wer das eine will, muss das andere mögen

Kurzer „redaktioneller” Hinweis: Wem die Denkweise eines Arsène Lupin (Romanfigur bei M. Leblanc) oder eines C. Auguste Dupin (Detektiv bei E. A. Poe) geläufig ist, wird wie beiläufig aus zwei, scheint’s, Lappalien eine neue Information keltern können.

Dem sorgfältigen Beobachter fällt auf, worüber offiziell nichts verlautbart wird, daß es in der Bunten Republik seit Monaten praktisch ausnahmslos Berichte in den Medien gibt, in denen Asylfordernde als Opfer, nicht als Täter in Erscheinung treten.

Im Zuge der Ausschreitungen in der Silvesternacht in Köln (und Hamburg und Stuttgart) ziert man sich von Seiten der Regierungskaste gar sehr, die Zeugenaussagen („dem Aussehen nach aus dem arabischen oder nordafrikanischen Raum”) wahrhaben zu wollen. Stattdessen muß ausdrücklich betont werden, es sei „ohne Ansehen ihrer Herkunft oder ihres Hintergrundes zu bestrafen” (Quelle: SpOn).

Nun gut, bei den Ausschreitungen handelt es sich um alles andere als eine Lappalie. Aber woher weiß Hr. A. Laschet, daß die Übergriffe, die gerade erst ergebnisoffen untersucht werden, mit einer „Terrorgefahr” im Zusammenhang stehen: „Während die bayerische Polizei erfolgreich dem Terror trotzt, ist die NRW-Polizei in Köln nicht in der Lage, Frauen vor serienweisen sexuellen Übergriffen im Zentrum der größten Stadt des Landes zu schützen” (Quelle: web.de)? Oder ist es vielleicht doch so, daß der einen oder anderen Behörde „empfohlen” wurde, kein allzu scharfes Auge darauf zu haben (oder zumindest nicht darüber zu berichten), ob Regeln aus Gesetzbuch und zivilisiertem Nebeneinander eingehalten werden…

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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27 Antworten zu wer das eine will, muss das andere mögen

  1. einsiedler schreibt:

    [Anmerkung d. V.]: an dieser Stelle sollte ein Link auf ein Bild vom Blog https://einsiedlerblog.files.wordpress.com hier hinterlegt werden; dieses Bild halte ich für nicht angemessen, weshalb ich auf seine „Freigabe” an dieser Stelle verzichte.

    • einsiedler schreibt:

      ihr müsst euren westlichen lebensstil verteidigen! aber gegen wen? gegen terroristen? islamisten? andersgläubige? kriegsflüchtlinge? armutsflüchtliche? klimaflüchtlinge? europäische nachbarn? was wollen die alle in unserem land?
      ihr könnt doch nichts dafür, dass… https://einsiedlerblog.wordpress.com/2016/01/07/ihr-muesst-euren-lebensstil-verteidigen/

      • ausgesucht schreibt:

        Wer ist ‚ihr‘? ❓

        • einsiedler schreibt:

          die 95% unserer konsum(pf)-gesellschaft. weil ich kein komplize dieses ausbeuterischen systemes sein will, habe ich mein konsumverhalten schon vor 10 jahren auf das nötigste reduziert. ich lebe vegan und besass auch noch nie ein smartphone.

          • ausgesucht schreibt:

            Ich verstehe das Problem, aber ich sehe keinen (praktikablen) Lösungsweg.

            • einsiedler schreibt:

              ich habe meinen weg gefunden.
              die weltpolitik wird reagieren müssen und die produktion in den nächsten 20-30 jahren halbieren müssen. der grossteil der weltbevölkerung wird dann nicht mehr gebraucht und ist überflüssig. vielleicht werden deshalb die industriell gefertigten nahrungsmittel vergiftet?

              • ausgesucht schreibt:

                … ich suche meinen Weg noch, gratuliere aber dafür, daß Du den deinen bereits gefunden hast. Könnte dieser Weg ein allgemein gangbarer sein? Oder muß jeder seinen eigenen Weg finden? Achtung, Falle: die Empfehlung, daß jeder seinen individuellen Weg suchen und gehen sollte, ist eine Fortsetzung des Individualitätswahns und der Gier, alles zu begehren, was dem Individuum frommt…

  2. alltagsfreak schreibt:

    …ohne Ansehen ihrer Herkunft – da bin ich nicht ganz dafür. Jene sollten in ihre Herkunftsländer, nach der Verbüßung ihrer Straftat hier. abgeschoben werden. Dies würde Signale setzen, das hier hart aber gerecht durchgegriffen wird.

