epochale Fältigkeit

Gab es in der (bekannten bzw. als kennenswert deklarierten) Geschichte der Menschheit schon je eine Epoche wie die unsrige, dominiert durch vielfältige Einfältigkeit einfältiger Vielfalt?

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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41 Antworten zu epochale Fältigkeit

  1. YDU schreibt:

    Rückblickend kann man sagen, dass die Krone der Schöpfung schon immer auch eine für die Einfältigkeit verdient hätte – aber so wurden wir programmiert, wer immer auch das zu verantworten hat. Ach, komm mir jetzt nicht mit Eigenverantwortlichkeit, denn es hat sich immer wer oder was gefunden, auf die sie abgeschoben werden konnte … 😉

    • ausgesucht schreibt:

      … aber warum hat die Krone der Einfältigkeit so viele Diamanten und Karfunkel in ihrem Geschmeide? Würde nicht ein einziger Bling-Bling-Stein auch schon alle Repräsentationsaufgaben erfüllen?

      • YDU schreibt:

        So einfältig sind die Einfältigen auch wieder nicht: Kleider machen Leute, Steinchen zieren Köpfe und erwecken ganz nebenbei noch den Anschein, dass es innen ebenso glitzern könnte … 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Du meinst, sie umgeben sich ganz bewußt mit einer Vielfalt an Bling-Bling, um von ihrer Einfältigkeit abzulenken? Ach, ich glaube da nicht an einen gezielten Denkprozeß, schon eher an Mimikry, nachgemacht dem Pfau, dem Kugelfisch oder anderen possierlichen Tierchen, die mit posierlichen – bewußt mit Einfach-s geschrieben – Gesten mehr scheinen wollen… 🙂

    • Chantao schreibt:

      “ aber so wurden wir programmiert, wer immer auch das zu verantworten hat. Ach, komm mir jetzt nicht mit Eigenverantwortlichkeit,“ Ja, und das ist das, wenn ich manchmal lese oder höre, wenn ein eifriger Gottesmann mahnt: Homosexualität ist gegen das Universum 🙂 🙂 🙂 oder, wenn uns das Büßerhemd verordnet wird, weil wir ja die Entscheidungsfähigkeit haben zwischen Gut und Böse zu wählen, ha, wer hat denn meine Gene programmiert, wenn ich umgekehrt entscheide. Die Schöpfung verantwortlich machen, wenn sie nur ihr „falsches Programm“ abarbeitet, und „GOTTESMANN“: Alles, was existiert ist normal ! Gut, dass man bloggen kann als Geschöpf(in) und Mensch(in) mit Schöpfungshintergrund und Schöpfungsgeschichte ….. (dieser GenderInnen-Wahn) 😉

      • YDU schreibt:

        Mit der Eigenverantwortlichkeit kann ich eigentlich ganz gut leben, wenn ich ehrlich bin, allerdings meine ich da auch wirklich nur mich selbst und keine selbsternannten Vertreter Gottes oder sonstige Konsorten, die gerne meine Verantwortung zu ihrem EIGEN erklären … 😉

  2. Sylvia Kling schreibt:

    Die Einfältigen gab es schon immer – ob durch Dogmen der Kirchen oder in Zeiten des Kommunismus (bzw. jeglicher Weltanschauung/Philosophie). 

    Nicht nur der Inhalt der Nachricht, sondern auch das Medium bewirkt eine Veränderung des Menschen (Denken und Fühlen).
    Wer sich abstumpfen lässt, nicht „ausscheren“ will, begibt sich in diese „epochale Fältigkeit“. 

    Ist das jedoch nicht etwas undifferenziert?

    Kritischer Rationalismus …., „Karl Popper beschreibt ihn als Lebenseinstellung, „die zugibt, dass ich mich irren kann, dass du recht haben kannst und dass wir zusammen vielleicht der Wahrheit auf die Spur kommen werden“. Kennzeichnend ist ein vorsichtig optimistischer Blickwinkel auf Leben und Dinge, der in den Buchtiteln „Alles Leben ist Problemlösen“ und „Auf der Suche nach einer besseren Welt“ seinen Ausdruck findet.“(Quelle: Wikipedia)

    Das finde ich äußerst interessant.

    Die Aussage in Deinem Beitrag ist richtig, aber morgen kann an alles anders sein … (auch eine Theorie Poppers) ;-). 

