[Oppermann] Punktesystem für Zuwanderer

»Deutschland gehen die Fachkräfte aus; die SPD will deshalb Hunderttausende qualifizierte Einwanderer ins Land locken. SPD-Fraktionschef Oppermann setzt auf ein Punktesystem und Quoten« (Quelle: SpOn).
Find‘ ich ok! Ich frage mich aber, wieviele Punkte inländische Spezialisten bekommen, die auf Arbeitssuche sind! Habe ich schon erwähnt, daß ich seit knapp einem Jahr auf Arbeitssuche bin, daß ich vor wenigen Tagen das Jubiläum meiner hundertsten Bewerbung feiern durfte, daß ich (zumindest sollte es für die unvoreingenommenen *roflbtc* Politiker-Darsteller so sein) zur Gruppe der inländischen Spezialisten zähle? Aber wahrscheinlich bin ich zu uga-uga (was Sprach-, Denk- oder Arbeitsvermögen angeht), um auf dem Arbeitsmarkt überhaupt wahrgenommen zu werden, von vermittelbar zu sein ganz zu schweigen… :mrgreen:

Advertisements

Über ausgesucht

…desillusioniert
Dieser Beitrag wurde unter konkret, Kritik, Realität, Tagesflimmern, Zweifel abgelegt und mit verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

43 Antworten zu [Oppermann] Punktesystem für Zuwanderer

  1. Frau Nuss schreibt:

    Ich habe selbst lange im Personalbüro gearbeitet, mit einem Mangel an Fachkräften, war bei uns ein nicht ausreichendes Angebot an Bewerbungen gemeint, nach dem Motto: Nur 35 Bewerbungen und keiner/e der/die zu 100% passt. Neu zu besetzende Stellen wurden, in der Tätigkeitsbeschreibung, von der Ausschreibung bis zur Auswertung der Bewerbungen x-mal geändert, wie sollte da ein passender Kandidat gefunden werden 🙂
    Und dann gibt es noch den einfachen Satz, Knappheit der Güter und die Arbeitskraft scheint derzeit ja knapp zu sein, also sollte der Preis doch steigen oder wir holen noch Fachkräfte um den Preis zu senken.

    • ausgesucht schreibt:

      Ich stimme Dir zu: es wären sicherlich einige Ressourcen hebbar, wenn es um die Menschen (ich meine Arbeitnehmer) ginge. Geht es aber wohl nicht, sondern nach wie vor um Profit… 😐

    • tom174 schreibt:

      Ich hatte schon 100 Bewerbungen auf eine Stelle und keinx hat auch nur zu 10% gepasst.

      • ausgesucht schreibt:

        … ich will nicht vorgreifen (Deine Replik richtet sich ja an @FrauNuss), aber könnte in einen solchen Fall eventuell die Aussschreibung recht … wie sag‘ ich’s nur? … utopisch, also unerfüllbar gewesen sein?? 😉

        • tom174 schreibt:

          Nein. Aber ein Entwickler, der sich auf eine PHP/SQL Stelle bewirbt sollte mir schon erklären können, wie ein einfacher Selectbefehl aussieht. Jemand der irgendwann mal phpMyadmin aufhatte bewirbt sich aber dennoch.
          Auf sowas: http://corporate.gameforge.com/job/linux-systemadministrator-mw/ bewerben sich Menschen, die irgendwann mal einen PC mit einer Ubuntu CD gebootet haben..
          Umgekehrt passiert natürlich auch, dass sich Menschen nicht bewerben, weil sie glauben, sie wären nicht qualifiziert genug, obwohl sie es sind. Aber an der reinen Zahl der Bewerbungen auf eine Stelle einen Mangel oder Überschuss an Fachkräften festzumachen halte ich für falsch.

