2½-facher Schwachsinn

Soso, die EZB wird gegen Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit aktiv: »EZB schafft 500-Euro-Schein ab – Der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) hat entschieden, dass die größte Euro-Banknote abgeschafft wird. Befürworter versprechen sich von der Abschaffung des Scheins, dass Terrorfinanzierung und Schwarzarbeit zurückgedrängt werden. EZB-Präsident Mario Draghi persönlich hatte darauf hingewiesen, dass der 500er für kriminelle Zwecke genutzt werde: ‚Der 500-Euro-Schein ist ein Instrument für illegale Aktivitäten‘« (Quelle: SZ).
Herr, laß Hirn regnen! Wenn es den 500 €-Schein in absehbarer Zeit nicht mehr geben wird, werden halt die 200 €-Scheine das Zahlungsmittel für die angesprochenen „kriminellen Handlungen” sein. Was ist gewonnen, außer daß die Geldbehälter für die bar ausgetauschten Summen nunmehr ein 2½-faches Volumen aufweisen werden. An den Ursachen der genannten Mißstände ändert sich nichts. Oder handelt es sich um vorgeschobene Gründe und es geht in Wirklichkeit um etwas ganz anderes? ^^

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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20 Antworten zu 2½-facher Schwachsinn

  1. Sven Meier schreibt:

    Moin,
    wahrscheinlich, weil du im Laden nicht mit einem 500er bezahlen kannst 😉
    Kassiererin bei Aldi: „Macht 9,49 Euro“.
    Du: „Bitte, ich hab’s nicht kleiner“ Hö hö 😉
    Grüße von der Ostsee

    • ausgesucht schreibt:

      … so manche Kassiererin (Kasseuse, wie heißt dieser Beruf eigentlich?) blickt doch sogar bei einem 200-er recht indigniert. Da können wir den doch auch gleich mal abschaffen. ^^

      • Sven Meier schreibt:

        Klar. Meinetwegen das ganze Bargeld, gibt doch Karten. Ich komme heute schon gut (fast) ohne Bargeld aus, habe meist auch nur ein paar Euro im Portemonnaie, und zahle fast alles mit Karte. Aber ich nehme jeden Bon mit, um den Überblick nicht zu verlieren 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Wenn die Sicherheit virtuellen Geldes gewährleistet ist, braucht es wahrlich kein Bargeld mehr. Wenn! Leider ist z. Z. weder die Sicherheit der Geldkarte (bzw. des elektronischen Zahlungsverkehrs) noch die des gläsern gemachten Geldkartennutzers gesichert. Aber die totale Überwachung ist ja eh das erklärte Ziel…

  2. schlingsite schreibt:

    Ein Schritt in die richtige Richtung. Geld muß weg.

    • ausgesucht schreibt:

      Warum sollten Geldscheine weg müssen? Münzen auch?

      • schlingsite schreibt:

        War ein Scherz, denn ich habe fast keins, jedenfalls nach den Maßstäben Begüteterer. Neben dem virtuellen Geld könnte eine Parallelwährung entstehen. Es gab oder gibt doch noch den Chiemseetaler. Es müßten nur genug Leute mitmachen.

        • ausgesucht schreibt:

          Upps, den Scherz hatte ich nicht verstanden *chchch*

          Ich bin felsenfest davon überzeugt, daß Bargeld verschwinden wird (nicht aus dem Portemonnaie, da verschwindet es sowie immer auf rasanteste Weise, sondern als Zahlungsmittel). Die Obrigkeit hat von virtuellem Geld deutlich mehr Vor- als Nachteile. Munkelt man nicht gar, daß die Herstellungskosten eines Eurostückes höher als sein Nennwert (= aufgeprägte Zahl) sind? Und der Nebeneffekt, nämlich das vollkommene Offenlegen der Konsumeigenschaften jeden Bürgers (und mithin auch der Eigenheiten eines jeden), ist ohnehin von unschätzbarem Wert.