    Liebe Grüße 

    Sylvia 

    • ausgesucht schreibt:

      Es freut mich, Sylvia, nach langer Zeit wieder einmal von Dir zu hören. 🙂
      Ich stimme zu: Einfältige gab es schon immer. Aber auch in dieser Zahl?? 😕

      Und ja, Du hast vollkommen Recht: man könnte differenzierter schreiben/bloggen. Aber warum sollte man?? Ist denn unsere Zeit nicht gekennzeichnet von einem „Ich-könnte-differenzieren-aber-warum-sollte-ich”? Denkt die Mehrheit etwa nicht: Meine Meinung gilt; wer’s nicht mag, kann sich mir anschließen, das nennt man Kompromiß.

      Und ja, es kann morgen alles anders sein. Aber was, wenn morgen praktisch nichts anders ist?? 🙂

      • Sylvia Kling schreibt:

        Das ist aber schön, dass es Dich freut, von mir zu hören :-).

        Zitat von unbekannt: „Wenn Du die Klappe gehalten hättest, wärst du Philosoph geblieben.“ 😁

        Warum soll ich überhaupt nachdenken?
        😉

        Einfältig ist für mich, wenn sich jemand unreflektiert anderen Meinungen anschließt.

        Das Leben besteht aus nichts Anderem als aus Problemlösungen. Da gibt es keine Regeln. Jede Aussage muss neu getroffen werden.

        Wenn morgen nichts anders ist, dann muss ich genauer hinsehen. 😉 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Da kann ich nur 100-pro zustimmen: einfältig ist , wer sich unreflektiert anderen Meinungen anschließt.

          Aber warum man selbst nachdenken solle, kann wohl niemand schlüssig beantworten: aus Langeweile, weil es niemand sonst tut, weil man eine Lösung sucht…?

          Und doch möchte ich widersprechen: das Leben besteht nicht aus Problemlösungen, sondern aus Versuchen, Probleme zu lösen. Und disese führen meistens nicht zu einer (praktikablen) Lösung. Dannn allerdings ist es wirklich – wie Du es formuliert hast – an dem, die Sachlage neu zu bewerten…

          • Sylvia Kling schreibt:

            Beim Denken lernt man viele Wörter kennen. 😂😁Denken führt zur Logik und die wiederum ist notwendig, um gewisse Prozesse zu erfassen und weiterzuführen.

            Wenn wir keine praktikable Lösung finden, denken wir weiter. Wir LERNEN dabei.
            Am nächsten Tag kann alles anders sein, also denken wir neu. Andere Probleme müssen gelöst werden.
            Und was praktikabel ist, legen wir ja selbst fest – darüber dachten wir vorher nach.

            Hm, wenn ich nicht dauernd denken würde, so würde ich weniger schreiben.
            😂
            Das wäre blöd – menno.

            Im Ernst, es gibt philosophische Abhandlungen darüber und ich denke 😊, heute Abend zu lesen.
            Denn ich bin ehrgeizig, denke ich.
            (Hauptsache, wir müssen nicht wie Sokrates Gift trinken ….)

            • ausgesucht schreibt:

              War denn der alte Sokrates nicht des Denkens, sondern des (Ver-)Führens (ideell, weniger sexuell) der Jugend angeklagt? ❓

              • Sylvia Kling schreibt:

                Ja eben.
                Und ich gebe Kids Nachhilfe im Fach Deutsch. Glaube nur nicht, ich entlasse sie ohne Nachdenkstoff. 😂
                Aber ich bin ja keine Philosophin – nur Denkerin und Schreiberfee. 😊

                Und, nun ja, vor Gift hätte ich wenig Angst. Viel Gift sehen meine Augen, hören meine Ohren, atmet mein Mund ein – tagtäglich.
                Ich denke: Eine EntGiftungsKur wäre sinnvoll. 😉

              • ausgesucht schreibt:

                Sich gegen das tägliche Gift zu wehren, ist eine Sisyphos-Arbeit, nämlich das täglich, stündlich, minütlich aus vielen Richtungen wider uns verspritzte Gift wegzuschöpfen, und zwar mit einem Sieb, das nur alle Jubeljahre mal mit nur einer einzigen Handbewegung geführt werden darf. 😉

              • Sylvia Kling schreibt:

