US-Wahl 2016

Alle Achtung! Einen solchen Ausgang einer Präsidentenwahl kann es nur im Land der unbegrenzten Möglichkeiten geben. Da der Wahlausgang eh an das Dilemma von Buridans Esel gemahnt, nur daß es sich hier nicht um zwei Heuhaufen, sondern aus politischer Sicht um Pest und Cholera zu handeln scheint, bleibt nur, dem Sieger in aller Aufrichtigkeit zu gratulieren und zur Tagesordnung überzugehen.
Allerdings würde ich der aktuell laufenden Diskussion um die Ursachen des Wahlausgangs, die sich fast ausnahmslos auf Clinton & Trump fokussiert, unbedingt auch eine weitere Facette hinzufügen wollen, nämlich einen historischen Aspekt. Obwohl sich Herr Obama mächtig für Frau Clinton ins Zeug gelegt hat, ist der Sieg für die Republikaner doch mehr als nur hauchdünn ausgefallen. Und so liegt die Frage dringend nahe, ob möglicherweise ein Schatten aus der „Yes we can”-Regierungszeit düster auf die aktuelle Wahl gefallen sein könnte. Und manchmal sagt ein Bild tatsächlich mehr als tausend Worte:

obama_workdone

Bildquelle: unbekannt
(Eine Urheberrechtsverletzung liegt nicht in meiner Absicht; falls es zu einer solchen gekommen sein sollte, bitte ich um Entschuldigung und werde das Bild umgehend entfernen)

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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22 Antworten zu US-Wahl 2016

  1. filmgeist9 schreibt:

    Leider Gottes war das Ergebnis absehbar- nur nicht so deutlich. Clinton hatte zu viele Leichen im Keller. Und Trump hat die niedrigsten Instinkte angesprochen. Und er hat die Nicht- Wähler angesprochen.
    Jetzt einfach mal schauen.

  2. YDU schreibt:

    Wie tief können Wertvorstellungen sinken? „Unbegrenzt“, wenn man nur laut und oft genug „Trumpelt“ …

  3. Chantao schreibt:

    Hier ist auch wie in unseren Gefilden das Muster ersichtlich:
    Lemming-Taumel wie die Europäer oder die Deutschen …. Der Zug ist abgefahren.
    Was da so „populistisch“ gebrandmarkt wird: Populus, das Volk das durch gieriges Gebaren von Geldscheißern und Hochfinanz verarmt wurde hat in den USA gewählt. Auch bei der Bundestagswahl 17 wird der Populus den Stinkefinger in Richtung „die da oben“ zeigen, weil die deutschen Politikdarsteller es nicht schaffen, dem Populus Gutes zu tun, sondern dem Kapital in die Finger zu spielt.

    Mit der Aktion, dass Deutschland es auf Schlag mit Hunderttausenden von Einwanderern zu tun bekam ist der Pfropfen aus der Flasche geflogen, sogenannte rechtsorientierte oder asylkritische Denke darf wieder in Worte gefasst werden, aber nur, weil es einige Zeit nach dem 2. Weltkrieg verboten war solcherlei zu denken oder gar zu sagen. So hat es sich aufgestaut. Ja, das Denken und die Wortwahl wurde eingeschränkt und begrenzt mit gesellschaftlichen Zwängen.
    Wobei wir wieder beim Thema „Denken“ und „Grenzen“ wären. Grenzen mittels Zwang zu setzen zahlt sich eben nicht aus. Auch nicht, und gerade deshalb nicht, wenn man kritische Menschen in den ZDF-Medien als dumm beschimpft.

    Und nun wird alles seinen Gang gehen …. Wenn der Trumpomane das militärische Schutzgeld einfordert, dann wird es mau aussehen in Europa, dann ist LePen in FR auch nicht mehr ferne …. Die Lawine nimmt Fahrt auf.

    Und was tun unsere Politikdarsteller ? Drücken nur kläglich ihre Angst aus, dass die AfD erstarken könnte, aber nicht so markige Worte wie: Bis Ende 2017 werden wir folgendes geschafft haben; wenn überhaupt nach den letzten Landtagswahlen etwas Weinerliches kam, dann so was wie: „Wir müssen jetzt….“ Und müssen, etwas tun müssen, es drückt immer aus, dass man etwas tun soll, was man eigentlich ablehnt. Wortwahlen, Demokratiedarsteller, Geld in die eigenen Taschen. Für den Populus: Angst schüren, beschimpfen ud sich dann wundern.

