Massenvergewaltigung

Soso, das Sexualstrafrecht soll verschärft werden (Quelle: focus). Warum nur drängt sich das Gefühl auf, dabei handele es sich a) um populistischen Aktionismus oder b) um eine ängstliche Maßnahme, um den eigenen Hintern fester mit dem Amtssessel zu verbinden?
Wo genau sind die Grenzen, ab denen die subjektiv empfundene Schutzlosigkeit geltend gemacht werden kann, denn es heißt ja: „Der Straftatbestand erfüllt wäre auch, wenn sich das Opfer subjektiv als schutzlos empfindet”? Gilt das Unterschreiten einer Armlänge als Bedrohung? Übrigens: Armlänge des potentiellen Opfers oder des potentiellen Täters? Vielleicht wird allein das Ponem schon als bedrohlich empfunden? Und was, wenn die Situation als bedrohlich eingeschätzt wird, in der man sich als schutzlos empfindet?
Also, ich finde die Situation, in die Merkel & Co andere und mich gebracht haben, als äußerst bedrohlich; ich persönlich fühle mich dieser Situation schutzlos ausgeliefert. Sollte ich diese Regierung nun wegen einer Massenvergewaltigung anzeigen? 😐

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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38 Antworten zu Massenvergewaltigung

  1. Hessenhenker schreibt:

    Ich fühle mich vergewaltigt, seit mir vor 18 Jahren erst durch den Staat ermöglicht eine Irre das Haus angezündet hat, und der Staat mit aller Härte Täterschutz betrieb.
    Weil damals wie heute zunächst alles staatlich vertuscht werden sollte, erhielt der Versicherungsbetrügerkonzern AXA die Möglichkeit, mich zu bescheißen.
    Deshalb ist es mir relativ egal, wenn nun das restliche Land vergewaltigt wird.
    Ich kann übrigens Hellsehen, oder warum sonst habe ich Silvester keinen Fuß vor die Tür gesetzt?

  2. Neko schreibt:

    Leider scheint es bei solchen Aussagen wirklich nur um Aktionismus zu gehen. Da der Tatbestand bereits besteht und unter Strafe steht, muss dieser nicht verschärft sondern einfach umgesetzt werden.
    Vor Jahren gab es übrigens hier in Österreich einen ähnliche Fall wo sich Politiker ebenfalls mit der Aussage „Sie hätte ja nicht ausgehen müssen“ beliebt gemacht haben.
    Als vorbeugendes Maßnahme empfehlen ich jeder einen Selbstverteidigungskurs, Pfefferspray oder Elektroshocker. Vorbeugendes Maßnahme. 😉

    PS: Ein Tritt in die Kronjuwelen ist immer eine sichere Sache.

  3. APunkt schreibt:

    ich weiß nicht, wie man hier einen Link einfügt (*schäm*), aber die Diskussion um die Verschärfung des Sexualstrafrechts ist nicht so neu. Mal bei Zeit Online nach der Rechtskolumne von Thomas Fischer suchen. Insofern hier kein Aktionismus, sondern feministische Agenda.

  4. anti3anti schreibt:

    Populistisch ja, Aktionismus nein. Alle Massenvergewaltigungen und deren Vorstufen, die von jugendlichen Migranten aus Nordafrika begangen werden, werden ausgewertet, um in Zukunft die Bevölkerung rechtzeitig davor zu warnen. Eine Verhinderung ist nicht möglich und nicht vorgesehen, da europäisches Recht dagegen steht.

