Lang lebe das Siechtum!

Nicht erst, seitdem ich mit einem Stethoskopträger wegen der Medikation über kreuz liege, frage ich mich, ob die bei medizinischen Studien verwendeten Zielfunktionen überhaupt sinnvoll sind. Schrecklich häufig hört man das Schlagwort: Lebensver­längerung. Hingegen wird von der Verbesserung der Lebensqualität erschreckend selten gesprochen. Warum? Was ist besser: ein langes, langes Leben mit kataleptischem Nichtsdürfen sowie Krankheit und Siechtum oder ein kürzeres, das praktisch uneingeschränkt aus allen sich bietenden Möglichkeiten zu schöpfen erlaubt?
Beispiel: Sprint-Studie1 zum Bluthochdruck. Das ist (genauer: war zwischen 2010 und 2013) eine Studie, die an mehr als 9300 über 50-Jährigen durchgeführt wurde, die nicht an Diabetes litten und noch keinen Schlaganfall, aber ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreis­lauf-Erkrankungen sowie einen systolischen Blutdruck über 130 hatten. Die Teilnehmer wurden in eine von zwei Gruppen eingeteilt. In einer Gruppe sollte der Blutdruck unter Sys = 120 bleiben; dafür wurden 2 bis 3 verschiedene blutdrucksenkende Mittel einge­setzt. In der Vergleichsgruppe wurde der Blutdruck auf unter 140 eingestellt; im Schnitt nahmen diese Teilnehmer zwei unterschiedliche Blutdrucksenker (Quelle: DHL).
Mal ganz abgesehen davon, daß es mehr Fragen als Antworten gibt – z. B. die, ob Versuchsgruppen vergleichbar sind, wenn die Zielgröße nicht durch die Dosierung, sondern durch unterschiedliche Präparate eingestellt wird –, war *tadaa!* die Gesamtsterblichkeit ein sogenannter Zielparameter (allerdings nur ein sekundärer). Primär standen das Auftreten von Herzinfarkten, Schlaganfällen etc. im Fokus. Es stellte sich heraus, daß es in der Gruppe mit dem niedrigeren Zielblutdruck fast ein Viertel weniger Todesfälle und fast ein Drittel weniger kardiovaskuläre Ereignisse als in der Zielblutdruckgruppe < 140 mmHg gab. Dennoch (oder gerade deshalb?) wurde die Studie etwa ein Jahr vor dem geplanten Studienende aus ethischen Gründen eingestellt.
Das muß reichen! Zumindest den Pharmakonzernen wird es genügen, denn es stellt gute Umsatzsteigerungen in Aussicht. Doch was sagt diese Studie (wenn sie dereinst an ihren statistischen Unzulänglichkeiten repariert und öffentlich zugänglich sein wird) über die Lebensqualität derjenigen aus, deren Blutdruck umsatzgenerierend noch weiter gesenkt wird? Ist denn die „Hardware” des Menschen (u. a. auch seine „Festplatte”) für noch mehr und noch mehr Jahre ausgelegt? Welche Systemausfälle (siehe hier) handeln wir uns ein, wenn wir das „natürliche” Herunterfahren des Systems immer wieder zu verhindern suchen?

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1 Sprint: Akronym aus „Systolic Blood Pressure Intervention Trial”

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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10 Antworten zu Lang lebe das Siechtum!

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Im Alter steigt der Blutdruck doch sowieso an. Liegt an den Gefäßen. Mein uralter, längst in Pension gegangener, Hausarzt hatte da eine Daumenregel und hat die ganze Hysterie nonchalant abgebügelt. Seine Erfahrungswerte waren wohl ganz anders als das, was die Studien behaupteten.

    • ausgesucht schreibt:

      Ich schätze, Du meinst die „100 + Lebensjahre”-Regel? Ich glaube, daß die Erfahrungen der „Altvorderen” gar nicht so unsinnig waren, schließlich waren sie noch nicht in dem Wahn befangen, das Unvermeidliche gar nicht erst akzeptieren zu wollen.

