Tarot – 2 Schwerter

Vergiß das Kartenlegen! Das Leben legt die Karten für jeden von uns – wir brauchen bloß die Augen aufzumachen. 😉

2Schwerter

Das Wein-Restaurant wirbt mit drei Flaschen. Ich sehe 2 Schwerter (nein, ich habe die mittlere Flasche nicht zur Seite gedreht). Und wofür steht im Crowley-Tarot die Karte ‚Zwei der Schwerter‘? »Im inneren Erleben zeigt diese Karte, daß wir die wohltuende Kraft des Verstandes erfahren, die darin liegt, in den Kern der Dinge einzudringen und auch in scheinbar ausweglosen Situationen Klärungen und Lösungen herbeizuführen, die wohlbemessen und ausgewogen sind und so zur friedlichen Beilegung strittiger Fragen und zur Harmoni­sierung nach Phasen der Zersplitterung führen können« (Zitat S. 161, Der Crowley-Tarot, Hugendubel 1992, ISBN 3-88034-512-0).
Und es gibt noch mehr zu erwähnen: »Auf der beruflichen Ebene bringt die Polarisierung des Denkens […] Fortschritte dank kluger, ausgewogener Strategien […]«.
Habe ich eigentlich schon einen dritten nennenswerten Aspekt zitiert? »In unseren persönlichen Beziehungen bedeutet die Zwei, daß bislang unterschiedliche und strittige Standpunkte vereint werden können, indem die Mitte zwischen beiden Extremen aufgesucht wird. Sie steht für ein wohldurchdachtes Beziehungsmodell in der Art eines Mobiles, das eine gute Chance hat, auch größere Stürme zu überdauern«.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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13 Antworten zu Tarot – 2 Schwerter

  1. MURAT O. schreibt:

    Hat dies auf D – MARK 2.0 rebloggt.

  2. lawgunsandfreedom schreibt:

    Tarotkartenlegen erzeugt Muster und teils komplexe Beziehungen. Das kann helfen die Gedanken zu klären oder zu fokussieren. Solche Muster finde ich auch jeden Tag in meiner Umgebung. Denen kann ich Bedeutung zumessen – ich kann es aber auch lassen. Oft bemerkt man gar nichts spezielles, auch wenn etwas da ist. Dann ist es halt nicht relevant.

    Allerdings kommt es darauf an, was man mitbringt. Pessimisten werden unangenehmes sehen, Optimisten werden selbst den miesesten Orakeln noch etwas abgewinnen können und die Hard-Core-Esos erzeugen damit selbsterfüllende Prophezeiungen.

    Esoterik bei Orakeln hin oder her. Manchmal kann sich so etwas als nützlich erweisen. Nicht selten kann es einen anderen Blickwinkel bringen oder man kann sich sogar selbst umprogrammieren. Dazu braucht es allerdings keine esoterischen Orakel. Solche Systeme zum „Programming and Metaprogramming in the Human Biocomputer“ kann man sich selbst entwickeln.

    • ausgesucht schreibt:

      Unsere ganze Welt ist Interpretationssache, wie sollte es dann Kartenlegen nicht sein? Und trotzdem: Warum sind mir die zwei und nicht etwa zehn Schwerter in die Kamera gesprungen?

      Im übrigen haben, da die gesamte Erlebniswelt aus Symbolen besteht bzw. durch solche interpretiert werden kann, einzelne Symbole keine Bedeutung für und nur höchst unwesentlichen Einfluß auf mich. Ich vermute, diese Form der Orakelei ist für Menschen wichtig, die sich in einer mentalen Endlosschleife befinden… 🙂

      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Hm manche Symbole haben sogar recht gravierende Auswirkungen auf Dich und Deine Gesundheit. Da hätte ich z.B. Verkehrsschilder und Lichtzeichenanlagen anzubieten. Sind auch Orakel. Theoretisch hast Du Vorfahrt … 😀

        Du reagierst auf das, worauf Du Dich selbst programmiert hast (oder durch Erziehung und Erfahrung programmiert wurdest. Manche Reaktionsmuster sitzen so tief, daß sie instinktiv sind). Da das Gehirn immer nach Mustern zum interpretieren und werten sucht (da gibt’s ein paar verblüffende Fachartikel von Hirnforschern und Psychologen) findet es überall solche Muster und schafft Interpretationen und Modelle. Das ist Evolutionspsychologie und so was findet sich bei allen höheren Tieren.

        Wichtig waren „früher“ die Anzeichen, ob sich im Gebüsch ein gefährliches Tier befindet. Da hat das Hirn nach bekannten Mustern gescannt. Dieser Sicherheitssinn hat sein Aufgabengebiet stark ausgeweitet und wertet und interpoliert jetzt so gut wie alles, was ihm vor die Nase (und andere Wahrnehmungsorgane) kommt. (Von wegen „freier Wille“, die meisten unserer Handlungen werden schon entschieden, bevor der bewusste Gedanke im Hirn ankommt).

        Übrigens können Orakel auch nützlich sein, um aus einer Endlosschleife rauszukommen. Es ist nur ein Werkzeug. Man kann in seiner eigenen Gedankenwelt gefangen bleiben, man kann aber auch ausbrechen 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Da stimme ich zu: Man reagiert aufgrund der Prägung (Normen, Regeln, Werte), die man erfahren hat. Und deshalb – da möchte ich dann widersprechen – nicht auf Symbole/Orakel. Die sind nur der Trigger, der das Abspulen eines gespeicherten Algorithmus‘ startet…

          • lawgunsandfreedom schreibt:

            Wird es besser, wenn man die Trigger entfernt? 😉

            • ausgesucht schreibt:

              Ändert das Entfernen von Triggern die intrinsische Prägung? 😕

              • lawgunsandfreedom schreibt:

                Vermutlich nicht, aber was passiert, wenn der Auslöser für die Prägung wegfällt? (Ist natürlich nur eine theoretische Hirnwichserei). 😉

              • ausgesucht schreibt:

                Vermutlich wird sich das schmachtende Hirn neue Trigger suchen: Runenwerfen statt Tarots, Whisky statt Wodkas, Stricken statt Häkelns etc. 😉

              • lawgunsandfreedom schreibt:

                Das ist eben die Grundfunktion der Matrixverarbeitung im menschlichen Biocomputer. Der kann gar nicht anders und ich kenne etliche sehr intelligente Menschen (mich eingeschlossen) die sich immer wieder dabei ertappen, wie sie auf solche Trigger reagieren.

                Man kann es sich eigentlich nur bewusst machen und/oder damit spielen. Die evolutionäre Warnfunktion vor Gefahren wird dadurch ja nicht ausgeschaltet.

                Aber als prädiktive Methode taugt es natürlich nichts, auch wenn viele Esoteriker sich das immer wieder vormachen und mit seltenen Einzelbeispielen belegen wollen.

              • ausgesucht schreibt:

                … da mußte ich doch erst einmal das I Ging befragen, ob ich nun zustimmen, widersprechen oder mich doch lieber enthalten solle. 😀

              • lawgunsandfreedom schreibt:

                Vermutlich empfiehlt das I Ging dann eine zustimmende Widerspruchs-Enthaltung. Das haben mir meine Runen verraten! 😀

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