GEZ-finanzierte Sender

Ich hatte mal einen Radiosender, den ich recht gern hörte. Nicht wegen der durch ihn versendeten Worte, sondern wegen seiner Musik (und weitgehender Werbefreiheit). Das gesprochene Wort changierte in letzter Zeit zunehmend zwischen grenzwertig und skandalös, sei es nun die Auswahl der in den Nachrichten zu sendenden Beiträge, sei es die Anmoderation für Sendungen mit Zuhörermeinungen oder seien es Kommentarbeiträge, die das politische Bild der Senderverantwortlichen unters Volk streuen.
Nun gut, das Finale aus Liszts Le Préludes (u. a. hier) wird als Achtungssignal an die Zuhörer noch nicht gesendet, wie es das – freilich für viele, viele Blechbläser speziell arrangiert – dermaleinst schon gegeben hat, damit ein Weckrrruf an das Volk errrgehe und die Wahrrrheit eindrrringlich und unmißverrrständlich verrrkündet werrrde.
Die Propagandamaschine mahlte heute anläßlich des Wahlausgangs (u. a. hier) in Mecklenburg-Vorpommern die 20,8 % der abgegebenen Wählerstimmen zu politischem Kleinholz, die die bislang vorgeturnte „Politik” für nicht wählbar halten…
Ich hatte mal einen Radiosender, den ich recht gern hörte. Nun habe ich in der Senderliste meines Radios einen freien Speicherplatz.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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8 Antworten zu GEZ-finanzierte Sender

  1. YDU schreibt:

    Ich gründe eine Band und spiele nur für Dich!? Die Kettensäge hat zugesagt, mit der Flex bin ich am Verhandeln, was die Bohrmaschine betrifft, so bin ich mir so etwas von sicher, dass die dabei ist, nur die Kreissäge und der Bohrhammer, die machen mir noch ein wenig sorgen … Ach ja, meine Stimme, du wirst es kaum glauben, sie schmeichelt den anderen Bandmitgliedern, wenn wir erst mal in Fahrt sind! Ich weiß, das ersetzt noch keinen eigenen Sender, aber eine eigene Band ist doch auch etwas! 😉

    • ausgesucht schreibt:

      … das alles würdest Du auf dich nehmen, selbst auf die Gefahr hin, als Sangeskünstler berühmt zu werden?!? Das verschlägt mir die Sprache – ansonsten hätte ich doch glatt mitgeträllert. 🙂

      • YDU schreibt:

        Was lese ich da zwischen den Zeilen und wie soll ich es interpretieren? War das bereits der Startschuss oder doch nur ein gequältes:“Fein, muss aber nicht sofort sein!“ 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Wie jetzt? Alle technische Geräte haben (mehr oder weniger) bereits zugesagt, und jetzt darf sogar noch ein Schuß mit an den Start gehen? Wer wollte es wohl wagen, eine derartige musikalische Urgewalt aufhalten zu wollen?? 😉

  2. YDU schreibt:

    Ach, was ich noch sagen wollte: Wir machen keine Zugeständnisse an den Kommerz, du bekommst also nur die reine Wahrheit zu hören – völlig unverblümt! Interessiert?

    • ausgesucht schreibt:

      Ob ich interessiert bin? Aber sowas von! Andererseits weiß ich ja gar nicht, ob ich ‘die reine Wahrheit zu hören’ überhaupt in der Lage bin…
      Vielleicht sollten wir erst mal ganz vorsichtig (aber nur nicht leise) bei einem Duett mit Kettensäge und Schlagbohrer in flex-moll beginnen (oder wie die Tonart heißt). 🙂

      • YDU schreibt:

        Ob dieser musikalische Zweig bereits musikorthografisch erfasst wurde, weiß ich nicht, aber letztlich zählt ja doch nur der Genuss! „Flex-moll“ ist aber sicher ein guter Ansatz, denn meine Flex macht einen derart traurigen Eindruck, wenn sie nicht kreischen darf … 😉

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