      Meinem Hausarzt habe ich gesagt, daß ich lieber an den Folgen meines Aneurysmas stürbe (elegant, kurz & schmerzlos) als an Demenz und den Folgen einer Reihe von Schlaganfällen, die mich zu einem hilflosen und sabbernden Haufen Elend machen könnten, der zu 100 % hilflos und auf andere angewiesen ist, aber noch bewußt genug ist – das Schicksal kann manchmal echt grausig sein! – um sein Elend in allen Einzelheiten wahrzunehmen… 😐

  2. Marcello Francé schreibt:

    Das erinnert mich an diesen einen Spruch, der auf einer Postkarte mit einem wunderschönen Sonnenuntergang 🌇 an dem Küchenregal im Haus meiner Großeltern gehangen ist… Als meine Oma starb, erklärten mir meine Eltern, dass sie eine von den Ärzten vorgeschlagene zweite Chemotherapie abgelehnt hatte. Dabei hab ich auf die besagte Postkarte geschaut und verstanden: „Ziel ist es nicht dem Leben mehr Jahre, sondern den Jahren mehr Leben zu geben“
    Schade fand ich aber, dass meine Oma knapp nicht mehr die Geburt meines kleinen Bruder mitbekommen hat, was sie sich so sehr gewünscht hatte. Aber dann lasse ich einmal alles rationale sausen und verweise auf den Volksglauben, dass da einer geht, wenn da einer kommt…

    • ausgesucht schreibt:

      Eine solche Postkarte mit einem solchen Sprüchlein würd‘ ich mir auch an den Kühlschrank hängen. 🙂

      Aber, daß „da einer geht, wenn da einer kommt” ist zwar ein durchaus tröstender Satz, nur wie paßt er dazu, daß die Weltbevölkerung stetig (und sogar exponentiell) anwächst? ❓

      • Marcello Francé schreibt:

        Tja, nicht umsonst habe ich eben gemeint, dass das eben nicht rational sei…
        Danke für diesen Einwand, tatsächlich habe ich daran sogar schon gedacht, als ich das geschrieben habe. Was sich viele Leute gar nicht so sehr vor Augen halten ist beispielsweise die Tatsache, dass die Menschen, die die Welt zurzeit bevölkern (also bis auf nachweislich zwei Personen alle, die im 20. oder 21. Jhd. geboren sind: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_%C3%A4ltesten_Menschen) vermutlich ca. 6,5% aller jemals gelebten Menschen darstellen:
        (http://www.prb.org/Publications/Articles/2002/HowManyPeopleHaveEverLivedonEarth.aspx http://www.spektrum.de/frage/wieviele-menschen-lebten-auf-der-erde/1253576). Allerdings scheint mir persönlich die Lebenserwartung mit 12 Jahren ein bisschen niedrig angesetzt (würde diese eher bei 20 Jahren ansetzen; eine andere Berechnung geht sogar von 25 Jahren aus).
        Eine Anmerkung noch zu den 144.000 Menschen, die in den Himmel dürfen: Manche religiöse Gruppierungen wie die Zeugen Jehovas gehen davon aus, dass damit exakt 144.000 Menschen gemeint seien (gesetzt, es gibt so einen Platz überhaupt :D) Das ist aber m.E. nicht richtig, weil die Zahl 144.000=12*12*1000 symbolisch zu verstehen ist und für unendlich steht (offensichtlich für jeden, der sich mal mit Judentum beschäftigt hat), in der Bibel ist auch von unzählbar die Rede. Heißt das jetzt eigentlich, dass die Menge aller Menschen im Himmel (und Hölle) überabzählbar ist?
        Hm, dafür müsste es wohl auch Bruchteile von Menschen geben, aber wer weiß 😉
        Die oben genannte Menschenanzahl schließt je nach Zählungsart auch unsere inzwischen ausgestorbenen Cousins wie den Neandertaler und dem zwerghaften Homo floriensis, der noch vor 17.000 Jahren gelebt haben soll (https://de.wikipedia.org/wiki/Inselverzwergung
        https://de.wikipedia.org/wiki/Homo_floresiensis http://www.wissenschaft.de/kultur-gesellschaft/anthropologie/-/journal_content/56/12054/1755721/Kein-krankhafter-Kleinwuchs/ ) mit ein (das waren sowieso nicht besonders viele).
        Über die Probleme bei der Bestimmung der Gesamtzahl wurde ja bereits im Artikel geschrieben, ein Grund dafür ist der ‚‚genetische Flaschenhalseffekt‘‘, der garantiert einmal in der Menschheitsgeschichte, vermutlich aber sogar öfter aufgetreten ist. (https://de.wikipedia.org/wiki/Genetischer_Flaschenhals ). Das bedingt auch die “mitochondriale Eva“ und dem “Adam des Y-Chromosoms“
        Das Bevölkerungswachstum der letzten Jahrzehnte ist aber tatsächlich nicht nur exponentiell, sondern sogar hyperexponentiell (http://www.u-helmich.de/bio/oek/oek02/demoek2.html, http://www.guenzl.net/politik/explosiv.htm) angestiegen. Das das so lange gut geht, hätte sich der alte Malthus seinerzeit und dann der Club of Rome in den 70ern wohl eher nicht gedacht (https://de.wikipedia.org/wiki/Malthusianische_Katastrophe) Das liegt wohl auch besonders an der Rolle der beiden Herrn Bosch und Haber (die aber leider auch im 1.WK fleißig Kampf- und Sprengstoffe fürs Deutsche Reich entwickelten https://de.wikipedia.org/wiki/Haber-Bosch-Verfahren) Nicht umsonst gehen 1,4% der Weltenergie für diese Reaktion drauf: N2+3H2 -> 2 NH3
        Das wir dafür so viel Energie verbraten, hängt natürlich auch damit zusammen, dass der Wirkungsgrad nicht schlecht ist (https://de.wikipedia.org/wiki/Jevons%E2%80%99_Paradoxon)
        Ich bin gespannt, ob sich das noch so fortsetzt… Auch die Katastrophe, die uns da erwartet hätte, haben wir durch die Nutzung von Erdöl (erst einmal) umgangen.
        Inzwischen nimmt das Bevölkerungswachstum zwar schon seit längerem ab, aber die allgemeinen Probleme wie Youth Bulge (https://de.wikipedia.org/wiki/Youth_Bulge) gibt es in Entwicklungsländern/ tlw. Schwellenländern noch immer. Wie geht es weiter?
        Die Prognose der UN ist, dass sich das Wachstum bei 10 Milliarden einpendeln wird; also eine Art des logistischen Wachstums. Ich plädiere aber langfristig eher für den da (https://de.wikipedia.org/wiki/Vergiftetes_Wachstum) Dabei ist natürlich eine entscheidende Frage, ob die Erde für den Menschen als geschlossenes System betrachtet werden darf. Naja, nachher sind wir schlauer 🙂

        • ausgesucht schreibt:

          Oh, da hast Du ja eine echte Fleißarbeit vorgelegt. Vielen Dank! Es kann ja nicht schlecht sein, ein paar Fakten zu diesem Thema in geballter Form vorliegen zu haben. 🙂

          Zwei interessante (also: für mich interessante) Gedanken oder besser Anregungen hast Du in den letzten beiden Sätzen untergebracht. Da ist zum einen die Frage nach der „Abgeschlossenheit” des Human-Systems. Ich würde da sogar noch weitergehen: alle diese Wachstumsmodelle unterstellen ein sich gar nicht oder höchstens langsam (also quasistationär) entwickelndes Objekt. An dieser Stelle mußte der Club of Rome scheitern und wird es auch immer wieder tun: die Sprünge in Technologie, Medizinversorgung etc., aber auch Kampf um Ressourcen (bis hin zu Krieg) sind schlichtweg nicht prognostizierbar. Damit ist aber auch die Grenzfunktion der Entwicklung nicht (seriös) angebbar. Und das berührt auch schon den anderen Gedanken, von dem ich eingangs Notiz nahm: Nein, nachher sind wir nicht schlauer. Ist es nicht vielmehr so, daß wir zwar – hoffentlich! – die Antwort auf eine Frage kennen, also insofern sind wir tatsächlich schlauer, aber daß sich zugleich mit dieser Antwort oder in ihrem Umfeld mindestens ein Dutzend neuer Fragen auftun? Denn Sokrates lag gar nicht so falsch mit seinem: ich weiß, daß ich nicht weiß (Du wirst es wissen, aber mitunter lesen auch andere diese Kommentare, deshalb: in der Übersetzung muß es – anders als es in 99,99 % der Fälle Usus ist – ’nicht‘ und nicht ’nichts‚ heißen).