  5. Chantao schreibt:

    Darüber hinaus wird unsere „Demokratie“ schon alles zerreden. Und wenn bis März zu den Wahlen nicht wieder ein Flugzeug abstürzt oder eine Redaktion bombadiert wird …. Nun, andererseit kann ich mir bis Mitte Februar einen anderen dicken Hund vorstellen, der den Wähler, den Wutbürger oder Mediengeilen auf eine andere Spur lenkt. Sollte alles im seichten Fahrwasser der Medien bis März verlaufen, was mich irritieren würde, … warten wir’s ab. VW hat übrigens speziell für die USA einen neuen Katalysator erfunden Tja. Und wer jetzt nicht weiß, worauf ich eigentlich hinauswollte mit meinem Posting: Das weiß ich selbst nicht 😉 Ach jetzt weiß ich den dicken Hund, der passieren könnte: In Köln und Umgebung wird Karneval abgesagt, weil er unerträglich für Islamisten ist.

  6. kiki0104 schreibt:

    Es ist einfach immer wieder lustig zu sehen, wie Schadensbegrenzung betrieben wird, wenn das Kind schon längst im Brunnen liegt!
    Nichts gegen die ganzen armen Asylanten aus Syrien, denen es echt dreckig geht und die dankbar sind, hier bei uns im wunderschönen Deutschland zu sein!
    Umso härter muss jetzt gegen die Bestien aus der Sylvesternacht vorgegangen werden!
    Wer sich nicht an die Spielregeln hält, der kann doch gehen! Aber wenn man sowas als bitterböser Deutscher sagt, ist man gleich ein Nazi und wird mit der Keule mundtot gemacht!
    Also ich kann diese Verbrecher aus der Sylvesternacht UND Rechtsradikale gleichzeitig scheiße finden, ohne ein Nazi zu sein!

    • ausgesucht schreibt:

      … da hast Du große Wahrheiten gelassen ausgesprochen. 🙂

      Dummerweise ist es aber leider so, daß die gesamte Diskussion um Ereignisse und geeignete Maßnahmen komplett überfrachtet ist durch einen Mix aus Demagogie, politischen Absichtserklärungen, Idealismus, Machtgier, Dummdreistigkeit, Vorurteilen, verletzter Eitelkeit etc. Kann es da wirklich verwundern, daß das Politikerblabla kaum zu etwas Sinnvollem führt? ❓

      • kiki0104 schreibt:

        Mich verwundert bei unseren Politikern gar nichts mehr 😉
        Natürlich ist diese gesamte Situation so komplex und kompliziert, dass unsereines kleiner Mann oder Frau gar nicht mehr verstehen, welche Strippen alles gezogen werden!

        • ausgesucht schreibt:

          Das mit dem „gar nicht mehr verstehen, welche Strippen alles gezogen werden” sehe ich auch so, frage mich aber gleichzeitig, ob es denn die Politiker-Darsteller wohl selbst wissen, wirklich(!) wissen und ob dieser Filz, diese Verschwurbelung vieler Strippen nicht extra angelegt wurde, um Normalsterbliche vom Strippenziehen fernzuhalten. Mach es undurchsichtig, das sichert deine Machtposition, und hüte argwöhnisch das Geheimnis, daß nur die rote, die blaue und die gelbe Strippe etwas bewirken; der Rest ist Staffage, die den klaren Durchblick verstellen soll… 😉

  7. lawgunsandfreedom schreibt:

    Wenn das Kind in den Brunnen gefallen ist, muß dringend ein neues Gesetz her – oder eine Verschärfung. Keine Rede davon, daß man die bestehenden Gesetzt mal rigoros anwendet …

    • ausgesucht schreibt:

      … was ich als sehr starkes Indiz dafür nehme, daß unsere Politiker-Darsteller im wesentlichen reagieren und praktisch nicht zielgerichtet agieren. :/

      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Beamtenmentalität: Nicht bewegen, nicht hinsehen, vielleicht verschwindet das Problem von selbst …

        • ausgesucht schreibt:

          Du meinst Beamten-Mikado, wer sich als erster bewegt, hat verloren? Unbedingt! Die Fernsehübertragungen der Weltmeisterschaften sind jedesmal ein echtes Highlight (dessen Delikatesse sich allerdings erst in der Zeitlupe erschließt). 😀

          • lawgunsandfreedom schreibt:

            Am heftigsten sind immer die „Shootout“-Runden, wo man mit offenen Augen aufrecht sitzend schlafen muß, ohne in den aufgestellten und aufs schärfste angespitzten Bleistift zu fallen. Da sind ja die Deutschen seit Jahrzehnten unangefochtene Weltmeister.