                Ich habe seit einigen Tagen einen weiteren Blog für alle interessanten Themen außerhalb der Literatur. Dort möchte ich, von Dir angeregt, einen Beitrag „Philosophie – Kritischer Rationalismus“ bloggen. Darf ich den Link zu Deinem Beitrag hier erwähnen? Vielleicht eröffnen sich neue Sichtweisen? 🙂

                https://wiedaslebenklingt.wordpress.com

                Ich schwinge das Giftsieb täglich, damit ich imstande bin, weiterzumachen. 😉

              • ausgesucht schreibt:

                „Kritischer Rationalismus”, das klingt gleichermaßen einladend wie interessant. Ich wünsche Dir Gutes Gelingen und drücke ganz fest die Daumen. ♥
                Es freut mich und ist eine große Ehre, daß Du einen Link auf mein Blog bei Dir hinterlegen möchtest. In 4 Monaten ist Heiligabend – ich habe mein Weihnachtsgeschenk gerade eben erhalten… 🙂

                Das mit dem Giftsieb kenne ich nur zu gut! Auch ich kämpfe mit Mikrotröpfchen gegen heiße Steine…

              • Sylvia Kling schreibt:

                Nun muss ich Dich allerdings bitten, mir den Linken zu Deinem Blog zu schreiben, da ich momentan wieder nur das Handy zur Verfügung habe. Da funktioniert so einiges nicht, wie ich will 😠.

                Dein Weihnachtsgeschenk. .? Ich bin stets sehr erfreut, auf Menschen zu treffen, die sich mit wenig zufrieden geben :-).

                Dem Gedankengut des Philosophen Popper zu folgen, ist in der Tat eine geistige Bereicherung.

                Viele Follower habe ich auf dem neuen Blog noch nicht, aber bekanntlich ernährt sich das Eichhörnchen mühsam; -) (doch sittsam und geduldig ….

                Wenn die heißen Steine zischen und speihen, dann hilft nur, anstatt des Siebes einen Eimer zu füllen. …;-).

              • ausgesucht schreibt:

                … die „sittsam & geduldig”-Erweiterung des sittsam bekannten Eichhörnchen-Sprüchleins kannte ich noch nicht, gefällt mir aber. 😀

                Nur bei der „Tropfen-auf-dem-heißen-Stein”-Metapher möchte ich widersprechen: genau darin besteht doch Sisyphos‘ Problem, daß statt der Schöpfkelle das Sieb, daß statt des Schwalls nur das Tröpfchen zur Verfügung steht… :/

              • Sylvia Kling schreibt:

                Ich vergaß 😕 diesen Ursprung. Nun, ich neige offenbar manchmal zu rabiaten Mitteln, um mich des Unangenehmen zu entledigen 😇. Mrs. RABIATA 😂 …

              • ausgesucht schreibt:

                Sei nicht zu rücksichtlos Dir selbst gegenüber! Sei einfach Du selbst. Sind wir denn nicht alle, wie wir sind? 😉

              • Sylvia Kling schreibt:

                Ein neues Diskussionsthema bahnt sich an …. ;-).

              • ausgesucht schreibt:

                Upps :oops:, jetzt habe ich den Link vergessen: https://sinnsucht.wordpress.com/
                So sorry!

              • Sylvia Kling schreibt:

                Dankeschön 😊 – wenn Du mir auf dem Blog folgst, könntest Du den Verlauf begutachten und Dich mit hochwertigen Kommentaren verewigen :-). Ich mag ja latent diskussionsfreudige, menschelnde Menschen ☺.

              • ausgesucht schreibt:

                Ich gebe leise weinend zu, daß meine Follower-Liste leer ist. Das hat aber absolut nichts mit Arroganz zu tun, sondern damit, daß ich einer Erscheinung entgegenwirken möchte, deren Negativseite ich auf diesem Blog hier tagtäglich erlebe: dieses Blog hat zwar um die 800 Follower, aber regelmäßige Leser scheinen es gerade einmal 20 bis 30 zu sein… 😕

              • Sylvia Kling schreibt:

                Ich habe ebenfalls um die 350 Follower – die Zahl der Leser ist eher unterschiedlich (zwischen 40 und 110 Aufrufe pro Tag). Ich nehme mir täglich eine Stunde Zeit, um den Blogs, denen ich folge, meine Aufmerksamkeit zu zollen. Das beruht nicht immer auf Gegenseitigkeit.

