Mindestminarettmaß

Ach, da schlagen die Wellen ja mal wieder hoch: »[…] Damit reagierte Jung darauf, dass am Wochenende die AfD-Bundesvizes Alexander Gauland und Beatrix von Storch nicht nur die bekannten AfD-Forderungen nach einem Verbot von Minaretten und Muezzinrufen bekräftigt, sondern den Islam auch allgemein verurteilt hatten. „Mit dem Grundgesetz nicht vereinbar“ nannte von Storch ihn in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. […] Mit diesen Thesen von der Verfassungswidrigkeit des Islam und von der Nichtexistenz reformbereiter Kräfte „diffamiert die AfD“, so der CDU-Politiker Jung, „pauschal einen ganzen Glauben“« (Quelle: Welt online).
Interessanterweise gibt es im Grundgesetz der Bundesrepublik keine einzige Textstelle, die die Buchstaben „i”, „s”, „l”, „a”, „m” in dieser Reihenfolge enthalten würde. Ist ja eigentlich auch kein Wunder, schließlich ist das GG keine Koran-Exegese. Woher stammt dann aber die Empörung einiger deutscher Politikerdarsteller über die Aussage, daß man den Islam nicht als integralen Bestandteil Deutschlangs ansehen kann? Woher stammt andererseits die Behauptung, der Islam sei mit dem GG nicht vereinbar? Ob da wohl beide Seiten, die gerade mit mächtigen moralischen Keulen aufeinander einprügeln, ein wenig über das Ziel hinausgeschossen sind?
Apropos ‚hinausschießen‘: Wie hoch muß ein Minarett sein (oder meinethalben auch: wie hoch muß ein Muezzin singen),  um die Religionsausübung ungestört zu gewährleisten? Ganz im Ernst! Der Artikel 4 des Grundgesetzes besagt:

  1. Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
  2. Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
  3. Niemand darf gegen sein Gewissen zum Kriegsdienst mit der Waffe gezwungen werden. Das Nähere regelt ein Bundesgesetz.

Obige Frage resultiert unmittelbar aus Artikel 4.2 GG.: genügt statt der projektierten Bauhöhe nicht auch ein Meter weniger? Oder zwei oder drei oder womöglich Bauhöhe Null, also kein Minarett? Im Grundgesetz steht nichts darüber, aber vielleicht sollte man doch den einen oder anderen Imam befragen? Wobei dem Attribut ‚ungestört‘ womöglich eine entscheidende Rolle zukommt. Wie ist das eigentlich mit der „ungestörten Religions­ausübung” derer, deren Andachten und Gebete durch den Ruf des Muezzins gestört werden?

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34 Antworten zu Mindestminarettmaß

  1. lawgunsandfreedom schreibt:

    Tssss … in anderen Länden dürfen gar keine Kirchen gebaut werden. Warum sollte man hier Moscheen und Minarette erlauben?

    Weil wir tolerant sind, bzw. uns gerne als tolerant darstellen wollen? Toleranz! Das ist gut, das gibt Karmapunkte und Gutmenschen-Fleißkärtchen mit Bienchen oder Sternchen drauf.

    Tolerieren bedeutet erdulden, ertragen. Ich ertrage ja schon die optische Umweltverschmutzung und sonntägliche, spirituelle Lärmbelästigung durch unsere altehrwürdigen Kirchen kaum (weniger die Bauwerke selbst, sondern das wofür sie stehen). Da will ich erst recht nicht das Gejaule vom Muezzin hören. Das will ich aber sicher nicht mit dem GG begründen. Jeder soll in Ruhe und vor allem Stille seiner Religion nachgehen können, mich bitte aber nicht damit belästigen. Ich mache ja auch nicht an einem schönen Samstag-Mittag, wenn alle Familien mit Kind und Kegel auf den Beinen sind, ein Blót zu Ehren der Asen und Wanen im Stadtpark, das ich dann mit einem monumentalen Besäufnis und einer gepflegten Schlägerei abschließe. (Würde ich damit wohl die spanische Inquisition auf den Plan rufen?). Das „Odîn“ und „Thor“-Geplärre würde die Erholungssuchenden sicher auch belästigen.

    Albernes Null-Thema von und bei den Polit-Darstellern.

    • ausgesucht schreibt:

      Was die „altehrwürdigen Kirchen” angeht, darf hier Amy Ferrah Fowler (TBBT) zu Wort kommen: »Ich habe nichts gegen das Konzept eines Gottesglauben,
      mich verwirrt nur die Notwendigkeit einer Kirche dafür«.

