flammende Erinnerung

Prometheus soll ja den Menschen das Feuer gebracht haben. Welches Feuer? War es das Feuer der Leidenschaft oder das zum Kochen? Aller Wahrscheinlichkeit nach war es wohl kaum ein Feuer, das aus organischen und/oder fossilen Brennstoffen loderte. Würde sonst in heutiger Zeit so verächtlich auf die Zeitgenossen geschaut werden, die mit größter Kunstfertigkeit das Glimmen von zu Zylindern geformten organischen Brennstoffen mittels ihres Odems am Leben erhalten und so die Erinnerung an Promethens Heldentat am Brennen halten?

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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65 Antworten zu flammende Erinnerung

  1. Chantao schreibt:

    Als Assoziation fiele mir ein, dass ich vor hunderten von Jahren mal ein Scoutleader war und da wurde man im Zeltlager nachts zur Feuerwache eingeteilt, damit das Feuer immer anblieb, und das war ein sehr wertvoller Dienst. Und wie heißt es noch so schön :

    „Tradition ist nicht das Halten der Asche, sondern das Weitergeben der Flamme.“
    Thomas Morus

    Natürlich sind Glimmstängel profan, aber Taoisten haben schon immer darauf aufmerksam gemacht, dass der Weg nicht bedeutet nach heiligen Zielen zu streben, sondern die Heiligkeit im Gewöhnlichen zu sehen ……

    • ausgesucht schreibt:

      Aber, die Heiligkeit im Gewöhnlichen zu sehen, ist ein heiliges Ziel. Watt’n nu? 😉

      • Chantao schreibt:

        Der Erfinder des Begriffes Taoismus ein gewisser Bodhidharma sagte dereinst:

        Offene Weite – nichts von heilig.

        oder man hat ihm die Worte in den Mund gelegt, wer kann das wissen, heutzutage. LaoTsi soll gesagt haben:

        Der SINN, der sich aussprechen läßt,
        ist nicht der ewige SINN.
        Der Name, der sich nennen läßt,
        ist nicht der ewige Name.

        und so ist es denn, dass das Wort „Heiligkeit“ so manchen „Christen“ zum Erschauern bringen mag, aber der Taoist klebt nicht an Worten oder Überlieferungen oder an Bewertungen.Worte sind Schall und Rauch. heilig oder Heiligkeit bestehehn beide nur aus aneinandergereite Zeichen, die der Mensch unses Kulturkreises als Buchstbane bezeichnet und mehr ist da nicht ….MU

        • Chantao schreibt:

          Gerade sehe ich, dass ich mich wahrscheinlich verschrieben habe, aber mein Inneres hat sich bestimmt auch dazu was gedacht, aber wer kann das wissen ? 😉 😉 😉

        • ausgesucht schreibt:

          … so ziemlich das meinte ich: Er [Bodhidharma] sagte etwas – warum tat er es, warum nahm er nicht stumm hin, was ihm offenbar wurde? Auch er wußte (oder hätte zumindest wissen sollen), daß jedes Darüber-Sprechen etwas anderes als die vermeintlich zu besprechende Wahrheit meint. Aber zumindest haben die Adepten das Wort relativiert, um es so gegen jede Form der Angreifbarkeit zu beschirmen. Dummerweise auch hier: ein Wort, gesprochen(!) zu einem Zweck…

          • Chantao schreibt:

            Ob nun Bodhidharma wirklich etwas gesagt hat, weiß man ja heute nicht, das ist doch wie in der „Heiligen Schrift“, da hat man den „Heiligen“ und Aposteln auch Geschichten angedichtet, die Bibel ist ja nun wirklich ein Märchenbuch, die mit dem schnöden Alltag nichts gemein hat.

