Ordnung muß sein!

Alles in dieser Welt unterliegt einem Ordnungsprinzip. Nein, das geht so nicht: diese Formulierung evoziert sofort die Frage, wer denn wohl Schöpfer und/oder Hüter dieser Ordnung sei. Alles in dieser Welt unterliegt einer Ordnung.
Seltsamerweise glaubt allerdings der Mensch, daß er sich nach Belieben über sein Ordnungsschema hinwegsetzen kann (und es vor allem auch sollte). Weil er die für ihn relevante Ordnung nicht kennt, nicht kennen will noch kennen kann oder schnöde ignoriert? Aber gelingt es ihm wirklich, sich straffrei über seine Ordnung hinwegzusetzen?

Advertisements

Über ausgesucht

…desillusioniert
Dieser Beitrag wurde unter kurz & gut, zeitlos, Zweifel abgelegt und mit , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

24 Antworten zu Ordnung muß sein!

  1. Chantao schreibt:

    OK, Ordnung in allem … Warum die Frage nach einem Schöpfer ?

    • ausgesucht schreibt:

      Hmm, eine seltsame Frage! Fragst Du, warum es die Frage (nach einem Schöpfer) gibt, oder fragst Du, warum nach einem Schöpfer gefragt wird? Also fragst Du nach der Frage oder nach der Frage nach dem Schöpfer? 😕

      • Chantao schreibt:

        Naja, Du hast es mit einem „Taoisten“ zu tun, Ausgesucht. Für den Zen-Taoisten gilt die Realität als „Ist und Nicht-Ist“, hahahaha. Ohne Polarität. Warum nach einem Schöpfer gefragt wird ist schon klar; eigentlich ist alles klar, was Du schreibst, aus menschlich-temporärer Sicht. Ich frage mich nur: Kann nicht alles existent sein, so wie es sich darstellt, ohne, dass ein expliziter Schöpfer da sein muss ? Darüber hinaus: Wir werden es als Menschen sowieso nicht erfahren. Auf der einen Seite diese für uns unglaubliche Größe der Schöpfung, wie wir sie mit unseren Teleskopen anschauen können und vermuten, dass das gar noch lange nicht alles ist, auf der anderen Seite ein menschlein mit dem Gehirn in honigmelonengröße. Das ist doch Blasphemie, selbst der Papst ist Blasphemie.

        Und die Schöpfung, als Symbol eine liegende 8, frei nach Möbius. Mu

        • ausgesucht schreibt:

          Nun, das beantwortet zwar nicht meine Frage, dennoch stimme ich Dir über weite Strecken zu: „Wir werden es als Menschen sowieso nicht erfahren”, ob explizit ein Schöpfer da ist. Letzten Endes ist diese Frage vollkommen irrelevant. Sie betrifft uns nämlich nicht. Das muß man erst mal sacken lassen und verdauen, nicht wahr, daß die Frage nach einem Schöpfer uns Menschen nicht betrifft. ^_^
          Was uns betrifft, ist die Idee über einen Schöpfer und was man damit alles anstellen kann. Aber das ist, wie formulierst Du das immer mal wieder so schön, eine ganz andere Geschichte…

  2. YDU schreibt:

    Beim Einzelnen hängt es wohl vom Rang, vom Bankkonto, von seinen Beziehung, seiner „Programmierung“ ect. ab wie weit und wie lange er sich straffrei über diverse Ordungsprinzipien hinwegsetzen kann. Wenn wir die ganze Menschheit betrachten, erscheint der Rahmen beinahe endlos, obwohl die sie mmer öfter am Ende vorbeischrammt, was natürlich kaum jemand zu Kenntnis nehmen will, denn bis jetzt ist ja gut gegangen … Glücklicherweise reichen einige funktionerende DNS-Stränge für einen Neuanfang – eine neue Menschheitsgeschichte, die es vielleicht ein paar Runden weiter schafft.

  3. Chantao schreibt:

    Ordnung muß sein!
    um auf das Thema zu kommen: Nun, die andere Geschichte ist, dass Ordnung nicht sein muss, sondern, dass einfach im Tao alles wohlgeordnet ist. Das ist das Phantastische. Ob das Menschlein meint, es schüfe Ordnung … wenn’s das nicht täte, so wäre da einfach (oder ist sowieso) die Ordnung der Allnatur, die einfach nur existiert, ob menschlein nun dran denken oder nicht. Das schlimme Übel, was die menschlein haben ist, dass sie zu viel nachdenken. Und die Gier danach besser zu sein als andere menschlein, mehr zu haben. Anstatt, dass bei entdecken des Feuers oder des Rades einfach nur in der Gegend rumzufahren und sich nachts warm zu kuscheln. Denn alles andere läuft sich einfach nur zurecht 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Im Text steht die Aussage: „Alles in dieser Welt unterliegt einer Ordnung”. Und Tao steht nicht außerhalb von ‚Alles‘. Woraus leitet sich dann aber „das Phantastische” am taoistischen Wohlgeordnetsein her? Und warum ist es wohl·geordnet, ‚wohl‘ nach wessen Maßstab?