      Aber was das Blót angeht, steht da nicht ziemlich prompt die Frage im Raum, ob die derzeitigen Verhältnisse nicht auch damit begründbar sind, daß die Götter eben nicht mehr besänftigt und gnädig gestimmt werden? *grübel*

  2. Marcello Francé schreibt:

    “Tssss … in anderen Länden dürfen gar keine Kirchen gebaut werden. Warum sollte man hier Moscheen und Minarette erlauben?“

    Das ist richtig. Ich finde nicht, dass wir uns auf dieses Niveau hinabbegeben sollten. Kirchen, Synagogen und Moscheen etc. sind aber Teil des “weltanschaulichen Bekenntnisses“ von Gläubigen, zudem stellen diese die Versammlungsortes einer Glaubensgemeinschaft für die “ungestörte Religionsausübung“´dar. Ich schätze diesen Artikel des Grundegesetzes sehr, obwohl mich der Name “Religionsfreiheit“ ein wenig irritiert, da er ja auch die Freiheit von Religion mit einschließt.

    “Weil wir tolerant sind, bzw. uns gerne als tolerant darstellen wollen? Toleranz! Das ist gut, das gibt Karmapunkte und Gutmenschen-Fleißkärtchen mit Bienchen oder Sternchen drauf.“ Ja, ist doch nett. Was ist die Alternative? Keine Toleranz. Ist das eine gute Idee? Bitte mit Begründung
    ;-p So wie bei dem “war on drugs“? War ja bekanntlich auch eine tolle Idee.

    Mir fällt es auch schwer, bestimmte Leute zu tolerieren, z.B. Richard Dawkins. Sowohl, weil ich nicht mit seinen m.E. recht kruden evolutionstheoretischen Thesen übereinstimme, als auch wegen seinen Weltanschauungen (der Atheismus ist egal, aber sein Missbrauch von Wissenschaftlichkeit in seinem Sinne; z.B. dass das Austragen von Kindern mit Down-Syndrom unmoralisch sei) Das ist zum Glück auch ein Punkt, der ihm auch von selbst bekennend atheistischen Forschern wie Wilson vorgeworfen wird. Aber das ist eben kein Grund, ihn nicht zu tolerieren, manches sogar zu akzeptieren: Kreationisten in die Pfanne hauen, Förderung humanistischer Ideale usw. klingt doch ganz nett.

    “Das will ich aber sicher nicht mit dem GG begründen.“ Sehr gut.

    “Woher stammt dann aber die Empörung einiger deutscher Politikerdarsteller über die Aussage, daß man den Islam nicht als integralen Bestandteil Deutschlangs ansehen kann?“ Weil seit der Ankunft türkischer Gastarbeiter hier auch der Islam Fuß gefaßt hat? Warum muss der SSW in SH nicht mal die 5%-Hürde überschreiten und ist gesellschaftlich als deutsche Minderheit akzeptiert, aber 4 Millionen Muslime als vernachlässigbar dargestellt? Sie sind ein integraler Bestandteil und sollen gefälligst so behandelt werden. Das heißt auch, dass sie sich zu unseren FD- Werten bekennen müssen.

    “Jeder soll in Ruhe und vor allem Stille seiner Religion nachgehen können, mich bitte aber nicht damit belästigen.“ Nun ist es ja eine Definitonsfrage, wo Belästigung beginnt.

    “Ich mache ja auch nicht an einem schönen Samstag-Mittag, wenn alle Familien mit Kind und Kegel auf den Beinen sind, ein Blót zu Ehren der Asen und Wanen im Stadtpark, das ich dann mit einem monumentalen Besäufnis und einer gepflegten Schlägerei abschließe. (Würde ich damit wohl die spanische Inquisition auf den Plan rufen?). Das “Odîn” und “Thor”-Geplärre würde die Erholungssuchenden sicher auch belästigen.“ Die spanische Inquisition ist glücklicherweise nicht mehr tätig, obwohl manche Forderungen nach einem Islamverbot in Deutschland dem schon näher kommen. Inzwischen ist selbst Stürzenberger (der seit Jahr und Tag nichts anderes zu tun hat, außer gegen den Islam zu hetzen) zur Einsicht gekommen, dass er lieber der AfD machen lassen kann. Was ihn nämlich schon längere Zeit gestört hat, dass er auf der Liste des Verfassungsschutzes stand, Idriz aber nicht. Bekannte von mir, die ihn kennne, bestätigen auch, dass das keine schlechte Entscheidung war (wobei Idriz bei näherem Hinsehen auch erstaunliche Kontakte hat). Einem monumentalen Besäufnis steht eventuell nichts entgegen (Art. 2 Abs. 1 Grundgesetz), sofern du nicht Leute belästigst, ÖPNV oder Autos fährst, oder irgendwelche Regelungen (die allerdings eher ausgeweitet werden) verbieten. Eine Schlägerei ist vermutlich illegal, selbst mit Einwilligung der Parteien: http://www.juraexamen.info/bgh-sittenwidrigkeit-der-korperverletzung-trotz-einwilligung-in-schlagerei/

    • ausgesucht schreibt:

      Sind denn »Kirchen, Synagogen und Moscheen etc.« wirklich und wahrhaftig »ein Teil des ”weltanschaulichen Bekenntnisses” von Gläubigen«? Braucht der transzendente Gott ein gegenständliches „Medium”? Oder braucht vielmehr der unvollkommene Glaube einen solchen Totem?

