im Sturm erproben

Unerschütterlichkeit stützt sich auf demütige Gelassenheit, stoische Ruhe und praktische Vernunft; ist sie organisch mit diesen drei Beinen verwachsen und nicht nur aufgesetzt, wird sie vor den Stürmen der Realität bestehen, ohne daß die Knie wegknicken.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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37 Antworten zu im Sturm erproben

  1. Chantao schreibt:

    Fort vom Zen und hin zur Philosophie der Stoa, hier scheint sich mir eine Wendepunkt für die eigene Weltanschauung auf zu tun. Meinen herzlichen Dank, Ausgesucht für diesen Gedanken.

    • ausgesucht schreibt:

      … diesen „Schritt” halte ich für überstürzt, siehe hier. 🙂

      • Chantao schreibt:

        Genau, denn ich bin ja keiner, der wirklich ZaZen praktiziert, und überall dort, wo das Bewertungssystem diverser Frager mich unbedingt in ein virtuelles Schubladenfach schieben möchte, sage ich, ich sei nicht praktizierender Buddhist. Das kann ich genauso mit Überzeugung behaupten, als wenn ein extremer Muslim mir anheim stellt: Kopp ab oder Muslim. Ich kann alles sein, denn (eigentlich) gibt es das alles, was es gibt und Definitionen und pipapo-blabalbla nicht. Es sind einfach nur menschliche Bewertungen in Gesetzestexten oder Wissensdatenbanken manifestierte gesellschaftliche Konventionen und Reglements, um zu regieren, erpressen oder was weiß ich. Aber eigentlich ist es alles nur Illusion und Schall und Rauch. Hallo Menschheit, reset und Neubeginn, und schon sind da Regeln dran, wie gerade auch im neuen DE, wo verschiedene Völkerschaften Parallelgesetze haben. Der Deutsche besteht auf dem Brandschutz, in zusammengekloppten Flüchtlingshütten braucht man derlei nicht, nur so ein Beispiel aus dem Mainstream-Kontext.

        Buddhismus, Zen oder Taoismus sind für mich nur Bezugspunkte gewesen all die Zeit, weil diese Gedankenmuster sich so gut eignen für das, was ich einige Jahre brauchte. Ich habe allerdings vor Jahren mal Marc Aurel ansatzweise gelesen. ZaZen, das kann ich mit meinen Beinen auch gar nicht, ich habe da ein Geburtsleiden, und Buddhisten, die da praktizieren mit ihren Altären und Kerzen … näh.

        Ich bin mehr Kopfmensch. rational, versuche aber mittels „Zen-Techniken“ von mir selbst abzurücken durch gewisse Gedankenstille-Übungen.. So quasi als Urlaub von der Ratio, wenn Gedankenstille auch sehr anstrengend ist und sich mehr zum Kurzurlaub kurz vor dem Einschlafen gestaltet.

        • ausgesucht schreibt:

          … schließlich muß jeder seinen eigenen Weg finden, denn niemand kann exakt den Weg gehen, den ein anderer vor ihm ging.

          • Chantao schreibt:

            Ich muss noch ein Essay darüber schreiben, dass „mein“ Bauchgefühl und intuitives, also spontanes Handeln nichts anderes ist, als überschnelles, übereiltes Handeln, ohne vorher intensiv nachgedacht zu haben (und weil ich auf heißen Kohlen sitze, also fort muss schreibe ich es hier als Gedankenstütze hinein) und weil wir uns ja immer gegenseitig die Bälle zuwerfen, muss das ja nicht unbedingt verkehrt sein, wenn ich meine Notizzettel hier in einem doch nicht meinem eigenen Blog anpappe 😉

            • ausgesucht schreibt:

              Nichts gegen schnelles Handeln und Entscheidungen ohne langes Wenn und Aber…
              Aber komisch, ich habe den letzten Satz – Freud läßt grüßen – ganz schnell gelesen, allerdings als: „meine Notizzettel hier in einem noch nicht meinem eigenen Blog anpappe”. Wunder über Wunder. 🙂

  2. Chantao schreibt:

    Die „richtige“ Gedankenstille nennt sich „Antar Mouna“:

    „Antar Mouna“ bedeutet Innere Stille. Die innere Stille ist einerseits eine Vorbedingung für die Meditation, andererseits bringt sie Freude und Heiterkeit im täglichen Leben.

