Jubel & Tränen

Sieh an: standing ovations für den (scheidenden) Bundesgauckler, der sichtlich gerührt mit seinen Tränen rang.
Ich muß es ganz ehrlich eingestehen, daß auch ich gejubelt hätte – aus Erleichterung, daß diese schrecklich unschöne politische Episode im Strudel der Geschichte hoffentlich bald dem Vergessen anheimfallen wird; irgendwie fühle ich mich in meinen Zweifeln (so hier geäußert und hier oder hier wiederholt) bestätigt.
Merke: Während der alte Brückenbauer in Rom (sprich: Pontifex bzw. Papst) heilig­sprechen kann, kann offenbar jedermann sich selbst scheinheilig sprechen.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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13 Antworten zu Jubel & Tränen

  1. Ich war ja nur kurz als Redenschreiberin für den gar nicht im Gespräch.
    Hab aber trotzdem!

    Liebe Mitbürgerinnen und Mitbetrüger,

    in dieser schweren Stunde möchte ich mein Wort direkt an Sie richten.

    Denn Freiheit, wie wir sie kennen, wofür meine Landsleute in der DDR lange kämpften- ich konnte ja nicht, war ja dauernd auf Luxusreisen im Westen, aber da hätte ich es dem Unrechtsregime aber beinah so richtig gezeigt, wenn ich nicht dauernd Geschenke hätte besorgen müssen- diese Freiheit gilt es erneut zu verteidigen.

    Und gilt diese Freiheit nicht für alle Kreaturen, die ich… äh, der Herr schuf?

    Wünschen wir alle uns nicht Frieden, Freiheit und frei von Leid und Schmerz zu sein?

    Doch was macht dieser Kremlchef wieder?

    Missbraucht die Freiheit, reitet halbnackelich durch einen Fluss!

    Und merkt dabei nicht, wie das Pferd einen Fisch tot tritt.

    Heute ist es die Wolga, morgen die Weichsel und übermorgen macht der die Nordseeschollen platt, also noch platter!

    Mögen unsere tapferen amerikanischen Freunde in dieser schweren Stunde uns, besonders aber mir, zur Seite stehen.

    Und dem BundesJogi. Ich sach nur: Sonntag, Georgien.

    Georgien, Griechenland, Gremliza!

    Cuba, Castro, CSU!

    Landsleute, wir sind umzingelt. Dennoch:

    Guten Abend

  2. lawgunsandfreedom schreibt:

    Einer der schlechtesten BRD-Präsidenten geht. Mal sehen, ob Steinmeier dessen unterirdischen Leistungen noch toppen kann. Ich bin da sehr zuversichtlich.

    In einem anderen Blog stritt man sich darüber, daß man doch aus dem Respekt vor dem Amt des Bundespräsidenten doch den scheidenden Gauckler beklatschen solle. Aber warum sollte ich Respekt vor einem Amt haben? Ich habe Respekt vor Personen, die ein Amt gut führen und die Rolle respektgebietend ausfüllen. Respekt vor dem Gauckler hatten wenige und auch der aktuelle BP wurde wohl hauptsächlich von Clowns gewählt. Was für ein Zirkus!

    • ausgesucht schreibt:

      Da stimme ich doch weitgehend (aber eben nicht ganz, in den wesentlichen Passagen allerding doch und zu 100 %) zu. Gerade der Punkt mit dem ‘Respekt vor dem Amt’: bei Wilhelm Tell war’s der Respekt vor dem Hut und Caligula »benötigte daher geeignete Repräsentationsräume« [‘Repräsentation’ ist doch gedanklich von ‘BU-Präsident’ gar nicht so schrecklich weit entfernt] für sein Hoppepferdchen etc., etc. etc.
      Und all diesen unterstellt man heute Realitätsverlust, Größenwahn oder direkten Wahnsinn – braucht’s noch mehr Worte? ^_^

  3. davboe schreibt:

    Wenn nur der Umstand, dass der eigentlich zur Wahrheit verpflichtete Prediger aus Rostock ‚Friede! Friede!‘ geplärrt hat, wo kein Friede war, nicht so ein ungutes Gefühl in mir wecken würde: Denn was wird uns sein Nachfolger verkündigen?

  4. Chantao schreibt:

    Ich kann dazu nur fragen: Wieso nennt sich das eigentlich „Wahl“, wenn das doch eigentlich nur eine große Show ist ?

    • ausgesucht schreibt:

      Richtigt – große Show! Aber wir haben wir denn nicht die Wahl(!), welcher Entertainer uns auf seine unnachahmliche Art bespaßen soll? ^^

      • Chantao schreibt:

        Ja, wir sehen jetzt klar und die Politikdarsteller auch in dem sie sich mit den „Größen“ der beruflichen Show bei ihrer „Wahl“ 1:1 auf eine Stufe stellen. Vielleicht hätten sie aber dennoch den Bundestrainer wählen sollen. Der hätte mehr Garantien bieten können. Der hätte mehr tun können für den Weltmeister der Herzen als z.B. Sabbel-Schulze.

        • ausgesucht schreibt:

          … ist aber, scheint’s, auch nicht unbedingt ’ne neue Masche, nämlich erst die Leute totquatschen (und das in bester Absicht, da etliche Politiker-Darsteller von ihren eigenen Sprechblasen überzeugt sind, aber sowas von), sich dann aber möglichst aufdringlich bei irgendwelchen Sympathieträgern (oder wahlweise auch bei Machtmenschen) anbiedern, um das eigene Scherflein in deren Schutz behalten zu können.

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