      Und ja, im Unterschied zwischen ‚tolerant sein‘ und ‚tolerant sein wollen‘ stecken ganze Welten (und manchmal Weltenbrände). Aus Erfahrung: die am lautesten eine bestimmte Eigenschaft für sich reklamieren, sind oftmals am wenigsten mit ihr gesegnet.

      Allerdings glaube ich, daß es weniger eine »Definitonsfrage« ist, »wo Belästigung beginnt«, als eine Auslegungssache; vor allem, wenn sie politisch instrumentalisiert werden kann. Es sind nun einmal alle gleich, nur manche sind etwas gleicher…

      • Marcello Francé schreibt:

        Der transzendente Gott nicht, aber seine kleingläubigen Jünger meistens schon (vgl. die Geschichte von Thomas). Ich denke, der Kirchenvater Augustinus wäre deiner Meinung- aber das ist wohl nicht unbedingt entscheidend. Als Protestant mit italienischen Wurzeln, kann ich sowohl nachvollziehen, warum man Kirchen so unauffällig wie möglich halten kann, aber auch, was am Vatikan so faszinierend ist. Natürlich ist das auch ein Symbol von Macht, aber der Trump-Tower wird ja auch nicht verboten. Mit der Toleranz bin ich geneigt dir zuzustimmen, obwohl der Umkehrschluss nicht gilt: Wenn jemand sich als intolerant bezeichnet, ist er es meist auch. Manche sind immer gleicher – bloß, meistens erkennen Leute nur, wenn sie selbst benachteiligt werden und machen Rabatz. Das z.B Charlotte Knobloch für das ZIE-M trommelt, ist eher ungewöhnlich. Dann wird natürlich gleich gesagt: „Uns ignoriert man, aber die [Diffamierung eigener Wahl einsetzen] profitieren alle davon!“
        dabei schwingt natürlich immer so eine: „Volksfeind/verräter“ -Attitüde mit, darum halte ich Ibsens Drama dazu „Ein Volksfreund“ gerade wieder für sehr aktuell. Nur wer übervorteilt wird, beschwert sich selten. Sollten andere das tun, sind wir wieder am vorigen Punkt angelangt. statt sich also der Selbstreflexion zu widmen, hackt man also lieber auf beliebige andere rum. Wenn wir die Minarette nicht wollen, müssten wir also der Fairness halber die Kirchen einstampfen wie im kommunistischen China und diese Werbung: „Spaß haben geht nur ohne Gott“ (Btw Warum sollte dem so sein? Diese fanatischen Atheisten kommen mir meistens viel unglücklicher vor als die, die – einfach Spaß haben am Leben, Glauben hin oder her) verbieten.

        • ausgesucht schreibt:

          Es scheint mir so zu sein, daß nicht nur „tolerant sein” und „Toleranz erwarten” einen heftigen Bias aufweisen, sondern auch – was Du ja auch bereits angemerkt hast – „sich benachteiligt fühlen” und „andere ins Nachteil setzen”. So ist der Mensch wohl… ^_^

          Und was die von Dir erwähnte „Volksfeind/-verräter”-Attitüde angeht, stimme ich Dir voll zu: durch moralische Überfrachtung wird ein an sich schwaches „Argument” scheinbar schlagkräftiger. Einen Versuch ist’s zumindest wert, nicht wahr?

    • lawgunsandfreedom schreibt:

      Braucht Glauben Bauwerke, die durch Türme schon einen Herrschafts- und Dominanz-Anspruch demonstrieren? (Die frühen Christen haben da gut drauf verzichten können).

      Was Toleranz angeht, da kommt mein Standardspruch: „Keine Toleranz den Intoleranten“. (Mit diesem schwarz/weißen Entweder-Oder braucht man mir nicht kommen. So primitiv und simpel laufen meine Gedankengänge nämlich nicht). Immer schön auf Toleranz pochen, so lange man Minderheit ist und die Opferkarte ausspielen kann. Das dreht sich ganz schnell, sobald man eine signifikante Minderheit oder gar Mehrheit stellt. Standardverhalten – nicht nur bei Religionen. Beispiele dazu finden sich zuhauf in der Geschichte.