    • ausgesucht schreibt:

      … noch viel deutlicher, als mit dem derzeit üblich gewordenen Mißbrauch(!) des Wortes ‘populistisch’, kann die Obrigkeitskaste doch gar nicht illustrieren, wie abgehoben sie sich vom Volke [= populus] fühlt: geduldet wird nur, was ins gleiche Horn stößt, was den Burgfrieden nicht stört. Alles andere wird nach Belieben verleumdet, gebrandmarkt und sogar(!) verfolgt. Alles(!) andere.
      Doch da alles nun mal ein Ende hat (außer freilich die Wurst mit ihren zwei Enden), wird irgendwann einmal auch das stabilste System (oder sich zumindest stabil wähnende) klanglos zerbröseln. Nicht vergessen: je größer das einstürzende Etwas, desto größer der Knall und der resultierende Schutthaufen. Deshalb stimme ich zu, daß wir (früher oder später) chaotischen Zeiten zusteurn werden. Doch wann?? ^^

  4. lawgunsandfreedom schreibt:

    Ein Großteil meiner US-Verwandtschaft sind eigentlich brave Wähler der Democrats. Diesmal hat der größte Teil von ihnen für die andere Seite gestimmt. Sie hatten Obama satt und ihnen graute es vor Hillary. „Lieber was neues, unberechenbares, als das sich abzeichnende und schlimmer werdende Übel“, war das Credo.

    • ausgesucht schreibt:

      Irgendwie habe ich den Eindruck, daß die naheliegendste „Erklärung” sehr viel Weisheit enthält: »Sie hatten Obama satt und ihnen graute es vor Hillary«. ^^

  5. The Petschmi schreibt:

    Alles Hegelsche Dialektik: These („Clinton“) und Antithese („Trump“) ergeben zum Schluss die Synthese („Machterhalt“) aus Sicht der herrschenden Eliten. Und wer die dominiert, sollte dem informierten Betrachter durchaus bekannt sein: den in keiner Forbes-Liste auftauchenden Clans der Rothschilds und Rockefellers gehören Billionen (wohlgemerkt: „deutsche“ Billionen), Bill Gates und Warren Buffet sind arme Schlucker dagegen. Noch wichtiger: den Rothschilds gehört die Geldschöpfung; bekanntlich ist die „Bank of England“ eine Privatbank eben dieser Sippe. Und das private Notenbank-Kartell der US-Federal Reserve dominieren sie bekanntlich auch (Quellen sind im Internet reichhaltig verfügbar). So funktioniert eben Plutokratie.

    • ausgesucht schreibt:

      Aber hallo! Hegel zu bemühen und dann noch auf diese faszinierende Weise – Chapeau!

      Ganz ohne jeden Zweifel: Machterhalt und -ausbau ist der Dreh- und Angelpunkt der (höheren) Politik. Wobei ich von Mr. Trump noch ein paar Überraschungen erwarte; sein deutlicher Wahlsieg war ja nun auch nicht gerade die erste (weil einzige). Ja, der (ggf. die) Präsident(in) ist die Figur, die coram publico den Bühnenzauber (oder war’s Budenzauber?) vollführt, der den Mächten im Hintergrund, also der tatsächlichen(!) Macht, genehm ist. Insofern ist ein(e) Präsident(in) nicht mehr als eine Marionette (zur Ehrenrettung: das sind wir schließlich alle in irgendeiner Form). Aber das Überraschende an Trump könnte sein, daß er aufgrund seiner munter praktizierten Nonkonformität ein paar Marionettenfäden kappen könnte. Der Mann ist clever! Die Medien möchten ihn mit all ihrer Macht als zwar reich, aber blöd/trottelig/grobschlächtig darstellen. Das dürfte er als allerletztes sein!
      Um die Präsidentschaft zu erringen, hat er die Stimmen bedient, die ihm den Weg zu ebnen vermochten. Ab Januar wird er Stimmen bedienen, die dem Machterhalt (was denn sonst?) dienen, seinem eigenen und dem seiner politisch-ökonomischen Steigbügelhalter. Und der trumpsche Pragmatismus (nicht zu verwechseln mit naiver Sprunghaftigkeit) könnte die Staaten durchaus stabil(er) halten und wird die ausländischen Beobachter allemal überraschen…

      • The PetSchmi schreibt:

        …naja, zumindest will er ja mit den Russen reden. Immerhin. Mit „Killary“ und ihrer vom Thinktank CNAS ausgearbeiteten „Sicherheits“-Strategie wären wir wohl auf direktem Weg in den WK III.

        • ausgesucht schreibt:

          Ja, genau etwas in dieser Art! Allein dadurch hat er sich bereits jetzt mehr politische Meriten verdient als so mancher der ihn verleumdenden Politiker-Darsteller…

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