            Auf meinem Weg der Wirrungen (damals die Zeit als Scout-Leader z.B.) war ich mal bei den Mormonen, die haben ja heute noch einen Propheten an der Spitze, der Stimmen hört und dann sagt, dass das Prophezeiungen sind. Also, ich sag‘ mal so, wenn ich morgens aufwache und meinen Tag durchlebe, da habe ich nur diffuse Gedanken im Kopf und rechtsseitig meistens Tinnitus, mir geschieht nichts, was man als heilig bezeichnen würde, manchmal habe ich eine durchwurmten Tag, wie z.B. gestern, da scheint alles schief zu laufen und dann gibt’s auch Tage, da flutscht alles, rhythmisch eben. Und das denke ich mal: Die einzige Konstante in dieser Welt sind Veränderung und Rhythmen. Und ich denke mal, das geht jedem Menschen so. Und wer da ausser seinen eigenen Gedanken und vielleicht Tinnitus fremde Stimmen hört und Visionen hat …na, ich will jetzt auch keinen ShitStorm lostreten, weil ich hier auch schon vonfundamentalkistische „Christen“ las. Es gibt „Christen“ zu denen spricht ihr Herz, hihihi naja

            • ausgesucht schreibt:

              … ich halt mich aus einer Religionsexegese (welcher couleur auch immer) einfach mal heraus; wollt‘ bloß mal am Beispiel illustrieren, daß das wortwörtlich Nehmen religiöser Regeln (welcher couleur auch immer) recht schnell zu logischen Delikatessen führen kann. 🙂

              • Chantao schreibt:

                Naja, Worte sind, wenn delikat (und hier auf „Sinnsucht“ ist ein Spezialitätenrestaurant,) das Salz in der Suppe des Lebens. Wenn es diese Spezialitäten nicht gäbe, dann könnte man sich auch gleich weghängen. Und so wurde und wird einem hier auch noch das Leben gerettet, und nicht nur schnöd gerettet sondern auch das Leben als solches qualifiziert. 🙂

              • ausgesucht schreibt:

                „Worte sind das Salz in der Suppe des Lebens” – das möchte ich zitieren dürfen, darf ich? 🙂

          • phelotom schreibt:

            Tja, die Logozentrismuskritik frisst ihre Kinder – oder so…

  2. Neko schreibt:

    Prometheus brachte den Menschen das Feuer, welches er von den Göttern stahl. Die, meiner Meinung nach, beste Deutung ist, dass es um das Feuer der Erkenntnis handelte.

    • ausgesucht schreibt:

      ‚tschuldigung, da drängt sich mir die Assoziation Bratapfel auf: wenn das allererste(!) Symbol der Erkenntnis, damals in Eden, mit einem „Feuer der Erkenntnis” in Berührung kommt… ^_^

    • richardhorn1963 schreibt:

      Es war das Feuer des Häphaistos, das da gestohlen wurde, und der ist der Gott der Schmiede. Ich denke, es geht also zugleich um „Erkenntnis“ im Sinne von „Techne“, also der Kunst, Dinge zu schaffen – um Technologie und Schmiedekunst, um Macht und Wissen – wie auch um die Erkenntnis, dass die Götter doch irgendwie sehr „menschlich“ sind und man sie auch beklauen kann…

      • ausgesucht schreibt:

        Häphaistos, klar doch, also Koks und/oder und Holzkohle, also organische Brennstoffe – deckt sich das mit meiner Ausgangsthese? 🙂

        Ach übrigens: wieviel Absicht steckt von Seiten der Mitarbeiter des Olymps dahinter, sich „beklauen“ zu lassen, um an den tumben Menschen göttlichen Willen wirken zu lassen? 😉

      • Chantao schreibt:

        dass die Götter doch irgendwie sehr “menschlich” sind und man sie auch beklauen kann…

        Ich denke mal, sie lassen sich gerne beklauen, das sagt mir mein Herz 😉

  3. Chantao schreibt:

    Historiker schlägt muslimisches Fest als Feiertag vor

    Gerade lese ich die „News“ und denke gleichzeitig: „Warum nicht ?“, als nächstes denke ich daran irgendwo den Kommentar abzugeben: „Warum nicht ?“ und schon kommen mir Dünkel, dass irgendjemand mir deshalb an die Karre pien könnte. (In Hamburg sagt man niedlich pien für das Abschlagen von Körperflüssigkeiten)