      „Minderheiten, die sich von der Mehrheit bewußt distanzieren, verbrauchen so viel Toleranz für sich, daß sie für die Mehrheit nichts mehr übrig haben.“
      – Walter Lippmann

      Man braucht nur den Gedanken von „grenzenloser Toleranz“ mal weiterzudenken, dann landet man prinzipiell immer bei sehr unerfreulichen Ergebnissen. Vor allem, wenn größere Teile der Tolerierten wichtige Werte der Gesellschaft, in der sie leben, ablehnen.

      Was Besäufnis und Schlägerei angeht … das ist ein ritueller Akt meiner Religion. Hey, ich beanspruche Religionsfreiheit! Außerdem gehören da Tieropfer und die Einahme von Drogen dazu … so viel Toleranz solltest Du also schon aufbringen. Schließlich bin ich Angehöriger einer Minderheit und muß mir Diskriminierung nicht bieten lassen … oder doch? 😉

      Danke, daß Du in das Fettnäpfchen getappt bist, das ich für Interessierte sorgsam zurechtgestellt habe :mrgreen:

      Wie löst Du jetzt das moralische Dilemma auf? 😛

      • ausgesucht schreibt:

        … ich will da nicht reindrängeln, kann aber den Disput gar nicht abwarten; ich bin schon ganz hibbelig. ^_^

        • Marcello Francé schreibt:

          “Braucht Glauben Bauwerke, die durch Türme schon einen Herrschafts- und Dominanz-Anspruch demonstrieren? (Die frühen Christen haben da gut drauf verzichten können).“
          Auf Kirchtürme? Ja, aber nicht auf Versammlungsorte- bloß, dass das damals eher die Basiliken waren. Übrigens ist das nicht nur Islam- und Christenspezifisch. Die Stupas und Pagoden haben ja einen ähnlichen Effekt (und das World Trade Center und der Kreml usw.) Ich persönlich fände es unsschöner an der Laureate Street in Norilsk als direkt an einer Moschee zu wohnen. Und kann die Straße was dafür?

          “Was Toleranz angeht, da kommt mein Standardspruch: “Keine Toleranz den Intoleranten”. (Mit diesem schwarz/weißen Entweder-Oder braucht man mir nicht kommen. So primitiv und simpel laufen meine Gedankengänge nämlich nicht). Immer schön auf Toleranz pochen, so lange man Minderheit ist und die Opferkarte ausspielen kann. Das dreht sich ganz schnell, sobald man eine signifikante Minderheit oder gar Mehrheit stellt. Standardverhalten – nicht nur bei Religionen. Beispiele dazu finden sich zuhauf in der Geschichte.“
          Aber wer bestimmt denn, wer intolerant ist? Wer ist dazu befähigt? Und warum?

          “Minderheiten, die sich von der Mehrheit bewußt distanzieren, verbrauchen so viel Toleranz für sich, daß sie für die Mehrheit nichts mehr übrig haben.”
          – Walter Lippmann

          Erstaunlich, dass so ein Zitat von jemandem jüdischer Abstammung kommt. Ist die Shoah selbstverschuldet, weil die Juden, (die sich bewusst distanziert haben), ihre Toleranz aufgebraucht haben? Gut für ihn, dass er kein Aschkenasim war! Was für ein haarsträubender Unsinn. Selbst wer sich als Jude von seiner eigenen Herkunft distanziert hat, wurde nicht toleriert. Sieh dir mal die Vita von Heinrich Heine an, patriotischere Deutschen gab es damals kaum (gegen ihn verband sich neben Antisemitismus natürlich auch mangelnde Kritikfähigkeit) etc. In Italien waren 10% der Juden bis zur Einführung der Nürnberger Gesetze in der faschistischen Partei, und erst unter den Deutschen wurden viele überhaupt zur Minderheit , als die sie sich nicht mal selbst sahen. Überhaupt wollte Lippmann ja auch nicht die demokratische Mehrheitsmeinung akzeptieren, da er vorschlug, dass nur die spezialisierte Klasse für die „Herausbildung einer gesunden öffentlichen Meinung” Sorge tragen dürfe, weil die Öffentlichkeit schließlich nur aus „unwissenden und zudringlichen Außenseitern” bestehe. Wenn er also nicht auf Mehrheiten setzt, setzt alsdann auf Minderheiten, die seines Erachtens, weil sie sich vom Pöbel distanzieren (s.o.), nicht tolerant sind. Das halte ich für gefährlich, obwohl ich weiß, dass die Mehrheit nicht immer richtige Entscheidungen trifft.

          “Man braucht nur den Gedanken von “grenzenloser Toleranz” mal weiterzudenken, dann landet man prinzipiell immer bei sehr unerfreulichen Ergebnissen. Vor allem, wenn größere Teile der Tolerierten wichtige Werte der Gesellschaft, in der sie leben, ablehnen.“ Hmm, das ist eine schwierige Abwägungsfrage. Intolerant den Intoleranten ist aber nur dann sinnvoll, wenn es die richtigen Intoleranten sind, und wie bestimmen wir das? Nach dem GG, aber auch das ist Auslegungssache.