                Ich denke jedoch auch, dass man keine nicht lesenden Follower braucht. Auch bin ich manchmal erstaunt darüber, wie inkonsequent und leger Blogger damit umgehen.
                Meine Bemühungen gehen dahin, die Arbeit anderer zu achten und zu „belohnen“ – leider stehe ich fast alleine mit dieser Meinung.

                Gut finde ich nicht, wenn Bloggern Aufmerksamkeit zukommt, von ihnen jedoch dauerhaft nichts zurückkommt. Es ist „ein Geben und Nehmen“ – wie im wahren Leben.
                Wenn Dir jemand im wahren Leben etwas Gute tut, dankst Du dann nicht?
                Grüßt Dich jemand freundlich, grüßt Du dann nicht freundlich zurück?

              • ausgesucht schreibt:

                Du hast vollkommen recht, und doch darf ich Dir nicht Recht geben: meinen Zeitaufwand bei WP habe ich auf 2 Ressorts kontingentiert (Artikel schreiben und auf Kommentare reagieren). Wenn dann noch (meist viel zu selten) Zeit bleibt, stöbere ich. Aber ich habe nicht die Zeit (so habe ich es mir als wohlfeile Ausrede zurechtgelegt), eine Follower-Liste sorgfältig „abzuarbeiten”. Dein Vorwurf, daß es unhöfliche Blogger gibt, die allzu gern nehmen, aber nicht adäquat geben, trifft auf mich voll zu. Es ist unverzeihlich, ich weiß. 😦

              • Sylvia Kling schreibt:

                Ich sage immer: „Zeit ist eine Frage von Prioritäten“.
                Jeder setzt diese selbst. Da ich nicht im herkömmlichen Sinne „berufstätig“ bin, setze ich diese natürlich entsprechend vielfältig.
                Wenn meine Chefin im Hirn gutmeinend tönt, ich solle disziplinierter an meinen Büchern arbeiten und WordPress weniger Aufmerksamkeit schenken, so leiste ich gehorsam keinen Widerspruch/-stand. 😁

                Ob es unverzeihlich ist, weiß ich nicht. Dies wirst Du selbst einschätzen müssen, wenn niemand mehr auf Deinem Blog liest oder kommentiert.
                Einen Vorteil hätte es unstrittig:
                Du hast in Folge noch mehr Zeit ….
                😈

              • ausgesucht schreibt:

                Ach, die Frage nach optimalen Lösungen in komplexen und zudem noch dynamischen Systemen… 😉
                Da hilft manchmal nur gnadenloser Pragmatismus, gnadenlos vor allem gegen sich selbst. 👿

        • phileos70 schreibt:

          Hallo,
          wenn es gestattet ist, würde ich gern eine andere Perspektive einnehmen. In den älteren Romanen ist häufiger von der >stillen Einfalteinfältige Vielfalt>Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt …

          Gruß
          Phileos

          • ausgesucht schreibt:

            Homo ludens!? Leider spielen viele der „älteren Romane” in einer abstrakt verklärten Idylle, in einem Arkadien. Und der Mensch, der dort bzw. nach dortigen Regeln spielt, würde in der (heutigen) Realität allzu leicht mit dem eigenen Leben spielen. Das wäre dann die dunkle Seite des markigen kleinen Sprüchleins: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt”.

            • phileos70 schreibt:

              Ich finde es befremdlich, dass Sie meinen Kommentar zerstückelt und dann so veröffentlicht haben. Das erscheint mir unredlich. Was den Schiller’schen Spielbegriff angeht, ist er gerade von jeder Leichtfertigkeit befreit, weil er die ethische Antwort auf die Frage nach der ästhetischen Erziehung des Menschen gibt. So nachzulesen in Schillers Briefen, sofern man nicht überlesen und sich überhaupt noch beeinflussen lassen will. Im übrigen ist die vielfältige Einfalt, von der sie reden, kein Signum unserer Zeit, weil die Produktionsverhältnisse ein zumindest kritisches Subjekt erzeugen. Auch ein Epigramm muss gedanklich stimmen; es reicht nicht, mit der Klangsemantik von Einfalt und Vielfalt zu spielen, um zu frappieren.

