Schicksal des Fatalismus‘

»Seien Sie doch nicht so nihilistisch!«, mit dieser munteren Aufforderung wollte mein Hausarzt offenbar die Konsultation beenden. Meine Antwort brachte ich mit versteinerter Miene vor: lediglich die rechte Augenbraue wanderte nach oben, ein formschönes Fragezeichen bildend, – Leonard Nimoy, aka Mr. Spock, hätt’s nicht besser hinbekommen.
Eine Fehldiagnose seitens des Arztes, eine mehr: Nihilismus ist unlogisch. Ich bin lediglich fatalistisch, und das aus gutem Grund. Zumindest bis die Wirkmechanismen, die diese Spezies in ihrer „verstehender Mensch”-Hybris (vgl. hier oder hier) in vollendetem Unverständnis als Schicksal abtut, als nicht existent entlarvt sind.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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16 Antworten zu Schicksal des Fatalismus‘

  1. YDU schreibt:

    Sprich weiter, lass alles raus! Nil ist mir bekannt, Hilismus kenn ich nur vom Hörensagen, beim Fata wäre vermutlich die weibliche Variante ohne diese Fragezeichenhochziehnummer, die letztlich nur zu unverschämt gut sichtbaren Falten führt, angebracht. Ach ja, „listisch“ habe ich schon einmal so ganz nebenbei gehört, sagt mir aber im Moment gerade gar nichts, sorry. Ärzte mit Häusern kenne ich einige, allerdings sagen die nur so zu ihren Villen, um unnötigen Neid im Keime zu ersticken. Ach, Spezi trinke ich liebend gerne, allerdings hat mir die Waage dieses und andere Getränke auf so eine dubiose Liste gesetzt, was ich für mich als unverständliches Schicksla betrachte. Sollte mein Kommentar als Fehldiagnose entlarvt werden, dann bitte ich um Diskretion! Nun mal ganz ehrlich, prinzipiell habe ich Deinen Beitrag verstanden, das müsste erkennbar sein …

    • ausgesucht schreibt:

      Davon, daß Du meinen Beitrag verstanden hast, gehe ich intensiv aus: übrigens kenne ich besagten Ver, auch seine Haupteigenschaft – Ver stand im Weg. ^_^

  2. YDU schreibt:

    Fat Alis Mus, das habe ich erst jetzt entdeckt, da stand mir gestern wohl der Ver im Weg! Lecker, ich sage es dir … Jetzt, wo ich gerade dabei bin, finde noch und nöcher Mehrdeutigkeiten bis zu Abwinken, deren Wirkunskmechanismen ich bei nächster Gelegegenheit entlarven werde. So grüße ich dich ganz im akuellen Iststand um in der Folge den Nachstand zu aktivieren, der die Voraussetzungen für den Verstand schafft. Alles klar? Aber was dann?

    • ausgesucht schreibt:

      Du kennst ‘Fat Ali’ auch?! Sachen gibt’s!! Und sein Mus ist unbedingtes Muß, das ist nunmal der Iststand. Mach Dir deshalb nun aber bloß keinen Umstand wegen des Nachstandes… ^_^

      • YDU schreibt:

        Das wäre mir zu umständlich, wegen so einer Banalität einen Aufstand zu machen, da halte ich lieber Abstand und falls ich nicht mehr weiter weiß, wende ich mich an den Vorstand – jetzt, wo ich von ihm spreche, fällt mir gerade ein, dass der Knauserer uns noch ein Flascherl als Einstand schuldet – sorry, fiel mir gerade ein, denn der Alkoholpegel sollte einen Mindeststand nicht unterschreiben, aber dieser Umstand ist vermutlich auch im Norden allgemein bekannt …

        • ausgesucht schreibt:

          … und ich hatte extra gesagt: „Mach keine Umstände!” 😉

          Und ja, vielleicht ist was dran, daß je weiter im Norden, desto mehr Prozente… Könnte was mit dem Breitengrad, also der Gradzahl, zu tun haben, wobei ich noch nicht weiß, wie ich von ‘°’ auf ‘%’ kommen soll. ^_^

  3. Simone Ehrhardt schreibt:

    Ich verstehe das. Mich schockiert es auch jedes Mal, wenn ein Arzt einen Fehler macht. So übertrieben menschlich … das will man doch nicht von seinem Doktor …

    • ausgesucht schreibt:

      Ja, da hast Du ein großes Wort gelassen ausgesprochen hingeschrieben. Interessanterweise laufen allerdings die Ansichten von Arzt und Patient an dieser Stelle doch stark auseinander… ^_^

      • Simone Ehrhardt schreibt:

        Bezüglich der Definition von Fehler oder dem Menschein?

        • Simone Ehrhardt schreibt:

          Verzeihung – Mensch-Sein!

        • ausgesucht schreibt:

          Aaaach, da würde ich gar keine Trennung sehen wollen: das Arztsein könnte ja durchaus paradiesisch sein, wenn die lästigen Patienten nicht wären… 😉

          Aber ganz im Ernst: irren ist (nun einmal) menschlich. Doch warum weigern sich manche Ärzte so vehement, aus nun einmal vorkommenden Fehlern letztlich etwas Gutes für die Menschlein zu machen? ^^

          • Simone Ehrhardt schreibt:

            a) Aus Unsicherheit macht man ganz merkwürdige Dinge. b) Selbst wenn Menschen einen Beruf wie Arzt oder Lehrer ergreifen, weil sie Menschen mögen und ihnen helfen wollen, kommt es sicher bei vielen irgendwann zu einem Punkt, wo die Philanthropenreserven erschöpft sind. Stell dir nur vor, tagein, tagaus, Jahr für Jahr Tausende mit denselben Krankheiten zu behandeln, die immerselben Fragen zu beantworten und mitansehen zu müssen, dass deine Patienten oft einfach zu dumm sind, einfache Regeln zu befolgen. Und dann taucht aus dieser zähen Masse einer auf und behauptet, du hättest grad einen Fehler gemacht … 😉

            • ausgesucht schreibt:

              Vermutlich ahne ich, worauf Du hinauswillst; und kann somit nur zustimmend nicken. Andererseits – ja doch, ich kann mir, mea maxima culpa, an dieser Stelle das ‘andererseits’ einfach nicht verkneifen – gibt es die Suche nach der Nadel im Heuhaufen: um jene zu finden, muß man wohl ein bißchen bei Sisyphos in die Lehre gegangen sein und jahrein jahraus Strohhalm um Strohhalm gewendet haben… ^^

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