Füller vergessen

Fueller20150901Allzu gern wüßte ich, wieviel Tinte ich schon verkritzelt habe. Ob wohl die Maßeinheit ‚Dezi­liter‘ angemessen ist oder besser doch ‚Dekaliter‘? Und wie fühlt sich ein Füller, wenn fortwährend etwas aus ihm herausströmt? Für ihn ist es wohl nur Tinte, aber für den Deuter gekritzelter „Krähenfüße” sind es Gedanken, Träume, Ängste, Hoffnungen, Flüstern & Schreien oder ganz profane Einkaufsnotizen…

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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23 Antworten zu Füller vergessen

  1. Chantao schreibt:

    Ich denke der
    Füller
    wird da ganz so wie meine Hunde ein
    Natur-Buddhist
    sein. Ich denke auch, dass alles, was nicht nur 2 Beine hat, sich keinen Kopp darüber macht, was raus fließt oder was man sich reinfrisst. Natur-Buddhist nenne ich alle(s), der/die alles so nehmen, wie es ist. Ich nehme da gerne das Neugeborene, als Beispiel, was aus ihm würde, wenn ihm nach der Menschwerdung nicht andere Wesen, die sich dann selbst den Namen Eltern geben es vollsülzen, sondern es sich auf der einsamen Insel ohne nennenswerten natürlichen Feinde sich selbst überlassen würden…

    Wie es immer ist habe ich auf meiner Seite Natur-Buddhist wieder einmal etwas dazu verfasst.

    Es gibt 3 Arten von „Praktizierenden“

    1.) Die meisten studieren und praktizieren den Weg, weil sie suchend sind.
    2.) Die Belesenen, die eine Ahnung vom Weg haben aber nicht praktizieren
    3.) Die Natur-Buddhisten, die den Weg intuitiv erfasst haben, aber in deren Gedanken der Weg nicht vorkommt.

    Zu welcher Kategorie zählt Ihr Euch ?

    Deswegen: Folgt ihm, dem
    Meister
    aller Meister und tut es ihm nach: Dem Füller: Schreibt, um des Schreibens willen und denkt nicht darüber nach oder bewertet das Geschriebene, denn das Geschreibsel ist der Weg.

    • ausgesucht schreibt:

      Wow, das ist eine Neuigkeit, daß mein Füller das Zeug zum Buddhisten hat; zwar „nur” zum Natur-Buddhisten, aber immerhin. 😉

      • Chantao schreibt:

        Der Natur-Buddhist ist kein NUR, Ausgesucht, sondern die reinste Form des Buddhismus, weil alles eben die Buddha-Natur hat, und der/die/das-jenige, die darüber nicht spekulieren, was sie dann philosophieren und im Extremfall forschen nennen, können sich beruhigt zurück lehnen und z.B. einfach nur Füller sein. 😉

  2. Pingback: Füller vergessen | Chantao's Blog

  3. YDU schreibt:

    Feines Schreibgerät hast Du da! 🙂

    • ausgesucht schreibt:

      Mag sein, aber bedenke: aus häßlichen Füllern können feine Gedanken ebenso fließen wie aus feinen Füllern häßliche Gedanken fließen können. 😉

      • YDU schreibt:

        So, nun hast Du in wenigen Worten all meine Illusionen mit einer schnöden Tastatur hinweggefegt … 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Böse, böse Tastatur! Man sollte die Tasten in die Wüste schicken, also auf eine Tasta-Tour. 😉

        • Chantao schreibt:

          „Ungeduld-Sexsklave(n)“ UiUiUij. Aber nein, bei mir muss man aufpassen, ich schnappe mir gleich den ganzen Arm; allerdings habe ich auch einen „Freiwilligen-Selbstzurückhalte-Modus“, oder, wie wird dieser Modus genannt, auf jeden Fall etwas mit freiwillig und Beschneidung. Allerdings ist „Beschneidung“ wieder so ein Ausdruck, den man durch den Sommer-Mainstream lieber nur äußerst selten benutzen sollte (durch_die_Blume_gesprochen) und das ist ja auch orakelistisch, könnte aber bei mir orakelöse Auswüchse entwickeln 😉

  4. lawgunsandfreedom schreibt:

    Der Füller: „Alles fließt …“

    … und … das Werkzeug ist nicht dafür verantwortlich, was der Benutzer damit anstellt … 😉

    Einen 50er Jahre Pelikan 400 habe ich von meiner Mutter bekommen und ein Nachfolgemodell aus den 80ern (das fast genau so aussieht, nur ein bisschen größer ist) habe ich mir selbst gekauft. Beide schwarz mit grünen Streifen, vergoldeter Clip und goldene Feder. Für mich müssen Füllfederhalter so aussehen …

    Ein Sammelgebiet, das ich lieber nicht verfolge. Das kann man unglaubliche Mengen Geld ausgeben: http://www.ruettinger-web.de/index.html

  5. Chantao schreibt:

    Der Füller: “Alles fließt …” panta rhei …
    ok, ich hatte hinterher so einen langen, der nach hinten ganz spitz zu läuft, bitte das Bild aber jetzt nicht auf den Schreiberling zu übertragen 😉

