Fund-Stick

Gestern hatte ich einen USB-Stick gefunden. Er lag auf einer recht stark befahrenen Straße, war aber noch nicht überrollt worden. Warum ist es eigentlich so, daß mir noch nie ein USB-Stick untergekommen ist (das letzte Mal beschrieb ich hier ein ähnliches Erlebnis am 21.02.2012), der halbwegs komfortabel den Eigner anzusprechen erlaubt: eine winzige TXT-Datei im Wurzelverzeichnis mit Telefonnummer oder eine Gravur im Gehäuse des Sticks… 😕
Diesmal konnte ich alle eigenen Rekorde brechen: nach kaum fünf Minuten waren Adresse, Telefonnummer und Email-Anschrift aus den Tiefen des Verzeichnisbaumes ans Licht befördert. Die Rückgabe erfolgte am Freitag, einem Dreizehnten – wenn das kein Glücksfall war. 😉

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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12 Antworten zu Fund-Stick

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Rumliegende, fremde USB-Sticks kommen mir nicht an den Rechner – außer evtl. in einer besonders geschützten virtuellen Maschine mit Tails. Man weiß nie, was man sich da möglicherweise einfangen könnte. Aber ich bin ja paranoid – ich darf das.

    … und daß es immer noch Leute gibt, die Daten unverschlüsselt auf USB-Sticks speichern, will mir nicht in den Kopf …

    • ausgesucht schreibt:

      Naja, ich habe noch ein „ausgemustertes” Laptop, das zu kaum mehr dient, als fremde Speichermedien („hier auf der DVD findest du…”) oder fremde Dateien („ich schick‘ dir mal‘ paar Bilder…”) auf ihre Friedfertigkeit hin zu untersuchen. 😉

      Allerdings sehe ich den Punkt „Daten unverschlüsselt auf USB-Sticks speichern” deutlich entspannter. Für viele ist so ein USB-Stick doch kaum mehr als eine Sammlung von Sicherheitskopien für nice-to-have-Dateien, die kaum jemals weiter als 1 Meter vom Computer entfernt werden wird. Das und eine gewisse Bequemlichkeit wären dann schon drei Gründe, sich keinem propreitären (wenn auch oftmals kostenfreien) Verschlüsselungsprogramm auszuliefern. Und kann man sicher sein, ich meine wirklich sicher (d.h. mit einer Irrtumswahrscheinlichkeit von exakt Null), daß – ich habe doch gerade irgendwo das Wort ‚paranoid‘ gelesen – die Krypto-Software nicht vielleicht doch „freundschaftliche Verbindungen” mit NSA (etwa so) und Co unterhält? ❓

      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Sicher sein kann man nie. Wenn man aber die Snowden-Veröffentlichungen verfolgt hat, dann kann man davon ausgehen, daß zumindest PGP immer noch eine extrem harte Nuss für die Dienste ist. Sie verwenden es ja intern selbst für Hochsicherheitsverschlüsselung.

        Und eine Irrtumswahrscheinlichkeit von exakt Null wäre Sicherheitstheater. Ich bin mir leider nur zu sehr bewusst, wo die Sicherheitsprobleme liegen und welche es sind. Das gehört schließlich zu meinem Job.

        Es soll sich jeder nach seinem eigenen Gefühl schützen – oder eben nicht. Allerdings kann man das nur tun, wenn man ordentliche Informationen zum Thema hat. Das fehlt leider den meisten Leuten. 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Ich muß insistieren: PGP mag ja „eine extrem harte Nuss für die Dienste” sein, aber woher soll denn eigentlich die Gewißheit stammen, daß nicht etwa bereits „berichtet” wird, bevor(!) etwas verschlüsselt wurde?? ❓

          • lawgunsandfreedom schreibt:

            Das ist eben das Problem. Wenn das Computersystem auf dem verschlüsselt werden soll, oder später entschlüsselt werden soll, bereits kompromittiert ist, dann ist auch PGP für die Katz‘.

            In „Citizenfour“ sieht man sehr schön, wie Snowden ständig mit einem Online- und einem Offline-Laptop hantiert.

  2. YDU schreibt:

    Mit deinen Fähigkeiten solltest du dich der Archäologie zuwenden: Vermutlich bist du eine direkt Nachfahrin der Schliemanns! 😉

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