Gesicht wahren

In den Medien wird gerade ein besonderes Schaustück der Ein-Personen-Demokratie vorgeführt. Nicht nur beim SWR ist im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise eine recht merkwürdige Phrase zu lesen: »Höchste Zeit also für einen „Plan B“. Der aber nicht so heißen darf und deshalb als „Plan A2“ verkauft wird, weil sonst die Kanzlerin angeblich ihr Gesicht verliert« (Quelle: SWR·Kommentar, [Hervorhebung ergänzend eingefügt]).
So ist das also: Politik wird in einer Demokratie also nicht im Sinne der Wohlfahrt der Mehrheit betrieben, sondern damit eine einzelne Person ihr Gesicht wahren kann!? 😐

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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20 Antworten zu Gesicht wahren

  1. Alraune schreibt:

    Wo sind wir nur hingekommen, ich bin komplett desillusioniert. Und vor allem: Wen sollen wir wählen?

    • ausgesucht schreibt:

      Gute Frage, riiischtisch gut! 😉
      Ich habe auch keine Idee, wen man wählen solle, damit es vielleicht auch besser werde. Wahrscheinlich ist es rational, nicht in die Liga der Protestwähler zu wechseln, aber alles daranzusetzen, die politischen Zustände zu ändern:/

  2. elephantgreenm schreibt:

    So läuft das:/

  3. Chantao schreibt:

    Schon vor sehr langer Zeit vermutete ich, dass durch diese Ein-Personen-Fehlpolitik die AfD bei den kommenden Landtagswahlen erstarken wird, und schon jetzt wird die AfD als die drittstärkste Partei in DE gehandelt, obwohl die Linke-Meinungs-Diktatur noch immer behauptet, die AfD sei nur eine kurzlebige Randpartei. Gestern auf Hart-aber-Fair sagte jemand: Natürlich würde die AfD erstarken, aber dann würden in diesen Ländern eben wieder GroKos entstehen und dem Wahlbürger wäre gar nicht geholfen; ok, aber es ist ein Signal, was nicht wegdiskutiert werden kann, was der Wähler will. Sei’s drum, dass es eine erstarkte AfD mit nichtmehr nur 5 sondern 14 Prozent gegen eine schwache „Gro-Ko“. Die einen einen Zugewinn 180 % und die anderen einen Abfall von man wird sehen, und dann wird wieder schön geredet, egal. In ganz Europa erstarkt die Rechte aber in DE wird schöngeredet. Ist doch klar, dass alle hinwollen, in einen Staat, wo wirklich jeder mache kann, was er will. Es wird nur gesabbelt, es wird vorgegeben, was wir, die Einheimischen sagen dürfen, die Armee darf innerstaatlich eingesetzt werden, um den Flüchtlingsstrom zu kontrollieren, aber nur ohne Waffen und nur ohne sich die wehren, jeder Furz darf dem Staate auf der Nase rumtrampeln. Karneval wird eingeschränktamit der Flüchtling nicht irritiert wird, Frauen haben den Blick züchtig zu senken. Und alles aus christlicher Nästenliebe. Igrendwann wird die christliche Nächstenliebe durch den Islam abgelöst, und dann will’s keiner gewesen sein. Ja, gestern hat jemand bei hart-aber-Fair doch wikrlich öffentlich gesagt, dass der Bürger denken könnte, wir lebten in einer Bananenrepublik; wenn das schon Politiker sagen…. 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Es juckt mich in den Fingern, Deine Gedanken ein wenig zu „straffen”: Nicht die AfD ist das Problem (sie ist weder das Problem, noch der wirkliche Gegner des aufgeklärten Bundesbürgers). Die AfD ist so eine Art Indikatorpflanze; daß sie gedeihen kann, deutet auf spürbare Veränderungen in der politischen Landschaft… und deren Symptome hast Du ja bestens zusammengestellt.

  4. Chantao schreibt:

    Ergänzung:
    Melanie Amann (Politikredakteurin im Hauptstadtbüro des SPIEGEL) „Bananenrepublik“
    Christian Lindner (FDP, Bundesvorsitzender) GroKos gegen AfD

    Wäre jemand von der AfD zugegen gewesen und hätte Bananenrepublik gesagt au Backe.

    • ausgesucht schreibt:

      Da ist was dran: was die altbackenen verbrauchten Parteien dürfen (bzw. sich herauszunehmen erlauben), darf eine Partei, die deren Mißstände aufzeigt, noch lange nicht… :/

  5. The PetSchmi schreibt:

    Anstelle der derzeit herrschenden „Parteien-Diktatur“ bietet sich der Übergang zur vom ehemaligen Europaabgeordneten Hans-Peter Thietz empfohlenen „Volkspräsidentschaft“ an:

    Dabei wird anstelle des jetzigen Bundeskanzlers ein „Volkspräsident“ auf Dauer vom Volke direkt gewählt und ist durch dieses auch jederzeit wieder direkt abberufbar. Der Volkspräsident stellt sich nach seiner Wahl seine Regierung selbst zusammen, unter der alleinigen Prämisse hervorstechender fachlicher Kompetenz („Technokraten-Regierung“), und so ohne die bisherigen parteipolitischen Beschränkungen und Kungeleien…

    Ergänzen ließe sich die Volkspräsidentschaft im Sinne der Gewaltenteilung durch ein Parlament aus DIREKT gewählten Abgeordneten (keine Partei-Listen!!!), welche ähnlich einem „Räte-System“ bei Nichtverfolgung des versprochenen Wahlprogramms jederzeit auch wieder direkt abgewählt werden können.

    • ausgesucht schreibt:

      So ganz bin ich nicht davon überzeugt, daß die wenigen Vorteile, die eine „volkspräsidiale Technokratie mit basaler Vetooption” besäße, genügend Durchschlagskraft erzeugt, um als Alternative zum bestehenden Machtverwaltungs- und -steigerungsapparat infrage zu kommen. 😉

    • schlingsite schreibt:

      Bei einer Ausrufung des Notstandes wäre allerdings eine Abwahl kaum möglich und die Gefahr von Diktatur taucht auf.

  6. The PetSchmi schreibt:

    Naja, das wäre wohl kein echter NACHTEIL gegenüber dem derzeitigen „System“. Falls der „Notstand“ eintritt (haben wir ihn nicht schon längst?!), so würden vermutlich auch derzeit per Notstandsgesetzgebung die Grundrechte ruckzuck ausgehebelt. Und da wäre sie dann, die ganz „offizielle“ Diktatur…

    • ausgesucht schreibt:

      … wäre das dann nicht aber ein recht entscheidender Nachteil, der gegen diese Alternative spräche? Sogar ein doppelter: all die demokratischen Mitsprache- und Eingreifmöglichkeiten würden zum einen trotzdem einen politischen Notstand nicht verhindern und zum anderen ohne ein in der Basis sanktioniertes Veto ausgeschaltet werden können. 😕

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