Erfolg oder nicht Erfolg…

»Der Nato-Kampfeinsatz in Afghanistan mit Tausenden Toten ist nach Einschätzung des früheren Präsidenten Hamid Karzai ein Misserfolg gewesen. Er trauere mit den Familien der Opfer, sagte Karzai in einem Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa und der ARD in Kabul. „Aber ob diese Opfer für eine (gute) Sache waren, ob wir gewonnen haben, ob wir Ergebnisse gesehen haben – ich bin anderer Ansicht”« (Quelle: FAZ).
Mutige und offene Worte – und doch steht zu befürchten, daß Hr. Kazai irrt. Es ging niemals hauptsächlich um sein Land. Wäre es um Afghanistan und sein Volk gegangen, gäbe es an Karzais Einschätzung wenig zu deuteln. Aber darum ging es nur vordergründig. Den deutlich gewichtigeren Anteil erbringen die Schwerpunkte politisches Machtspiel gegenüber Rußland (W. Bush sen. hatte es „versemmelt”, Rußland im Gegenzug nicht weniger, da war es an der Zeit zu zeigen, „wie man das macht”; zudem paßt territorialer Gewinn vor dessen Haustür bestens ins Feindbild…) und Erprobung von Kriegsmaterial und -logistik…

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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14 Antworten zu Erfolg oder nicht Erfolg…

  1. YDU schreibt:

    Die Untertreibung des Präsidenten ist kaum zu überbieten und trotzdem hat er sich für diese sehr gemäßigte Aussage jede Menge Respekt verdient! Natürlich darf er die wahren Ziele, die er mit ziemlicher Sicherheit kennt, nicht kundtun.

    • ausgesucht schreibt:

      Da stimme ich zu: er hat unfaßbar diplomatisch seiner Enttäuschung Ausdruck gegeben. Respekt! 🙂

      • YDU schreibt:

        Was wird bloß Mr. Obama dazu sagen? Das wird ihm gar nicht gefallen, wenn so ein kleiner Präsident einfach seine eigene Wahrheit zum Besten gibt!

        • ausgesucht schreibt:

          Groß sein oder lediglich umso größer erscheinen? Die Scheidemünze dürfte sein, wie ein vermeintlich Großer mit kleiner Kritik umgeht… 😉

          • YDU schreibt:

            Wer mag schon Kritik? 😉

            • ausgesucht schreibt:

              Mögen?! Hm ja, mögen wohl weniger, aber kann man sich nicht selbst mit einem Übel arrangieren, wenn es irgendwie notwendig (also das Übel!) ist? 🙂

              • YDU schreibt:

                Blöd nur, dass man nicht entscheiden kann, ob nun Kritik geübt wird oder nicht. Vielleicht führe ich einen offizielle Kritiktag ein, was bweisen würde, wie gut ich damit umgehen kann? Das mach ich! Hmmm, der 30 . Februar würde sich anbieten, dann hätten wir noch de 31. September und eventuell den 31. Juni, womit mein guter Wille doch sehr eindrucksvoll demonstriert wäre … 😉

              • ausgesucht schreibt:

                Das solltest Du der UNO vorschlagen!! Der 31. Februar ist ab sofort der Tag der kritischen Kritiker. 😉
                Wobei ich natürlich kritisieren würde, daß nicht der 9. Janvember dazu erkoren wurde. Zumindest, wenn heute der 31. Februar wär’… 🙂

              • YDU schreibt:

                Ich fühle mich sehr geehrt, obwohl ich irgendwie so ein unbestimmtes Gefühl habe, dass es im Septruar vielleicht doch besser wäre! Aber dass ist natürlich Geschmackssache … 😉

              • ausgesucht schreibt:

                Nee, Septruar geht nicht; da würde ich mit meinem Geburtstag durcheinander kommen… 😉
                Oder verwexle ich das jetzt mit Maitober? 😕

              • YDU schreibt:

                Nein, absolut keine Verwechslung, obwohl ich das Gefühl habe, das du dir in Wirklichkeit den Märgust freihalten willst. Ist aber auch egal, irgendwie bekommen wir auch siesen Termin auf die Reihe … 😉

              • ausgesucht schreibt:

                Nein, Märgust geht gar nicht. Da liegt doch schon der Tag der Märchenerzähler (zu Ehren von Auguste, der begnadeten Märchentante). 🙂

              • YDU schreibt:

                Wie konnte ich nur diesen wichtigen Termin vergessen! Sogleich wälze ich mich in Asche und verhülle mein Angesicht … 😉

              • ausgesucht schreibt:

                Frag vorher die Märchen-Guste, ob sie nicht ein tröstlich Geschichtlein weiß… 😉

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