          “Was Besäufnis und Schlägerei angeht … das ist ein ritueller Akt meiner Religion. Hey, ich beanspruche Religionsfreiheit! Außerdem gehören da Tieropfer und die Einahme von Drogen dazu … so viel Toleranz solltest Du also schon aufbringen. Schließlich bin ich Angehöriger einer Minderheit und muß mir Diskriminierung nicht bieten lassen … oder doch?😉“ Ich töte random irgendwelche Menschen und behaupte, das sei a) eine Art, mich auszudrücken- Meinungsfreiheit und b) Kunstfreiheit, weil ich mich der Aleatorik bediene und c) Forschungsfreiheit, weil ich Ballistik studiere und wenn ich mich dabei filme auch noch d) Pressefreiheit. Also ein ziemlich merkwürdiger Vergleich. Es geht nicht darum, was eventuell erfüllt ist, sondern welche Paragraphen des StGBs dabei gebrochen werden. Keiner hindert dich daran, dir diese Rechte einzuklagen: http://www.sueddeutsche.de/panorama/erste-pastafari-hochzeit-in-neuseeland-1.2956642

          Ich sehe kein Problem, solange du kein Gesetz brichst. Gesetze kann man ändern. Aber wenn Unrecht geschieht, ob in Freital oder Berlin-Spandau, soll das auch verfolgt werden, egal wer es begangen hat.

          • ausgesucht schreibt:

            … dieser Kommentar scheint eher an @lawgunsandfreedom gerichtet zu sein als an mich (da war wohl gerade kein „Antwort”-Link in Sicht?), aber dennoch möchte ich kurz einhaken: Auslöser des Artikels (bzw. der Kommentierungen) war der Vorschlag, Minarette nicht (mehr) zu dulden. Es geht nicht um Versammlungsorte. Sind Insignien der Macht und einer für sich selbst reklamierten religiösen Überlegenheit Bestandteil einer (freien) Religionsausübung?

            Und was das Lippmann-Zitat angeht: »Minderheiten, die sich von der Mehrheit bewußt distanzieren, verbrauchen so viel Toleranz für sich, daß sie für die Mehrheit nichts mehr übrig haben«, glaube ich eher nicht, daß ein solches Aperçu die mehrtausendjährige Geschichte eines Volkes erschöpfend erklären sollte.

            Da fällt mir, apropos Aperçu, noch etwas ein: Ist Zuspitzung nicht ein Mittel der Ironie?

            So, nun Ihr wieder. ^_^

          • lawgunsandfreedom schreibt:

            Früher™ hat den Leuten auch eine Lichtung oder ein Hain genügt. Der Tempel an sich (wenn überhaupt vorhanden) war der Wohnsitz des Gottes und wurde von den Profanen meist gar nicht betreten. Je nach Religion.

            Religion ist vor allem dann ein Problem, wenn sie mit Politik gemischt wird. Da wird aus einem Sakralbau ganz schnell einer, der auch weltliche Ansprüche ausdrückt und nicht bloß die Gläubigen vor Wetterunbilden schützen soll.

            Aber wer bestimmt denn, wer intolerant ist? Wer ist dazu befähigt? Und warum?

            Gute Frage. Warum sollte das jemand bestimmen oder festlegen? Toleranz und Intoleranz sind heutzutage größtenteils politische Kampfbegriffe und werden verwendet um anzugreifen, zu spalten und zu diskriminieren. (Auch positive Diskriminierung gehört dazu).

            Aber letztendlich bestimmt immer noch das Individuum, was es als erträglich oder unerträglich bewertet. Das kann von Peergroup, Ideologie, Religion, usw. beeinflusst werden. Aber die Entscheidung trifft ein einzelner Mensch für sich.

            Du scheinst Walter Lippmann falsch zu interpretieren – bzw. in einen Kontext zu stellen, wo sein Zitat gar nicht hingehört. Umgekehrt geht es übrigens auch. Die Nazis waren ursprünglich eine kleine Minderheit. Sie wurden groß durch eine Form von ”Toleranz”. (Dabei wurden Rassismus, Diskriminierung und offene Gewalt gegenüber Minderheiten toleriert).

            Lippmann stellte aber auch fest, daß die von ihm früher propagierte ”Meinungskontrolle” nicht funktionieren konnte, weil auch schon die Experten einem Bias unterliegen. Außerdem schrieb er, daß die Leute meist gar nicht wissen wollen, was los ist, sondern nur die Bestätigung ihrer Vorurteile und Ansichten haben wollen. Das hat ihn ziemlich frustriert 😉

            Intolerant den Intoleranten ist aber nur dann sinnvoll, wenn es die richtigen Intoleranten sind, und wie bestimmen wir das? Nach dem GG, aber auch das ist Auslegungssache.