    Das ist auch sowas, diese ganze Sache wie z.B. in dem Beitrag der vielzitierte Ausdruck „Flüchtlingskrise„. Der „deutsche“ „Mensch“ wirft mit schlechte-Gefühle-erzeugende-Worte um sich und wundert sich/ oder wundert sich nicht, dass sich Leute aufkröppen, dass es zu viele Flüchtlinge gäbe. Der Taoist abstrahiert/ oder versucht zumindest für sich selbst zu abstrahieren, dass das ein Selbstläufer ist, wenn die Weisen aus dem Morgenland, die ja schon immer mehr drauf hatten als andere, einen warmen Winter prognostizierten, um sich dann auf den Weg zu machen in das Land, wo Milch und Honig fließen. In „Deutschland“ jedoch angekommen schlägt die schnöde und unheilige Realität zu und der Parcours der Bürokratie muss abgelaufen werden, und da helfen keine emotional-aggressiv-gefärbten Worte, sondern nur noch abwarten……. (Ich hatte eigentlich vor, auf meinem eigenen Blog darauf einzugehen, aber hier passt das auch wie die Faust auf’s Auge) *giggel*

    • ausgesucht schreibt:

      Sollte man nicht penibel und vor allem sehr scharf trennen zwischen einerseits persönlicher Anteilnahme und Hilfsbereitschaft und andererseits „hoher Politik” (diese allerdings auf niedrigem Niveau)? 😕

  4. Chantao schreibt:

    Achso, noch eins, ich hatte ja mal irgendwo hier zitiert, dass ich mal mit einem Perser „befreundet“ war, der feierte Salenomubarak (der Tag auf dem Weihnachten,Neujahr und Ostern zusammenfallen) mitten im tiefsten Sommer und bekam natürlich auch frei dafür. Feiertage sind nicht gleich Feiertage. Es gibt Feiertage an denen muss man arbeiten und Feiertage, die kriegt man feiernd und ohne zu arbeiten bezahlt. Es gibt Feiertage in katholischen Ecken, da wird wirklich auch nicht gearbeitet … Den Muslim stört das alles nicht, wie den Muslim auch die deutsche Gesetzlichkeit nicht stört, also deshalb ist der o.g. und zitierte Link zum Beitrag sooowas von redundant, aber das ist wieder eine andere Geschichte. Die Lügenpresse liebt Redundanz zur Verschleierung der wirklichen Wichtigkeiten.

  5. anti3anti schreibt:

    Das Feuer der Erkenntnis ist das Feuer der Freiheit, welches Prometheus den Menschen gebracht hat, nachdem er es den Göttern weggenommen hatte. Deshalb wird Prometheus von den Göttern schlimm bestraft, denn sie fürchten, dass die Menschen die Götter nicht mehr brauchen und selber Gott werden.

    • ausgesucht schreibt:

      … warum nur nährt das die Skepzis an der Weisheit der Götter? Wenn Fröschen die Erkenntnis gegeben wird, daß sie von Störchen gefressen werden, werden die Frösche durch diese Erkenntnis noch längst nicht zu Störchen. 😉

      • anti3anti schreibt:

        Frösche und Störche existieren beide. Sie bedingen sich zwar gegenseitig, sind dennoch keine Erfindung des jeweils anderen.
        Unabhängig davon, ob es einen Schöpfer gibt oder nicht, sind Götter eine menschliche Erfindung, die die Welt erklären soll. Mit zunehmender Erkenntnis verlieren die Götter für Menschen an Bedeutung. Ganz im Gegensatz zu Fröschen und Störchen.

        • ausgesucht schreibt:

          Wenn doch aber „Götter eine menschliche Erfindung” sein sollen (ein Beweis steht genauso aus wie für die Behauptung, daß Götter die Menschen geschaffen haben), warum sollten diese von den Menschen erfundenen Götter Angst davor haben, daß der Mensch, wenn man ihm die Fackel der Erkenntnis reicht, zu dem wird, was er überhaupt erst erfunden hat?

          • anti3anti schreibt:

            Warum haben Hänsel und Gretel Angst vor der Hexe?

            • ausgesucht schreibt:

              Haben sie Angst vor der Hexe? Verläßt die Frage nach der Angst der Kinder nicht das bisher betrachtete Bild? Die Götter hatten, was sie Prometheus sehr übelnahmen, Angst vor den Menschen…

              • anti3anti schreibt:

                Nein. Wir müssen Literatur von ihren Folgen unterscheiden.

              • ausgesucht schreibt:

                Hmm, ein interessantes Postulat. Höchst interessant! Ist denn Literatur nicht eine Schriftform, die individuelle Erfahrungen (z. B. über die Folgen von irgendetwas) für eine breite Zielgruppe (‚breit‘, sonst wär’s wohl eher ein Liebesbrief o. ä.) aufbereiten soll, sei es zur Belehrung oder, besser noch, zur steuernden Beeinflussung?

