trotz Bruchs ungebrochen

Na, das war ja mal wieder toll! Wegen des Nachfolgetermins zu diesem hier habe ich, da ich Verspätung recht intensiv als hochgradig unangenehm empfinde, das Fahrrad genommen, um das persönliche Zeitmanagement zu optimieren. Doch die Götter hatten offenbar andere Pläne – vielleicht haben sie zuerst nur bauchwackelnd gelacht, doch dann haben sie handfeste Knüppel zwischen die Speichen des Rades geworfen.
Kennt jemand das Gefühl, das man jonglierenderweise und krampfhaft um Balance ringend empfindet, wenn bei rund 25 bis 30 km/h der Lenker direkt neben dem Lenkervorbau ohne Vorwarnung einfach so abbricht?

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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12 Antworten zu trotz Bruchs ungebrochen

  1. solera1847 schreibt:

    Oh! Das klingt dann ja eher unangenehm. Ich bin vor ein paar Jahren mal bei Tempo 40+ von der Straße geweht worden (kein Spaß). Nach dem Salto in die Botanik hatte ich drei Tage Kopfschmerzen (mit Helm, sonst wäre das sicher noch übler ausgegangen).

    • ausgesucht schreibt:

      Psst, nicht so laut! Sonst kommt noch irgend so ein „Anti-Fahrrad”-Lobbyist auf die Idee, derartige höchst unangenehme Vorfälle (Radfahrervor·fälle – ich zahl ja schon die 5 € in die Wortspielkasse) durch Drangsal & Repressalien – immer nur das Beste wollend, versteht sich – fürderhin zu vermeiden: Helmpflicht (sowieso), Wirbelsäulenprotektoren, Knie- und Ellenbogenschoner (wo bleiben Schulter- und Steißschoner??) und technisch gedrosselte Höchstgeschwindigkeit; vom Fahren bei Regen, Glatteis oder Kantenwind gleich ganz zu schweigen… 😉

  2. lawgunsandfreedom schreibt:

    Ups! Aber eine plastische Vorstellung habe ich jetzt.

    Mir ist mal bei einer Schußfahrt die Kette gerissen. Keine Rücktrittbremse mehr, aber die Vorderradbremse hat zumindest verhindert, daß ich mit knapp 40 Sachen an die Kirchenmauer geknallt bin. War immer noch schmerzhaft genug …

    • ausgesucht schreibt:

      ad primum: Kirchenmauern sollten nicht aus Feldsteinen oder Ziegeln gefügt sein, sondern aus weichem Hartschaum (klingt paradox, ist aber eine sinnvolle Mischung, um kinetische Energie weitgehend schmerzfrei „abzuleiten”)
      ad secundum: Irgendwie hattest Du einen Schutzengel, bist aber doch auf dem agnostisch-areligiösen (Rad)-Weg weitergefahren *kicher*

      🙂

      • lawgunsandfreedom schreibt:

        Nun, die Mauer war aus besonders weichem Sandstein. Außer blauen Flecken, Prellungen, Abschürfungen und einem besonders dummen Gesichtsausdruck hatte ich nichts.

        *chchch*
        Vom atheistischen Standpunkt aus: Schieres Glück, gepaart mit guten Reflexen und Instinkt.

        Vom Standpunkt des agnostischen Theisten sage ich einfach, daß es noch andere Gottheiten gibt, die kompetent und effektiv für Schutz sorgen können. Dazu brauche ich kein gefiedertes Hilfsgedöns von einer ortsfremden abrahamitischen Wüstengottheit. :mrgreen:

        Wahrscheinlich war’s aber sowieso nur ein Glitch in der Matrix …

        • ausgesucht schreibt:

          Mit Blick auf so manche „Glanzleistung” von (selbsternannten?) Programmierern, die am ehesten denn doch als Antigrammierer bezeichnet werden sollten, beschleicht mich der Verdacht, daß unsere Welt aus einer fast pausenlosen Serie von Glitches besteht und die höchst seltenen „Normalfälle” gerade das sind, was die Antigrammierer ihrerseits als Glitch einstufen… (Upps, da muß ich mir doch gleich mal selbst auf die Schulter klopfen: so ein Satz nach einem echt harten & schlauchenden Tag *grins*).

  3. Lenker aus Karbon oder ödem Alu? Bei Stahl sieht man, wann ein neuer ran muss.
    Aber, wie meinte so ein Deutscher, Marmor, Stein und Eisen brechen nie….. ja doch…. !

    • ausgesucht schreibt:

      Eben! Er sang ja schließlich nicht: »Marmor, Stein und Alu brechen…« 😛
      Nachdem der alte Alulenker wie ein Dackelohr aussah, habe ich mir jetzt einen Stahllenker ans Rad fummeln lassen. Kommentar des Fahrraddoktors: »Das Letzte, was von diesem Rad dahingehen wird, wird wohl der Lenker sein – also irgendwann nach der nächsten Eiszeit«. Jetzt, wo ich das zitiere, fällt mir ein, daß er möglichwerweise einen ganz anderen Inhalt im Sinn hatte: »Alles andere an diesem Rad wird sehr, sehr bald hinüber sein – wir sehen uns in kürze wieder«. Au Backe! 😉

  4. lehrerseele schreibt:

    Also mir ist zwar mal der Lenker gebrochen, da war ich aber noch Kind und mein Vater hat es festgestellt, bevor ich fahrend einen Unfall hatte.
    Seither fahre ich nicht mehr mit dem Vorderrad gegen den Bordstein, sondern steige ab oder reiße im Fahren das Rad hoch.

    • ausgesucht schreibt:

      … umso verwirrter bin ich, weil ich mit meinem Rad doch sehr pfleglich umgehe *grübel*
      Wollte mir mein Schutzengel nun sagen, daß ich lieber ab- und auf Schusters Rappen umsteigen soll oder lieber gleich auf eine Benzinschüssel???

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