            Puh! Schon wieder die ”richtigen” Intoleranten. Was dem einen sein Terrorist, ist dem anderen sein Freiheitskämpfer. Da können die Gesetzeswerke noch so idealistisch sein, sie werden der Realität nur in einer halbwegs homogenen Gesellschaft gerecht werden – und auch das nur, wenn man eineinhalb Augen zudrückt.

            Was nun das weiter unten angesprochene Problem der Religionsfreiheit und der Riten angeht … da gibt’s schon so ein paar Länder in denen es vollkommen in Ordnung ist, wenn man Andersgläubige schikaniert oder tötet, so lange es im gesellschaftlich-religiösen Kontext geschieht. Das geschieht auch nicht unbedingt auf der Basis eines Gesetzeswerkes, sondern auf tradierten Regeln mit religiöser Rückendeckung. Solche Zustände haben wir seit der Aufklärung größtenteils überwunden. Die Religiösen mit Machtanspruch haben bei uns früher nicht weniger schlimm gewütet.

            Nur ein kleines Beispiel für Ungleichbehandlungen: Muslime und Juden dürfen beim schlachten gegen das Tierschutzgesetz verstoßen. https://de.wikipedia.org/wiki/Schächten
            Die Mehrheit würde für die gleiche Tat bestraft. Das ist für mich falsche Toleranz. Und dieses wortwörtliche Festhalten an längst überkommenen religiösen Geboten, die zu anderen Zeiten einen Sinn gehabt haben mögen, ist für mich ein Zeichen von Unreife.

            Aber das führt jetzt wirklich vom eigentlichen Thema weg. Ich fürchte, daß an dem Thema so viel dran hängt, daß man gar nicht anders kann, als sich zu verzetteln.

            • Marcello Francé schreibt:

              Ja, das stimmt. Noch ein Kommentar zum Schächten: Schächten ist in Deutschland grundsätzlich nicht erlaubt (juristisches grundsätzlich mit sogenanntem Ausnahmevorbehalt). “Aus religiösen Gründen können Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. Lange Zeit wurden in der Bundesrepublik Juden diese Genehmigungen meist erteilt, Muslimen dagegen meist nicht“
              Dein empfohlener Artikel 😉

              Das finde ich aber auch diskriminierend. Warum sollte Juden diese Genehmigung erteilt werden, Muslimen aber nicht? Der Prozess unterscheidet sich eigentlich nur unwesentlich. Ein grundsätzliches Verbot hingegen (wie in Polen) wäre wieder ausgeglichen, sofern festgestellt wird, dass das Tierschutzgesetz in diesem Fall höher zu bewerten ist als diese rituelle Aktion.

              Das die Juden hier anders behandelt werden, könnte vermutlich damit zusammen hängen, dass das Schächtverbot 1930 in Bayern bekanntlich “als die erste antisemitisch motivierte Verletzung der Rechtsgleichheit von Juden [galt], lange vor dem Aufkommen des NS-Regimes“- Tierschutz oder ethische Bedenken waren dort nicht ausschlaggebend; im Gegensatz zu dem drei Jahre später erlassenen Gesetz von 1933, das diesen Schritt neben Antisemitismus zusätzlich mit Tierschutz, Rassimus und Biologismus begründete.

  3. kiki0104 schreibt:

    Artikel 4.2 ist mit einem Minarett neben einer Kirche nicht vereinbar. PUNKT.
    Ich bin gläubig. (Ja, schlimm, ne?) aber ich gehe nicht in die Kirche. (Gott ist ganz cool, aber am Bodenpersonal haberts) Aber das Geplärre will auch ich mir nicht anhören müssen…
    Gegenfrage: Gibt es christliche Kirchen in islamischen Ländern?

  4. daniela schreibt:

    grundgesetze sind doch in erster linie erst mal für menschen da, nicht für religionen. oder irre ich da? wenn wir tausende religionen hätten, würden wir allen den bau ihrer „gotteshäuser“ genehmigen?
    religion ist und bleibt privatsache und sollte, meiner meinung nach, auch nur im privaten zelebriert werden. die äußerliche darstellung – und damit auch ihre abgrenzung, bzw. eingrenzung – provoziert nur und bringt nichts als ärger. ohne kreuz um den hals, ohne kippa und ohne takke (um hier nur die bekanntesten zu nennen) wäre jeder mensch einfach nur ein mensch wie jeder andere.
    was macht es besser wenn ich jedem zeigen muss das ich an die weiße miezekatze glaube – auch wenn die weiße mietzekatze das von mir verlangt hat (lege ich jetzt einfach mal so aus – lt. ihrem/meinem statut ;))

    • ausgesucht schreibt:

      Im großen und ganzen stimme ich Dir zu. Allerdings ist Dein Einstiegssatz – wie sag ich’s am besten? – heikel. Das Grundgesetz ist nicht für Menschen gemacht, sondern für Personen und für das Konglomerat aus diesen, also für den Staat. Klingt haarspalterisch und/oder krümelkackerig, hat aber erhebliche Konsequenzen; kannst’e ja mal googlen, da gib’s tonnenweise Publikationen im Netz darüber.

