Narrenhagen.007

Bei der Suche nach Stellenangeboten kann es nicht verkehrt sich, sich auf die Nr.1 zu stützen. Auch(!) auf die Nr.1, wenngleich es so scheint, als hätte sich jemand dieses Prädikat eher selbst verhängt. Zumindest wird man in regelmäßigen Abständen nicht nur aufgefordert, zur Verbesserung der Chancen den Lebenslauf auf dem „Nr.1”-Portal zu aktualisieren, sondern es sind konsequent die schon hinterlegten Einträge seltsamerweise „verschwunden”.JobPortal

Worüber wundere ich mich eigentlich, regiert nicht uneingeschränkt das Mittelmaß? :mrgreen:

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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27 Antworten zu Narrenhagen.007

  1. alphachamber schreibt:

    Absolut. Hier unser Link zum Gesetz des Mittelmaßes:
    https://huaxinghui.wordpress.com/2015/05/16/der-dominanz-effekt-2/
    Grüße

    • ausgesucht schreibt:

      Prima Link! Man sollte derartig erbauliche Texte auf Flugblätter drucken und in regelmäßigen Abständen flächendeckend vom Himmel regnen lassen. ❗

  2. alphachamber schreibt:

    Danke fürs Lesen und Ihre positiven Kommentar!

  3. lawgunsandfreedom schreibt:

    Wo liegt eigentlich die Marke für Mittelmaß auf der Skala? Ich habe immer mehr den Eindruck, der liegt nicht in der Mitte, sondern ein gutes Stück drunter. Kann natürlich an meinem Betrachtungswinkel liegen …

    • ausgesucht schreibt:

      Das ist eine richtig gute Frage! Kann man das bzw. je nach Sujet ein Mittelmaß absolut und vor allem objektiv definieren? Ins Unreine gesprochen will ich meinen: man kann nicht. Und wenn man es versucht, hat es aller Wahrscheinlichkeit nach einen Zu-positiv-BIAS. Denn wenn die Datenerhebung abgeschlossen und ein plausibler Wert ausgekegelt ist, wird ziemlich sicher eine Dummbratze um die Ecke biegen, die den Mittelwert nach „unten” schiebt. Und so eine Ecke hat ganz gewiß etwas mit dem Blickwinkel zu tun… 😉

    • YDU schreibt:

      Achtung: Wenn wir vom Mittelmaß sprechen, meinen wir doch in Wirklichkeit die unterste Schublade – oder?

  4. meermond schreibt:

    Die Menschheit entwickelt sich, aber niemand kann mit Sicherheit sagen , dass das immer „nach oben“ sein wird. Ich fürchte um das Mittelmaß ist es eher arg bestellt…
    Schönes Wochenende – trotzdem 🙂

    • ausgesucht schreibt:

      In mir sträubt sich so ziemlich alles gegen das Akzeptieren des Satzes: „Die Menschheit entwickelt sich”. Was an der ‚Menschheit‘ entwickelt sich? Und was genau ist mit ‚entwickeln‘ eigentlich gemeint. Und ist im Verb ‚entwickeln‘, wie es landläufig benutzt wird, nicht immer irgendwie das „nach oben” gemeint. Ist „Minus”-Entwicklung nicht bloß eine Sprechblase aus dem Wort-schatzkästchen für Politikerblabla?
      Aber ja doch – schönes Wochenende 🙂

      • meermond schreibt:

        Semantisch betrachtet muss man dem Wort „entwickeln“ einen Prozess des Hervorbringens im Wandel der Zeit zuschreiben. Und das kann durchaus auch negativ sein, denke ich.

        • ausgesucht schreibt:

          Ein „geborstener Berg” kann Lava hervorbringen. Ist ‚Lava‘ positiv oder negativ besetzt? Ist es semantisch korrekt, der Kontinentalplatte ‚Entwicklung‘ zu unterstellen, weil ihre Vulkane Lava hervorbringen?

          • meermond schreibt:

            Das hängt einzig davon ab, wer das Ergebnis betrachtet und bewertet.
            Als Geograf betrachte ich dieses Beispiel vermutlich aber mit anderen Augen 🙂

            • ausgesucht schreibt:

              Das Stichwort ‚bewerten‘ finde ich gut. Wer bewertet es eigentlich, ob und wie sich die Menschheit entwickelt? 😉

              • meermond schreibt:

                Jetzt schließt sich der Kreis: die Bewertung machen die Menschen selbst. Wir selbst also sind es, die unsere – bleiben wir der Einfachheit halber mal beim ungeliebten Wort – Entwicklung bewerten. Was wir mit unseren Erkenntnissen aus dem Betrachtungsprozess machen, ist wiederum eine andere spannende Frage.
                Hat mir Spaß gemacht, ich komme wieder vorbei, die Arbeit ruft.
                Bis bald mal wieder 🙂

              • ausgesucht schreibt:

                Ja, hat mir auch Spaß gemacht. 🙂
                Und ♥lich willkommen.

  5. alphachamber schreibt:

    Gute Überlegung, Das „Mittelmaß“ ist eigentlich ein Favorit im Besteck-Kasten der pseudo-demokratischen Gleichmacher, der Hausierer des „Allgemeinwohls“ und der verdammten Kompromisse.
    In den meisten Fällen – und in der Praxis – bedeutet es in der Tat das Herabsinken auf den kleinsten gemeinsamen Nenner. Das geht aus dem „Dominanzeffekt“ hervor: Die kleinste Unreinheit (nimmt man das Beispiel von Wasser) macht es eben ungenießbar, nicht „halb-ungenießbar“.

    • ausgesucht schreibt:

      Ein wortgewaltiger Kommentar, vielen Dank. 🙂
      Aber ich habe inhaltliche „Probleme” mit der Aussage des Kommentars. Ist das ‚Mittelmaß‘, was lediglich eine – wie der Name keineswegs verschweigt! – Maß- bzw. Kennzahl ist, das Übel an den „verdammten Kompromissen” oder ist es der Mißbrauch dieser (per se wertfreien!) Zahl durch „pseudo-demokratischen Gleichmacher [und] Hausierer des ‚Allgemeinwohls’”?

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