278 Mrd. EUR

Sieh an, Griechenland fordert von Deutschland Kriegsreparationen im Umfang von reichlich 278’000’000’000 Euronen. Zu recht? Das werden Experten zu entscheiden haben. Mein höchstpersönlicher Eindruck ist, daß mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ein winziger Korrekturterm „übersehen” wurde, daß also statt 278 Mrd.€ realistischerweise 278/k Mrd.€ angemessen gefordert werden sollten, wobei k =(1+1/g)a zu setzen ist. Ich würde ja in der Formel lieber griechische Buchstaben verwenden k =(1+1/γ)α, scheue aber das Risiko, daß irgendein griechischer Geistesakrobat für die Verwendung dieser Buchstaben aus urheberrechtlichen Erwägungen heraus Tantiemen einfordern könnte, um die Staatskasse zu sanieren…
Was kann man sich unter dem oben genannten k-Wert vorstellen? Nun ja, Deutschland ist das ausgemachte Böse; diese Boshaftigkeit ist finanziell zu sühnen (daher die Reparationskosten). Es gibt aber – reden wir Klartext! – griechische Kriegsgewinnler, die im, ach, so bösen Deutschland ihre finanziellen Vorteile sehr wohl abzuschöpfen verstehen bzw. verstanden haben: sei es griechischer Wein, der über die Deutschen kam, oder Essen, bei dem man sich der Assoziation „Stuhl mit Normformung” kaum zu erwehren vermag, oder seien es all die politischen Immigranten *ironie*, die ihr Auskommen in Deutsch- und nicht mehr in Griechenland suchten. Jeder von ihnen hat den – nennen wir ihn mal ‚berechtigten‘ – Reparationsumfang um einen winzigen Betrag reduziert, individuell und doch nachweislich. Möglicherweise ist im Durchschnitt pro Kriegsgewinnler der Korrekturwert gerade einmal 1.0000138 (also g=72’382).
Doch wie hoch ist die Anzahl solcher individuellen Reduzierungen des Reparationsvolumens? Seien wir nicht kleinlich! Griechenland bringt mit seiner Forderung, die an allen multilateralen Vereinbarungen vorbei vorgetragen wird, 70±x Jahre in die Diskussion ein. Warum nicht?! Innerhalb der letzten 70 Jahre dürfte die Zahl a (in der obigen Formel) in der Größenordnung von a =1 Mio. liegen. Wieviele Griechen genau es sind, die in Deutschland individuell nach Vorteilen strebten, die sie in der griechischen Heimat nicht hätten haben können, werden Innen- oder Außenministerium oder BGS oder Nachrichtendienste sicherlich genauer abzuschätzen wissen…
Der Quotient k dürfte sich aus g=72’382 und a=1 Mio recht gut abschätzen lassen (der Taschenrechner wird gute Dienste leisten, nur nicht über das Rechenergebnis staunen!). Und ja, vielleicht sollte über leichtfertige(!) Schuldenerlasse rückwirkend – so scheint es in der griechischen Hochkultur ja Usus zu sein! – noch einmal gründlich nachgedacht werden…

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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8 Antworten zu 278 Mrd. EUR

  1. YDU schreibt:

    So gebe ich Dir einen guten Rat: Meide Griechenland in den nächsten Jahren! 😉

  2. Anna-Lena schreibt:

    Schon komisch, dass diese Forderungen gerade jetzt kommen, oder?
    Was diese griechische Regierung da gerade treibt, ist zum Kringeln, wenn es nicht so bitterernst wäre!

    • ausgesucht schreibt:

      Allzu komisch kommt es mir eigentlich nicht vor. Die Griechen brauchen Geld – finanziell steht ihnen das Wasser bei Oberkante Unterlippe. Strukturell ist da (noch) nicht allzu viel zu machen, also müssen außerordentliche Geldquellen angezapft werden. Bin ja echt gespannt, welche Idee als nächste aus dem Zylinder gezaubert wird… 😉

      • Anna-Lena schreibt:

        Aber ich bitte dich! Selbst, wenn „wir“ eine Art moralischer Verpflichtung haben oder hätten, kommt das doch jetzt gerade ganz unpassend und hinterlässt bei vielen einen merkwürdigen Beigeschmack (bei mir auch).
        Ob die Ansprüche gerechtfertigt sind, ist Sache der Experten.
        Sicher steht ihnen das Wasser bis zum Hals, aber dafür sind ja mehrere Regierungen verantwortlich.
        Momentan scheint mir, die Griechen würden sogar ihre Großmütter an den Teufel verschachern.

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