    Quelle: Auf meiner Webseite, aber wo ich das selbst her habe weiß ich jetzt gar nicht mehr. Ach so, ja hier

  3. Chantao schreibt:

    Genau und https://chantao.wordpress.com/2010/01/04/vom-tao-zur-stoa/ 2010 war ich mal dort bei den Philosophen der Stoa und der Weltseele. Tao, Gott, Weltseele : Ich habe es einmal so formuliert: Wie wir es nennen, ob Gott, Tao oder Höhere Macht, wenn wir vertrauen und uns einlassen, dann wirkt diese Kraft, selbst, wenn wir zweifeln, egal. Ich erlebe es jeden Tag Und so ist es schon eigentlich seit jeher. Und das Vergleichen, Philosophieren oder „Lose Gedankensammlung über Zen“ – Unerschütterlichkeit ist das Thema dieses Postings und Im Sturm erproben Meine Zen-Stoa-Gedankenstille-Einstellung mit dem mystischen Glauben an eine Höhere Macht hat mich selbst schon oft durch Stürme geleitet, auch unerschütterlich, es reicht eigentlich einfach sich fallen zu lassen.

  4. YDU schreibt:

    Wer stützt sich hier auf wen,
    diese Frage könnte mich fast quälen?
    Braucht es zur Ruhe denn Vernunft?
    Stützt sich die Demut auf eine Zunft?
    Wie bleibt man unerschütterlich gelassen,
    wenn die Dreibeinigkeit die Kraft verlassen?
    Drei organisch verbunden, das muss ich sehen,
    vor allem, wie das Dreiorgan will gehen,
    oder ist der Stillstand das angestrebte Ziel,
    da dies Gebilde so oft fiel?
    Nun gut, ich schick den Sturm dir schnell zum Testen,
    ob dein Konzept ist tatsächlich vom Allerbesten,
    messe inzwischen genau die Zeit,
    warte bis der Verstand dann so laut schreit,
    das mir klar wird in Sekundenschnelle
    und ich den Sturm stoppe auf der Stelle!

    YDu

    • ausgesucht schreibt:

      Tja, da es sich lediglich um eine Feststellung handelt und nicht um ein Konzept, können wir die Sturmprobe doch eigentlich gleich wieder abblasen. 😛

      • YDU schreibt:

        Ach, daher weht der Wind:
        Den Mut verloren hat das kluge „Kind“,
        da all der guten Dinge war drei,
        erklärt es nun das Spiel zum Einerlei!
        Verzieht sich hinter den festen Ställen,
        lässt andere sich sinnlos quälen,
        erklärt der Weisheit letzten Schluss
        ganz plötzlich zum allerletzten Stuss!
        Will sich der Probe ganz rasch entziehen,
        um zu vermeiden gar große Mühen … 😉

        • ausgesucht schreibt:

          … nur aus Mitleid! Es bräuchte mindestens Halbgötter (wenn nicht gar gestandene „Ganz”-Götter), um den erforderlichen Sturm los zu peitschen. Und – Hand aufs Herz – wärst Du dafür Manns genug? ^_^ 🙂

          • YDU schreibt:

            Die Geburtstagskerzen konnten nicht widerstehen, da kann so ein Stürmchen gegen Norden doch auch kein Problem sein. Nachdem ich deinem Rat gefolgt bin und die Hand aufs Herz gelegt habe, warnte mich mein Herz: Junge, achte auf deinen Atem, denn er könnte die Welt aus den Angeln „heben“! 😉

            • ausgesucht schreibt:

              Geburtstagskerzen?! Kerzen, ohne daß mir eine Erleuchtung käme? :/
              Na, wie auch immer, da ich Dir in den zurückliegenden dreihundertfünfundsechzig Tagen (noch) nicht zum Geburtstag gratuliert habe, möchte ich es jetzt ganz unbedingt tun: Ich wünsche Dir alles Gute zum Geburtstag, Gesundheit und einen Atem, der Dinge zu bewegen vermag, aber auch die Unerschütterlichkeit, die Welt nicht aus den Angeln zu heben. 🙂

              • Chantao schreibt:

                Wes Atem hebt aus den Angeln die Welt,
                den gerne für einen Halbgott man hält….