    • ausgesucht schreibt:

      Auch eine solche Gedankenkette läßt sich assoziieren. Aber warum sollen die Täter abgeschoben werden? Haben sie sich außer des persönlichen Übergriffs nicht auch des Landfriedensbruchs schuldig gemacht? Wäre eine angemessene Buße nicht, daß solche Delinquenten nach Abbüßen ihres Übergriffs für den Landfrieden einzustehen und ihn (gegen nachrückende Landfriedensbrecher) zu sichern haben? Dazu müßte es allerdings erst wieder(!) eine Grenze geben, die im Sinne der Gemeinschaft zu schützen hehres Ziel ist, und freilich ein rechtskonformes Abbüßen der Beihilfe zum Landfriedensbruch durch diverse Vertreter der Obrigkeitskaste…

  3. YDU schreibt:

    Wer jede Menge Bio-Testosteron importiert, sollte sich auch über die Kanalisierung Gedanken machen …

    • ausgesucht schreibt:

      Besser wär’s allemal gewesen. Ich frage mich, ob der eine oder andere aus der Gruppe der nordafrikanisch oder arabisch dreinblickenden Männer da irgendetwas mit Paradies und 72 Jungfrauen „in den falschen Hals” bekommen hat… 😦

      • YDU schreibt:

        Die „Einkreismethode“ hatten wir bereits im Sommer am Seeabschnitt für kleine Kinder, nur so zum Spaß wie sich später heraus stellte und absolut ohne böse Absicht. So wird es wohl auch in Köln gewesen sein: Was sich neckt, das mag sich! Andere Länder – andere Sitten! Warum bloß wird mir manchmal angst und bang?

        • ausgesucht schreibt:

          Auch mir will scheinen, daß es darauf hinaus läuft: ein oder zwei Personen von knapp unter oder knapp über eintausend potentiellen Tätern (upps: da sind Testosteron und Potenz ja wieder!) werden sich vor Gericht behaupten müssen, der Rest wird unter neujährliches Bacchanal subsumiert (das freilich erst, nachdem jeder Fussel, dessen man habhaft werden konnte, politisch ausgeschlachtet worden ist).

          Vielleicht wird 2016 das Jahr, in dem sich eine neue Berufsgruppe etabliert: Entbanger, der; Honorar 200 €/h oder mehr, zur Zunft der Hirnspengler gehörig.

  4. The PetSchmi schreibt:

    Die Bezeichnung „Bunte Republik“ im Beitrag erscheint mir denn doch recht geschmeichelt. Vielmehr haben wir es doch hierzulande inzwischen mit einer Gesellschaftsform mit durchaus dystopischen Zügen zu tun, siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Dystopie

    Unter „Grundzüge einer dystopischen Gesellschaft“ findet man dort u.a.:

    – wenig bis gar keine Mitbestimmung der unteren Schichten an politischen Entscheidungen, die allein von der Obrigkeit getroffenen werden.
    – Privatisierung der öffentlichen Verwaltung, wie auch im Gegensatz dazu deren bloße, systembezogene Hypertrophierung.
    – staatliche Propaganda und ein Bildungssystem, das die meisten Bürger in die Anbetung des Staates und seiner Regierung nötigt und ihnen die Überzeugung aufzwingt, das Leben unter dem Regime sei gut und gerecht.
    – Konstruktion fiktionaler Ansichten über die Realität, die der breiten Masse aufgezwungen werden.
    – Korruption, Unfähigkeit oder Usurpation der demokratischen Institutionen.
    – vorgetäuschte Rivalität zwischen Gruppen, die tatsächlich ein Kartell bilden. (Kann vielleicht auch ein Parteienkartell gemeint sein? – Anmerkung des Verfassers)
    – die etablierten Kräfte bestehen darauf, dass sie die beste aller möglichen Welten verwirklichen und alle innerstaatlichen Probleme durch die Kräfte des (wenn nötig auch fiktiven) Feindes verursacht werden.
    – ein übergreifender, langsamer Zerfall aller Systeme (politisch, ökonomisch, religiös, infrastrukturell …), der der Entfremdung des Einzelnen von der Natur, dem Staat, der Gesellschaft, der Familie sowie sich selbst geschuldet ist.
    – Kritik, die trotz repressiver Maßnahmen des Regimes öffentlich wird, wird von der Medien- und Vergnügungskultur der Gesellschaft aufgesaugt, trivialisiert und damit ins Absurde verkehrt.