              • anti3anti schreibt:

                Es gibt einen gewaltigen, ja unüberbrückbaren Unterschied zwischen dem Schöpfergott und den Geschichten über ihn. Der Nachweis eines Schöpfergottes kann mit zunehmendem Wissen erreicht, die Geschichten (Literatur) über Gott mit Hilfe der Archäologie widerlegt werden.
                Prometheus ist Literatur. Vielleicht erbaulich, niemals wahr.

              • ausgesucht schreibt:

                … die „Flucht nach vorn” führt mitunter in unsicheres Terrain, in dem Mann und Maus rettungslos versinken. Was – siehe u. a. hierist Wahrheit?! 😉

              • anti3anti schreibt:

                Wahrheit ist, dass wir uns hier austauschen.

              • ausgesucht schreibt:

                Das ist keine Wahrheit, sondern eine (höchstens) praktikable, aber nicht einmal beweisbare Annahme…

            • anti3anti schreibt:

              Die Annahme braucht nicht bewiesen zu werden. Sie ist in sich schlüssig. Eine Grundwahrheit, ohne die es uns nicht gibt. Wenn es uns nicht gäbe, bräuchte wir keine Wahrheit. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr. Ist immer wahr.

              • ausgesucht schreibt:

                Dieser Schluß nennt sich: cum hoc ergo propter hoc. Und ja, ein solcher Schluß ist immer wahr, immer wahr, immer wahr, immer wahr, immer wahr, immer wahr, immer wahr, immer wahr, immer wahr, immer wahr, immer wahr, immer wahr. Aber ist er deshalb schlüssig? 😉

      • Chantao schreibt:

        Ja, treffender kann es der „Taoist“ auch nicht ausdrücken, denn eins ist doch mal klar: Es ist so, wie es ist, da beisst die Maus keinen Faden ab. Aber warum eigentlich die Maus und warum ein Faden, diese Frage stellt sich mir doch …..

        • ausgesucht schreibt:

          … weil das Bild eines Mäuschens (das allgegenwärtig ist, zumindest in der Zeit, in der die Metapher entstanden sein müßte), das an einem Betrachtungsgegenstand nicht das Geringste zu verändern vermag (nämlich nicht einmal das Abknabbern eines einzelnen Fädchens), irgendwie mitreißender ist als etwa ein Nanoroboter, der kein weiteres Atom in den Kristallverband zu integrieren vermag, nicht wahr? 🙂

  6. YDU schreibt:

    Und wenn der schlaue Prometheus einfach durch ein leckeres Mahl die Leidenschaft seiner Auserwählten „entzünden“ wollte? Wohlwissend, dass die gesamte, holde Weiblichkeit über Jahrtausende ans Lagerfeuer und dessen Ablegern gefesselt sein würde. Da hat er gut vorausgedacht, der große Lehrmeister der Menschheit, denn sind die Frauen beschäftigt, können die Mannen in Ruhe ihre Kriege führen – oder so … 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Ich bin dringendst dafür, daß das eine oder andere Kapitel in den Geschichtsbüchern neu geschrieben wird – von Dir! 😉

      • anti3anti schreibt:

        Geschichtsbücher werden ständig umgeschrieben.

        • ausgesucht schreibt:

          … das stimmt, aber warum wohl? ❓

          • anti3anti schreibt:

            Weil wir nur die Vergangenheit ändern können. Die Gegenwart ist schon weg, die Zukunft kennen wir nicht.