              • ausgesucht schreibt:

                Auch ich finde etwas befremdlich, nämlich daß Sie behaupten, ich hätte mit Ihrem Kommentar etwas anderes getan, als ihn freizugeben…

                Aber zumindest freut es mich, daß Sie mein Epigramm frappierend finden. 🙂
                Und ich stimme zu, daß es gedanklich stimmen sollte (aber beileibe nicht „muß”) zumindest vor dem Urteil derjenigen, die „sich überhaupt noch beeinflussen lassen” wollen.

              • phileos70 schreibt:

                Dann entschuldigen Sie, dann muss es technische Probleme gegeben haben.
                Wenn es noch interessiert, der ursprüngliche Text lautete vollständig:

                Hallo,

                wenn es gestattet ist, würde ich gern eine andere Perspektive einnehmen. In den älteren Romanen ist häufiger von der „stillen Einfalt“ zu lesen, was so viel heißen soll wie: Jemand hat sich aus der zerstreuenden Vielfalt in die konzentrierende Einfalt des Gebets oder der Andacht zurückgezogen (das Bild dafür sind die zwei Hände, die zu eins zusammengefaltet sind). So gelesen, ist die Einfalt gerade umgekehrt die Klugheit, wählerisch zu werden, d.h. sich zu bestimmen durch eine Wahl aus einer Vielzahl von Angeboten. So lese ich das obige Epigramm: Einfältigkeit als das Unvermögen, sich nicht einfältig bestimmen zu können (wählerisch werden bzw. Geschmack ausbilden) und „einfältige Vielfalt“ als Attribut für eine konsumorientierte Wachstumswirtschaft.

                Im übrigen ist Poppers Verdikt vom Leben als Problemlösen ironischerweise selbst einfältig, im Sinne von einseitig oder einäugig. Also wenn die zweite Hälfte des Lebens nicht – mindestens – aus einer Festkultur besteht, in der gerade keine Probleme gelöst werden … wenn Flirten gerade keine Probleme lösen soll. Ich denke, wer menschliches Leben bestimmen will, muss es mindestens auf zwei Füße stellen. (Kant hatte drei Füße erkannt: Theorie, Praxis und Schönheit. Für erstere kann noch behauptet werden, dass Probleme gelöst werden, für den letzten, die Schönheit, schon nicht mehr. Für Schiller war dieser dann der wesentliche; ihr wisst: „Der Mensch ist nur da ganz Mensch, wo er spielt …

                Gruß
                Phileos

              • ausgesucht schreibt:

                Es sei entschuldigt.

                Allerdings meine ich, daß, „wer menschliches Leben bestimmen will”, sich tunlichst von Kategorisierung und Ontologisierung fernhalten sollte. Wie sollen „zwei oder drei Beine” sicheren Stand oder gar ein zielstrebiges Fortkommen gewähren, wo der Mensch mit jeder Faser lebt?

  3. wiedaslebenklingt schreibt:

    In der Forschungsliteratur gibt es zu diesem Schiller-Spruch ja auch ganz verschiedene Interpretationen.

    Die Regierungen halten es wohl eher damit: „Brot und Spiele“ … , um eine einfältige Vielfalt zu produzieren ….
    Nun sagt nicht, wir werden nicht gut unterhalten, oder? 😉
    (SarkasMusAus)

    • ausgesucht schreibt:

      … deshalb hatte ich hier irgendwann einmal in ähnlichem Zusammenhang geschrieben: „Ich wähle die Partei, die mir die genußvollste Illusion verspricht. Das hat nichts mit Politik zu tun!” (siehe hier). 😉

  4. Chantao schreibt:

    Au, ein neues Thema zeichnet sich ab am News-Himmel

    Wenn Kaffeeküchen
    zu Sauställen werden Quelle

    Was kann es noch Schlimmeres geben auf der Welt ?

    • ausgesucht schreibt:

      Oh, da kann ich mir beileibe Schlimmeres vorstellen – aber es soll ja hier keinen Ekel- und Ekelakzeptanz-Wettbewerb geben…
      Komischerweise scheint dieses Thema (zumindest in der Bunten Republik) recht häufig anzutreffen sein. Ob sich wohl abschätzen läßt, daß sich zwar viele unserer geschätzten Mitmenschen nach dem Motto: „vorne hui und hinten pfui” gerne selbst als Gutmenschen „verkaufen”, in Wirklichkeit aber arge Schweinchen sind?? Da fällt mir spontan dieser Artikel hier ein: klick.

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