visuelles Emetikum

Plakat20160604

Na also! Da habe ich mein morgendliches Emetikum bereits verabreicht bekommen, diesmal auf visuellem Weg.

Dieses liebende Universum kennt mich doch gar nicht. Aber was ist eine Liebe(??) wert, die alle und alles ohne Unterschied umfaßt?

Oder kennt es mich vielleicht doch?
Dann sollte es aber auch wissen, daß ich solchem Schmonzes nicht vertraue…

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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36 Antworten zu visuelles Emetikum

  1. Chantao schreibt:

    Das Universum braucht Dich nicht zu kennen, dennDu bist das Universum, wenigstens ein Aspekt davon. Darüber hinaus hilft Dir das Universum nicht, sondern alles geschieht einfach, wie es geschieht. Wir temporären Menschlein würden dazu sagen: Zufällig, bewerten aber Zufall schon von vorneherein als negativ, also negativ gefärbt, weil wir die Kontrolle aufgeben müssen. Also stellen wir uns vor, dass wir nur zu wünschen brauchen und schon kommt die Wunscherfüllung vom Universum, dabei wäre gekommen, ohne dass wir wünschen müßten und unser Wunsch, nur in umgekehrter Zeitfolge, denn im Universum gibt es keine zeitlichen Abläufe, alles geschieht gleichzeitig in der ewigen Gegenwart. „Zeit“ ist eine Illsuion un findet nir auf unseren Uhren statt…

    • ausgesucht schreibt:

      Laß die Wörter: »Darüber hinaus hilft Dir das Universum nicht« bloß nicht vom Azmuto hören. Der bringt es fertig und wird das Universum mit einem Spruch, den man gern Kindern an die Backe zelebriert, gegen Dich aufbringen: »Dir werd ich helfen!« *kicher* ^_^

  2. Censay schreibt:

    Wundervoll. Nicht nur wegen des Wortes Emetikum. 🙂

    • ausgesucht schreibt:

      🙂

      Manchmal stelle ich mir vor, ich würde mit solchen Gurus (Guranten, Guruisten – mir fällt keine passende Bezeichnung ein), die solche Botschaften verkünden, ein Täßchen Kaffee trinken. Oder Kamillentee oder was weiß ich. Ich schätze, wir würden keinen Draht zueinander finden…

  3. Jule Wech schreibt:

    Das geläufigste Emetikum ist ja Ipecac(!)uanha … und ich finde Brech – und Kackmittel einfach famos , wenn sie so einleuchtende Namen haben … und visualisieren kann man/frau das dann ja auch ganz prima …
    Aber es stimmt , es gibt auch genügend visuelle Reize , die nicht nur emetisierend , sondern auch gleichzeitig purgatv wirken können … so harmlose Sprüche , wie der von Azmuto da oben , heben mich nicht wirklich an , sind sie doch nur auf Glauben oder Nicht-Glauben ausgelegt …
    „Aber was ist eine Liebe(??) wert, die alle und alles ohne Unterschied umfaßt?“ Ja , Mann , haste noch nie von der allumfassenden Liebe gehört ??? Tststs …
    „Oder kennt es mich vielleicht doch?
    Dann sollte es aber auch wissen, daß ich solchem Schmonzes nicht vertraue…“ Eben ! Du glaubst einfach nicht ! Wie soll das Universum einem Ungläubigen denn beikommen ???

    • ausgesucht schreibt:

      „Wie das Universum einem Ungläubigen denn beikommen [soll]?” – hm, gute Frage. Da das Universum, wenn man dem plakativen Werbeversprechen Glauben schenken darf, bedingungslos(!) alle liebt und nicht nur Gläubige, könnte es vielleicht seine Liebe für und seine Hilfe an die Ungläubigen ein bißchen verstärken, damit es wieder gerecht(er) wird. Das wäre doch mal eine versöhnliche Geste an die Ungläubigen, glaube ich. ^_^

      • Jule Wech schreibt:

        Für versöhnliche Gesten ist das Universum wohl nicht zuständig …
        Plakativen Werbeversprechen schenke ich übrigens nie (!) meinen Glauben .
        In meinem Leben habe ich allerdings gelernt , daß mir Liebe und Hilfe niemals zuteil wurden , wenn ich mich habe hängen lassen … immer erst , wenn ich mich wieder aufgerappelt hatte und selber aktiv wurde , dann kamen Änderungen zustande … nur nicht immer so , wie ich mir das vorgestellt hatte …

        • ausgesucht schreibt:

          *chchch* … das ist ja süß: wir meinen so ziemlich das gleiche, auch wenn wir es unterschiedlich formulieren. Auch ich schenke Werbeversprechen keinen Glauben, die mich von Plakaten herunter anbrüllen (und nicht nur von dort), ansonsten wäre obiger Artikel doch gar nicht entstanden. 🙂

          Übrigens ist das Phänomen, das Du da über lebenskraftspendende Zuwendung skizziert hast, außerordentlich spannend. Ich frage mich schon, was in solchen Situationen den hauptsächlichen Schub vollführt hat: die eigene Anstrengung oder die Hilfe/Zuwendung/Liebe, die erfahrungsgemäß meistens dann „eintrifft”, wenn man die Talsohle schon ein stückweit hinter sich gelassen hat. Ob man vielleicht erst dann in der Lage ist, die offen dargereichten Herzen auch tatsächlich zu erkennen?

