Austausch von Wissen

Ein Arbeitgeber sollte prinzipiell daran interessiert sein, daß die von ihm ausgebeuteten Leute nicht vollends strunzdumm sind, schließlich sollen sie ja seinen Profit mehren.

Die Obrigkeitskaste ist prinzipiell daran interessiert, daß das gemeine Stimmvieh nicht zu klug oder gar weise wird, schließlich soll es ihre Erhabenheit nicht hinterfragen.

Einen Ausweg aus diesem Dilemma bieten wie auch immer genannte Informations­plattformen mit ihren Myriaden von Bildchen und Filmchen und ihren Petabytes mit sprachlichen Versatzstückchen. Diese Plattformen der freien Meinungsäußerung dienen einerseits der Bildung durch den Austausch von Wissen und Erfahrungen und verhindern andererseits die zeitaufwendige Analyse der breitgefächerten und tiefreichenden Gründe beliebiger Sachverhalte, da – wenn man ausgiebig im Meer der unbegrenzten Möglichkeiten zu baden gedenkt – kaum Zeit bleibt, mehr als höchstens Reiz- und Schlagworte zu bedienen.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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38 Antworten zu Austausch von Wissen

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    … oh, Katzenbilder! Wie süss! 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Genau! Tierbilder (bevorzugt sind Hund, Katze, Wellensittich & Co, seltener Nacktmull oder Kakerlake), Babies/Kleinkinder und Tolpatschigkeiten haben einen „Ach wie niiiiedlich”-Bonus. Am besten machen sich (Bildchen und) Filmchen, die kleine Kinder bei Tolpatschigkeiten mit Kuscheltierchen zeigen. 🙂

  2. benjamin schreibt:

    Ich glaube du überschätzt das System. Ich halte es schon fast für paranoid was du schreibst. Was diese „Obrigkeitskaste“ angehr ,was verdächtig nach dem Roman #Schöne neue Welt“ kling, die haben garkein Interesse irendwem irgendwelche Informationen zu verwähren um sie dumm zu halten, sonder aus Selbstschutz. Es geht immer nur ums Geld. Geld ist macht. Das ist schon das ganze geheimniss der „Obrigkeitskaste“

    • ausgesucht schreibt:

      Ich glaube, man kann einen potentiellen Feind gar nicht genug überschätzen. 😉
      Zumindest sollte man sich hüten, ihn (leichtfertig) zu unterschätzen…

      • benjamin schreibt:

        Soeben beschriebst du das Problem unserer Gesellschaft. Du siehst sie als Feinde. Und doch gehörst du, weil du diesen Blog schreiben kannst, zu den reichesten 30 % der Welt. Wenn allein alle Deutschen verstehen würden, dass sie auf der welt 1 kleine Interessengruppe bilden, und daher zusammenhalten würden, währe der erste Schritt in richtung Kriegslose Gesellschaft getan

        • ausgesucht schreibt:

          Ich halte die „Kausalkette”: „Du siehst sie als Feinde. Und doch gehörst du […] zu den reichesten 30 % der Welt” weder für fair noch für seriös. Denk bitte über eine Alternative nach, z. B. weil ich (möglicherweise) zu den 30 % der Reichsten der Welt gehöre, bin ich ein Feind dessen, was sich an diesem „arm-reich”-Gefälle mästet…

          Ganz nebenbei bin ich noch nicht davon überzeugt, daß eine kriegslose Gesellschaft ein anstrebenswertes Ideal ist. Nein, das heißt nicht, daß ich für Krieg bin. Es kann auch heißen, daß eine konfliktlose (und nur deshalb kriegsfreie) Gesellschaft eine tote Gesellschaft sein könnte.

        • lawgunsandfreedom schreibt:

          Kriegslose Gesellschaft? Der stehen die menschliche Natur, Biologie und Evolution entgegen. Die gesamte Evolution basiert auf Konflikt, Krieg und Konkurrenz (manchmal unter dem Mantel der Kooperation zu Ungunsten anderer Kooperationen) – und nur weil wir den Krieg der Pflanzen nicht mitkriegen, heißt das nicht, daß er nicht stattfindet.

          Klarer Fall von Nirvana Fallacy:
          https://en.wikipedia.org/wiki/Nirvana_fallacy

  3. hajac schreibt:

    Einen Arbeitgeber als potentiellen Feind zu betrachten, sagt ja schon viel aus. Dann hoffe ich mal, dass Sie zumindest zu den Leuten gehören, die Arbeit für das ausgebeutete Volk schaffen und bereitstellen.
    Was die Obrigkeitskaste angeht, verkennen Sie geflissentlich, zumindest soweit es die von Ihnen offensichtlich dazu gezählten Arbeitgeber angeht, dass diese in der Regel gar keine Arbeitgeber sind. Sie sind Angestellte in Unternehmen. Gehören demnach auch zur ausgebeuteten „Klasse“ oder „Kaste“.
    Es kann aber wohl kein Zweifel daran bestehen, dass die von Ihnen zu Recht angeprangerten Missstände nicht von den Arbeitgebern verursacht wurden, sondern gerade von denen, die vorgaben und vorgeben, das ausgebeutete Volk zu vertreten und von dem auch gewählt wurden und werden.
    Damit das auch funktioniert wurden Schulreformen noch und noch durchgeführt. Der Sinn dieser „Reformen“ war und ist es immer noch, den Schülern genau das Wissen vorzuenthalten, das sie brauchen, um das, was um sie herum geschieht, vor allem in den Naturwissenschaften und in der Wirtschaft, zu verstehen und damit zu bewerten.

    • ausgesucht schreibt:

      … ist doch schön, daß wir zum Thema „das Wissen vorzuenthalten” grundsätzlich gleicher Meinung sind; der Rest sind stilistische und Formulierungsfragen – über solche streite ich nicht.

  4. YDU schreibt:

    Um den Profit zu mehren, benötigt man in der Regel keinen „Berg“ von Profis, schau einfach mal meim Media Markt rein … 😉

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