Narrenhagen.002

Am 23. März kam ein „Liebesbrief” vom Arbeitsamt; man wünschte, ein paar Dutzend Scheinchen von mir zu erhalten. Passend zur Jahreszeit mit ihren zarten Knospen am besten ein paar grüne Geldlappen… … Den Betrag habe ich dann am 26. überwiesen.
Am 26. März kam ein „Liebesbrief” von einer Inkasso-Firma, die im Auftrag des Arbeitsamtes eine Mahnung über den gerade am Morgen überwiesenen Betrag aussprach. Soso?! Die Zahlungsfrist (= Anfang April) war noch lange nicht erreicht, und doch enthielt der Mahnbrief nicht nur die Einladung zu einer satten Mahngebühr, sondern auch gleich noch die Androhung einer Zwangsvollstreckung. In welchem Film bin ich denn hier??
Mein „Liebesbrief” an die „Fachkräfte” in der Inkassofirma enthielt einen Widerspruch, der in klaren Worten deren Irrtum aufklärte. Klar und drastisch, damit den Tippaffen auf der anderen Seite der Leitung vielleicht dämmert, daß sie es mit Menschen (= Lebensform mit Gefühlen) zu tun haben. Und prompt(!) meldete sich am 23.04. um 9:07 Uhr die Inkassofirma, bestätigte den Eingang der Zahlung vom 26. März und daß damit die Mahnung mitsamt der Mahngebühr hinfällig sei. Halleluja, das ist ja wie Weihnachten! Und die Bescherung erfolgt umgehend: soeben erhalte ich eine Mahnung darüber, daß die Mahngebühr noch nicht bezahlt sei. Und da wundern sich diese hirnlosen Affen, daß immer mal wieder jemand mit einer Bazuka ihr Amt besucht… :mrgreen:

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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13 Antworten zu Narrenhagen.002

  1. FOTONETZ schreibt:

    Einfach ignorieren, die spinnen die Inkassoleute 😉
    LbG Isi

  2. Anhora schreibt:

    Mein tiefstes Mitgefühl ist dir sicher…

    • ausgesucht schreibt:

      Vielen Dank! Nur das ist es, was einen ob dieser bodenlosen Dummheit nicht verzweifeln läßt: daß es nämlich auch vernünftige Zeitgenossen gibt… 🙂

  3. YDU schreibt:

    Vielleicht sollte man den „Inkassosäcken“ mal ein Mahnschreiben vor deren Mahnung schicken, um danach Mahnkosten für die lahme Mahnmoral einzusacken: ausgestellt von der Inkasso-Overdrive . Oder so halt … Jobidee: Gründung eines Inkasso-Mahnbüros! 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Gute Idee! Und ich werd‘ sofort meine Dienste anbieten; als Mahnstatistiker (das sind die, die das finanzielle Äquivalent berechnen können, das einer unberechtigt gemahnten Seele entspricht). 🙂

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