Narrenhagen.021

Hach, so liebe ich es am meisten: klares Anforderungsprofil, damit es eine Chance für eine optimale Übereinstimmung von einbringbaren und geforderten Fähigkeiten gibt:

stellenausschreibung20160923

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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16 Antworten zu Narrenhagen.021

  1. alienaid schreibt:

    Immerhin ist keine „ausgeprägte Hands-On-Mentalität“ gefordert.

    • ausgesucht schreibt:

      … na, dann ist die Stelle ja eh uninteressant. 😉

      Aber warum sind die Datenbankschlagwörter (z. B. Berufs- oder Branchenbezeichnungen) praktisch ausnahmslos in Englisch gelistet, selbst bei der Bundesagentur für Arbeit? Bin ich etwa deshalb seit Hunderten von Bewerbungen erfolglos, weil ich das Hervorheben meiner „ausgeprägten Hands-On-Mentalität“ nicht einprägsam genug in die Hände genommen habe?! Das läßt sich ja testen: die nächsten paar Bewerbungen werden reichlich mit denglischen Versatzstücken (und sonstigen Bullshit-Phrasen) versehen sein… *grmmpf*

      • alienaid schreibt:

        „Bullshit-Phrase“ trifft den Nagel auf den Kopf. Ich habe mir schon überlegt, im nächsten Motivationsschreiben darauf hinzuweisen, dass ich mich von solchen Anforderungsbeschreibungen veräppelt fühle.

        • ausgesucht schreibt:

          Da gibt’s mehrere Möglichkeiten:

          • Die Verfasser ‘solcher Anforderungsbeschreibungen’ haben’s mit Absicht getan und erwarten, daß man seinen Unmut äußert.
            Also: Unmut äußern = gut; Demut = besser vermeiden
          • Sie überblicken nicht, was sie geschrieben/gefordert haben.
            Also: Unmut äußern = dringend vermeiden; Demut = gut
          • Sie überblicken sehr wohl, was sie geschrieben/gefordert haben, aber erwarten Demut.
            Also: Unmut äußern = dringend vermeiden; Demut = bestens!

          Ergo: statistisch gesehen werden so Arschkriecher erzogen/erwartet/bevorzugt (ein charmanteres Wort fällt mir leider nicht ein).
          Ach ja, die beste aller Welten ist das! 😉

  2. Chantao schreibt:

    Und alles für 4 Euro Brutto die Stunde (Schichtdienst von Nacht- auf Früh ….) so geschehen, als ich in der Hamburger Holsten Brauerei im Bierkeller tätig war … so nebenbei, ich bin trockener Alkoholiker (13 Jahre, damals 10) … Aber gut war, wenn ich aus der Nachtschicht kam, ich durfte immer alleine in der U-Bahn sitzen 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Ach ja, das Thema „politisch publizierte und reale Bezahlung” hatte ich ja ganz „vergessen”; die Zeitarbeitsfirmen wollen ja schließlich auch leben (aber warum muß es unbedingt eine moderne Form des Sklavenhandels sein?). Danke für den Hinweis. 😉

      … aber hattest Du nicht Angst, so ganz allein zu nachtschlafener Zeit in der U-Bahn?

      • Chantao schreibt:

        Ich war zumeist von dem Bierschleier im Flaschenkeller noch sehr betäubt. Und daheim in der Badewanne hatte ich oft Entzugserscheinungen, die Arge hatte dann auch Verständnis, dass ich das Betankungsverhältnis mit dem Arbeitgeber vorzeitig aufgekündigt habe. *Hicks*

        • ausgesucht schreibt:

          Ach ja, die arg unfähigen Koryphäen der Arge! Ein ewiger Quell der Freude! Ich habe ausdrücklich darauf hingewiesen, daß ich Buchhaltung nicht gelernt (und also auch keinerlei Abschlüsse darin) habe. Ich würde es lernen, sogar wollen, wenn sie mir ein entsprechendes Ausbildungsprogramm sponsern – und kriege postwendend drei (in Worten: drei) Bewerbungsaufforderungen, mich auf diese, jene und welche Stelle zu bewerben, die allesamt Finanzbuchhaltung (eine sogar mit Leitungskomponente) mit überdurchschnittlichem Berufsabschluß und mehrjähriger Praxiserfahrung anfordern…
          Herr, laß Hirn regnen!

          • Chantao schreibt:

            Na, die lesen eben mehr zwischen den Zeilen 😉 Oder nach dem couéschen Prinzip des „so tun als ob“, damit sich das Ergebnis dann quasi automatisch von alleine einstellt, weil normaaal, wer Führungsaufgaben in der Hochfinanz ohne diesbezüglichen Abschluß in dem infrage kommendem Berufszweig übernimmt, der kann dennoch nur wie ein Hilfsarbeiter (eigentlich politisch inkorrekt: In der Produktion nannte man mich Produktionshelfer, weil ich keinen Lagerfacharbeiter-Abschluß habe, jedoch als Kaufmann den Lageristen in der Ausbildung mit abgedeckt habe) bezahlt werden.

            Das ist so, wie wenn man eine Fachkraft für Führungsaufgaben in der Hochfinanz als 160-Euro-Job sucht, oder halbtags oder auch beim 1-Euro-Job. Viel Verantwortung, einsatzbereit in 3 Schichten aber darf nichts kosten.

            • ausgesucht schreibt:

              Jetzt hast Du mir ein schlechtes Gewissen gemacht, weil ich eine Bewerbung dort nicht mit meinem Gewissen vereinen konnte. Andererseits werde ich mir, wenn die Bewerbungstour so „erfolgreich” bleibt, bald den Luxus(!) eines Gewissens nicht mehr leisten können… ^^

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