Schorle

Ganz unumwunden gebe ich es – nicht nur, um das Abendgebet abkürzen zu können — zu, daß ich mit spöttischem Argwohn auf Schorletrinker schaue. Was soll das: nicht mutig genug, um einen Wein zu genießen, nicht asketisch genug, um sich mit frugalem Wasser zufrieden zu geben?
Als einzige Ausnahme, nicht zuletzt wegen der aktuellen Temperaturen, lasse ich eine Rum-Schorle gelten, und diese möglichst heiß kredenzt (siehe hier).

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Über ausgesucht

…desillusioniert
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55 Antworten zu Schorle

  1. moserschreibt schreibt:

    Ganz Ihrer Meinung! 👍
    Nur das preußische „Schorle“ tut meinen Wiener Ohren weh 🙉😂

  2. lawgunsandfreedom schreibt:

    Das klassische Grog-Rezept:
    Rum muß sein
    Zucker kann sein
    Wasser muss nicht sein

  3. Günter Ehrens schreibt:

    Ich mag den 54 % igen sehr selten zur besseren Verdauung pur. Übrigens zu jeder Jahreszeit.

    • ausgesucht schreibt:

      … auch eine auf schwäbisch geklöppelte Schorle kann mich nicht so recht umstimmen. 😉

      • thomasfaberblog schreibt:

        Das ist pfälzisch und hat mit schwäbisch nichts zu tun ^^. Erfrischend ist so ein Getränk jedenfalls :).

        • ausgesucht schreibt:

          Gerade, als ich den Kommentar abschickte, fiel es mir auch auf. Ich bitte vielfach um Verzweiflung! 🙂

          • mickzwo schreibt:

            So viel Zeit muss sein 🙂

            • ausgesucht schreibt:

              🙂
              Wenn sie doch nur nicht so rennen würde, die Zeit; man kommt ja gar nicht so schnell hinterher… 😉

              • mickzwo schreibt:

                Stimmt! Irgendwie ist das blöd, oder?

              • ausgesucht schreibt:

                Ja, stimmt, stimmt irgendwie. Aber ist das Attribut ‘blöd’ an dieser Stelle auch zurecht verwendet?
                Die Zeit rennt, das ist ihre Eigenschaft. Um mitzukommen, müssen wir uns was einfallen lassen.
                Wo ist da der Platz für Blödheit? *grins*

              • mickzwo schreibt:

                Irgendwo muss Platz für Blödheit sein. Sonst gibt es keinen Fortschritt. Und wenn es nur die Tatsache ist, dass die große Mehrheit der Zeit hinterher läuft. Die Zeit an sich hat ja gar keine Eigenschaft. Zeit vergeht immer auf die gleiche Art. Alles andere machen Menschen.

              • ausgesucht schreibt:

                Im Grunde stimme ich zu, wenn nur das Wort „Blödheit” nicht in dem Satz stünde. Fehler zu machen ist keine Blödheit, nicht in der eigenen noch in der gesellschaftlichen Entwicklung (oder halt in Fragen des „Fortschritts”, was immer das sein soll), sondern das blanke Gegenteil von Blödheit, nämlich ein Zeichen geistiger Agilität…

                Ist im übrigen – soviel Kōan muß sein – nicht sogar die Eigenschaft der Zeit, selbst keine Eigenschaft zu haben, von Menschen gemacht? 😉

              • mickzwo schreibt:

                Ich bin kein Experte für politisch korrekte Ausdrücke. Auch wenn es dem ein oder anderen so scheinen mag. Es gibt keine wirklich blöden Fragen. Aber dumme Antworten en masse. Und darum bin ich so erpicht auf dieses böse Wort mit ‚b‘ am Anfang.