      Und nein, es ist nicht schlimm, daß die Menschen nachdenken, schon gar nicht daß sie zu viel nachdächten. Schlimm ist, daß sie es zu wenig tun! Und schlimm ist auch, daß allzu oft Denkmimikry als Nachdenken verscherbelt wird…

  4. Chantao schreibt:

    Tao steht nicht außerhalb von Alles, sondern ist alles. Und die Menschen können so viel denken, wie sie wollen. Nur es ist angenehmer, wenn man sich nicht über alles Gedanken macht. Wenn man nur über gute und angenehme Dinge nachdenkt, mag Denken noch angenehm sein, läßt man sich jedoch auf das Denken unangenhmer Dinge ein provoziert man auch noch Ängste und derlei Unangenehmes … Aber das ist ja nicht das Thema hier, das Thema ist Ordnung, also werde ich mich mal ordentlich am Riemen reissen (Aua 😉 ), um nicht ordentlich hier abzuschweifen 🙂

    • ausgesucht schreibt:

      Soso, Tao ist alles? Zumindest ist das eine Sichtweise. Eine andere könnte sein: Tao ist nicht alles. Wenn Tao alles ist, dann muß auch die letztgenannte Gewißheit enthalten sein, nämlich die, daß Tao nicht alles ist. Voilà, schon glühen die Prozessoren…

      • Chantao schreibt:

        Nein, ich wollte nur, dass Du es aussprichst, ich hatte es ja oben schon auch geschrieben: Zitat: „Naja, Du hast es mit einem “Taoisten” zu tun, Ausgesucht. Für den Zen-Taoisten gilt die Realität als “Ist und Nicht-Ist”, hahahaha. Ohne Polarität. „

        Denn als Mensch sind wir nun einmal in der Situation Sichtweisen zu haben. Und gerade bei den Zen, Tao und watt weiß ich-Philosophen, die es wissen müßten, dass die Existenz nicht erklärt zu werden braucht, weil sie einfach da ist, gerade viele von jenen verstecken sich oft hinter einem Jaaaaahre dauernden Studium 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Bekomme ich nun, da ich es geschrieben, also nicht nur ausgesprochen habe, ein Bienchen in mein Bienchenheft?? 😉

          • Chantao schreibt:

            Du bekommst ein Bienchen und nicht ein Bienchen 😉

            • ausgesucht schreibt:

              Gefahr in Verzug! Entweder muß ich mit dem armen Bienchen zum – nein, nicht zum Imker – zum Püchjater (oder wie der heißt) oder ich muß mal ein Silvester (oder wie das heißt) Kwanten-Füsik (oder wie das heißt) studieren, um endlich Schrödingers Biene zu kapieren… 🙄

              • Chantao schreibt:

                Oder, wenn’s Dein bewußter Verstand nicht kapieren will, das ‚universelle Unbewußte‚ hat alles schon kapiert.

                Es gibt das persönliche und das universelle Unbewusste.
                Das Unbewusste mit Gewahrsein zu durchdringen,
                bringt Einsicht und Freiheit.

                Jack Kornfield

                Das liegt mir sowieso schon lange „auf der Pfanne“, dass ich einen eigenen Blogbeitrag schreibe, dass wir, die wir meinen Einzelwesen zu sein, doch alle Aspekte eines Bewußtseins sind, dass über sich selbst durch die einzelnen Aspekte reflektiert (eine Ansicht) Zu Grunde dieser Ansicht liegt die sogenannte Lehre des einen Geistes.

                Alle Wesen und alle Erleuchteten sind an sich nichts als der eine Geist, und alles andere ist nichts. Dieser Geist ist ohne Anfang, ungeboren und unzerstörbar, ohne Form, ohne Erscheinung. Er gehört nicht zu den Dingen, die existieren oder nicht existieren. Er ist weder lang noch kurz, weder groß noch klein, denn er ist jenseits aller Beschränkungen, aller Maßeinheiten, Namen, Spuren und Vergleiche. Es ist das, was immer gegenwärtig ist – aber sobald du Begriffe davon bildest, bist du sofort im Irrtum. Dieser Geist ist unermesslich und unergründlich wie die grenzenlose Leere. Sosan (um 600 u.Z.)

              • ausgesucht schreibt:

                Nicht alles, was alt ist, ist deshalb gut.
                Nicht alles, was neu ist, ist besser als Altes.

                Ich weiß nicht, welcher Hafer den Jack in seinem Kornfeld piekt, aber „das Unbewußte mit Gewahrsein durchdringen” zu wollen, ist Schwachsinn! Und jetzt bitte keine koanische Ausrede! Wenn man bestrebt ist, alles mit Gewahrsein zu durchdringen, wird auch das Unbewußte, wie sich später herausgestellt haben könnte, dabei gewesen sein. Aber solange es (noch) unbewußt ist, läßt es sich nicht bewußt gewahren…

  5. Chantao schreibt:

    Nennen wir es Zen, Tao oder wie auch immer, im Existenzialismus zumindest finden wir derlei Ansätze auch in unseren Gefilden und müssen nicht in asiatische..

    • ausgesucht schreibt:

      Es wäre ja auch arg verwunderlich, wenn derlei Ansätze nur im Asiatischen zu finden wären, denn dann wären sie geographisch oder klimatisch oder ernährungstechnisch, jedenfalls nicht allgemein bedingt. ^_^

ein Kommentar ist hier möglich:

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s