    Na, irgendwas davon wiedererkannt?! Laut „wikipedia“ weist eine dystopische Gesellschaft mindestens EINEN der dort aufgeführten Züge auf; gerne auch mehr 🙂

    • ausgesucht schreibt:

      … eine große Fliegenklatsche – für eine kleine Fliege. Oder täusche ich mich?

      Ist es nicht seltsam, daß der Wikipedia mittlerweile der Status einer Universalenzyklopädie zugestanden ist, die als unanfechtbare Autorität dasteht? Und vor der Macht eines dort entnommenen Argumentes hat man demütigst auf die Knie zu gehen?
      ‚Dystopie‘ und ‚Utopie‘ beschreiben Gesellschaftsentwürfe (meinethalben auch Visionen bzw. denkbare Gesellschaftsstrukturen). Sicherlich kann man sie auch auf bestehende Verhältnisse anwenden, aber dann braucht es das Vergleichsniveau: dystopisch gegenüber X bzw. utopisch gegenüber Z; bei der Beschreibung von Gesellschaftsentwürfen wäre X resp. Z der aktuell gelebte Zustand. Ein Satz der Form: „Die Bundesrepublik ist eine oder entwickelt sich zu einer Dystopie” ist aussagelos.

      … und was den letzten Satz angeht, der die – ich nenn’s mal so! – Autorität von “wikipedia” noch einmal deutlich hervorhebt, sei die Frage erlaubt, ob, im Sinne eines idealisierten, höchst abstrakten, aber wohl nie realisierbaren gesellschaftlichen Theorems, das als Bewertungsetalon herhalten soll, nicht jede(!) realisierte Gesellschaftsform dystopisch wäre. ❓

      • Anonymous schreibt:

        Was in „1984“ noch als zukunftsgerichtete Dystopie galt, ist nun zum guten Teil bereits Realität. In diesem Sinne „ist“ das eine Dystopie, und ehemals fiktionale Romane werden zur zeitgenössischen Belletristik 🙂

        • ausgesucht schreibt:

          Der Satz: „ehemals fiktionale Romane werden zur zeitgenössischen Belletristik” gilt nicht für Gesellschaftsformen, die ehemals als dystopisch bezeichnet werden konnten.

  5. kristallundrosen schreibt:

    Des Eindrucks kann man sich nicht erwehren, wenn man die Äußerungen verfolgt.
    Es ist auch passend dazu, das man zunächst meinte von Seiten der Polizei Köln, Silvester ..keine besonderen Vorkommnisse.
    So blind kann niemand sein, das ihm nicht auffällt wenn auf dem Bahnhofsvorplatz in Köln bis jetzt bekannt 106 Frauen gejagt , davon 2 vergewaltigt werden, aber die Polizei hats erst angeblich nicht bemerkt , dann meinte sie es wären einzelne Vorkommnisse gewesen. So was darf überhaupt nicht so was darf niemals, auch nicht „einzeln“ vorkommen.
    ich denke auch man hat die Empfehlung ausgesprochen, nicht so genau hin zu sehen.
    LG KuR

    • ausgesucht schreibt:

      … ist jedenfalls ein „heißes Thema”; bin ja mal gespannt, wer es wie zu seinem Vorteil politisch zu instrumentalisieren versucht. :/