              • ausgesucht schreibt:

                Hab ich’s doch gleich geahnt, daß wir einer Meinung sind. Ja, es gibt Blödheit, und nicht zu wenig. Und es gibt sie nicht nur, sie grassiert. Nur benennen darf man sie nicht, deshalb wurde ja das Zensur-Instrument geschaffen, das sich „politische Korrektheit” nennt. Man darf Blödes nicht blöd nennen, es sei denn, es dient der Diskreditierung des „Gegners”; da ist es politisch korrekt, alles, aber auch wirklich alles blöd zu finden…

                Ach, ich hör mal lieber auf, ehe die Pferde mit mir durchgehen, das wär ja gar zu blöd. 😉

  4. YDU schreibt:

    Schorle, morle, korle, kei
    das ist doch der letzte Schrei!
    Schorle, porle, pimpanell,
    trink deine Schorle immer schnell!
    Schorle, knorle, quorelei,
    beim Schorlen bin ich immer dabei!
    Was ich über Schorle sicher weiß,
    wer nur faul rumsitzt und nichts schafft,
    der wird vom Schorletrinker sehr begafft!
    Denn nach der Arbeit, trinkt der Korle,
    mit seinen Freunde seine Schorle,
    wer den Sinn dahinter nicht versteht,
    dem ist nicht zu helfen,
    vom Schicksal wird er arg gequält!
    So endete an einem Tage nun die Schorlerei,
    da ein Slibowitz, der kam vorbei,
    worauf der Korle in Klorbowitz ließ sich umbenennen,
    die Schorlebrüder entgeistert durch die Welt nun rennen,
    jedoch sie mussten bald erkennen, dass der Slibowitz,
    der doppelt gebrannt, der Schorle entriss das Ehrenband!

    • ausgesucht schreibt:

      Den Pflaumenschnaps als Schorle trinken?!
      Kann man denn noch tiefer sinken?
      Besiegeln wir den Bund mit Korle
      viel besser mit Lord Grogges Schorle.

      • YDU schreibt:

        Pflaumensaft schmeckt wunderbar,
        frag doch mal an einer Bar,
        falls du triffst den Korle mal beizeiten,
        wird er zu einem Schnäpschen dich geleiten,
        dann wird die Wahrheit sprechen aus deinem Munde:
        Ein Hoch dem P-Saft wirst du rufen in die Runde!

        • ausgesucht schreibt:

          Na, hoffentlich ist das kein Witz, kein Sliwo·Witz. :o)

          • YDU schreibt:

            Bitte nicht den tschechischen Saft, nur aus Serbien kommt die wahre Kraft! 😉

            • ausgesucht schreibt:

              Sieh an, endlich mal eine Gelegenheit zu einer (hoch)geistigen Studienreise… 🙂

              • YDU schreibt:

                Gibt es auch andere Kriterien für die Wahl eines wohlfeilen Ferienziels? * grübel, grübel,grübel* Nö, fällt mir jetzt auf die Schnelle gar nix ein! Habe gehört, dass manche wegen die Aussicht rumfahren oder gar irgendwelche Kirchen und Klöster besichtigen wollen. Aber jetzt mal ganz ehrlich, jeder weiß, was hinter den Klosterbesuchen in Wirklichkeit steckt: Die Brauerei oder die Brennerei mit ihren Produkten!

              • ausgesucht schreibt:

                Fehlt eigentlich nur noch der letzte (der alles entscheidende) Schritt: Slibowitz statt Meßweins! 😉

              • YDU schreibt:

                Hmmmm, nun frage ich mich gerade, ob Jesus sein Feste nicht mit Slibowitz gemacht hätte, so er ihn gekannt hätte? Obwohl – Slibowitz in Weinmengen getrunken, hätte er Bewegung vermutlich ein wenig an Schwung genommen…

              • ausgesucht schreibt:

                … oder ihr erst den richtigen Schwung mitgegeben, so den seitlichen, den leicht torkelnden. 😉

              • YDU schreibt:

                Andererseits, wenn man die Entwicklung der Organisation und ihre Vorgangsweisen betrachtet, dann könnte man annehmen, dass sie den Stoff irgendwann heimlich gewechselt hätten …

              • ausgesucht schreibt:

                … kann ich nicht glauben. Immerhin ist Meßwein ein recht sicherer Garant gegen Konvertiten aus Mohammeds Dunstkreis. Andererseits wäre ja auch Slibowitz harām.
                Vielleicht sollte man die Idee mit den kleinen brennenden Handtäschchen ein wenig forcieren: statt Weihrauchs mal ’n paar dröhnende Stoffe, oder so. 🙂

              • YDU schreibt:

                Steht da die Gründung einer neuen Glaubensgemeinschaft ins Haus? Einfach das alte Buch etwas anders auslegen und an den Details feilen und schon wäre wieder etwas los in den europäischen Landen …

              • ausgesucht schreibt:

                Vielleicht steht sowas tatsächlich ins Haus. Aber ganz sicher nicht auf der Basis eines Buches, alt oder neu sollte keine Rolle dabei spielen. Allerhöchstens auf der Basis des Gesichts·buches… 😉

              • YDU schreibt:

                Kein geheimnisvolles Buch mit wilden Geschichten, das von einem verfasst wurde, den nur die Berufenen kennen? Wie soll das funktionieren? Wie soll das Volk glauben? Nö, nje, das wird nix! Wenn alle wissen, worum es geht, dann glaubt ja keiner richtig und wie willst du der Herde dann deinen Willen …

              • ausgesucht schreibt:

                Tja, damit hast Du m. E. die Geschichte der (mitteleuropäischen) Religion mitsamt der sogenannten Aufklärung des „glaubensbefangenen” Geistes in kompaktester Weise umfassend dargestellt. Chapeau!
                Und mir bleibt nur, zu wiederholen, daß, was mit „dem Buch” nicht gelang, mit einer Neufassung dieses Buches auch nicht gelingen könnnen wird, es sei denn, ein neues Medium reaktiviert das Glaubenskonzept des alten Buchs.

    • ausgesucht schreibt:

      Ach so, ganz vergessen: ein Sternchen reicht für Deinen Kommentar ja gar nicht aus (da müssen die WP-Programmierer mal dringend nachbessern), deshalb an dieser Stelle ganz offen gezeigte * * * * *.

      • YDU schreibt:

        Vor lauter Sternen seh ich den Himmel fast nicht mehr!
        Nun mal ganz ehrlich, was ist dein Begehr?
        Trotzdem danke ich dir von Herzen,
        schon immer wollte ich mit so vielen Sternen protz.. meinte natürlich, mich freuen aus ganzem Herzen!

        • ausgesucht schreibt:

          Gern und mit Freude gegeben. Aber vergiß nicht: so ein Stern ist eine nicht gerade winzige, nicht gerade kalte (also eine eher un-coole) Angelegenheit, bei der grimmig zusammengeballte Gase einen Existenzkampf führen (das „schwächere” opfert sich für das „stärkere” auf, das „stärkere” dankt durch Vernichtung des „schwächeren”)…

          Ei, verflixt, was hat man mir heute früh unters Müsli gerührt? Ich bin ja ganz neben der Spur! Oder neben der Straße, der Milchstraße, also neben den schönsten Sternen unseres stern(hagel)vollen Firmaments. 🙂

          • YDU schreibt:

            Sternhagelvoll vom Müsli am Morgen,
            Sinnsucht, du machst mir wirlich Sorgen,
            tanzt der Milchstraße grimmig entlang,
            wo wird das enden, mir wird angst und bang … 😉

            • ausgesucht schreibt:

              Hach! Die Sterne waren also keine Gourmet-Kochempfehlung, sondern eine Warnung vor bestimmten Inhaltsstoffen?!
              Das sagst Du jetzt! Da werd ich mir vor lauter Schreck erst mal ein Schüsselchen Müsli anrühren… 😉

  5. YDU schreibt:

    Müsli ist gut, könnte man meinen,
    jedoch viele es versäuimen,
    die Inhaltsstoffe zu wählen mit Bedacht,
    denn ohne Slibowitz wird hier kein Müsli gemacht!
    😉

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