            • ausgesucht schreibt:

              Brillant! 😆

              Erst wollt‘ ich ja noch erwähnen, daß der zur „Berufsbekleidung” gehörende Schlips unter genau diesem Gesichtspunkt ja in Wirklichkeit dem Arbeitsschutz geschuldet ist (= das 40 cm-Lineal stützt das Kinn und der in der Tischschublade eingeklemmte Schlips stabilisiert die fragile Statik), aber Dein Kommentar sollte kommentarlos für sich stehen und seine geniale Wirkung entfalten können… 😀

  8. hansarandt schreibt:

    Deinen Beitrag mit der „Massenvergewaltigung“ finde ich gut. Mich beschleicht immer so ein Gefühl der Massenvergewaltigung, wenn eine Meldung mehr als eine Woche die erste Seite jeder Tageszeitung dominiert. Das ist auch bei der Berichterstattung über Köln nicht anders. Am besten enkommt man der Massenvergewaltigung durch die Massenmedien, wenn mann sich so weit von ihnen entfernt, dass man sie weder sehen noch hören kann. Es hilft auch wenn man sich dem Ausknopf eines Fernsegerätes auf Armlänge nähert und dann beherzt den Ausknopf betätigt. Falls man sich versehentlich einer Zeitung dichter als eine Armlänge genähert haben sollte, hilft ein gemeinsamer Gang mit der Publikation zu einer nahe gelegenen Mülltonne, an der man sich gefahrlos vor geistigen Übergriffen schützen kann.

    • ausgesucht schreibt:

      Prinzipiell sehe ich den Umgang mit Medien und ihren „geistigen Kindern” (sprich: publiziertem Unflat) so ähnlich, praktiziere ihn auch weitgehend auf beschriebene Weise…
      Doch schließt sich nahtlos die Frage an, wo die Grenze verläuft zwischen Selbstschutz (durch Verweigerung der Kontamination mit oder gar der Aufnahme von publizistischem Müll) und der zwar schmerzlichen (manchmal sogar schmerzhaften) aber lebenserhaltend notwendigen Pflicht zur Informationsaufnahme (zur Verhinderung von Weltfremdheit)?

      • hansarandt schreibt:

        Ich bin da ganz Deiner Meinung. Ich bin geradezu süchtig nach Informationsaufnahme. Ich bevorzuge dabei Bücher, die immernoch abseits des Mainstreams veröffentlicht werden dürfen. Auch lese ich meine Regionalzeitung sehr aufmerksam, die natürlich auf den ersten vier Seiten alles mitmacht, was gerade angesagt wird. Auch die Schlagzeilen von Googlenews und anderen Portalen verfolge ich aufmerksam, um zu wissen, welche Sau gerade durch das Dorf getrieben wird. Im Augenblick scheint es mir so, als hätte am 3. oder vierten Jaunar nach den Ereignissen in Köln jemand ganz oben den Schalter umgelegt und erlaubt, dass auf den ersten vier Seiten nun Dinge geäußert werden dürfen, die vor wenigen Wochen noch strafverfolgungswürdig waren. In meiner Zeitung stand es erst drinn, als Mutti es persönlich erlaubt hatte. Wer allerdings Mutti kennt, der weiß, das sie keine Disziplin so gut beherrscht, wie das heute hü morgen hot. Sie ist seit Helmut Kohl das dickhäutigste Nilpferd, das unsere Nation gesehen hat. Überhaupt ist sie mit mit ihren „Ziehvater“ auf vielen Ebenen sehr verwandt.

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