          • Jule Wech schreibt:

            Ja , ich denke schon … während man in der Talsohle liegt , ist man kaum in der Lage , etwas anderes zu erkennen , als das eigene Elend . Erst wenn man sein Augenmerk wieder auf andere Dinge / Menschen lenkt , kann man auch wieder äußere Einflüsse erkennen … und vielleicht ist man auch erst dann wieder in der Lage eine dargereichte Hand / Herz zu erkennen .

            • ausgesucht schreibt:

              … der Mensch ist schon recht kompliziert konstruiert: wenn er der Hilfe am meisten bedarf, sind alle Wahrnehmungskanäle für Hilfe von außen am dichtesten abgeschottet.
              Seltsam, seltsam. ^^

  4. hanneweb schreibt:

    Gute Frage……. 😉
    Liebe Grüße

  5. schlingsite schreibt:

    Das Universum liebt Dich… mehr oder weniger.

  6. lawgunsandfreedom schreibt:

    Nein … nicht … klicken …. VERDAMMT! Scheißuniversum!

  7. Chantao schreibt:

    Ja, die Liebe ist eine kosmische Kraft genauso wie Gravitation oder Magnetismus, alles ist eins im Quantenschaum. Wer bitteschÖn ist Azmuto ? Muss ich das guggeln ?

    • ausgesucht schreibt:

      … von ‘müssen’ kann keine Rede sein. Andererseits kann man nie wissen, welchen Wink das Schicksal gerade auf die Weise zu geben beabsichtigte, nicht wahr? ^^

  8. Chantao schreibt:

    Dieser Beitrag ist nur eine Info und darf geschreddert werden: Der Kopf war mal wieder langsamer als die Fingers … hahahaha

    • ausgesucht schreibt:

      … sicher könnte ich ihn schreddern. Aber was wäre gewonnen, was verloren?
      Nein, der bleibt, der hat ein so hohes Maß an Unschredderität, der muß bleiben. 🙂

  9. Chantao schreibt:

    Nochmal Azmuto :

    Kehre zurück ins Meer der Glückseligkeit,
    nichts anderes ist für dich bestimmt.
    Verlasse diese Welt der Täuschung.
    Komm zurück zu mir,
    meiner Güte und Gnade.
    Verwandle dich in den Frieden selbst,
    Sei liebende Einheit und freudige Wandlung.

    Das liest sich immer wie eine Aufforderung, als wenn es eine freiwillige Sache wäre, dass wir es von uns aus tun müßten, nähh, Menschen werden geboren und sterben, man muss eben einfach nur Geduld haben, dann erledigt sich alles von alleine. Wenn ich auf solche Seiten gehe, wo irgendwelche Weisen anderen Menschlein das Heil zu bringen sich versuchen muss ich einfach schmunzeln.

  10. ananda75 schreibt:

    machen wir es doch einfacher:
    Das Leben hilft immer dem Leben –
    wenn man es nur lässt und sich nicht ständig einmischt 😉

    • ausgesucht schreibt:

      … zugegeben, es ist einfacher. Aber vielleicht auch zu einfach? Das Leben des Löwen hilft nur recht selten dem Leben des Lamms, gerade wenn das Lamm den Löwen machen läßt, statt sich einzumischen, indem es wegläuft. ^^

      • ananda75 schreibt:

        das weißt du doch gar nicht – vielleicht ist es besser für das Lamm, vom Lamm-Sein erlöst zu sein – wärest du gerne ein kleines Schaf?
        Meine Erfahrung mit Schafen sagt mir – Das ist kein Leben mit dollen Entwicklungs-Chancen

        😛 😉

  11. Marcello Francé schreibt:

    “Na also! Da habe ich mein morgendliches Emetikum bereits eingeführt bekommen, diesmal auf visuellem Weg.“ Für mich war es eher eine Portion Stickoxydul, leicht sedierend und in dem Gedanken an aus der Gruft wiederaufgestandenen Hippies mit (un)freiwilligen Lachkrämpfen verbunden.