              • ausgesucht schreibt:

                Sag das dem, dem die Ehre gebührt, nämlich YDU… 😀

              • YDU schreibt:

                Warum habe ich das Gefühl, dass Du meiner Aussage nicht ganz vertraust? Egal, Hauptsache die Welt dreht sich weiter und die Sonnentage häufen sich an meine freien Tagen … 😉
                PS: Danke für die Geburtstagswünsche! Ist ja wirklich noch nicht so lange her … 🙂

              • ausgesucht schreibt:

                Doch doch, ich habe vollstes Vertrauen! Aber stell Dir doch mal vor, jeder würde mit seinem Atem die ganze Welt aus den Angeln heben (können). Was da alles schon allein dadurch passieren kann, daß nur ein paar Geburtstagskerzen ausgepustet werden… 😉

              • YDU schreibt:

                Stell Dir einmal vor, jeder würde beim Ausblasen seiner Geburtstagskerzen all seine positive Energie über den Erball „verteilen“! Welch wunderbare Welt könnte entstehen … 😉

              • ausgesucht schreibt:

                … welch ein Stürmen und Brausen würde anheben!? Doch warum Brausen, warum nicht Bieren, Sekten oder Weinen – ’s ist doch schließlich Geburtstag. Moment, Moment: Wegen all der positiven Energie würde ein Stürmen und Weinen anheben? Wohl nur bei denen, die um den Energieerhaltungssatz fürchten. 😀

  5. Chantao schreibt:

    Dazu reicht meine Reimfähigkeit nicht, glaube ich. Aber als Halbgott hört man schon heraus, was für wen bestimmt ist, ich kenne das aus eigenen Erfahrungen 😉

    • ausgesucht schreibt:

      … mag sein, aber bedenke: wie ein Halbgott nur die Hälfte hört (aber welche nur?), hört nur ein „Ganz”-Gott alles. ^_^ 🙂

      • Chantao schreibt:

        Ein paar Geheimnisse müssen wir Götter schon für uns behalten.
        Andererseits wäre dies die Erklärung dafür, dass nicht alle Gebete positiv für den Beter ausgeführt werden; man hat die Hälfte der Negativ-Positiv-Balance einfach nicht wahgenommen.

  6. Pingback: Balancen – theoretisches und praktisches Zen – auf den letzten Drücker | Chantao's Blog

  7. Chantao schreibt:

    So, ich habe den ersten Beitrag zu dem Thema veröffentlicht Balancen – theoretisches und praktisches Zen – auf den letzten Drücker bezüglich meines Zitates:

    Bauchgefühl und intuitives, also spontanes Handeln

    nichts anderes ist, als
    überschnelles, übereiltes Handeln,

    ohne vorher intensiv nachgedacht zu haben (und weil ich auf heißen Kohlen sitze, also fort muss schreibe ich es hier als Gedankenstütze hinein) und weil wir uns ja immer gegenseitig die Bälle zuwerfen, muss das ja nicht unbedingt verkehrt sein, wenn ich meine Notizzettel hier in einem doch nicht meinem eigenen Blog anpappe

  8. Chantao schreibt:

    Denn auch der http://www.bing.com/Translator gibt in diesem Falle nichts her; muss wohl ein Klingon-Dialekt sein, gleichwohl ich gestern eine Folge Entreprise schaute, wo der Klingone genauso wie ein Terraner aussah, nur eben mit Bart. Waren eben noch die alten Folgen, wo das gebirge immer gleich aussieht, egal auf welchem Planeten, die alle beim Anflug wie die Erde aussehen.

  9. Pingback: Von-Höcksken auf Stöcksken | Chantao's Blog

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