            • ausgesucht schreibt:

              Da ist was dran, ich würde fast zustimmen wollen. Aber nur fast: die Vergangenheit ist das Letzte, was wir ändern können. Stattdessen ändern wir permanent die Zukunft. Bei der Gegenwart bin ich ganz Deiner Meinung: sie scheint zu flüchtig zu sein, um sie zu ändern. Aber ja doch, wir ändern die Zukunft! in jedem Augenblick – auch in der Gegenwart…

              Aber das ist ein ebenso verwirrendes Thema wie das, das in der rhetorischen Frage nach der kreativen Geschichtsaufbereitung mündete (siehe hier). 🙂

              • YDU schreibt:

                Mhhhh, wenn ich es mir so recht überlege, lassen sich durch Interpretationen der Vergangenheit Ziele der Zukunft sehr gut realisieren. Wir müssen die Vergangenheit nicht ändern, es reicht vollkommen, sie etwas anders zu beleuchten … 😉

              • ausgesucht schreibt:

                Ganz genau! Wir ändern nicht die Vergangenheit an sich, sondern nur unsere Sicht auf und unseren Sprachgebrauch über sie. Daraus saugen wir den Nektar, der uns die Kraft geben soll, uns frohgemut der Zukunft zuzuwenden, dabei wohl wissend, daß wir sie, wenn sie denn erst Vergangenheit geworden sein wird – Futur II kurz vor Jahresende (ich will ein Kind von mir!) –, ihrerseits beliebig interpretieren können. ^_^

          • Chantao schreibt:

             

            anti3anti schreibt:
            30/12/2015 um 1:42 nachmittags
            Geschichtsbücher werden ständig umgeschrieben.

            Das liegt ja wohl eher daran, dass sie mittels Quantenphysik dauernd die „Realität“ und die Zeitebenen ändern 😉

            • ausgesucht schreibt:

              … das ist nämlich der einzige Grund, aus dem die Quantenphysik erfunden worden ist. 😛

              • Chantao schreibt:

                Wer hat’s erfunden ? …. Die …. . Ja, erfinden, entdecken, wer kann es wissen, was Wahrheit ist? Wahrscheinlich nicht die Wesen, die sich in ihr befinden. Manchmal, wenn es da um Diskussionen geht, um Gott und ist der Mensch nicht auch selbst: Gott …. <ich blicke dann gerne an den Sternenhimmel (ist natürlich paetisch jetzt und eine dichterische Freiheit, denn wenn ich bei „Ausgesucht“ blogge hat’s noch gar keinen Sternenhimmel), nur ich würde in den Himmel schauen, diese endlosen Weiten die wir da vermuten, endlose Sterne, Sternenhaufen, Galaxien, und so’n Staubkörnchen will sich zum Schöpfer aufklimmen 😉 Ja, wie schön, dass wir im „freien Deutschland“ wohnen und uns solche Gedanken machen dürfen; im Morgenland wären wir wahrscheinlich bis zum Kopf eigebuddelt worden, gesteinigt und geköpft, und zack hätten wir es selbst nachprüfen könne, was hinter diesem Leben so steckt ….

                Aber trotzdem finde ich es schön, dass es hier eine Blog gibt, wo man über alles „Fach“simpeln darf, wo man nicht nur sittige Gedanken haben darf. Oh Mann, ich war schon in zig Foren, wo ich verbannt wurde, weil ich freidenkerisch unterwegs bin, dauernd haben da Fettnäpfe rumgestanden, irgendeine/r fühlte sich da immer angepiet. Wie lange darf ich hier schon bloggen, Ausgesucht ? Und ich kann mir denken, dass es abundan doch schon grenzwertig ist, denn warum sollte ich mich gerade hier korrekt zu benehmeln wissen 😉 ? Was aber wahrscheinlicher ist, dass dieser Blog Intelligenzler sich finden läßt und Intelligenz läßt sich eben nicht gedanklich versklaven. Ich bin einmal so arrogant mich zu den Intelligenzlern zu zählen, mein Alltag zumindest trägt eine hochintelligente Struktur, ich habe selbst zu allem und immer und überall mit allem Zugriff, selbst, wenn die Sonne mal den Internetverkehr blockieren würde mit erhöhter Aktivität, mir egal, ich kann trotzdem weiter normal existieren.

                Eine kleine und lustige (für mich lustige) Geschichte am Rande; einer meiner Stiefsöhne ist ein richtiges Spielkind, er gibt sein verdientes Geld aus für Computer, Cameras und Handys, vom Letzteren hat er eine Menge, selbst mehrere I-Phones und hat auch dutzende von Tel- und Mob-Nummern. Seine Neuerrungenschaft ist ein Haustürschloß mit Bluetooth was mit Iphone bedient wird. Anders kommt er nicht rein, nur, wenn sein Haupt-I-Phone ihn läßt hahahahaha

                OK, ich muss mich erstmal ab 🙂 Ich denke jetzt wieder an die Sonnenerruptionen hahahaha……..

