ein Blog-Grund weniger

Soviel vorweg: Den WordPress-Dienst nutze ich für lau. Vielleicht wäre manches anders (oder sogar besser?), wenn ich zahlendes Mitglied der WP-Gemeinde wäre? *grübel*
Was mich an WP ernstlich stört, ist, daß alle Nase lang irgendetwas geändert wird, meistens zum schlechten. Schade! Nichts gegen inhaltliche Weiterentwicklung, aber was bringt es den Betreibern der WP-Plattform, wenn auf der Admin-Seite anstelle des bisherigen Schriftsatzes einer mit verkürzter Laufweite im Fettdruck verwendet wird? Und keine Möglichkeit, das in der GUI wieder zu reparieren! Naja, einem für lau gerittenen Gaul schaut man nicht ins Maul…
Und trotzdem gibt es noch eine aus höchstem Unmut geborene Anmerkung. Die Abbildung zeigt einen Ausschnitt aus einem screenshot eines der hier publizierten Artikel, wie er sich durch WP in verschiedenen Browsern präsentiert (die Hilfslinien sind um einer leichteren Vergleichbarkeit willen nachträglich eingefügt):
wp_anzeigenZweifelsohne verwenden beide Browser die gleiche Auflösung (die roten Linien verbinden markante Punkte aus den jeweils angezeigten Seiten). Und doch wird der Text völlig anders angezeigt, da die Zeilenumbrüche unterschiedlich erfolgen. In beiden Fällen erscheint der Text in gleicher Zeilenhöhe und Schriftart (wenn mich mein Zinkauge nicht trügt: Georgia 12 pt), aber Laufweite oder Buchstabenabstand variieren.
Da ich zum Betreiben meiner Sammlung von Beiträgen (es ist kein Blog – ich weiß!) den „feurigen Fuchs” – ja, ich gestehe! – verwende, gestalte ich die Texte qua wysiwyg. Es soll ja halbwegs vernünftig aussehen, obwohl die Möglichkeiten des WP-Editors nun einmal schaumgebremst sind. Und dann betrachtet man das „Kunstwerk” in einem anderen Browser und bekommt einen Eindruck, was tiefstes Grausen ist.
Ach ja, beide Browser sind so eingestellt, daß sie die Textformate des Seitenanbieters (hier also WP) an die Browser-Anzeige durchreichen (Schriftart, Größe, Farbe etc.). Trotzdem gibt’s gruselige Anzeigeergebnisse. Und wer weiß, wie das bei anderen Browsern erst aussehen mag? Ich schäme mich dafür, nicht kontrollieren/steuern zu können, wie ich das Geschmacksempfinden anderer beleidigen kann. Das tut mir leid und ist zugleich ein weiterer Punkt auf der „eigentlich nicht mehr”-Liste.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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37 Antworten zu ein Blog-Grund weniger

  1. Andiau schreibt:

    Gut, dass ich nur Bilder poste 😀

  2. lawgunsandfreedom schreibt:

    Die Browseranzeige ist kein originaler Fehler von WordPress. Das liegt primär an den Browserherstellern, die immer noch ihr eigenes Süppchen, fernab vom W3-Consortium, kochen. Früher™ habe ich statische Webseiten für jeden Browser einzeln gebaut und die Leute per Browserweiche dahin umgeleitet, damit sie ein perfektes Ergebnis zu sehen bekamen. (Allerdings hatte man da auch noch weit weniger ausgefeilte HTML-Techniken – CSS gab’s noch nicht – und die Browser meist im Vollbild).

    Die Browser heute sind in der Fontdarstellung noch gruseliger als früher. Und sie haben natürlich auch Probleme, die neuen HTML/CSS-Befehlssätze so zu verarbeiten, daß es auf allen Browsern und Plattformen gleich aussieht. Content vom Design zu trennen war eine gute Idee – ist aber viel schwerer umzusetzen, als man dachte.

    Firefox und Safari bieten die hübschere Textdarstellung. Die von M$ dagegen beleidigt das Auge besonders, da sie die Schriftsatzregeln (Kerning, Spationierung, Laufweite) auf’s gröblichste verletzen. WordPress versucht zwar, die Ergebnisse anzugleichen, aber WP ist inzwischen ein derartiger Haufen von inkonsistentem Code, daß man sich wundern muß, daß überhaupt was brauchbares dabei heraus kommt.

    Es gibt einige WP-Alternativen, bei denen aber die Lernkurve extrem steil ist (z.B. Typo3), oder die weniger komfortabel, bzw. nur rudimentär daher kommen.

    Fazit: Primär sind die Browser schuld.

    Lösung: Artikel im Satzprogramm (InDesign, Quark XPress) schreiben. PDF machen und das als „Webseite“ verlinken. Das sieht dann in allen Browsern gleich aus (und hat natürlich wieder andere Nachteile) ^_^

    • ausgesucht schreibt:

      … ganz genau! PD-äffen (oder wie das Publizieren von PDFs heißen mag) hat andere Nachteile. Unter anderem den, daß der Zeichensatz der PDF-Datei durch einen Browser dargestellt wird (= gleiches Spiel wie bei html-Vorlagen). … … Das ist ja putzig, jetzt wollte ich ein paar Beispiele (= Links aus Blog-Artikeln) heraussuchen, in denen die Anzeige der Inhalte recht „gewöhnungsbedürftig” war, aber – o Wunder! – die häßlichen Entlein haben sich „über Nacht” zu schillernden Schwänen auf dem Publikationsteich gemausert.
      Im übrigen ist das Präsentieren von PDF-Dateien in meinen Augen nicht gerade der Inbegriff von layouterischer Schönheit und Nutzerkomfort…

      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Viele Programme bieten das einbetten der Schriftschnitte im PDF-File leider gar nicht an – deshalb wird mit System-Fonts substituiert und dann sieht das Scheiße aus.