    • einsiedler schreibt:

      wahrheit: unter den männern, die am kölner hauptbahnhof frauen sexuell belästigt haben, waren auch flüchtlinge, die bei ihrer ankunft mit keksen begrüsst wurden.
      diese wahrheit war bisher den sympatisanten von afd, npd, pegida usw, vorbehalten, aber auf die wahrheit gibt es kein copyright! nur weil die wahrheit aus der rechten ecke kommt, darf man sie nicht verschweigen! warum verbreiten politiker und behörden wider besseres wissens falschmeldungen? warum trauen sich die grünen und die linken nicht die wahrheit zu sagen? wird die wahrheit aus politischen gründen verschwiegen? politiker, die die wahrheit negieren, sind lügner, politiker, die die wahrheit verschweigen, sagen die unwahrheit, und politiker, die die wahrheit nicht kennen, sind unfähig. https://einsiedlerblog.wordpress.com/2016/01/08/uebergriffe-in-koeln-die-wahrheit-gehoert-nicht-den-rechten-alleine/

      • ausgesucht schreibt:

        Gute Frage: „wird die wahrheit aus politischen gründen verschwiegen?”
        Ja, auch aus politischen Gründen! Und aus ganz profan egoistischen (man möchte doch gar zu gern an der Macht bleiben, also ge- oder wiedergewählt werden). Und vielleicht aus humanen Gründen (= wenn wir das jetzt laut aussprechen, wird eine Welle der Anarchie die Grundlagen für ein halbwegs zivilisiertes Bei- und Miteinander hinwegfegen).

        ——————
        Unter’m Strich bleibt: die volle Wahrheit kann es nicht geben (was ist denn überhaupt Wahrheit?). Das Verschweigen von (Teil-)Wahrheiten ist bereits Lügen. Wie unterscheidet man arglistiges Lügen von pragmatisch-tolerierbarem? Welches Verhältnis von arglistigem und tolerierbarem Lügen ist für Politiker vom „Volk” akzeptabel? Nicht vergessen: auch das „Volk” besteht aus belogenen Lügnern…

  6. The PetSchmi schreibt:

    „Vielmehr haben wir es doch hierzulande inzwischen mit einer Gesellschaftsform mit durchaus dystopischen Zügen zu tun,…“

    Dies stellt auf bestimmte EIGENSCHAFTEN, die durchaus bereits in der Gegenwart ausgeprägt sein mögen (bisher als „fiktional“ aufgefasste Literatur würde insofern zur „zeitgenössischen Belletristik“ :-). „Die Bundesrepublik ist eine oder entwickelt sich zu einer Dystopie” ist tatsächlich aussagelos und würde von mir SELBSTVERSTÄNDLICH nicht bemüht!

    Als „Vergleich zu X“ kann nach Meinung mancher die Zeit vor der Zäsur „9/11“ angesehen werden. Ob „Terrorangriff“, „False Flag“ oder „irgendwas zwischendrin“: sogenannte „NeoCons“ haben danach Oberwasser bekommen und das Imperium zu einem sich verhärtenden Polizei- und Überwachungsstaat umfunktioniert, mit entsprechender Abstrahlwirkung auf „Vasallica“. Unter anderem Dank des Aktivisten „Edward“ wurden wir ja umfassend informiert.

    Nach Meinung mancher ist das historische Pendel spätestens seit der Jahrtausendwende in die andere Richtung ausgeschlagen und wir erleben nach extrem nationalistisch orientierten faschistoiden Systemen (darunter den „NationalSozialismus“) nun eine entgegengerichtete Strömung (könnte man das „INTERNational-Sozialismus“ nennen?!). Globalisierungswahn a la TTIP, „NWO“, „Bilderberger“ und Multikulti-Wahn nebst Volksaustausch passen als Mosaiksteinchen ganz gut in dieses Bild.

    Die Mittelschicht ist danach übrigens der „natürliche Feind“ einer oligarchischen Bürokraten- und Konzernclique und ihrer politmedialen Claquere. Sie muss daher entweder „gutmenschlich“ kooptiert oder vor dem Hintergrund provozierter (ethnischer?) Unruhen unterdrückt, enteignet und schließlich eliminiert werden. Zum Schluss gibt’s dann nur noch „Prols“, andauernde destabilisierende Konflikte und eine selbsternannte „Elite“. Orwell sagte dies bereits für „1984“ voraus; hat er sich in der Jahreszahl geirrt?!

  7. lawgunsandfreedom schreibt:

    So langsam kommt mehr raus. Vor allem, daß der Polizeibericht der Kölner Polizei doch sehr geschönt (um nicht zu sagen, „in Täuschungsabsicht“ verfasst war …
    Morgenmagazin

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