Bahnstreik, bitte KEIN Ende

David hatte seinerzeit mit dem ersten(!) Wurf Goliath zur Strecke gebracht. So macht man Schlagzeilen! Nicht damit, daß auch der neunte Wurf ohne Wirkung verpufft sein wird. Zudem wird, je länger der Streik dauert, die GdL an „Schlagkraft” verlieren, denn täglich wird dem staunenden wenn auch verärgerten Publikum vorgeführt, daß es auch trotz eines gediegenen Napoleon-Komplexes noch alternative Möglichkeiten gibt. Dafür kann man der DB gar nicht dankbar genug sein – ich ziehe meinen Hut in Ehrfurcht angesichts von Ersatzfahrplan etc. Dank dieser Alternativen steuert Weselsky mit seinem jüngst vom Zaun gebrochenen Streik allem Anschein nach geradewegs in ein Selbstmatt: über die Länge der aktuellen Sabotage-Maßnahmen an der dt. Volkswirtschaft herrscht diesmal Stillschweigen, aber zugleich wurde, wenn man den Nachrichten Glauben schenken darf, der Antrag auf Zuwendung an die Streikkasse „vergessen”. Unter diesen Umständen wird es das gleichmäßige Verrinnen der Zeit sein, das die Streikwogen glätten könnte…

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…desillusioniert
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16 Antworten zu Bahnstreik, bitte KEIN Ende

  1. YDU schreibt:

    Sollte es ohne Bahn besser laufen, könnte es leicht sein, dass sich bald niemand mehr für die Bahn interessiert, auch dann nicht, wenn es wieder einen gesteigerten Arbeitswillen zu vermelden gäbe oder so … 😉

  2. lawgunsandfreedom schreibt:

    Andererseits …
    Die Bahn ist ein Staatsbetrieb, der seine „Mitarbeiter“ ziemlich übel ausbeutet. Ich habe ein gewisses Verständnis für den Streik, aber wenig bis keines für die Auswirkungen. Geht man tiefer, dann sind aber wir Bürger „der Staat“ und WIR bezahlen unsere Angestellten bei der Bahn schlecht. Da habe ich als einfacher Bürger auch keinen echten Einfluß drauf. Aber als durch den Streik Betroffener solle man darauf aufmerksam werden.

    Da verstehe ich z.B. Fefe ganz gut: https://blog.fefe.de/?ts=aba5675c
    Das ist nämlich die andere Seite der Medaille.

    • ausgesucht schreibt:

      Hmm, wenn das die Lösung des Problems ist, hätte ich mein Problem gern noch einmal zurück… 😉

      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Dein persönliches Problem lässt sich durch einen Mietwagen, einen Fernbus oder die Mitfahrzentrale regeln. Teils lästig, teils teurer (Bus billiger), teils umständlicher, aber man käme ans Ziel. 😉

        Die Bahnangestellten haben da weniger Alternativen. Die müssen auf ein veraltetes, inzwischen größtenteils unwirksames System bauen. Den gemeinen Bürger interessiert das alles nicht. Der erwartet, daß der Betrieb bei dem er die Fahrkarte gekauft hat, seinen Teil des Deals einlöst. Wenn aber die Betriebsleitung gegenüber denen, die die eigentliche Arbeit machen, den dicken Max raushängen lässt, dann leiden letztendlich die Schwächeren und die Unbeteiligten.

        Die Betriebsleitung haben wir gewählt (eigentlich nicht wirklich, aber tun wir mal so als ob). Die handeln – ähnlich wie bei gewerkschaftseigenen Betrieben – mehr aus Eigennutz und Profitstreben und nicht aus Gemeinnutz, was eigentlich ihre Aufgabe wäre.

        „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.“
        Das gilt vor allem und im Besonderen für staatseigene Betriebe die über kritische Infrastrukturen gebieten und deshalb auch noch Sonderrechte haben.

        • ausgesucht schreibt:

          Ich bleibe bei meiner Aussage: ich möchte mein Problem wieder zurückhaben. 🙂
          Mehdorn hat doch seinerzeit die Bahn saniert! 😆
          Ganz im Ernst: es interessiert mich nicht, in welchen Strukturen ein „Dienstleister” seine Dienste erbringt. Von mir aus mit Leibeigenschaft und Prügelstrafe. Warum sollte ich mir anmaßen, der Kontrolleur über die ganze andere Welt um mich herum zu sein? Genau an diesem „Welt-was-kann-ich-dir-geben”-Wahn krankt doch unsere Gesellschaft. Und nein, ich habe nicht gesagt, daß ich Augen oder Ohren vor dem Unrecht der Welt verschlösse. Wenn es Alternativen, praktikable(!) – und genau da liegt nämlich der Hase im Pfeffer, ich muß dazu mein eigenes Wertungsschema höher als das vieler oder der meisten anderen stellen (siehe Hybris) – Alternativen gibt, sind die strikt auszuschöpfen; in der Regel gibt es Profis, die genau für derartige Paradigmenwechsel zuständig sind. Ich kann deren Entscheidungen und Wirkmechanismen zur Kenntnis nehmen (und damit mein privates Wertungssystem vertiefen & verfeinern oder erweitern & auf eine Metaebene ausdehnen), aber es ist wohl eine Frage der Toleranz, für sich akzeptieren zu können, daß es auch andere als den eigenen Weg gibt…

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