    “Dieses liebende Universum kennt mich doch gar nicht. Aber was ist eine Liebe(??) wert, die alle und alles ohne Unterschied umfaßt?“ Also, ob “das Universum“ dich kennt, kann ich dir nicht beantworten. Eine Liebe, die alles umfasst, passt uns Egomanen natürlich nicht- aber warum sollte sie nichts wert sein? Der Wert der Liebe ist, dass sie keine der als moralisch gut betrachteten Eigenschaften ist, sondern diese Eigenschaften definiert. Die Liebe hat daher keinen Wert, sondern durch die Liebe wird alles bewertet, wie Salomos Hohelied der Liebe zeigt.

    “Oder kennt es mich vielleicht doch?
    Dann sollte es aber auch wissen, daß ich solchem Schmonzes nicht vertraue…“
    Apropos Hohelied der Liebe. Wird oft zu Hochzeiten herangezogen, und alle sind natürlcih fürchterlich ergriffen. Doch haben sie es auch begriffen? Besser war es, dass das bei uns am einzig sinnvollen Tag des Jahres rezitiert wurde- dem Buß und Bettag. Das ist eben kein Schmonz. Für mich steht die knallharte Feststellung dahinter, dass Menschen in dem
    geforderten Maße gar nicht lieben können. Das heißt aber nicht, dass das kein anderer
    kann. Deswegen ist entweder alles nichts oder alles etwas. Tertium non datur.

    “Wenn ich in den Sprachen der Menschen und Engel redete, / hätte aber die Liebe nicht, /
    wäre ich ein dröhnendes Erz oder eine lärmende Pauke. Und wenn ich prophetisch reden könnte / und alle Geheimnisse wüßte / und alle Erkenntnis hätte; / wenn ich alle Glaubenskraft besäße /
    und Berge damit versetzen könnte, / hätte aber die Liebe nicht, / wäre ich nichts.
    Und wenn ich meine ganze Habe verschenkte, / und wenn ich meinen Leib dem Feuer übergäbe, /hätte aber die Liebe nicht, /nützte es mir nichts.

    Die Liebe ist langmütig, / die Liebe ist gütig. / Sie ereifert sich nicht, / sie prahlt nicht, /
    sie bläht sich nicht auf. Sie handelt nicht ungehörig, / sucht nicht ihren Vorteil, /
    läßt sich nicht zum Zorn reizen, / trägt das Böse nicht nach.
    Sie freut sich nicht über das Unrecht, / sondern freut sich an der Wahrheit.
    Sie erträgt alles, / glaubt alles, / hofft alles, / hält allem stand.
    Die Liebe hört niemals auf. / Prophetisches Reden hat ein Ende, /
    Zungenrede verstummt, /Erkenntnis vergeht.
    Denn Stückwerk ist unser Erkennen, / Stückwerk unser prophetisches Reden;
    wenn aber das Vollendete kommt, / vergeht alles Stückwerk.

    Als ich ein Kind war, / redete ich wie ein Kind, / dachte wie ein Kind / und urteilte wie ein Kind. / Als ich ein Mann wurde, / legte ich ab, was Kind an mir war. Jetzt schauen wir in einen Spiegel / und sehen nur rätselhafte Umrisse, / dann aber schauen wir von Angesicht zu Angesicht. / Jetzt erkenne ich unvollkommen, / dann aber werde ich durch und durch erkennen, / so wie ich auch durch und durch erkannt worden bin.

    Für jetzt bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; /
    doch am größten unter ihnen ist die Liebe.“

    • ausgesucht schreibt:

      … bin ein bißchen in Eile – mein Zug fährt gleich! –, daher kurz: ein unterschiedloses Alles ist zugleich auch bedeutungslos! Wirksamkeit entsteht und wird erzeugt/aufrechterhalten durch Unterschiede. Eine undifferenzierte, allumfassende Liebe ist philosophisch ganz nett (und sorgt allemal für ein warmes Gefühl im/am Unterleib), ist aber wirkungslos.

      »Ich liebe euch (doch) alle« meint sehr wahrscheinlich: »ich liebe nichts und niemanden«, allerhöchstens ‘(nur) mich selbst’…

    • ananda75 schreibt:

      Ich glaub auch an die Liebe, vor allem und gerade an die unterschieds- und bedingungs-lose
      und ich weiß auch, dass Gott mich kennt – oder das Leben, das Universum, egal, wie man es nennt 😉
      und drittens noch find ich wichtiger als immer zu fragen „werde ich geliebt“
      mal zu gucken, wie es um meine Liebe bestellt ist
      die Liebe kann nämlich heilen – indem wir lieben heilen wir uns und das/ die/ den, was wir lieben 😉
      Alles Liebe ❤ von Ananda

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