dumme Smartphoner

SmartphoneStudien, die sich mit unserem Verhalten auch und gerade als Verbraucher beschäftigen, sind etwas Herrliches! Was tief im Inneren gärt, wird schonungslos ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt und ist sogar glaubhaft, weil es mit glasklarer Logik herauspräpariert wurde…
Da gibt es also einen „Zusammenhang zwischen hoher Smartphone-Nutzung und geringer Intelligenz”?! Und was genau spricht gegen die Verwendung von Werkzeugen zur Kompensation unzureichender menschlicher Potentiale? Genau auf diese Form der Intelligenz ist homo sapiens doch so schrecklich stolz. Benutzt ein Gehbehinderter seine Gehhilfen, um etwas besser oder überhaupt erst laufen zu können, oder wird er etwa erst durch seine Krücken gehbehindert?
Ganz unbestritten sind derartige Studien, wie sie im Artikel angesprochen sind, interessant, lehrreich und wichtig. Zumindest könnten sie es, seriös durchgeführt, sein, aber es fehlt vielleicht noch die passende App für seriöse Durchführung und Auswertung von Studien?!

Zumindest fehlt mir gerade jetzt eine App, die mich erinnert, wo genau ich den Artikel aufgestöbert habe: war es in der Bäckerblume oder in der Apotheken Umschau oder wie oder was?

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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22 Antworten zu dumme Smartphoner

  1. Tristan Rosenkranz schreibt:

    Pro und Contra in Einem. Ich nutze auch gern mein Gerät, bevorzuge Suchmaschine und Shazam. Andererseits ertappte ich mich mitunter schon dabei, Intuition und Wissensjagdtrieb zu vernachlässigen und das Gerät zu benutzen. Davon allerdings geringe Intelligenz abzuleiten, zeugt von geringer Intelligenz des Verfassers 🙂

    • ausgesucht schreibt:

      Meinem Empfinden nach sollten Pro & Contra immer gemeinsam Berücksichtigung finden, andernfalls ist das Dogma nicht fern.

      Und daß sich mit neuen und erweiterten technischen Möglichkeiten (beinahe zwangsläufig) auch Gewohnheiten ändern, dürfte völlig normal sein. Diese dann aber zu werten, am besten gegen den historisch gewachsenen Usus, ist schlichtweg dumm, denn es werden unvergleichbare Situationen verglichen (z.B. Kommunikation mit oder ohne erfundener Schrift, Fortbewegung mit oder ohne erfundenem Rad, Archivzugriff mit oder ohne Computertechnik usw. usf.)

  2. Anhora schreibt:

    Eine andere Studie sagt: Die Trennung vom Smartphone macht dumm!
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/netzwirtschaft/laesst-uns-die-trennung-vom-smartphone-verdummen-13368000.html

    Was von der kanadischen Studie zu halten ist, erläutert übrigens eine PM des Max-Planck-Instituts:
    https://www.mpib-berlin.mpg.de/sites/default/files/press/2015-03-30_unstatistik-maerz.pdf

    Ach übrigens: Powerpoint macht auch dumm:
    http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/forscher-warnen-vor-powerpoint-praesentationen-13041967.html

    Wir haben also keine Chance, ob beruflich oder privat: Wir sind auf dem Weg in geistige Nirwana. Wenn man solchen Studien glaubt. 😉

  3. solera1847 schreibt:

    Als Lehrer sehe ich im Gymnasium Tag für Tag Kids mit Smartphones hantieren, die für nichts anderes benutzt werden als Zocken, Facebook und WhatsApp. Aber selbst dann finde ich es noch sehr gewagt, derart pauschal über eine derart heterogene Gruppe zu urteilen. Das beweist einmal mehr den Mangel an Differenziertheit in dieser — sicherlich vorbehaltlos als solche zu bezeichnenden — »Fachzeitschrift«.

    • ausgesucht schreibt:

      Ich mag diesen sarkastischen Unterton. 🙂
      Aber sag‘ bitte, ob ich mich täusche, wenn in der exzessiven Nutzung der Smartphones gerade bei Schülern z.B. eines Gymnasiums neben einer moderneren/veränderten Nutzung der Kommunikations- und Informationsmöglichkeiten auch ein gehöriger Schuß Gruppenzwang zu finden ist.

      • solera1847 schreibt:

        Mit Sicherheit. Ohne kann man heute als Jugendliche(r) in vielen Fällen nicht mehr dazugehören. Und gerade Facebook und WhatsApp rekrutieren meiner Einschätzung nach weitestgehend über diese Schiene noch neue Nutzer. Ich benutze weder noch — und bin sehr froh darüber.

        • ausgesucht schreibt:

          Ich hab’s bislang auch erfolgreich verweigert, lebe darob aber in der permanenten Gefahr, in die gesellschaftliche Diaspora abzurutschen… :-/

          • solera1847 schreibt:

            Ich denke, dass das ein vergleichsweise geringes Risiko für die (vor allem geistige) Existenz darstellt. Mich erschüttert da schon immer wieder neu, wenn in einer Klassenarbeit statt einer Formulierung wie »Das war lustig.« oder »Das brachte uns alle zum Lachen.« ein »LOLig!« steht. Und nicht gerade wenige Schüler (Gymnasiasten!!!) sprechen mittlerweile auch so. Als ob der faule Tipp-Daumen auch die Zunge steuerte…

  4. mickzwo schreibt:

    Und ich sach noch: “ Hauptsach es schmeckt.“ Jawohl, ich meine genau! Oder etwa nich?

  5. YDU schreibt:

    Gibt es eigentlich auch einen Zusammenhang zwischen äußert fragwürdigen „wissenschaftlichen“ Ergebnissen und dem Einkommen fragwürdiger Wissenschaftler? Kann es sein, dass man mit Scheinwissenschaftlichkeit öfter von den Medien wahr genommen wird? Oder sollte ich sagen: Lassen sich von hochintelligenten Wissenschaftlern extrem dümmliche Aussagen machen, die danach als hochintelligent eingestuft werden … Oder wie, oder was? Da komme ich doch glatt aus dem Fragen nicht mehr raus, oh Graus! 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Ehe ich Dir sage, daß nach meinem Empfinden Deine 3 erstgenannten Fragen eindeutig mit ja beantwortet werden müßten, teile ich Dir mit, daß der Blumenstrauß der Woche für die besten Fragen an YDU geht… 😉

      • YDU schreibt:

        Da muss ich doch glatt zum Spiegel, um zu sehen, ob ein Hauch von Rot mich überkam … 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Aber nein! Du mußt nicht röteln. Verdient ist verdient! … Und welche Nuance hatte der Hauch von Rot? 😉

          • YDU schreibt:

            Grob gemessen waren das ca. 632 nm, wobei eine leichte Abweichen nach oben hin möglich wäre … 😉

            • ausgesucht schreibt:

              So kräftig rot denn doch? Oder war das Nanometer irgendwie durcheinander – vielleicht, weil es erschüttert war – und hat aus Versehen auf die Nanu-meter-Skale geguckt? 😉

              • YDU schreibt:

                Vielleicht lag es auch am langen Aufenthalt in der Sonne? 😉

              • ausgesucht schreibt:

                Vielleicht auch das?! Was ich nicht verstehe, ist, warum landläufig geglaubt wird, die Rötung eines Sonnenbrandes könne durch Übertünchen mit weißer Farbe (der Sonnencreme) dauerhaft verringert werden – Grün! Das gäbe eine bessere Farbmischung zu ’sportlich braun’… 😉

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