BuGa 2015/07

Vor ziemlich genau einem Monat habe ich hier einen Artikel hinterlegt, in dem die „kühne” Abschätzung skizziert ist, daß täglich etwa 31 Tsd. Besucher die BuGa (bzw. 20 Tsd. den BuGa-Standort Brandenburg, Stadt an der Havel) heimsuchen müßten (siehe hier), damit am Ende eine halbwegs ausgeglichene Gesamtbilanz ausgewürfelt werden kann. Die Hofberichtserstattung ist freilich des Lobes voll, allerdings – wie wohl jedes gute Orakel – unkonkret bis zum Abwinken.
Heute nun berichtet die Journaille, daß eine BuGa-Attraktion, nämlich der „Skyliner” genannte Aussichtsturm, programmgemäß in Brandenburg abgebaut und an einen der anderen der insgesamt 5 BuGa-Standorte verpflanzt wird:BuGa20150607Seltsamerweise ist bei der BraWo der Montag, nämlich der 8. Juni, um einen Tag falsch datiert. Aber vielleicht ist ja wirklich ein Montag gemeint, auf den der 9. Juni fällt? Das wäre dann aber frühestens im Jahr 2025 der Fall, also in zehn Jahren!
Auch ist seltsam, daß die Besucherzahlen des Skyliners um mehr als 3’800 voneinander abweichen, also runde 7 %.
Unabhängig von den offensichtlichen Abweichungen der Besucherzahlen dürfte, um auf die Eingangszeilen zurück zu kommen, die Besucherzahl des Skyliners in der Größenordnung der BuGa-Besucher liegen, also etwa eintausend pro Tag (die BuGa wurde vor 51 Tagen eröffnet). Das wären aber nur runde 3 Prozent der mit aller Euphorie zu erwartenden Gäste. Irgendwie sehe ich schwarz, nein rot, wenn ich an die Bilanz denke…

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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8 Antworten zu BuGa 2015/07

  1. solera1847 schreibt:

    Aber das ist doch genau wie bei öffentlichen Ausschreibungen: Irgendeine gerade noch erträgliche Phantasie-Zahl wird als Gesamtkostenrahmen in die Welt gefurzt, dann gibt es eine Ausschreibung, deren endgültiger Vertrag genügend Überziehungs- und Ergänzungsoptionen frei lässt, dann erhält jemand den Zuschlag — und ein oder zwei Legislaturperioden wundern sich die Leute, warum das Projekt drei- bis viermal so viel kostet wie in der Planung… Lächerlich!

  2. YDU schreibt:

    Jetzt mal ganz ehrlich, wer liest heute noch Bilanzen? Was deine ständigen Farbwechsel betrifft, da solltest du einen kompetenten Augenarzt aufsuchen oder mit einer dezenten Sonnebrille durchs Leben schreiten. Eines noch, die Hofjournlisten tun das, was sie tun müssen, ansonsten wären sie keine dieser Sorte und das Lehen wäre längst nicht so facettenreich wie es durch sie eben ist … Auch sie haben ab und zu Lob und ein wenig Zuneigung verdient, meinst du nicht auch? 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Das ganze Gegenteil: seit ich einen kompetenten Augenarzt aufsuche, habe ich das optische Rüstzeug für Farbe und deren Wechsel; meine Farbwechsel lassen jedes Chamäleon vor Neid erblassen… 😉

      Und, ach, ich hätte es nie gewagt, meine Schreibfeder gegen die tintenklecksenden Hofberichtsschreiberlinge zu erheben. Mich treibt lediglich das Thema um, ob die Informationen, die von der Obrigkeitskaste an das gemeine Stimmvieh gereicht werden (das ist der Part, den die Schmierfinken der Journaille allzu bereitwillig übernehemen), wohl eher die Wahrheit oder die Lüge zur Mutter haben… 🙂

      • YDU schreibt:

        Ach, das musst du verstehen, manchmal ist es einfach notwendig, die Wahrheit ein wenig breiter auszulegen, ansonsten würde Panik ausbrechen unter dem Stimmvieh! Wer will dieses Risiko unbedacht auf sich nehmen? Hinter allem steht der Wunsch das Beste für’s Stimmvieh zu geben oder so ähnlich halt … 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Ach ja, ich meine zu verstehen. Doch dann sei die Frage erlaubt, ob diese Art „Besänftigungskommentare” nicht auch zur angesprochenen Kategorie der verbalen Sedative gehört… 😉

          • YDU schreibt:

            Aber klar doch, hoch leben die Tranquilizer und all ihre Verwandten! Wollen wir all die Grobheiten der Mächtigen wirklich genau kennen? Wollen wir wirklich schon heute wissen, auf welchen Baum wir zusteuern? Vielleichte ist es die höchste Form des Respektes, uns dumm „sterben“ zu lassen und uns von all den Sorgen, der Obrigen freizuhalten … Meinst du es nützt etwas, wenn wir dem Stimmvieh sagen, dass die Partys im „Schlachthof“ gar nicht so toll sind … Es gibt Momente, da bin ich froh, dass sie uns nur das erzählen, was wir hören wollen – machmal eben … 😉

            • ausgesucht schreibt:

              Fast könnte ich zustimmend nicken, wäre da nicht der letzte Halbsatz: „was wir hören wollen”. Ich glaube eher, sie erzählen uns wahrlich nur Gefiltertes Zeugs, nämlich das, von sie glauben, daß wir das hören wollen. Sie sind keine Dienstleister an uns (so mit Informationspflicht und so), sie frönen einzig und allein ihrem Macht- und Machterhaltungstrieb. 😉

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