1984 at its best

»Wir sind überzeugt, dass alles getan werden muss, um der Verbreitung von gefälschten Nachrichten in sozialen Netzwerken entgegenzutreten«. Klingt es nicht wundervoll, was David Schraven, der Leiter des Recherchezentrums erklärte (Quelle: faz.net), das offenbar als Partner von Gesichtsbuch agieren und Großartiges vollbringen soll?
Merke: Falschmeldungen, die im Dienste der Obrigkeitskaste von ihr und ihren Handlangern lanciert werden, um moralische Rechtfertigungen für beliebiges politisches Unrecht zu erlangen, sind gut, sind also auch nicht von der aktuellen Offensive betroffen, Nachrichtenkanäle die nicht vom Propagandaministerium von der Obrigkeitskaste steuer­bar sind, zumindest unter Kontrolle zu bringen.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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17 Antworten zu 1984 at its best

  1. YDU schreibt:

    Klar, das Probagandaministerium wird kontrolliert und ist somit aus dem Schneider! 😉

  2. lawgunsandfreedom schreibt:

    Es werden immer mehr Böcke zu Gärtnern gemacht. Bald ist der Garten kahlgefressen … und dann?

    • ausgesucht schreibt:

      Ich schätze, dann werden die Gärtner (die auf hoffnungslosem Boden bis zuletzt um „grünes Glück” rangen) zu Sünden·böcken gemacht und nicht etwa die, die für die Freßorgie verantwortlich sind… 😉

      PS: die WP-„Schleuder” ist mal wieder durcheinander – ich kann Deinen Kommentar nur noch auf diesem Weg hier ‘liken’, was ich hiermit mit Wonne getan habe. 🙂

    • ausgesucht schreibt:

      … auch eine verschrobene (oder welches Attribut auch immer zutreffend sein mag) Wahrnehmung der Realitität, ist Realität für die Wahrnehmer ihrer Realität.

  3. hansarandt schreibt:

    Deshalb ist es gut, anzuerkennen, dass es verschiedene Realitäten gibt. Leider ist das nicht immer der Fall. Gut ist es auch, die verschiedenen Realitätswahrnehmungen miteinander ins Gespräch zu bringen. Auch das geschieht zu wenig.

    • ausgesucht schreibt:

      Ich stimme zu, kann aber nicht so recht erklären, warum diese Form der Toleranz derzeit so geringgeschätzt wird. Oder gab es diese Misere schon immer, stößt mir nur im Moment besonders bitter auf?

      • hansarandt schreibt:

        Ich meine mich erinnern zu können, dass in den 70er Jahren die Streitkultur besser entwickelt war an den Schulen und an den Universitäten. Es durfte und sollte kontrovers diskutiert werden. Allerdings gab es auch damals schon Tendenzen, die eine Seite mundtot zu machen: Stichwort der „Radikalenerlass“ von Willi Brandt, der angeblich „mehr Demokratie wagen“ wollte und der Denunziation der Missliebigen als „Sympathisanten. Heute sind aus den ehemaligen Sympathisanten die Gralshüter der political correctness geworden, die jetzt tatsächlich alles und jeden terrorisieren, der nicht ihre systemkonformen Lieder singt und ihre gegenderte Sprache benutzten will.

  4. davboe schreibt:

    Hmmmm.
    Die Frage ist bestimmt schon gestellt, zumindest aber vielfach gedacht worden:
    Und wer bittschön korrigiert Correctiv?

