so fabulous

valentinstagDas hätte ich mir beim besten Willen nicht träumen lassen, daß dieses Woche doch noch eine gute würde. Aber diese Schaufensterauslage stimmt letztlich doch versöhnlich…
Seit Monaten, ehrlicherweise seit Jahren hatte ich ein Wochenende für mich allein. Ganz für mich allein. Zur freien Verfügung, ohne Rücksicht nehmen zu müssen auf Wünsche anderer. Und so war ich am Freitag zu Besuch bei R. Und stolperte prompt in meine Paraderolle: Müllhalde zu sein für die Sorgen und Nöte anderer.
R. klagt, klagt viel, klagt ohne Zuhörer, die auf Auswege hinweisen könnten. Und ich bin die gute Fee, die sich das anhört, die keine Ratschläge gibt (und das wohlüberlegt und aus gutem Grund) und die ihre hehre Mission einzig darin sieht, das Korsett der wohlfeilen Selbstrechtfertigungen darauf abzuklopfen, ob nicht die eine oder andere Einschnürung doch ein wenig gelockert werden könnte…
R. fühlte sich sichtlich besser – und mir stellt sich die Frage, ob Wohlbehagen etwas ist, das die Physiker als Erhaltungsgröße kennen (hier: was ich einem anderen zukommen lasse, geht mir verloren), oder ob es sich wie eine Berührungsreliqiue wie magisch vermehrt.

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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20 Antworten zu so fabulous

  1. YDU schreibt:

    Oha, das fühlt sich nach Spannung pur an: Sorgenselbstrechtferigungsmülhaldenfunktionalitätsinvestment! Einige kleine Notizen in die Hand gekritzelt und schon ist ein neuer Bestseller geboren …

    • ausgesucht schreibt:

      Na, die Hand (bzw. die Schriftgrößekleine) möchte ich sehen, in der eine Handvoll Notizen zum ‘Sorgenselbstrechtferigungsmülhaldenfunktionalitätsinvestment’ Platz fänden… 😉

      • YDU schreibt:

        Die Hand hatte ich mir als so eine Art Zwischenspeicher vorgestellt, wenn ich ehrlich bin …

        • ausgesucht schreibt:

          Wehret den Anfängen. Klar, die Hand als Zwischenspeicher steht ja praktisch immer zur Verfügung. Aber wie ist es um die Haltbarkeit der Notiz bestellt, wenn die Patschehändchen vor lauter Aufregung etwas feuchteln? Denn, nicht zu vergessen (vgl. Edison), Genie ist nur ein Prozent Inspiration, die restlichen 99% sollen Transpiration sein… 😉

          • YDU schreibt:

            Meine Händchen sind trocken, da irritiert gar nichts! Was Edison betrifft, dazu kann ich keine näheren Auskünfte geben, da er mir nie sein Patschhändchen reichen wollte. Wenn allerdings der Zusammenhang zwischen Transpiration und Genie so groß sein sollte, dann …

            • ausgesucht schreibt:

              … wenn da ‘alles trocken’ (also nix flüssig) ist und zudem noch Daten gespeichert sind, könnte man ja glatt von Festplatte sprechen. Und nun breche ich den Gedanken mal ab, um wegen des inspirirenden Gedankens nicht aus Versehen eine Sintflut auszulösen. ^^

              • YDU schreibt:

                Die klassische Trockenhandspeicherung ( THS) übertrifft die altbackene Festplatte in allen Belangen mit Leichtigkeit. Ein Übermaß an Flüssigkeit könnte unter bestimmten Bedingungen natürlich zu Dateninkonsistenzen führen, das kann ich nicht leugnen. Was die inspirationsbedingte Sintflut betrifft – nun wissen wir endlich, wie sie zustande kam – so haben nur die Steinzeitspeicher eine echte Chance …

              • ausgesucht schreibt:

                … und endlich verstehe ich auch, weshalb bei der Miniaturisierung von Festplatten die Handtellergröße eine so wichtige Etappe war? :o)

              • YDU schreibt:

                Der Fortschritt orientiert sich fast immer an der „Natur“ oder so ähnlich …

              • ausgesucht schreibt:

                *chchch* … ich hoffe, Du provozierst nicht ohne Grund. ^_^

              • YDU schreibt:

                Jetzt hast du mich verunsichert – plärrrrrrrr, heuuuuul, gräääääm, …

              • ausgesucht schreibt:

                Da bringst Du mich gerade auf eine Idee: Gibt es nicht Hunderte von Clubs der Wissenden, der Erleuchteten, der Illuminiertenaten? Wo bleibt der für mein Seelenheil, ach, so dringend benötigte Club der Verunsicherten?? ^_^

              • YDU schreibt:

                Und los geht’s! Statuten verfassen, möglichst viele Unsicherheiten einbauen, Antragsformulare auflegen und warten, bis das Pflänzchen blüht und gedeiht. Das gibt sicher irgendwann einen Präsidentenposten …

              • ausgesucht schreibt:

                … würd‘ ich ja alles tun, noch heute Nacht, wenn ich nur nicht so verunsichert wäre. ^_^

              • YDU schreibt:

                Da hilft nur eine breite Schulter, dann wird alles guuuuuut …

              • ausgesucht schreibt:

                … ich sehe da ein anatomisches Problem (oder war’s ein baustatisches?), wenn eine Schulter so breiiiiiiiiiit ist. 😉

              • YDU schreibt:

                Schultern sind immer so breit, wie die Probleme, die sie gerade „ertragen“ sollen. Scheint irgendwie genetisch bedingt zu sein …

              • ausgesucht schreibt:

                Ich weiß nicht, ich weiß nicht: ‘Probleme schultern’ oder ‘Problemschuld teeren’? Wie macht man’s richtig ^^

              • YDU schreibt:

                Immer dem Umstand angemessen reagieren, würde ich sagen. Probleme teeren find ich irgendwie cool …

              • ausgesucht schreibt:

                … mag sein, daß das cool ist, aber vergiß bitte die „Krönung” nicht: Was wäre Teer ohne Feder? ^_^

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