doppelte Menschenverachtung

Der Kapitalist/Arbeitgeber sieht nicht den Menschen, sondern allenfalls die Arbeitskraft. Der restliche Mensch ist das notwendige Übel, das er in Kauf nehmen muß, wenn er die Profit generierende Arbeitskraft abschöpfen will.
Die Obrigkeitskaste ist das willfährige Ausführungsorgan, das für die Erniedrigung und Entmenschlichung der Malocherkaste den Rechtsrahmen gibt. Und nicht nur den Rechtsrahmen, sondern auch das Rüstzeug aus der ethisch/moralischen Waffenkammer, um diejenigen zu verdammen, die von sich aus den menschenunwürdigen Status beenden möchten. Das ist Staatszynismus vom Feinsten…

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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8 Antworten zu doppelte Menschenverachtung

  1. jsbielicki schreibt:

    Hat dies auf psychosputnik rebloggt.

  2. lawgunsandfreedom schreibt:

    Wir lösen das Problem, indem wir das Wort „Mensch“ durch die Bezeichnung „GI“ (General Item) ersetzen. Problem solved :mrgreen:

    • ausgesucht schreibt:

      Soll durch ein Umbenennen versucht werden, diejenigen zu täuschen, die sich mit Oberflächlichkeiten abgeben (also die meisten!)? Oder kann ein Problem wirklich & wahrhaftig gelöst werden, indem man den Namen auf dem Etikett ändert, oder wäre das ein versuchter Etikettenschwindel?

      Wer Etiketten nachmacht, fälscht oder gegen sie verstößt, ist ein Etikettenschwindler… 😛

      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Neusprech funktioniert doch wunderbar in der Politik. Zumindest bei denen die Rot oder Grün wählen, aber auch bei denen die Schwarz wählen ^_^

        Wenn man allerdings den gesunden Menschenverstand etwas anregt, dann merkt man, daß zwar die Parolen gerne nachgeplappert werden (man will sich ja nicht irgendwelchen Widerworten aussetzen), die aber irgendwie nicht wirklich tief verankert sind. Diese Diskrepanz vergrößert die Unsicherheit und sorgt für Aufnahmefähigkeit für noch absurdere Thesen :mrgreen:

        Problemlösung ist nicht gewünscht. Meiner Meinung nach sind „den Leuten“ Theater und Drama viel wichtiger.

        • ausgesucht schreibt:

          O ja, da hast Du ein interessantes Thema angerissen: Theater, Drama, Odeon & Kabarett – alles Orte, wo die Gutmenschen ihr Gebildet-Sein heraushängen lassen können. Und das möglichst unverbindlich: was sind wir klug, was sind wir feinsinnig. Aber all das ohne wirkliche Konsequenzen, also kaum mehr als ein selbstgefällig-dümmliches Eingebildet-Sein. Dazu gehört es eben auch, en vogue zu sein, die hirnlosen Kapriolen der geistlosen „Vorturner” nicht nur nachzuäffen, sondern möglichst sogar noch zu übertreffen: Sprache, Mode, was auch immer. Wenn es morgen chique wäre, ein Setzei im Dekolleté zu tragen, sie würde es mit Inbrunst tun… 😯

          • lawgunsandfreedom schreibt:

            Da gibt’s doch was von Kästner. Auf Mode und Frauen gemünzt, aber das passt auch zu anderen Geschlechtern und Torheiten:

            Sogenannte Klassefrauen

            Sind sie nicht pfui teuflisch anzuschauen?
            Plötzlich färben sich die „Klassefrauen“,
            weil es Mode ist, die Nägel rot!
            Wenn es Mode wird, sie abzukauen
            oder mit dem Hammer blauzuhauen
            tun sie’s auch. Und freuen sich halbtot.

            Wenn es Mode wird, die Brust zu färben
            oder, falls man die nicht hat, den Bauch…
            Wenn es Mode wird, als Kind zu sterben
            oder sich die Hände gelbzugerben,
            bis sie Handschuhn ähneln, tun sie’s auch.

            Wenn es Mode wird, sich schwarzzuschmieren…
            Wenn verrückte Gänse in Paris
            sich die Haut wie Chinakrepp plissieren…
            Wenn es Mode wird, auf allen Vieren
            durch die Stadt zu kriechen, machen sie’s.

            Wenn es gälte, Volapük zu lernen
            und die Nasenlöcher zuzunähn
            und die Schädeldecke zu entfernen
            und das Bein zu heben an Laternen –
            morgen könnten wir’s bei ihnen sehn.

            Denn sie fliegen wie mit Engelsflügeln
            immer auf den ersten besten Mist.
            Selbst das Schienbein würden sie sich bügeln!
            Und sie sind auf keine Art zu zügeln,
            wenn sie hören, daß was Mode ist.

            Wenn’s doch Mode würde, zu verblöden!
            Denn in dieser Hinsicht sind sie groß.
            Wenn’s doch Mode würde, diesen Kröten
            jede Öffnung einzeln zuzulöten!
            Denn dann wären wir sie endlich los.

            • ausgesucht schreibt:

              Hui! Das kannte ich ja noch gar nicht. Warum stand das in der Schulzeit nicht auf dem Lehrplan – endlich ein Stoff, an dem das Sezieren eines Gedichtes nicht nur Spaß, sondern auch Sinn gemacht hätte (und jetzt nur nicht wegen des Sinnmachens die Nase rümpfen). Hach, was für ein brillantes Kleinod aus der Schatztruhe der deutschen Sprache. 🙂 😆

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