          • ausgesucht schreibt:

            Du hast mit Deinem Kommentar eine ganze Gedankenlawine bei mir losgetreten; erst einmal vielen Dank! 🙂
            Hier die Kurzfassung…

            War es wirklich so, daß sich auf die 100 Bewerbungen, die allesamt keine 10% der Anforderunegn erfüllten, nur solche „Traumtänzer” beworben haben, von denen Du einen eingangs skizziert hattest? Ist es eigentlich nur in der „Programmierer/Systemadmin”-Branche so, daß sich die Spreu für geeignet hält, weil sie sich aufgrund von PC und PC-Daddelei und „pc-like” Telephonen für überdurchschnittlich fit erachtet?
            Und, wenn es die Understatement-Kategorie gibt, also die eigentlich doch legitimen Bewerber, die einen winzigen Anforderungspunkt für entscheidend ansehen, sich lieber nicht in anmaßender Weise für eine Stelle zu interessieren, gehöre ich selbst dann wohl auch in diese Kategorie? 😉
            Aber ganz interessant finde ich Deine letzten Satz: Ich verstehe, was Du meinst und stimme zu, aber sollte er nicht auch für den vorhin genannten „100 mit 10%”-Fall gelten?

            • tom174 schreibt:

              Klar, das ist von Stelle zu Stelle verschieden. Dann kommt es auch noch darauf an, ob und wo für die Stelle geworben wird.
              Für eine Supportstelle wäre oft fast jeder Beweber grundsätzlich geeignet, da kann man dann tatsächlich nach den Besten suchen.
              Im alten Job waren die Unterschiede noch nicht so krass, in der Gamingbranche ist vielleicht speziell. Oben schrieb ich von Entwicklern und Sysadmins, noch krasser wird das, wenn man Gamedesigner sucht.

              • ausgesucht schreibt:

                Du öffnest mir die Augen für Abgründe, die ich mir in meinen schlimmsten Träumen nicht hätte vorstellen mögen… ^_^ 🙂

              • tom174 schreibt:

                auf den philippinen hatte ich mal 200 vorstellungsgespräche in einer woche und habe 7 leute eingestellt… das war… spannend 😉
                Was kannst bzw. suchst denn?

              • ausgesucht schreibt:

                Wow! 15 bis 20 Minuten (brutto!) pro Vorstellungsgespräch. Wer darauf nicht vorbereitet ist, würde über diese Hürde wohl sicherlich stolpern…

                Geht mir (persönlich) übrigens mit Deiner letztgenannten Frage auch so: mal ganz abgesehen davon, daß ich hier, auf diesem Portal, „die Hosen nicht herunterlassen” möchte, tue ich mich unsagbar schwer, mit „einem Satz” zu sagen, was ich kann (ja, ich weiß, niemand hat etwas von nur einem einzigen Satz gesagt, aber in so kurzer Zeit bleibt kaum mehr Zeit…). Ich könnte es sogar in drei Worten sagen, aber ob die nicht denn doch zu knapp wären?!? Ich kann denken. 😉

              • tom174 schreibt:

                Die mussten nur englisch können, das fachwissen, dass ich brauchte, gab es da eh nicht 😉
                Wegen dem Job, wenn die Spieleindustrie für dich in Frage kommt, kannst mir ja ne Mail schreiben 😉

              • ausgesucht schreibt:

                Ist ja putzig! In Richtung „Spieleindustrie” habe ich gerade meine Fühler ausgestreckt. Und das, obwohl ich kein Game-Designer bin. Und auch kein Programmierer, obwohl ich sehr wohl programmieren kann (sogar in „Hochsprachen”). Aber ich kann strukturieren und (seriös) modellieren und prozessieren – nee, Moment, das heißt anders – ich kann Prozesse gestalten (also werten, nämlich Prozeßabläufe und deren Risiken)… 🙂

              • tom174 schreibt:

                oh.. prozesse… nicht unsere starke seite 😀 „It’s done when it’s done, we call it Scrum“ 😉

              • ausgesucht schreibt:

                … und doch „entspannen” definierte Prozesse so manches Gedränge (guck‘ bitte mal in den Email-Briefkasten)… 😉

              • tom174 schreibt:

                antwort bekommen?

