immer die anderen…

Wenn ich mir so anschaue, wie sich in manchen langjährigen Ehen die Ehepartner das Leben gegenseitig zur Hölle machen, beschleicht mich der Verdacht, die Verheißung des Paradieses meint möglicherweise etwas geringfügig anderes als das, was im Kreise mancher Religionsgemeinschaften üblicherweise dargestellt wird: Nach dem Ableben ins Paradies? Ja! Aber nach dem des anderen…

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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11 Antworten zu immer die anderen…

  1. neuetraeumer schreibt:

    Nein, nicht auch noch im Jenseits dasselbe Drama 😉

  2. erikoliveranders schreibt:

    Das Problem mit dem Paradies ist, dass es immer außerhalb seiner selbst gesucht wird und da meist im Jenseits, so der gängige Glaube. So existierern die Hölle und das Paradies nur innerhal unseres 5-6 fuß großen Körpers. Schau doch bei mir unter dem Artikel „die 10 Welten“ nach.
    LG, Erik

    • ausgesucht schreibt:

      Wie kann etwas, das – wie Du ja selbst schreibst – von diesseitigen Personen innerhalb ihrer selbst gesucht wird, von ihnen im Jenseits gesucht werden? Und ist es im übrigen nicht egal, ob der Hölle und/oder dem Paradies 5 bis 6 Fuß zugebilligt werden, da niemand weiß, weieviel Engel auf der Spitze einer Stecknadel Platz finden können; geometrische Maße sind für diese Kategorien schlichtweg irrelevant…

      Deinen Artikel habe ich mir angeschaut (es wäre hilfreich, wenn auf Deinen Seiten eine Textsuche verfügbar wäre), habe aber nichts darüber gefunden, ob paradiesische Verhältnisse anbrechen können, wenn die höllische Ehemaschine zum Stillstand kommt.

      • erikoliveranders schreibt:

        die Hölle oder das paradies sowie alle anderen lebenszustände befinden sich ausnahmslos in deinem 5-6 fuß großen Körper und sonst nirgendwo. du kannst wenn du einen hohen lebenszustand hast wie den des Bodhisattvas oder des Buddhas sogar in einer dir wahrlich feindlichen und höllischen Umgebung glück empfinden, genau so kannst du obwohl du dich an einem paradiesischen ort befindest dein herz so schwer sein, dass du alles nur noch als eine höllenqual empfindest. Mit anderen Worten, wir dürfen niemals das Glück außerhalb unserer Selbst suchen, das ist damit gemeint. und glaub mir, es ist vollkommen irrelevant wieviele engerln oder teuferln auf einem stecknadelkopf platzfinden, das sind so wie der Buddha meinte völlig unsinnige debatten die zu nichts führen und nur zeitverschwendung sind. Es geht nur um Dich, nur um Deine Überwindung und Befreiung vom Leid in dieser Welt. Der Buddha der absoluten Freiheit zu sein bedeutet, von all diesen Dich umgebenden Leid unberührt zu bleiben und all jenen die nach wie vor darunter leiden den Weg zu zeigen sich davon zu befreien.

        LG, Erik

        • ausgesucht schreibt:

          Wer sagt, daß ich vom Leid befreit sein möchte?! Ich möchte an diesem Leben teilhaben. Und dazu gehören alle Emotionen. Warum nicht auch das Leid? Ich will keine „Freiheit”, die mir eine Pseudobefriedigung verschafft, indem sie mich von der realen abkapselt…

          • erikoliveranders schreibt:

            das hast du somit konplet falsch verstanden. sich vom Leid befreien heist lediglich zuerkennen, wie das leid entsteht. das hat nichts damit zu tun sich von dieser Welt abzukapseln. es geht um die überwindung dessen, oder bevorzugst du es dich immer nur auf leidvolle art und weise durchzuwinden?

            • ausgesucht schreibt:

              Wie kommt man – bitteschön! – von „warum nicht auch das Leid” auf „immer leidvoll”?

              • erikoliveranders schreibt:

                Wir Menschen neigen dazu, die Probleme nicht als solche zu erkennen was sie sind, sondern sehen nur das sie sind. Anstatt das Problem von seiner Wesensseite her zu erkennen, seine wahre Natur oder Beschaffenheit zu erfassen, ergeben wir uns diesen Umständen und wurschteln uns durchs Leben. Das meine ich mit leidvoll. Das überwinden des Leidens meint eben sich, wie bei einer Krankheit, der Ursache für das Problem bewusst werdend und es mit Hilfe der richtigen, unserer Zeit entsprechenden religiösen Ausübung, zu überwinden. Nichiren Daishonin schreibt zum Beispiel: „Leiden sie worunter sie leiden müssen und freuenn sie sich worüber sie sich freuen können, aber chanten sie unter allen Umständen weiter „das Gesetzt von Ursache und Wirkung“.“ dieses Gesetz ist natürlich ein Mantra, mit welchem ich hier nicht hausieren gehen möchte. Was aber entsheidend ist, ist das die Lehre von Ursache und Wirkung und alle damit zusammenhängenden Prinzipien für uns Lebenwesen verbindlich sind. Fängt man an dies zu verstehen, fängt man an das Leben zu verstehen und diverse Probleme des täglichen Lebens werden sich in Nichtigkeiten verwandeln denen man keine Beachtung mehr schenken wird. Selbst Weise und Heilige haben Probleme, aber genau deswegen nennt man sie so, da sie wissen woraus die Probleme beschaffen sind.
                Wenn du meinen Blog weiter verfolgst wirst Du sehr bald konkretere Antworten zu diesem Thema finden. Auch wenn ich Dir gern weiter schreiben und Antworten möchte, so muß ich anfangen ein bisschen kürzer zu treten, da ich sonst nicht mehr in der Lage bin meine Arbeit zu verrichten und die heisst studieren und studieren und meine Blogs zu schreiben als auch an meinen Buch weiter zu arbeiten.
                Bis dahin wünsche ich Dir alles Liebe und hoffe Dir eine einigermaßen befriedigende Antwort gegeben zu haben und verbleibe,

                mit besten Grüßen, Erik

  3. jpritter schreibt:

    Die Ehe dient wahrscheinlich nur dazu, die Erwartungen an „das“ Paradies…welches auch immer
    : ) …runter zu schrauben!

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