Statik → Wandlung

Seit den altvorderen Griechen wissen wir es: πάντα ῥεῖ (panta rhei, „alles fließt”). Mal ganz abgesehen davon, daß der – Achtung: der, nicht ein – Fluß nicht fließt, sondern nur das Wasser in ihm, ist die Fixierung auf das Fließen ein gar zu strenges Diktum.
Der Versuch, den „alles fließt”-Gedanken durch eine (kosmetische) Umformulierung zu „retten”, etwa: ‘alles wird bewegt’ oder ‘alles bewegt sich’ oder ‘alles wird bewegt und bewegt zugleich anderes’, kommt dem Ausgangssatz gegenüber recht klobig daher und geht zudem am Eigentlichen vorbei: die Veränderung (siehe hier) ist Teil des (= jedes belie­bigen) Einzelnen; hört die Veränderung auf, wandelt sich das Einzelne in ein neues.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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10 Antworten zu Statik → Wandlung

  1. Chantao schreibt:

    Die einzige Konstante in der Existenz ist die Veränderung.

    • ausgesucht schreibt:

      Wirklich? Die einzige?

      • Chantao schreibt:

        Ja, das ist ein Axiom 😉 Darüber hinaus soll das Zitat in Teilen ja gar nicht von Chantao stammen sondern von irgeneinem Vordenker früherer Generationen 😉

        • ausgesucht schreibt:

          Nichts gegen die Vordenker, nichts gegen das Zitieren! Aber werden Axiome, die festgefroren sind und nicht mehr weiterentwickelt werden, – wenn die „Synthese” auf obigem Artikel nicht völlig haltlos ist – durch diese Festsetzung nicht gewissermaßen ent-axiom-isiert?

          Upps, das ist ja eine Denkaufgabe, nicht nur für’s Wochenende… 😉

  2. Chantao schreibt:

    Die einzige Konstante im Universum ist die Veränderung.

    Heraklit von Ephesus
    (etwa 540 – 480 v. Chr.), auch Herakleitos, griechischer Philosoph, »Der weinende Philosoph« genannt“

    aber das wissen wir ja alle

    • ausgesucht schreibt:

      … und wenn wir es nicht wüßten, würde uns Tante Wiki bestimmt weiterhelfen. 😉

      • Chantao schreibt:

        Ja, die schwerreiche Tante Wiki und ihre große Spende-verlange-Hand. Wahrscheinlich wollen die Wikis bei der ersten Mars-Mission dabei sein und sparen sich über die Weihnachtstage dumm und hoffentlich nicht dämlich.

        • ausgesucht schreibt:

          O ja, da hast Du hundertpro das richtige Thema angesprochen: die aktuelle Bettelkampagne ist überaus ätzend.

          • Chantao schreibt:

            Andererseits bin ich wohl öfter in Wiki als alles andere, das müßte mir doch einen Teuronen wert sein – andererseits basiert dieses „Wissen“ doch vom Zusammentragen freiwilliger Gratis-Verfasser. Man übernimmt das ja immer , zumindest ich, sehr kritiklos. Besonders in den Zeiten von Fake-News und Meinungsdiktatur (meine Güte, wo sind wir da hingeraten, ich wähne mich im falschen Film 😉 ) sollte man doch auch bei der Wikipedia sehr kritisch sein.

            Übrigens, was da politisch gerade abgeht kann man ganz besonders schön in den Endzeitberichten der Heiligen Schrift studieren, gibt’s auch für Kindle oder online 😉 Also können die Akteure gar nie nix dafür, ist alles vorbestimmt, also be cool – Peace.

            • ausgesucht schreibt:

              In einem gleichen sich ja unsere Ansichten: Was nichts kostet, ist auch nichts wert. Andererseits sind die Nutzer dieses schwarmintelligenten Konvolutes nicht der richtige Ansprechpartner für fianzielle Bettelaktionen. Und ich meine den Hauptnutzer, also Dich, mich, uns Konsumierende insgesamt. Eine andere Gruppe der Wiki-Nutzer dürften die Publizierenden sein. Da würde ich es eher verstehen (wenngleich ich es nicht befürworten würde), daß es eine gewisse Rechtfertigung für die bettelnde Hand gibt. Und zwar im Sinne von Publizieren als Selbsttherapie – Therapiestunden sind nun nicht gerade für lau zu „buchen”. Sehr wohl gehören aber Wiki-Nutzer zur Kasse gebeten, die dem Wesen nach weder zu der einen noch zu der anderen der genannten Nutzergruppen gehören, nämlich die Siegelbewahrer der Metadaten! Die Möglichkeit, Daten darüber zu sammeln und zu analysieren, wie Wiki wächst, sich entwickelt und genutzt wird, ist aus informatiorischer Sicht unbezahlbar wertvoll – das sollte den Data-Lords eigentlich wohl doch ein paar Eurönchen wert sein, das Objekt ihrer Begierde lebenserhaltend zu sponsern, nicht wahr?

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