              • ausgesucht schreibt:

                „Grenzwertige Diskussionen/Gedanken” – das ist ein spannendes Stichwort: Wenn andere irgend etwas als grenzwertig bezeichnen/abtun/verdammen, spielen sie sich gerade als absolutistische Monarchen auf, die voller Bange die Grenzen ihres (Traum-)Ländchens unberührt wissen wollen (zu groß ist die Gefahr, daß sie überrannt werden könnten), also berufen sie sich auf etwas, das es natürlicherweise interhuman gar nicht gibt, das sie erst geschaffen haben, um ungestört auf dem Sockel posieren zu können… 🙂

  7. Chantao schreibt:

    Ja, und das ist es gerade,was ich die Kernaussage Buddhas ansehe: Anhaftungen sind die Ursache für Leiden. Da schaffen sich irgendwelche temporären Menschlein ein Fantasiegebilde, was das Leben, ihr Stellung in der Gesellschaft, ihre Finanzen so ausmacht, und dann wird dieser Luftballon mit allen, auch unsauberen Mitteln verteidigt. Oft verbirgt aber auch nur pure Lebensangst hinter diesem Muster, oft sogar die Angst vor dem Ende der eigenen Existenz, Todesangst. Wie sagte doch ein weiser Mann von der Marine: ich fahre am Liebsten auf einem Schiff, wo die Matrosen Nichtschwimmer sind, weil, normaaal, die verteidigen ihr Schiff so gut, hahaha

    • ausgesucht schreibt:

      Ganz automatisch stellt sich ein Nicken ein, wenn man liest: „Anhaftungen sind die Ursache für Leiden. Da schaffen sich irgendwelche temporären Menschlein ein Fantasiegebilde, was das Leben, ihr Stellung in der Gesellschaft, ihre Finanzen so ausmacht”. Zumindest würde es sich einstellen (Konjunktiv!), wenn es nicht Bestandteil des Menschseins wäre, am Mensch sein, nämlich an den gesellschaftlichen „Spielen” (Partnerschaft für Nachwuchs, Münzen und Noten für materiellen Erwerb, Pflichtabgaben an den Staat für gesundheitliche oder pensionäre Grundversorgung etc.), teilzuhaben…

  8. Chantao schreibt:

    Achso, Anhaftungen, Meinungen, Erwartungen an andere, Erwartungen, wie das Leben zu sein hat ….. eben sowas.  Gerade war ich auf einer Seite, da geht’s um Gedanken: Und bei „Über mich“ steht:

     

    Ich habe mich sehr, sehr intensiv mit Erwachen und Erleuchtung beschäftigt, habe ca 10 Meister persönlich erlebt, aber-duzende Bücher gelesen, meditiere regelmässig und hatte einige Satori. Obwohl ich selbst (noch) nicht erwacht bin, glaube ich manchmal gewisse Fragen besser beantworten zu können, als Erwachte selber.

    Folgende Beobachtung machte ich: 1) Es gibt keinen Erleuchteten, der sich nicht mindestens in einer Sache irrt 2) Man muss nicht erleuchtet sein, um erleuchteten Rat geben zu können.

    Zur Kategorie 2) zähle ich mich.

    Ich fühlte mich innerlich gedrängt dazu ihm, ob seiner Dick-Auftragung ein wenig zu schreiben:

    Hallo und guten Tag Herr Pöhm,

    ich stieß auf Ihre Seite durch die Links:

    http://www.spiritueller-blog.com/Gedanken-beobachten-ist-gedanken-erinnern
    und
    http://www.spiritueller-blog.com/eigene-gedanken-beobachten

    Ich selbst beschäftige mich mit der „Gedankenstille“ und Zen,Taoismus seit 2006.
    Ich würde mich selbst nicht als Erleuchteter bezeichnen, erfülle aber dennoch alle Kriterien, die die Menschen in „Liste erleuchtete Menschen“ so mitbringen. Satori und Erleuchtung nach diesen Kriterien ist eigentlich sehr unspektakulär; ich bezeichne mich selbst aber nicht als Erleuchteter, weil ich mir so denke, dass ein wahrer Erleuchteter sich gar nicht bewußt ist, dass er erlecuhtet ist. Ein wahrhaft Erleuchteter muss damit nicht hausieren gehen, um so bekannt zu werden wie z.B. die Herren Tolle & Osho. Ich denke auch, wie Sie’s so schön beschreiben in Ihrem „Über mich“ :

