innere Werte

Die umsatzstarke, von Krisen kaum gestäupte Entwicklung von Industriezweigen, die dem Luxus, der Mode, der Kosmetik etc. verpflichtet sind, ist ein extrem starkes Argument, daß es dem Menschen fast ausschließlich auf äußere Werte ankommt.

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8 Antworten zu innere Werte

  1. The PetSchmi schreibt:

    So ist der Mensch nun mal. Er trägt einerseits im Wesentlichen noch das genetische Material des „Höhlenmenschen“ mit sich rum. Und da war „Äußeres“ mit Blick auf die Reproduktionsfähigkeit (sprich: Partnerattraktivität) nun mal das „A“ und „O“!

    Andererseits ist der „moderne Mensch“ derzeit schon dabei, sich mittels KI seinen eigenen evolutionären Nachfolger zu basteln. Wen wundert aufgrund dieses enormen technologischen „Mismatch“ da noch die evolutionär nicht mehr zeitgemäße Konzentration auf „äußere Werte“?

    Vielleicht passt der „Mensch an sich“ schon gar nicht mehr in unsere moderne Zeit…

    • ausgesucht schreibt:

      Hm, hübsche Ansätze… 🙂

      Fangen wir mit dem Letztgenannten an: Der „Mensch an sich” hat noch nie in seine ureignene Zeit gepaßt; das ist keine Besonderheit „unserer modernen Zeit”.

      Was die Troglodyten-Gene angeht, da kann ich nur zustimmen. Und doch dämmern Zweifel auf: Haben unsere – ach, wie nennen sie sich doch gleich? Ach ja – Wissenschaftler nicht eindrucksvoll nachgewiesen, daß all das eitle Getue bei Tier, Höhlenmensch oder modernem Menschen vollkommen nichtig ist gegenüber der Macht von Pheromon & Co? Selbst die vom Menschen so mühsam zusammengesetzten Moralkonzepte („Was ER verbunden hat, darf der Mensch nicht scheiden”) oder auch die „ökonomischen” Konzepte (Ehevertrag, Zugewinngemeinschaften, Gütertrennung etc.) haben keine biologische Nische auftun können, die den Genpool-Partner besonders attraktiv machen würde.
      Nun verfügten unsere troglodytischen Erbgeber aber sehr wahrscheinlich über einen gegenüber heute recht überschaubaren Fundus an äußerlichen Kinkerlitzchen, die im Imponierzirkus hätten dienlich sein können. ‚Innere Werte‘ waren vielleicht auch noch nicht erfunden, aber immerhin schon die ‚rohe Gewalt‘. Man nahm sich, was man wollte bzw. kriegen konnte. Auch das ist ein Stück unseres Erbes. Wozu dann aber der Aufwand mit dem vorangehenden (aber aller Wahrscheinlichkeit nach unbefriedigendem weil zwecklosem) Imponiergehabe???

      Und zu Punkt 3: Habe ich Dich richtig verstanden, daß das Aufpäppeln (siehe hier) des evolutionären Nachfolgers eine Hinwendung zu inneren Werten sei? Wenn dem so wäre, hätte ich ab sofort ob der KI keinerlei Unsicherheit mehr, denn ein Konzept, das partikulär eine komplette Negation der gesamten animalischen Evolution dieses Planeten wäre, hat eine Realisierungswahrscheinlichkeit, die kleiner ist als eine lückenlose Serie von 20 Lotto-Jackpots für Oma Berta…

  2. wol schreibt:

    Jetzt kommt aber gleich das Argument mit den Arbeitsplätzen.

    • ausgesucht schreibt:

      Verstehe ich dieses Argument recht, indem ich das „Schaffen” von Arbeitsplätzen als Beschäftigungstherapie ansehe? Sinnloses Zeugs (auch hier: die Menge macht das Gift) wird mit Ressourcen hergestellt, die knapp sind, um Leute von der Warteschlange vor dem Arbeitsamt weg ans Fließband zu zwingen, die sich ihre Arbeitsergebnisse niemals werden leisten können?

      • wol schreibt:

        Bin völlig einig. Wollte nur sagen, jetzt folgt von der Gegenseite sofort das Arbeitspläzeargument ..

        • ausgesucht schreibt:

          Au ja, da ist was dran: wir nennen es nicht mehr Ritus, zelebrieren ihn aber mit der gleichen Inbrunst wie es wohl jede steinzeitliche Sippe dereinst auch tat… 😐

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