Account-Sicherheit

Wie war das, wenn man dem derzeitigen Hype ums Thema Glauben schenken darf: Paßwörter sind per se ein ziemlich schwacher Zugriffsschutz und sie entfalten – wenn überhaupt – ihre beste Wirkung noch am ehesten, wenn sie möglichst lang und/oder kryptisch sind. Zudem sollten sie, da die Zugriffsmöglichkeiten eben alles andere als sicher sind (es werden nicht nur einzelne Accounts sondern gleich ganze Datenbanken mit User-Listen gehackt) immer wieder einmal gegen andere möglichst lange und/oder kryptische und vor allem maximal unähnliche ausgetauscht werden…
Angesichts des turnusmäßigen Paßworttausches erhebt sich sofort eine Frage, die wie mit Leuchtbuchstaben am Firmament prangt: Wie sinnvoll können Retina-Scan und andere biometrische „Rastersichtungen” (Fingerabdruck, Gesichtsform etc.) angesichts der drohenden und immer bedrohlicher werdenden Hackergefahr eigentlich sein?

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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10 Antworten zu Account-Sicherheit

  1. alltagsfreak schreibt:

    Gutes Argument. Aber derartige „Sicherheitsmßnahmen“ scheinen durch die Folgen der derzeitigen Politik noch notwendiger sein.

    • ausgesucht schreibt:

      … ich bin mir nicht sicher, ob ich in Deinen Zeilen nicht eine versteckte(!) Anspielung erahne.
      Was hat ein Retina-Scan (bei dem im Sinne des obigen Artikels gerade einmal ein einziger „Paßwort”-Wechsel möglich ist), mit dem Herumgestochere zu tun, das allzu gern als Politik bezeichnet wird? ^^

  2. Patrick H. schreibt:

    Ich finde, es ist eigentlich recht einfach. Man kann sich leicht ein komplexes Passwortschena ausdenken. Alternativ gibt es Fingerprint-Sensoren. Ich bin in einigen Online-Portalen mit einer Kombination aus festem Passwort und einer Pin, die ich aus so einem kleinen Knipser angezeigt bekomme recht sicher eingeloggt. Leider scheuen das die meisten Anbieter aus Kostengründen.

    Last but not least: KeePass nutzt eine mehrstufig verschlüsselte Datenbank, die dann lokal auf einem USB-Stick mitgenommen werden kann.
    Mithilfe dieses Passwortsafes habe ich extrem sichere Passwörter, und kann sie auf Knopfdruck einfügen… Und alles ohne Cloud, die geknackt werden kann. Dank iPhone auch mit Fingerabdruck gesichert…

    Ein komplexes Thema, aber einmal eingerichtet total easy und seit 2 Jahren bei mir „Real-Life“-getestet. 🙂

    • ausgesucht schreibt:

      Hm, da muß die Statistik wohl auch noch ein Wörtchen mitreden bei: »… und seit 2 Jahren bei mir „Real-Life“-getestet«. Die Crux ist, daß bei ein(!)maligen Ereignissen die Wahrscheinlichkeitsaussagen (z. B. für den GAU) keinerlei(!) Praxisrelvanz haben. Der Zustand ‘bisher ging es gut’ kann in der nächsten Sekunde beendet sein…

  3. richardhorn1963 schreibt:

    Ist so: Passworte kannst Du ändern, aber Dein Fingerabdruck bleibt immer gleich, und wenn die dazu gehörenden Daten in falschen Händen sind, hast Du nur noch neun weitere, dann ist Schluss. ..

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