      Und was die Symbole der Religionen angeht, so fürchte ich, das hat zu gleichen Teilen was mit schwachem Glauben und Machtdemonstration zu tun…

      Ist denn eigentlich am „Altar der weißen Mieze” noch Platz für weitere anbetend Glaubende??? ^^

      • Marcello Francé schreibt:

        “Und was die Symbole der Religionen angeht, so fürchte ich, das hat zu gleichen Teilen was mit schwachem Glauben und Machtdemonstration zu tun…“
        ἸΗΣΟ˜ΥΣ — Iēsoũs
        ΧΡΙΣΤῸΣ — Christòs „Christus“ (der Gesalbte)
        ΘΕΟ˜Υ — Theoũ (neugr. Θεού theoú) Gottes
        ΥἹῸΣ — Hyiòs (neugr. Υιός Iós) Sohn
        ΣΩΤΉΡ — Sōtér (neugr. Σωτήρας Sotíras) Erlöse
        Der Fisch war eigentlich ein Zeichen der Schwäche (aus Angst vor Verfolgung). Das Kreuz sollte sowieso offensichtlich sein. Die Kippa bedeutet Niederwerfung vor Gott. etc. etc.
        Also- ursprünglich: nicht unbedingt. Aber tatsächlich ist dem oft so. Das hat damit zu tun, dass die fundamentalsten Kräfte sich an sowas klammern (was bleibt ihnen denn sonst konkretes?), und die meist weder besonders intelligent noch besonders gläubig sind (darum überkompensieren sie ja erst überhaupt). Hier noch ein Video von einem Muslim und einem Juden, die eben traditionell gekleidet zusammen eine Straße entlang laufen: https://www.youtube.com/watch?v=u4rYswsei3M

        • ausgesucht schreibt:

          Hmm, ich habe jetzt verschiedene Deiner Kommentierungen zu diesem Thema gelesen und bin verwirrt. Woher rührt dieser – mit Verlaub! – ein wenig belehrende Impetus? Es ist von mehreren Seiten darauf hingewiesen worden, daß ein transzendenter Gott keine handgreiflichen Insignien braucht. Diese braucht, wer seinen Gott nicht glaubt bzw. nicht traut. Diese braucht auch, wer sein Besonderssein (immerhin trägt er, wollen wir mal annehmen, einen Gott in sich oder zumindest die Behauptung, er täte es) nach außen tragen muß, um sich von anderen abzusetzen: von „Feinden”, denen er sich (moralisch) überlegen fühlt, oder von Nichtmitgliedern seine Gemeinde, die von der Gemeinde nicht die Zuwendung zu erwarten haben, die Gemeindemitgliedern zusteht. Wie antwortet Deine Exegese auf die Ansichten, die durch viele hier zusammengetragen wurden?

          Ach übrigens, das Video ist ganz nett, besagt aber ganz und gar nichts.

          • Marcello Francé schreibt:

            “Gott keine handgreiflichen Insignien braucht“ Nein, aber manche Menschen brauchen sie. Ich glaube nicht, dass man das “wer seinen Gott nicht glaubt bzw. nicht traut“ deswegen so verallgemeinern sollte. Es wäre natürlich möglich, dass irgendwann mehr den Objekten als Gott glauben (goldenes Lamm); das hat innerhalb der christlichen Kirche, aber auch unter Muslimen häufiger zu starken Gegenbewegungen wie den Ikonoklasten geführt. Das ist genauso wie Musik- Es ist kein Wunder, dass Leute wie Augustinus oder Organisationen wie der Islamische Staat Musik verbieten woll(t)en (auch und insbesondere sakrale Musik).

            Da aber alle (monotheistischen) Religionen von einer- wie auch immer gearteten Beziehung- zwischen Gott und den Menschen ausgeht, sehe ich keinen Grund, warum Zeichen nicht benutzt werden sollten, Eheringe werden ja auch getragen. Hier könnte man ja auch monieren, dass man ja dann nicht mehr als Junggeselle zur Verfügung steht, bzw. seine Ehefrau über alle anderen stellt usw.
            Einen Unterschied gibt es aber noch, wenn bspw. die Bekleidung hauptsächtlich Macht ausdrücken soll (hier empfiehlt sich auch ein Vergleich zwischen Kardinälen und Landesbischöfen).

