Geld stinkt nicht, wohl aber die Politik

Tja, so lieben wir unsere Bundes-◊Ähndschi: erst den Kopf zwischen die Schultern ziehen, damit die hübsche Frisur nicht im Sturm der Zeit zerzaust werde, dann aber, wenn der Zielbahnhof in Sicht kommt, schnell auf die Plattform des Waggons steigen, um sich huldvoll als Lokführerin feiern zu lassen. Allerdings scheint dieses Konzept in der Frage der Asylfordernden nicht so ganz aufgegangen zu sein.
Nach einer (für politische Verhältnisse) viel zu langen Zeit des Schweigens ließ sie ihre Stimme erschallen und lispelte Einladungen gegen alle aus urbi et orbi. Mittlerweile häufen sich skeptische Stimmen – nein, nicht am ◊Kanzler; Usurpation ist des deutschen Michels Sache nicht. Der Innenminister wagte zumindest Widerspruch, und ist dafür in guter alter Merkel-Manier abgewatscht worden (siehe hier). ◊Mutti hat das, was von vernünftigen Menschen längst als Krise empfunden wird, zur Chefsache gemacht. Natürlich mit Plan B, damit – im Falle eines Falles – nicht ihr Kopf rolle, sondern der von … P. Altmaier.
Zuerst einmal müssen die kritischen Stimmen des tumben Wahlvolks verstummen. Ein probates Mittel, die heißbegehrte Wählerschaft zu sedieren, sind medienwirksame Auftritte (siehe hier), um – wie Georg Christoph Lichtenberg so treffend bemerkte – einmal aufgestellte Behauptungen noch nachdrücklicher zu verteidigen (Quod scripsi, scripsi). Aber ein bißchen materieller ist die Welt denn doch, das weiß auch Frau ◊Kanzler. So ist es kaum verwunderlich, daß gerade eben eine recht auffällige Rentenerhöhung (4 bis 5 %) für das kommende Jahr in Aussicht gestellt wurde: Stellt euch nicht so störrisch an, für euch bleibt schon noch genügend übrig…

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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12 Antworten zu Geld stinkt nicht, wohl aber die Politik

  1. Alraune schreibt:

    Ja, ja, die Rente. Ein Punkt mehr im vielstimmigen Chor: Wo nur wird all das Geld gedruckt?

    • ausgesucht schreibt:

      Glücklicherweise braucht es im Zeitalter von Computer & Währungs-verbünden die Geldscheindruckereien gar nicht mehr: Geld ist im wesentlichen eine Buchungsposition in Computersystemen… :/

  2. chickinwhite schreibt:

    Naja, um den Dicken Onkel wär´s jetzt nicht wirklich schade; genausowenig wie um das InnenKasperle. Wenn dann noch FlintenUschi wegen Abschreibens ausrangiert wird und der Herr Gaukler in USA Asyl beantragt, wo Milch und Honig fließen (oder – war das Blut aus den Einschusslöchern? ❓ ), wenn das berühmte Kind im TTIP-Brunnen ersoffen ist und dann irgendwann keine neuen Marionetten mehr übrig sind die für (einen Haufen)Geld und Gute Worte bereit sind die Lücken füllen, dann, ja dann wird vielleicht irgendwann auch BundesÄngschie irgendwann mal gerade stehn müssen für den ganzen Mist den sie da verzapft…

    Ach, wär das schön…. :mr.green:

  3. neuetraeumer schreibt:

    Klasse geschrieben! Kompliment.

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