  5. Günter Ehrens schreibt:

    Also ich nehme immer beide Realitäten: Gestern ein älteres Ehepaar mit Unterschriftenliste für sie MLPD für die Bundestagswahl, die mir am gleichen Ort schon früher begegneten. Also über Vielfalt, Ganzheitlichkeit, Meinungsfreiheit, respektieren aber nicht teilen, Marxismus Leninismus wie es „meine Lehrer sehen sollten“, Sokrates, Johann Joachim Winckelmann zur „Wissenschaft als Wahrheit“. Am Ende war ich ein Hasser der Kommunisten…, was ein Pauschalurteil ist und so nicht stimmt. Eine Frage zur Unterschrift ist nicht mehr gestellt worden…
    Heute eine ähnliche Begebenheit mit einer sich im Gespräch bekennenden älteren Katholikin, die offensichtlich unter dem Pauschalurteil der Lüge, die man diesen Menschen nach dem Krieg unterstellte, litt. Da ich sie schon einige Zeit kenne und ihre Bekannte versuche, zu unterstützen, ging das Gespräch im gegenseitigen Verstehen zu ende.
    Ich weiß jedenfalls, dass ich immer selbst viel „abbekomme“ und das tue ich seit 43 Jahren für meinen Sohn…, das ist wohl nun schon „bekannt“. Einen Guten Tag.

    • ausgesucht schreibt:

      Ich schätze, was die ‘beiden Realitäten’ angeht (oder vielleicht doch eher: die alternativen Sichten auf die Realität), dürfen wir beide uns zu einer Minderheit in D-land zählen. Nicht umsonst ist doch wohl immer wieder mal zu hören: »Erspar mir die Fakten, ich habe meine Vorurteile.«
      Und – apropos Vorurteile – was Pauschalurteile und unbegründbare Vorverurteilung angeht, eine erkleckliche Rate der Leser (♀ oder ♂) dieses Blogs halten mich für rechtsradikal, während ich meinerseits für beide Teilwörte eher das Gegenteil für mich reklamieren würde…

      • Günter Ehrens schreibt:

        Es war schon immer der Wusch der bestimmenden Generation, das Geheimnis der nachwachsenden Jugend zu ergründen. Bis heute nur Wusch. Heute ist die Kommunikation zwischen diesen über das Internet erstmals möglich ist. Deshalb haben wir uns auch hier kennen gelernt. Die Datenschützer wehren sich. Erfolgreich????
        Und nun zu Google: Input >digital pausen gumprecht< FAZ Blog: Titel "Diskontinuität? Eine neue Intelligenz in Silicon Valley". Ein interessanter Autor aus Vergangenheit und neuer Perspektive….
        Wie Goethe denken und mit Nietzsche Fragen stellen. ECCE HOMO und die Götzendämmerung?

        • ausgesucht schreibt:

          Aber hallo! Da hast Du je die Agenda entworfen für einen jahrelangen Gedankenaustausch… 🙂
          … und die Gewürzmenagerie gleich mit (nämlich Ansatzpunkte für Widerspruch): so kann es niemals fad werden. 😉

          Beispiel: Ja, ich stimme zu, die Kommunikation zwischen Jugend und „Erwachsenen” gestaltet sich oftmals recht schwierig (sofern sie nicht gar gänzlich unmöglich erscheint). Aber nein, sie wird dem Wesen nach nicht durch das iNet besser. Ist das nicht wie mit Fremdsprachen? Mit drei Brocken Spanisch und vier Phrasen Französisch und a bisserl Englisch kommt man durch die ganze Welt. Wenn beide Seiten bereit sind, sich aufeineinder einzulassen. Und wo die Sprache nicht greift, gibt es noch Mimik & Gestik…

          Das Beispiel habe ich mit Absicht gewählt: sprechen denn Jugendliche und „Erwachsene” nicht gänzlich unterschiedliche Sprachen? Mit dieser Frage richte ich das Augenmerk nicht auf die Worte, die stammen weitgehend aus dem gleichen Sprachschatz (aber schon die Jugendsprache ist eine Fremdsprache), sondern auf die Werte(!), die die Wortwahl beim Aussprechen von Sätzen und das Verständnis beim Verstehen gesprochener Worte extrem beeinflussen. Und beides – das aneinander vorbei Reden wie auch das gar nicht ahnen Können, was der jeweils andere überhaupt meint – kann durch einen weiteren Nachrichtenkanal nicht kuriert werden (was auf direktem akustischen Weg nicht funktioniert, wird mehrheitlich beim Telephonieren, SMSen oder Chatten auch nicht besser).

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