            Allerdings könnte man das Krawattenträgern und Markenklamottenträgern usw. auch zum Vorwurf machen. Musik kann hingegen ist wie Tanz und Gebet als “Beziehungspflege“ aufgefasst werden und hat nicht per se einen Machtanspruch. Auch der Ruf des Muezzins ist an sich ja nur ein Ruf zur Versammlung, aber er kann und wird (ebenso wie das Kirchturmgeläut) bisweilen durchaus als Machtdemonstrationen verwendet/verstanden.

            “sein Besonderssein (immerhin trägt er, wollen wir mal annehmen, einen Gott in sich oder zumindest die Behauptung, er täte es) nach außen tragen muß, um sich von anderen abzusetzen: von „Feinden”, denen er sich (moralisch) überlegen fühlt, oder von Nichtmitgliedern seine Gemeinde, die von der Gemeinde nicht die Zuwendung zu erwarten haben, die Gemeindemitgliedern zusteht. “

            Naja, das gilt in den abrahamitischen Religionen aber für alle Menschen, unabhängig von ihrem Glauben, bzw., wie Feuerbach klarstellte, die Menschen schufen Gott nach ihrem Bilde, nur mit potenzierten Fähigkeiten. Nicht zwangsläufig setzt man sich von Feinden ab, es gilt einfach als Bekräftigung nach innen und außen. Welche Zuwendung genau meinst du? Aber ansonsten profitiert man grundsätzlich selten an der Zuwendung einer Organisation, bei der man nicht Mitglied ist, ob das die JU (gruseliger Gedanke) oder der ADAC ist. Natürlich muss ich als ADAC Mitglied mich nicht dauernd gelb einkleiden, aber es ist doch gut zu wissen, dass ich es kann.

            Bob Marley zum Beispiel hatte das Pech, durch die Behandlung seine Rastafrisur zu verlieren, das hat ihm wahrscheinlich den Rest gegeben- wobei er vermutlich auch mit seinen Haaren kaum länger überlebt hätte.

            • ausgesucht schreibt:

              Hmm, ich suche ein wenig nach dem roten Faden…
              Vielleicht könnten wir Konsens darüber finden, daß Insignien immer Zeichen der Macht sind (btw: der Gedanke dieses Satzes hängt nicht am ‚immer‘, sondern an ‚Macht‘; es kann auch sein, daß ein Insignum Zeichen der Ohnmacht ist, z. B. geistiger). Du schreibst es ja selbst, sogar die Krawatte ist ein Zeichen der Macht: der Macht der Mode, des Establishments etc.). Der Muezzin hat die Macht, Leute an ihre obligate Religionsausübung zu erinnern (d. h. sie aus profanen Abläufen herauszureißen). Das Glockläuten nicht anders…

              Welche Zuwendungen? z. B. in der Obhut des allmächtigen Gottes zu stehen oder „Nahrung” für die Gewißheit, das Paradies zu schauen oder vom Lebensrad abspringen zu können, oder Ort & Gelegenheit zum Treffen & Austausch mit Brüdern/Schwestern im Geist oder Schutz vor Verfolgung oder barmherzige Lebenshilfe in existenzieller Lebensnot u. s. w. u. s. f.

    • Marcello Francé schreibt:

      “wenn wir tausende religionen hätten, würden wir allen den bau ihrer “gotteshäuser” genehmigen?“ Wo liegt da das Problem? Buddel mal in der Erde rum, da findet man schon spannende Sachen; mich fasziniert z.B. auch der antike Mithras-Kult. Bin ich mit Kreuz um den Hals dann demzufolge ein Mensch wie kein anderer? Ob ich meine gedanklichen Einstellungen zur Schau stelle, verändert mich als Menschen doch nicht. Wer will überhaupt so sein wie alle anderen?Jeder ist seinem Körper gefangen, manche auch in ihrem Körper. So sagt ein Kreuz oder eine Misbaha oder eine Kippa oder eine Baseballkappe oder ein Inter Mailand mehr über meine Persönlichkeit aus, als mein Körper. “was macht es besser wenn ich jedem zeigen muss das ich an die weiße miezekatze glaube“ Du auch? Das ist doch nett. Der Unterschied zwischen erzählen und nerven ist manchmal gering, aber das ist keine Frage des Glaubens. Manchmal begegene ich Leute, die mich mit so viel unnötigem Zeug zulabern, von Problemen mit irgenwelchen mir unbekannten Leuten, von ihrer “faszinierenden“ Arbeit.- das ist nicht zu fassen (mache ich auch gerne). Faustregel: Mach es wie die Japaner. Zuhören und höflich lächeln. Erledigt.

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