    „Man muss nicht erleuchtet sein, um erleuchteten Rat geben zu können.“
    Ich könnte jetzt noch so einiges mehr hier hineinschreiben, aber ein Vorteil ist es, wenn man auf dem Weg ist (und vor 6 Jahren sagte in einer Kur die Chefärztin zu mir: „Herr Fauth, sie sind auf dem Weg schon weit vorangeschritten, machen Sie so weiter…“ Die war /ist/hat sich selbst bezeichnet, keine Ahnung Meisterin, also, ich sag‘ mal so, wenn man mit ihr sprach hatte man den Eindruck, dass sie Background hatte) Ein Vorteil ist, man kann spontan auf etwas antworten, was man als wichtig sieht, man kann aber auch die eigene Argumentation offen lassen, nach hinten „mu“

    Dann sage ich mir auch wieder: Sie sind Rhethorik-Coach, da muss man provozieren können.

    In dem Sinne, ich wünsche Ihnen einen ganz profanen entspannten Jahreswechsel

    Wahrscheinlich weiß er auch gar nicht, um was es geht, aber das ist mir persönlich auch Latte. Und was sind eigendlich „duzende Bücher“ ? Also mein Reader sagt „Sie“ zu mir …

    • ausgesucht schreibt:

      Es kommt mir so vor, als bräuchten nur die „gängigen” Regeln beherzigt zu werden: um selbst Gelassenheit zu entwicklen, braucht es nicht den Eifer, andere in eine Sichtweise drängen zu wollen… 😉

  9. Chantao schreibt:

    Da suche ich heute die Begriffe im Zusammenhang Zen + Beobachter + Ich + Spiegel , weil ich weiss, dass alles, wie ich mich selbst fühle, wie ich hineininterpretiere eine Spiegelung des Ichs ist, und dass alles nur darauf hinaus laufen kann, dass das Ich stirbt und zurückbleibt reines Bewußtsein: DER BEOBACHTER und schon stolpere ich wieder einmal über so eine schlaue Seite, wo es um psychische Energien geht, sowas Esoterisches halt: UNSERE EWIGE SPIRITUELLE SEELE@wordpress:

    „“Für die Seele gibt es weder Geburt noch Tod. Auch hört sie, da sie immer ist, niemals auf zu sein. Sie ist ungeboren, ewig, immerwährend, unsterblich und urerst. Sie wird nicht getötet, wenn der Körper erschlagen wird.”
    Der Qualität nach ist der winzige fragmentarische Teil des Höchsten Spirituellen Wesens mit dem Höchsten eins.“

    Das ist stets die Aufgabenstellung von solchen Sites, die uns vorgaukeln, dass wir irgendetwas ändern können an unserem Schicksal, wenn wir nur die „göttlichen“ Kräfte erkennen. Wenn das Ich erst gestorben ist, dann gibt es keine Größenbeschreibungen mehr. Dort wo es keine Geburt und keinen Tod gibt, da gibt es auch keine Bewertungen, also auch nicht winzig oder was weiß ich….

    Wenn Du auf solch’ner Seite bist und liest von solch einem Realitaetsverlust, dann hau‘ schnell wieder ab, denn das ist EIN SPEKULIERER VOR DEM HErrn. Ich sehe nach links, Das Phänomen Planet-X (Nibiru) – Meine ganz eigene Interpretation! Ja, klar, 2002, Maya Kalender… Ich werde mal ein wenig stöbern hier, aber kichern muss ich eben…

    • ausgesucht schreibt:

      Ich gehe mit diesem Themenkreis meistens viel härter ins Gericht, denn seine glühendsten Vertreter gaukeln uns nicht nur vor, „irgendetwas ändern können an unserem Schicksal, wenn wir nur die ‚göttlichen‘ Kräfte erkennen”, sie gaukeln uns nämlich auch vor, überhaupt irgendetwas von der Sache zu verstehen. Und da habe ich arge Bedenken… 😐

  10. Pingback: Lektionen der Stille und der Anfängergeist | Chantao's Blog

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