              • ausgesucht schreibt:

                Ja, habe ich. Vielen Dank. 🙂
                Bin aber (leider) nur erst zu einem flüchtigen Diagonalblick gekommen… 😐

          • lawgunsandfreedom schreibt:

            Umgekehrt passiert natürlich auch, dass sich Menschen nicht bewerben, weil sie glauben, sie wären nicht qualifiziert genug, obwohl sie es sind.

            Mein altes Problem. Ich habe schon mehr vergessen, als andere Leute jemals lernen werden. Vielleicht sollte ich mir mehr zutrauen …

            Gut, für den Linux-SysAdmin fehlt mir einiges. Das brauche ich nicht zu probieren.

      • Frau Nuss schreibt:

        ich wollte hier nichts verallgemeinern, war nur meine persönliche Erfahrung. Ein Smilie am Rande, ich war in der Print-Medien-Branche tätig und nach Art der Agentur für Arbeit, muss sich jeder auf Alles bewerben, der Schenkelkopfer bei uns war, als sich eine Kosmetikerin beworben hat, die nur den Header im Firmenkopf sah „Medienbetriebe“ und fern der weiteren Anforderungen, einfach ihre Standartbewerbung los ließ.

  2. alphachamber schreibt:

    Komisch, wie in einer progressiven Gesellschaft immer einige gleicher sind als andere. 🙂

  3. mcralf schreibt:

    Wahrscheinlich bist Du kein geeigneter humaner Rohstoff… 😦

    • ausgesucht schreibt:

      Das ist Lob und Ernüchterung zugleich, irgendwie… 🙂

      Aber, mal im Ernst: das, was die Obrigkeitskaste vorhat, sollte nicht mit „Ranking-Punkten für Fachleute” maskiert werden, sondern ehrlicherweise auf der Basis von Fertilitätsfähigkeit und -bereitschaft entschieden werden ❗

      • mcralf schreibt:

        Unser Land braucht Informatiker, Techniker. Basta. Geisteswissenschaften? Sozialwissenschaften? Bäh! Denken zu viel, tragen nicht zur Steigerung des Bruttosozialproduktes bei. Sind zu alt. Wir benötigen jung, billig, willig. So!

        • ausgesucht schreibt:

          … dann muß ich also tatsächlich eine Zeitmaschine erfinden, die mich in ein späteres Utopia (man beachte den inhärenten Optimismus!) verfrachtet?! :/

          • mcralf schreibt:

            In welchem Land liegt das, Utopia? Ist das das dort wo Milch und Honig fließen?

            • ausgesucht schreibt:

              Wenn „Milch & Honig” als Allegorie für eine sorgenfreie Grundversorgung mit Lebensgütern stehen, sind die ein notwendiges Kriterium für Utopia. Deutlich wichtiger scheint mir aber die Möglichkeit zu sein, die prinzipiell allen und nicht nur irgendwelchen Eliten eingeräumt ist, nämlich sich zu entfalten, ohne daß es auf Kosten von Wohlfahrt oder gar Existenz der anderen geht…

              Es gibt dieses Land nicht, deshalb schrieb ich ja auch von der Zeitmaschine…

        • lawgunsandfreedom schreibt:

          Korrekt! Informatiker werden gesucht – aber sicher. Höchstalter 25 Jahre, 20 Jahre Berufserfahrung und kosten sollen sie auch nix. Und Spezialist soll man sein. Solche Leute wie ich – breit aufgestellte Generalisten mit über 20 Jahren Berufserfahrung, aber leider über 50 – so was sucht man eher selten.

