte. Zumindest hoffe ich es! Ist doch mal ’ne Vorlage: der Mensch, als Bestandteil der Natur (auch wenn er sich in Verkennung der Sachlage gern selbst erhöht) kann nur natürlich handeln… (ich werde jetzt solche Begriffe wie Pädophilie, Lüge & Unterschlagung, Mord, Erpressung, seelische Gewalt etc. pp nicht nennen) 😉

  4. jsbielicki schreibt:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

  5. Anhora schreibt:

    Der Friseur macht beim Menschen doch dasselbe. Sind wir deshalb nicht mehr natürlich schön? Oder unterstreicht die Frisur eine ohnehin vorhandene natürliche Schönheit?
    Außerdem: Lieber ein schöner, zurechtgestutzter Baum als einen abgesägter, weil er krank oder zu groß oder schief oder sonstwas wurde. 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Ich will meinen, daß die Frisur weniger eine „ohnehin vorhandene natürliche Schönheit” unterstreicht als vielmehr eine gerade modische Schönheit erzeugt (oder manchmal auch nur erzeugen soll). Un dist es nicht so, daß ein zurechtgestutzter Baum weniger schön als vielmehr praktisch ist?

      • Anhora schreibt:

        Uii, du meinst also, man braucht gar keinen Friseur?
        Ich meine, dass eine hübsche Frisur – ob modisch oder nicht – vorteilhafte Gesichtszüge betonen kann. Und ein zurechtgestutzer Baum kann (muss nicht) durchaus schöner sein als ein überwachsener. Auf jeden Fall kann es praktischer sein, wie du sagst. Wer will schon von einem abbrechenden Ast erschlagen werden? 😉

  6. lunochod schreibt:

    Ich glaube alles ist wahr in gewissem Sinne, alles ist falsch in gewissem Sinne und alles ist bedeutungslos in gewissem Sinne…:)

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