    Vielmehr wollen wir doch ( ?? ) über den Fluß nachdenken, oder auch nicht. Die Nachdenke-Richtung dieses Schreiberlings dreht sich ja oft um diesen Fluß, der das So-sein-wie-es-ist – oder, wie-wir-es-wahrnehmen betrifft und deshalb ist die Parabel vom Füller ganz passabel. Oder aber ich sehe darin ein Parabel, wo hingegen der Autor des Postings etwas ganz anderes geplant hat. Und immer wieder die Frage: Können wir es wirklich wissen, was wir vorhaben ? Oder soll, durch die Blume, etwas ganz anderes ausgesagt werden ? z.B, dass der Füller mit roter Tinte gefüllt ist, um zu streichen, wo der Schreiber meint: „Es ist genug …“ Wer kann das wissen ?

    Denn ist der Titel nicht: Füller vergessen ?

    • ausgesucht schreibt:

      … also gut, entschlüsseln wir mal den Titel: „Füller vergessen”. Was wie ein billiger Versuch klingt, sich vor der Lehrerin herauszureden, geht tatsächlich ein wenig tiefer. Was hat dieses Schreibinstrument im Laufe seiner Existenz nicht schon so alles geschrieben. Frag‘ es! Es wird sich an nicht eine Silbe erinnern. ^_^

      • Chantao schreibt:

        Ah, ich verstehe: DAS IST DAS FUELLER-ORAKEL 😉

          • Chantao schreibt:

            Dann werde ich mir heute Nacht schon mal so richtig epochale Fragen an das Füller-Orakel ausdenken, wobei ich der Hoffnung bin, es nicht zu überfordern. Delphi läßt grüßen 😉

            • ausgesucht schreibt:

              Das ist ja verblüffend: „Füller-Orakel”. Da bin ich ja mal neugierig, d. h. Pythia ist es wohl. 🙂

              Das eigentlich Verblüffende dürfte sein, daß wir, was den Füller angeht, munter aneinander vorbei geredet haben. 🙂 Ich hab‘ bisher noch nicht klärend eingegriffen, weil mich interessiert hat, was sich aus einem Mißverständnis entwickeln kann. Hier in Blogistan gibt es dieses Kategorie „(Freitags-)Füller”: jemand wirft ein Thema einem Ball gleich in die Höhe, was zu spielerischer Beschäftigung mit ihm einladen soll. Packende Idee, aber nicht meine Kragenweite.
              Bis auf wenige Ausnahmen (auch Helden haben schlechte Tage), ist jeder Artikel auf diesem Blog eine Anregung, sich mit dem Thema zu beschäftigen, die Idee auszubauen oder weiterzuentwickeln und die Denkergebnisse kommentierend öffentlich zu machen. Und das hat speziell bei Dir bereits 116 mal bestens funktioniert; dafür danke ich Dir. Also: Pythia bleibt gespannt, welche „epochale Frage” Du heute Nacht ausgebrütet haben wirst… 😉

              • Chantao schreibt:

                Leider ist mir nichts Besonderes eingefallen, nur, dass ich gestern bzw. heute ein Video gesehen habe, wo Syrer mit agressiven weit aufgerissenen Augen in Budapest Ihr Recht forderten nach Deutschland zu fahren und ich mich dann fragte, welche Budpaster Zustände es hier in Deutschland geben wird, wenn es kälter wird. Schon fordern Flüchtlinge (fordern hahaha) ihr Menschenrecht, nicht mehr in Zelten zu wohnen. Ja, und das wäre eine Frage an das Orakel, was geschehen wird in den deutschen Städten, was bei Twitter gehashtagt wird: #Flüchtlinge #Winter #Zelte? Noch ist HighLive in Tüten bei #refugeeswelcome. Wie sagte ein Kollege seinerzeit bei der QualiMaßnahme Hausbetreuer (Schei**von-anderen-Wegräumer): „Es läuft sich alles zurecht.“ Ich denke einmal die ganze Willkommenkultur wird darin gipfeln, dass Ende Herbst der Bundesgrenzschutz aufgestockt werden muss.. aber

                „Und das hat speziell bei Dir bereits 116 mal bestens funktioniert;“

                Deine Geduld habe ich bereits mehr als ausgereizt, in dem Forum, wo ich vor Deinem Blog getrollt habe, hat mich Geduld-ausreizen den Forum-Kragen gekostet.

              • ausgesucht schreibt:

                Da interessiert mich schon seit längerem: wenn jemand, der vor seiner Bedrohung an Leib und Leben flieht, die Zustände, die er an seinen Asylort oder einer Durchgangsstelle antrifft, so erbärmlich findet, warum geht er dann nicht zurück? ❓

                Ach übrigens, meine Geduld hast Du noch längst nicht ausgereizt; ich sehe im Moment auch keine Schnellstraße, die Dich auf direktem Weg in meine Ungeduldsexklaven führen würden. Es ist noch ein weites Feld, zu diesen zu gelangen… ^_^

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