        Als Profi-PDäffler bettet man den verwendeten Zeichensatz natürlich ein, so daß jeder Nutzer exakt dasselbe Layout und verwendeten Schriftarten zu sehen kriegt. Die Funktion kennt man als jemand, der aus dem Bereich Print/Druckvorlagenherstellung kommt natürlich. In der freien Wildbahn ist das eher unbekannt – leider.

        Über Nutzerkomfort brauchen wir nicht reden, aber perfektes Layout kriegt man mit PDF problemlos hin. Dafür ist nämlich der PDF/X Standard entwickelt worden. Wenn’s übel aussieht, dann liegt das daran, daß es mit dem falschen Programm und ohne Fachwissen erstellt wurde. Alles, was heutzutage in Druck geht, wird vorher als PDF erstellt. 😉

        Was die zauberhafte Layoutverwandlung angeht … ja, WordPress bastelt durchaus mal sinnvoll an der Userexperience herum ^_^

        • ausgesucht schreibt:

          … umso verblüffter war ich, als die PDF-Beigaben (die, wie denn sonst!!, selbstverständlich die Fonts eingebettet haben) bei ihrer Präsentation via WP-Anzeige → FF ziemlich unmöglich aussahen. *grmmmpf*

          • lawgunsandfreedom schreibt:

            Das liegt dann wohl eher an der Skalierung in WP bzw. FF und nicht unbedingt am PDF. Müsste ich mir mal ansehen. Da gibt’s mehrere mögliche Ursachen.

            Tatsächlich habe ich die Erfahrung gemacht, daß man manche Programme noch so oft dazu auffordern kann, die Fonts einzubetten. Gucke ich dann mit Acrobat (Vollversion) oder einem Pre-Flight-Programm wie PitStop Pro drüber, dann sind zwar die Font-Namen drin, aber nicht die Fonts selbst.

            Mit ein Grund, warum ich mit dem teuren Platzhirsch arbeite …

  3. Chantao schreibt:

    Thema: Verschlimmbessern Als Beispiel fällt mir da „mein“ Online-Banking ein, wo denn alles in pastellfarbenen Blöcken dargestellt wird. Als Finde-Funktion ein Link angegeben wird auf den Teil man dann klickt, den man haben möchte:
    Umsätze> Überweisung> Terminüberweisung> Dauerauftrag> mehr>
    Und ist man drin die Pfeile und so navigiert man da rum; schein an sich ganz einfach, nur man hat sich ja ein Handling angewöhnt, wie man alles managed. Es ist ja eine Sache von schnell mal eben. Und dann denkt sich irgendsoein Sesselfurzer bei der Bank in seiner Langeweile was Neues aus und erstmal muss sich Schnellmaleben-User in eine ganz neue Philosophie einlernen. So geschehen, als sich das PostGiro wieder etwas ganz Neues einfallen ließ, und selsbt erzählte in dem Brief: Mach‘ das mal eben schnell. Klaro, versucht habe ich’s, aber das Ergebnis erschien mir irgendwie nicht richtig. Ich steckte dann 45 Minuten in einer Warteschleife in der mir Musik und strenge Frauenstimme alle 3 Minuten erzählten, dass ich Verständnis zu haben habe, dass ich noch 5 Minuten warten müßte; wenn dann wirklich eine strenge Echtzeit Frauenstimme dran ist, ist man innerlich auf Krawall gebürstet. Und wenn einen die Echtzeitstimme barsch abledert, dass man doch auf die nächste Rechnung warten soll und das Problem jetzt nicht gelöst werden kann, dann fragt man sich schon, ob das Leben ohne Internet nicht entspannter und glücklicher war. Eigentlich muss doch an altgeliebten Programmen und Dienstleistungen nur eines geändert werden: Der Preis von hoch auf niedrig. Alles andere kann bewährt weiterlaufen.

    • ausgesucht schreibt:

      Oh, das hast Du die Spitze des auf einen winzigen Mißstand verweisenden Fingers aber bis zum Ellbogen in der Wunde. 😉
      Deutschland ist doch seit langem schon, was Kundenfreundlichkeit und die (wenigstens geschauspielerte) „der-Kunde-ist-König”-Einstellung angeht, eine Dienstleistungswüste. Das wurde aber auch nicht besser, als alle Unternehmen und Hans &Franz das Internet für sich entdeckt haben, weil es ja schließlich alle so machen, um sich den lästigen und ewig nörgelnden Kunden von der Pelle zu halten. Das Ergebnis sind oftmals schnell (von oftmals drittklassigen Webdesignern) zusammengezimmerte Webauftritte, die offenkundig nie einen praxisnahen Test gemacht, geschweige denn bestanden haben…
      Manchmal frage ich mich, ob die FAQs (= häufig gestellte Fragen) auf derartigen Seiten nicht vielleicht deshalb so ‘häufig’ gestellt werden, weil sie, irrsinniges und/oder realitätsfremdes Blabla kündend und nie antwortend, so oft gestellt werden müssen.

  4. Der Emil schreibt:

    Wysywig?

    Never ever. Quellcode, mit styles. Und auf FF, Chrome, Chromium, Maxthon, Opera sieht es (auch auf unetrschiedlichen Geräten) einigermaßen konsistent aus.

  5. YDU schreibt:

    Naja, einem für lau gerittenen Gaul schaut man nicht ins Mau! Schwam drüber und weiter machen, deine Leser finden Deine Beiträge keineswegs mau, lau oders sonst ein *au … 😉

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