          • Marcello Francé schreibt:

            Keine Ursache 🙂 Das mit dem Club of Rome ist richtig. Ich meine, was macht der denn? Im Grunde genommen ist das einfach: Er extrapoliert vorhandene Daten in die Zukunft. Das kann eigentlich jeder, der ein bisschen rechnen kann oder sowas wie einen Computer besitzt (na gut, 1972 waren Computer noch eher ungewöhnlich). Aber inzwischen haben sie schon etwas dazu gelernt und versuchen solche Faktoren mit einzubauen, obwohl ich meine, dass du Recht hast, wenn du sagst, dass so etwas nicht vorhersagbar ist. Als Chemiker würde ich sagen, wir befinden uns die ganze Zeit in einem (vieldimensionalen) metastabilen Zustand (https://de.wikipedia.org/wiki/Metastabilit%C3%A4t) ‚‚Nachher sind wir schlauer‘‘ war auf die Bevölkerungsentwicklung gemünzt, nicht unbedingt ihre ultimaten Ursachen. Mir gefällt ja Geschichte sehr, wobei ein Fehler vieler Historiker meines Erachtens darin liegt, das eine chronologische Retrospektive die Sicht der Dinge in Verbindung mit Logik verfälschen kann.
            A verursacht B, B verursacht C usw. Von den ca. 1 Millionen sog. ‚‚Finanzexperten‘‘ hat keiner die letzte Finanzkrise vorhergesehen. Im Gegenteil: Es reicht einfach mal ein Blick in die Aussichten für die Jahre 2008-2010 zu werfen. Aber danach war alles klar: Faule Immobilienkredite, Bildung einer Blase, Überschuldung von Kleininvestoren durch trügerische Illusion niedriger Zinsen usw. Konnte ja nur schief gehen. Auch geben bspw. viele Tagebucheinträge von Franzosen ein Eindruck vom Krieg, der ungefähr so lautete: ‚‚Drei Monate unter deutscher Besatzung. Vermutlich wird England genauso schnell fallen wie wir, und dann ist Ruhe im Karton. Ich bin zuversichtlich, dass bald der Alltag wieder einkehren wird, wenn auch als Teil Deutschlands. ‘‘ Aber da kam doch der D-Day, Die Brücke von Remagen und die Schlacht von Berlin, das weiß doch jeder!
            Zu dem Ausspruch von Sokrates habe ich vor kurzem erst eine interessante Theorie gelesen:
            Wie konnte aus oîda ouk eidōs (οἶδα οὐκ εἰδώς) nur οἶδα οὐδὲν εἰδώς (oîda oudén eidōs) werden? Die Theorie lautete dahingehend, dass dies (ob bewusst oder unbewusst wurde, soweit ich weiß, offen gelassen) auf den immer stärkeren Einfluss des Schülers seines Schülers Platon zurückzuführen. Dieser, namentlich Aristoteles, war nämlich der Meinung, dass es: ‚‚Ich weiß, dass ich nichts weiß‘‘ heißen müsse.
            Er versuchte erst seinen Lehrer Platon zu widerlegen: Dieser meinte, es gäbe in der Welt ‚‚Ideen‘‘, also Abbilder, die quasi als Modell dienen. Das sei der Grund, dass zwar alle Äpfel unterschiedlich aussehen, du sie aber alle als die Entität ‚‚Apfel‘‘ wahrnimmst. Der Spruch bedeutete für ihn, dass er zwar ursprünglich nichts weiß, wie eine leere Festplatte, aber mit der Zeit, viel Fleiß und so weiter irgendwann (theoretisch) mal alles wissen könnte.
            Sokrates wollte aber damit sagen, dass ihm bewusst ist, dass es Sachen gibt, die er nicht weiß. Das kann aber auch dazu führen, dass man feststellt, dass man gar nichts weiß, außer der Tatsache, dass man ist (Descartes) oder sogar das ablehnt. Sokrates wollte mit seiner Fragetechnik, der Mäeutik techne (Hebammenkunst) sein Gegenüber dazu bringen, vorgefertigte Meinungen aufzugeben und die Perspektive für neue Antworten zu eröffnen.
            Das ist ihm zwar nicht gut bekommen, da er dafür umgebracht wurde, verursacht aber noch ein anderes Problem: Wenn du nichts sicher weißt, kannst du keine sinnvollen Schlüsse ziehen, und verfällst in Ratlosigkeit (Aporie). Das bezwecken auch die fernöstlichen Koans:
            Zu Priester Jōshū kam ein Mönch und fragte ihn: „Hat ein Hund Buddhanatur oder nicht?“ Jōshū antwortete: „Mu (Nichts / Da ist nichts).“ ‚‚Du weißt wie es ist, wenn zwei Hände aufeinander klatschen. Wie ist das Geräusch, wenn eine Hand auf keine andere Hand klatscht? ‘‘ Erstaunlicherweise gibt es den Artikel: ‚‚Ich weiß, dass ich nicht- weiß‘‘ nicht auf der griechischen Wikipedia. Vielleicht haben sie das Prinzip verinnerlicht. Dafür gibt es ihn auf Boarisch (Mia han in Bayern, mia ren boarisch :D) :
            https://bar.wikipedia.org/wiki/I_woass,_dass_i_nix_woass
            Hier noch ein wiki-Artikel über Selbs-Überschätzung seines Wissens und Unterschätzung seines Nicht-Wissens und der Frage, warum Unwissende überzeugt sind, während wissende Personen zweifeln: https://de.wikipedia.org/wiki/Dunning-Kruger-Effekt (He, dafür gab es einen IG-Nobelpreis. Ich will auch mal mit Papierfliegern abgeworfen werden)
            Meiner Meinung nach ist diese Einteilung von Wissen sinnvoll: Dinge, die wir (mit ziemlich hoher Wahrscheinlichkeit) wissen, Dinge von denen wir wissen, dass wir sie nicht wissen (Ölpreis in einer Woche), und Dinge von denen wir nicht wissen, dass wir sie nicht wissen:
            In einem Monat kommen diese Außerirdischen mit ihren Strahlenpistolen 😀

