geführtes Führen

Neulich fragte mich jemand, welches Leben ich wohl führe. Nein, es war keine Frage, die wie: »Ist das das Leben, das du führst?« klang, sondern wirklich – Mimik und Gestik ließen es vermuten – eine im Sinne von: »Welches Leben führst du?«

Wer würde so verwegen sein zu behaupten, daß er dieses oder jenes Leben führen würde. Ist es denn nicht das Leben, das jedweden führt, ohne sie oder ihn nach Wünschen, Träumen, Hoffnungen oder Zielen zu fragen?

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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13 Antworten zu geführtes Führen

  1. Günter schreibt:

    Das war mein Ziel, ob es so bleibt wird sich zeigen… Froh darüber bin ich, dass ich nicht so geworden bin, wie ich sollte.

    • ausgesucht schreibt:

      Hmmm, das nenne ich einen markigen Spruch: „dass ich nicht so geworden bin, wie ich sollte”. Was sagen denn Eltern, Ehefrau/-mann, Lehrer, Freunde, Gefährte etc. dazu? 😉

  2. lawgunsandfreedom schreibt:

    Scheint viele Leute zu geben, die Kontrollillusionen haben. Krone der Schöpfung, oder so …
    Wäre ich Christ, würde ich sagen: „Der Mensch denkt und Gott lenkt“. ^_^

  3. Chantao schreibt:

    Siehste: Und so unspektakulär ist DIE Erleuchtung.

    • ausgesucht schreibt:

      Ach, weißt Du, lieber als ein einziges 500 W-Spot-Light ist mir ein Kronenleuchter aus einhundertdreiundzwanzig 1 bis x W-Einzel-erleuchtungen… ^_^

  4. Chantao schreibt:

    Neee, ich meinte damit: (Und genauso hast Du ja auch geantwortet), weil viele immer hinterherjachten hinter DER Erleuchtung; viele Bücher wurden schon darüber verzapft, wie man sie erlangt, dabei kann man sie gar nicht erlangen. Das ist eben das Paradoxe daran, weil nämlich DIE eRLEUCHTUNG IN SOLCHEN wORTEN; WIE DAS eINGANSPOSTING SIE ausdrücken Aspekte für eine spekulativ angenommene EINE Erleuchtung beinhalten. Ich schmücke mich oft mit Zen-Zitaten, aber nur, weil ich sie interessant finde, nicht das ich deshalb „praktizierend“ wäre. Oft in Foren diesbezüglich möchte man mich auseinanderpflücken und innerlich habe ich ein Grinsen, den dieser ganze östlich-alte angehauchte und fehlerhaft in die Neuzeit transferierte Schmonsens besteht einfach nur aus Worten, die bei dem einen so, bei anderen eben anders ankommen. Der Ängstliche phantasiert sich den lieben Gott und der Mutige steckt sich in die Buddhisten-Rolle.

    Näh, ich finde Lampen auch mehr erleuchtend 😉

    • ausgesucht schreibt:

      Köstlich! Da kann ich nur zustimmend nicken. Ich könnte mich nämlich auch zerreißen (zumindest ist das Grinsen breit genug dafür), wenn selbsternannte Missionare im Dienste einer Wahrheit, die sie selbst wohl nie geschaut haben (weil es sie so vielleicht gar nicht gibt bzw. geben kann), andere zu bekehren versuchen und dafür in einen toleranzfreien „Du mußt”-Dogmatismus verfallen… 😀

      • Chantao schreibt:

        😉 Man meint ja, wenn DIE Erleuchtung erreicht ist, dann hat mal alle Ziele erreicht, die man nur erreichen kann, DAS ABSOLUTE Ziel … Tja, so, wie ich es verstanden habe braucht es nicht sooo viel dazu: Wenn der Punkt erreicht ist, dass es nichts mehr zu sagen gibt, sollten die Gedanken schweigen … Irgendein „Meister“ meinte: Es gibt nichts zu erreichen. Nun, eigentlich hätte ich an dieser Stelle nur ein lachendes Gesicht malen wollen ohne Worte, denn Du hast es auf den Punkt gebracht. 🙂

        „Ein einziger Gedanke des schweifenden Geistes ist die Wurzel von
        Geburt und Tod in der Welt. Fasse einfach keinen einzigen Gedanken,
        und die Wurzel von Geburt und Tod wird ausgerottet sein.

        Mazu“

        • ausgesucht schreibt:

          Schön, daß wir uns über einige Punkte einig sind. 😉
          Nur dem Mazu-Spüchlein kann ich nur wenig abgewinnen. Irgendwie sind Ursache und Wirkung kaum nachvollziehbar verquickt bzw. hinreichende und notwendige Bedingungen imho nicht gebührend gewürdigt. Ein Beispiel, das der Illustration dienen soll, wenngleich es etwas zugespitzt sein mag: Voraussetzung für das Sterben ist zu leben. Also sind Menschen ganz trivial unsterblich zu machen – verhindere deren Zeugung.

  5. Marcello Francé schreibt:

    “…ohne sie oder ihn nach Wünschen, Träumen, Hoffnungen oder Zielen zu fragen?“ Ach geh, sei doch nicht so pessimistisch 😀 Ich für meinen Teil werde schon ab und zu vom Leben danach gefragt, allerdings kann es dennoch durchaus sein, dass es dann so endet: https://www.youtube.com/watch?v=OICl9AwX_7o (3. Sketch). Naja, Sellerie eben.

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