zu falscher Zeit…

Ist in den Nachrichten vom gestrigen Tag über einen DeLorean berichtet worden, der aus dem „Nichts” auftauchte und mit (mindestens!) 140 km/h in etwas hinein raste, das vor 30 Jahren an diesem Ort noch nicht stand?

Leute! Hat das ernsthaft jemand erwartet? An diesem Ort? Science-Fiction hin oder her: Ihr sucht am falschen Ort. In der Zeitspanne, in der sich ein Zeitreisender von „hier & jetzt” nach „hier & dann” bewegt, hat sich sein (hoffentlich interessiertes) Publikum – die Physiker sprechen an dieser Stelle in diesem Zusammenhang gern von Beobachter und Labor – seinerseits auf ganz natürliche Weise bewegt: durch Rotation und Translation der Erde, durch die Bewegung des Sonnensystems, durch die Bewegung der Galaxie.
Berücksichtigt man allein den „Zeitsprung” um 6 Tage und nicht einmal die Zeitspanne der „übrigen” 30 Jahre, landet Marty McFly an „seinem Ort”, der sich lediglich rund 10 Mio. km vom dem Ort entfernt befindet, an dem das (wahrscheinlich vergeblich ausharrende) Publikum wartet:Erdbahn_Zeitsprung

Die Abbildung skizziert die geometrischen Verhältnisse der Erdbahn bei der Bewegung des blauen Juwels um unsere Sonne (die Ellipse ist deutlich über­zeichnet, die restlichen Angaben sind es nicht). Da sich die Erde zudem noch rund 15 Stunden weiter gedreht hat, sollte sich der Beobachterstandort rund 20 Tsd. km neben der Stelle befinden, wo die Zeitreise begann…

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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18 Antworten zu zu falscher Zeit…

  1. Chaosvater schreibt:

    oder er landete da, wo die Erde gestern gar nicht mehr war …… Mathematik hin oder her. Physikalisch kann eine Hummel ja auch nicht fliegen, da im Verhältnis ihres Körpers zur Grösse der Flügel ein Fliegen (theoretisch) unmöglich macht. Die Hummel weiss das nur nicht….

    • ausgesucht schreibt:

      … das mit den Hummeln ist geklärt: mit Bienenfleiß haben die Theoretiker ihre Berechnungen so lange geändert, bis den Hummeln Starterlaubnis gegeben werden konnte. 😉

  2. Pfeffermatz schreibt:

    Naja, ich glaube einfach, dass die Trägheit der Masse bei Bewegung durch die Zeit einfach noch nicht ausreichend untersucht wurde.

    • ausgesucht schreibt:

      Da hilft nur eines: Empirie, d. h. eine „Frage an die Natur” (sprich: ein Experiment). Also eine Zeitreisemaschine bauen, eine Zeitreise (tatsächlich) unternehmen und dabei Untersuchungen zu Masse und Beschleunigung anstellen und dann hochwissenschaftlich feststellen, daß Zeitreisen einfach nicht möglich sind. 😛

  3. daniela schreibt:

    du bist so eklig realistisch. heisst’s nicht: der glaube vers…. und so?
    und was ist denn nun eigentlich mit dem faschen wochentag?
    ich bin vollends verwirrt und hatte wohl nun umsonst bei mir im hof gewartet 😦

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