          Hatte grade wieder so ein unerquickliches Bewerbungsgespräch. Da wird dann lieber so ein Grünschnabel frisch von der Uni genommen. Der hat dann zwar wenig Ahnung, aber unglaubliche Ansprüche. Nicht, daß ich dem den Job nicht gönnen würde, aber ich muß auch noch ca. 16 Jahre in die Rentenversicherung einzahlen um gleich danach – sozialverträglich, wie von den Rentenkassenverwaltern erwünscht – über den Jordan zu taumeln.

          BTW: Sozialwissenschaftler – besonders die sogenannten „Gender-Forscher“ kommen durchaus unter. Die Republik ist noch nicht durchgegendert. Da gibt’s für diese Ideologie und ihre Vertreter durchaus Stellen zu entwickeln.

          (Wer Zynismus findet darf ihn gerne behalten und anpflanzen. Gedeiht gut, ist wenig anspruchsvoll und wird bald in großen Mengen benötigt).

          • ausgesucht schreibt:

            Der „Gender-Forscher”-Tip klingt gut, richtig gut. Sowas sollte ich wirklich mal in Angriff nehmen – vielleicht kann ich die Ekel-Akne dann als Berufskrankheit geltend machen… 😉

            • lawgunsandfreedom schreibt:

              Die Ekel-Akne kriegt man auf jeden Fall, wenn man als wissenschaftlich denkender und arbeitender Mensch plötzlich Arbeit auf der Basis von Ideologie, Annahmen, Vorurteilen und gezielter Diskriminierung von Mehrheiten leisten muß. Da aber die Figuren in den „Gender-Studies“ tatsächlich glauben was sie sagen, kriegen sie auch keine Ekel-Akne. Allerdings sehen die meisten von denen eher verbiestert und ungesund aus. Leider reicht das nicht für eine Zwangs-Quarantäne. 😉

              • ausgesucht schreibt:

                🙂

                Deinen Eindruck kann ich bestätigen: viele von denen sehen echt verbiestert aus! Und nun die Preisfrage. Sehen die so aus, weil sie irgendwann in dieses Metier hineingeschleudert wurden, oder ist diese Verbiesterung die Voraussetzung, sich freiwillig mit solchem – mit Verlaub! – Quark abgeben zu wollen? 😉

              • lawgunsandfreedom schreibt:

                Nun ja – die meisten Ideologen sind verbiestert. Ich glaube fast, man muß eine verbiesterte Ader haben, um sich einer Ideologie zu verschreiben.

                Andererseits sind Ideologen erwiesenermaßen denkfaul. Das denken ersetzen sie durch mantraartiges Rezitieren von Inhalten gewisser Bücher (was stark an religiöse Praktiken erinnert).

                Ich habe Leute gesehen, die vorher schon eine verbiesterte („singleminded“ – was für ein schönes Wort) Ader hatten, aber auch welche, die diesen verbiesterten Gesichtsausdruck erst bekommen haben, als sie sich diesen Ideologien/Glaubensformen ergeben hatten.

                Die Antwort lautet also – „sowohl, als auch …“

              • ausgesucht schreibt:

                Meine Vermutung ist eher, daß die Letztgenannten, die die Verbiesterung erst angenommen haben, eine Sonderstellung haben. Wer weiß schon, welches grausame Schicksal sie in diesen Orkus hinabstieß, und nun versuchen sie mit aller Kraft, also mit Verbiesterung hoch fünf, zu beweisen, daß sie zu diesem Klüngel und an diesen Ort auch tatsächlich gehören: wenn Paulus erst zum Saulus wird, dann aber mindestens zu 12o%… 😉

              • lawgunsandfreedom schreibt:

                Konvertiten … die 150%-Gläubigen …

              • ausgesucht schreibt:

                Jawoll! Das kommt der Sache sicherlich näher… 😉

  4. YDU schreibt:

    Kannst „uga-uga“ für Südälpler etwas konkreter beschreiben … 😉

ein Kommentar ist hier möglich:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s