          Und ich bin ebenso fest davon überzeugt, daß es (analoge!) Parallelwährungen geben wird (Naturalien, neue „Währungen” etc.). Spätestens dann, wenn das virtuelle Währungssystem instabil geworden ist (Hacker-Attacke, Staatsbankrott, chaotisches Inflationsverhalten), werden/müssen analoge Währungen boomen…

    • Marcello Francé schreibt:

      Bist du Anarchist? Nur so interessehalber.

  3. lawgunsandfreedom schreibt:

    Macht und Kontrolle. Klar, daß mittelfristig Bargeld abgeschafft werden soll. In Schweden wird man schon komisch angeguckt, wenn man mit Bargeld zahlen will und nicht mit Karte. Draghi ist ein Banker, also ein Berufsverbrecher. Er weiß genau, daß der 500-Euro-Schein ganz schnell von anderen Scheinen oder Währungen ersetzt wird, wenn die Behauptung mit dem „Kriminellengeld“ überhaupt stimmen sollte … was sich stark bezweifle.

    Buchgeld ließe sich besser verfolgen, da es immer über das Bankensystem laufen muss. Aber auch das lässt sich mit Alternativ- und Kryptowährungen aushebeln. Das weiß Draghi als „Goldman Sachs Mann“ sicher. (Ich habe Weltverschwörungen für Blödsinn gehalten, aber die Machenschaften von Bankern, oft im Einvernehmen mit Politikern, kommen da doch nahe ran). Banken waren auch schon immer die besten Komplizen der Betrüger.

    In etlichen Ländern ist das Zahlen mit größeren Summen in Bar schon nicht mehr möglich – weil verboten. In Italien geht nichts mehr über 1000,– Euro. Frankreich hat ähnliche Regelungen.
    http://www.iknews.de/2011/12/27/italien-bargeldverbot-begonnen/

    Aber – Bargeld ist nach dem Bankengesetz derzeit noch das einzige gesetzlich zugelassene Zahlungsmittel, das angenommen werden muß. Und dafür braucht’s auch große Scheine.
    https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Service/Glossar/_functions/glossar.html?lv2=32032&lv3=62252

    Ich würde mich mal gerne mit Draghi in einem stillen Kämmerlein unterhalten. Nur er, ich und mein Werkzeugkasten. Könnte interessant werden.

    • ausgesucht schreibt:

      Formal und inhaltlich ist keinem Deiner Argumente zu widersprechen. Und trotzdem, obwohl ich mit ruhigem Gewissen jedem einzelnen Punkt zustimme, ist der Gedankengang zweifelhaft.

      Fangen wir dem letzten Satz an: »Könnte interessant werden«. Glaube ich ehr nicht, denn aus dem Nähkästchen (oder sollte man mit Blick auf die „Sparte” eher Schatzkästchen schreiben?) würde Draghi nicht plaudern, und der Rest ist Obrigkeitsblabla der bekannten Art. So gern auch ich einmal ein 4-Augen-Gespräch mit Draghi hätte, so wenig glaube ich, daß er Zugeständnisse an die Logik machen würde. Und diese ist ihm von Vater Staat und dessen Marionettenspielern (den Reichen und Mächtigen nämlich) diktiert, von ihr wird er keinen Deut abweichen. Also spar Dir die Bohne, also die … Kaffeebohne. ^_^

      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Die Bohne hab‘ ich grade (zusammen mit anderen) gemahlen und mir einen leckeren Kaffee gemacht 😉

        Außerdem bin ich nur verbal-brutal. Ausdruck von Wut und Hilflosigkeit Aufgrund der Umstände.

        • ausgesucht schreibt:

          … ich war mir nicht ganz sicher, ob nicht vielleicht doch die Bohne aus dem W.-Kasten gemeint war. Schließlich gilt ja (von so mancher Kanzel): Gewalt ist keine Lösung. Was für ein Unfug! Wenn den Geknechteten lange genug tagtäglich Gewalt angetan worden ist, werden sie sich eines Tags gewaltig wehren. Und wozu? Zurecht. ^_^

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