            • ausgesucht schreibt:

              Schon wieder so eine Fleiß-Arbeit! Sind denn Semesterferien?? Du hast auf diesem Blog bald mehr Buchstaben hinterlassen als ich… 😯

              Nein, ganz im Ernst: es freut mich, wenn ich (zumindest ^^) Stichworte liefere, die von anderen aufgegriffen werden, um sie zu verdichten, neu zu strukturieren oder gar neue Ideen zu entwickeln. Das von Dir eingebrachte Stichwort ‚Mäeutik‘ gefällt mir – ich hab‘ ein bißchen gestöbert und fand hier einen Artikel von mir. Der mag insofern interessant sein, daß er das Thema „Prognose nicht prognostizierbarer Innovationsschübe” anreißt. Übrigens gibt es auch „in der anderen Richtung”, also Ereignisse, die die Entwicklung überproportional hemmen oder einzelne Menschengruppen oder die gesamte Menschheit in ihrer Entwicklung zurückwerfen, ein paar – mit Verlaub! – lesenswerte Artikel auf diesem Blog. Auch solche, die sich mit der Trefferquote von Prognosen befassen (paßt z. B. auf die Geschichte um den Club of Rome, auch wenn es gar nicht um diesen geht und er auf einer Fehlprognose meinerseits basiert: siehe 1. Absatz hier)…

              Im übrigen finde ich eine Einteilung des Wissens anhand des Gewußten aus logischer Sicht recht Zweifelhaft, etwa: „Dinge von denen wir wissen, dass wir sie nicht wissen”. Ich folge da eher dem pragmatischen Weg. Im wahrsten Sinne des Wortes: Es gibt praxisrelvantes Wisses und es gibt irrelevantes und Nicht-Wissen und sogar Unwissen.

              Und dann noch eine kleine Korrektur: die „Außerirdischen mit ihren Strahlenpistolen” haben sich bei der SETI für in drei Wochen angekündigt. 😉

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